Nachrichten-Rubrik: Verkehrsnachrichten

Datum 21. Mai 2022

175 Jahre Schweizer Bahnen: ÖBB und SBB präsentieren den Liegewagen der Zukunft     

Der internationale Personenverkehr ist wieder im Aufwind: In den letzten drei Monaten ist die Nachfrage stark gestiegen. Insbesondere Interrail und das Nachtzuggeschäft zeigen eine erfreuliche Entwicklung und liegen teilweise auf dem Niveau von 2019. Im Rahmen der Feierlichkeiten «175 Schweizer Bahnen» haben die Kooperationspartner ÖBB und SBB in Basel den Liegewagen der Zukunft vorgestellt.                

Aufgrund der Coronapandemie ist das europäische Nachtzuggeschäft in den letzten beiden Jahren während mehrerer Monate komplett zum Erliegen gekommen. Nach einem ersten Aufwärtstrend im Sommer 2021 hat sich das Geschäft nun im laufenden Jahr wieder erholt und liegt teilweise auf dem Niveau des Rekordjahres 2019. Auch die jüngste Nightjet-Verbindung Zürich–Amsterdam verzeichnet eine stark steigende Nachfrage. Aufgrund der guten Buchungslage empfiehlt die SBB, Reservationen für den bevorstehenden Sommer frühzeitig zu tätigen.

ÖBB und SBB investieren in den Komfort der Nightjet-Linien

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Trends zu klimafreundlichem Reisen – die beiden Bahnen gehen von einer nachhaltigen Entwicklung aus – investieren die ÖBB und die SBB gemeinsam in die Zukunft des europäischen Nachtzugverkehrs. Bereits ab Dezember 2022 erweitert die SBB gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern das Angebot nach Hamburg und Berlin mit einem neuen Nachtzugangebot über Leipzig und Dresden bis nach Prag.

Mit dem Ausbau des Angebots wollen die ÖBB und die SBB auch die Qualität deutlich steigern. Die ÖBB hat deshalb 22 Sitzwagen zu modernen Multifunktions-Liegewagen für den Nightjet-Einsatz in Österreich, Deutschland und der Schweiz umgebaut. Der «comfort-Liegewagen» wurde heute im Rahmen der Feierlichkeiten «175 Jahre Schweizer Bahnen» in Basel zum ersten Mal in der Schweiz der Öffentlichkeit vorgestellt. Die umgebauten Liegewagen sind mit barrierefreien Abteilen, zwei Toiletten pro Wagen, Kinderwagen- und Veloabstellplätzen, kostenlosem WLAN sowie USB-Steckdosen ausgerüstet. «Mit dem comfort-Liegewagen modernisieren wir die Nachtzugflotte und heben den Komfort für mobilitätseingeschränkte Reisende und Familien auf ein neues Niveau», sagte Dr. Sabine Stock, Vorständin von ÖBB Personenverkehr.

Der umgebaute Liegewagen kommt auf den Nachtzuglinien der SBB ab Juni dieses Jahres zunächst auf den Linien Zürich–Graz und Zürich–Berlin zum Einsatz. «Mit diesem Schritt machen wir das Angebot deutlich attraktiver und unterstützen so den weiteren Ausbau des Nachtzuggeschäfts», sagte Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB.

Zugtaufe in Basel und neue Züge für den Fernverkehr der SBB

Als Zeichen der engen Verbindung zwischen der SBB und dem Kanton Basel-Stadt wurde am Anlass ein Giruno-Zug auf den Namen «Basel-Stadt» getauft. Taufpatin war Regierungsrätin Esther Keller. Der Giruno verkehrt hauptsächlich auf der Nord-Süd-Achse und bildet das Rückgrat des Schweiz-Italien-Verkehrs.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 175-jährigen Jubiläum der Schweizer Bahnen präsentiert die SBB an diesem Wochenende im Bahnhof Basel SBB zudem den neuen «Flirt Mouette». Im Fernverkehr kommen diese neuen Züge, die derzeit noch Testfahrten absolvieren, ab dem Fahrplanwechsel auf dem «Flugzug» (Basel SBB–Zürich Flughafen) zum Einsatz. Voraussichtlich mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 verkehrt der «Flirt Mouette» dann auf der Strecke Basel SBB–Laufen–Delémont–Biel/Bienne.

Quelle: SBB

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Datum 20. Mai 2022

9-Euro-Ticket: RMV lobt Angebot und fordert nachhaltige Finanzierung des Nahverkehrs

  • Neu- und Bestandskunden des RMV profitieren
  • Mehr Zeit im Ausflugsverkehr einplanen

Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung die Einführung des 9-Euro-Tickets für die Monate Juni, Juli und August beschlossen. „Für nur 9 Euro pro Monat deutschlandweit Bus- und Bahnfahren ist ein tolles Angebot“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Besonders freut es mich, dass unsere eine Millionen Stammkunden davon profitieren. Wenn wir im Sommer volle Busse und Bahnen sehen, zeigt das, wie wichtig der weitere Ausbau des Nahverkehrs ist. Sowohl für die Finanzierung des bestehenden Fahrtenangebots als auch für die Ausweitung ebendieses brauchen wir aber die nötige Finanzierung. Fahrgeldeinnahmen reichen dafür nicht“, führt Ringat weiter aus.

Das 9-Euro-Ticket gilt deutschlandweit in allen Bussen und Bahnen des Nahverkehrs. Also nicht im ICE oder IC und immer in der 2. Klasse. Wer bereits eine RMV-Jahreskarte besitzt, muss keine neue Fahrkarte kaufen. Seine Jahreskarte gilt in dieser Zeit deutschlandweit. Der Preis reduziert sich in den drei Monaten auf je 9 Euro. Ob bereits direkt der niedrigere Preis abgebucht wird oder eine Erstattung erfolgt, variiert je nach Verkehrsunternehmen.

Erhältlich am Automaten, in der App und an den Vertriebsstellen

Erhältlich ist das 9-Euro-Ticket ab dem 23. Mai an den Fahrkartenautomaten sowie in allen größeren RMV-Vertriebsstellen. An den Fahrkartenautomaten kann das 9-Euro-Ticket direkt im Startbildschirm ausgewählt werden. Der Verkauf über die RMV-App startet am 1. Juni.

Für Abokunden im RMV gelten weiter Mitnahmeregelungen

Innerhalb des RMV gelten für Jahreskartenkunden die gewohnten Mitnahmeregelungen. Hierzu zählt im RMV auch die kostenlose Fahrradmitnahme für alle Fahrgäste. Außerhalb des RMV gelten die Regelungen der jeweiligen Region. Mitfahrer benötigen dann eine eigene Fahrkarte und die Radmitnahme setzt eine Fahrradkarte voraus. Weitere Information zum 9-Euro-Ticket sind zusammengestellt auf: https://www.rmv.de/9-euro-ticket.de

Reisen vor Fahrtantritt planen

Ergänzend zu den im Sommer extra angebotenen Freizeitlinien und Zusatzfahrten hat der RMV nochmals auf zahlreichen S- und Regionalzuglinien die Platzkapazitäten ausgeweitet. Besonders im Ausflugsverkehr am Wochenende empfiehlt der RMV mehr Zeit einzuplanen, alle Türen zu benutzen und bei der geplanten Mitnahme von Fahrrädern in touristischen Regionen Fahrten zu Stoßzeiten zu vermeiden, da hier trotz der Kapazitätsausweitungen mit Engpässen besonders bei der Radbeförderung zu rechnen ist.

Hingegen bietet sich beispielsweise an, die Hinfahrt frühmorgens und die Rückfahrt am späten Abend anzutreten sowie Ausflüge wochentags zu unternehmen, wenn außerhalb der morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten ein dichtes Angebot und eine etwas niedrigere Fahrgastnachfrage für entspanntere Platzverhältnisse sorgen.

Quelle: RMV

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Datum 19. Mai 2022

Leipzig–Dresden: Deutsche Bahn macht Fortschritte beim Streckenausbau zwischen Zeithain und Leckwitz

  • Bahndamm und Gleise werden für Geschwindigkeiten bis 200 km/h ertüchtigt
  • Im Juni zeitweise kein Zugverkehr
  • Tag der offenen Baustelle in Glaubitz am 24. Mai

(Leipzig, 19. Mai 2022) Die Deutsche Bahn (DB) setzt ihre Arbeiten an der Ausbaustrecke Leipzig–Dresden auch im Sommer mit Hochdruck fort. Derzeit ertüchtigt sie den Abschnitt Zeithain–Leckwitz für Geschwindigkeiten bis 200 km/h. Die DB will damit die Fahrzeit zwischen Leipzig und Dresden verkürzen und mehr Kapazitäten auf der Strecke schaffen. Gleichzeitig stattet sie die Strecke mit moderner Leit- und Sicherungstechnik aus.

DB-Projektleiter Lars Enzmann: „Im Bauabschnitt Zeithain–Leckwitz arbeiten wir aktuell an den neuen Eisenbahnbrücken, die künftig die beschrankten Bahnübergänge an der Bahnhofstraße und Poststraße in Glaubitz ersetzen. Außerdem erneuern unsere Fachleute den Bahndamm, das Gleisbett und die Oberleitungsanlagen, errichten Lärmschutz- und Stützwände. Um die Einschränkungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, erfolgt ein Großteil der Arbeiten unter rollendem Rad, das heißt bei laufendem Zugverkehr“.

Streckensperrung im Juni erforderlich

Im Juni muss der Abschnitt Zeithain–Leckwitz dennoch zeitweise gesperrt werden. Dann beginnt die DB mit dem Neubau des ersten Gleises in seiner finalen Lage. Während der Sperrung werden die neuen Schienen entladen und für die Verlegung vorbereitet. Dabei kommt unter anderem ein sogenanntes Langschienen-Abladesystem zum Einsatz. Es handelt sich um ein Spezialfahrzeug, das Schienen mit einer Länge von 120 bis 180 Metern transportieren kann.

Die Arbeiten führt die DB vom 13. bis 17. Juni sowie vom 20. bis 24. Juni jeweils in der verkehrsärmeren Zeit zwischen 9 und 15 Uhr durch. In dieser Zeit werden Züge der Regionalexpress-Linie 50 zwischen Dresden-Neustadt und Riesa umgeleitet. Die Haltepunkte Glaubitz (Riesa), Nünchritz, Priestewitz, Niederau, Weinböhla und Coswig (b Dresden) werden nicht bedient. Für die betroffenen Fahrgäste bietet die DB einen Schienenersatzverkehr mit Bussen an. Fernzüge werden während der Arbeiten umgeleitet oder entfallen zwischen Leipzig und Dresden.

Die Fahrplanänderungen sind bereits im Vorfeld in den elektronischen Fahrplan eingearbeitet worden und bei Online-Reiseauskünften (www.bahn.de und in der App DB Navigator), im Reisezentrum oder an Fahrkartenautomaten abrufbar.

Eine weitere Sperrung des Abschnitts zwischen Zeithain und Leckwitz ist vom 29. August bis 8. September geplant. Dann findet der Brückeneinschub an der Eisenbahnbrücke am sogenannten „Weg zur Hölle“ statt. Über Auswirkungen auf den Zugverkehr wird die DB die Reisenden rechtzeitig informieren.

Einladung zum Tag der offenen Baustelle in Glaubitz

Noch vor Beginn der Arbeiten gewährt die DB allen Interessierten Einblicke in das Projekt: Am 24. Mai zwischen 16 und 20 Uhr findet ein Tag der offenen Baustelle in Glaubitz statt. Besucher:innen können mit dem Projektteam ins Gespräch kommen. Außerdem werden Führungen über die Baustelle sowie ein Grillimbiss mit Getränken angeboten. Auch der Infopunkt wird geöffnet sein. Die Veranstaltung ist über die Bahnhofstraße in Glaubitz zu erreichen. Etwa 50 Meter vom Bahnübergang entfernt führt eine provisorische Baustraße über den Floßkanal zur Veranstaltungsfläche. 

Über das Bahnprojekt Leipzig–Dresden

Der Abschnitt Zeithain–Leckwitz ist Teil der insgesamt 117 Kilometer langen Ausbaustrecke Leipzig–Dresden. Bis Ende 2026 rüstet die DB den Streckenabschnitt mit moderner Stellwerkstechnik aus und ertüchtigt ihn so, dass Züge künftig mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h fahren können. Zudem werden die Haltepunkte Glaubitz und Nünchritz erneuert und angepasst. Die Bahnsteige sind künftig über Rampenanlagen auch für Reisende mit eingeschränkter Mobilität problemlos erreichbar.

Mit dem Ausbau der Strecke Leipzig–Dresden sorgt die DB dafür, dass Reisende künftig deutlich schneller zwischen den beiden größten sächsischen Städten reisen können. Die Fahrzeit soll von ursprünglich mehr als 90 Minuten auf unter eine Stunde verkürzt werden. Das Projekt sorgt damit für einen attraktiven Bahnverkehr in der Region und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, mehr Verkehr auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 16. Mai 2022

Komfortabler und jetzt mit WLAN: Mecklenburg-Vorpommern und Deutsche Bahn modernisieren Züge des RE1 zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg

  • Erster modernisierter Zug vorgestellt
  • Reisende auf der Linie Rostock-Schwerin-Hamburg profitieren
  • Bestens unterwegs im Zwei-Stunden-Takt

Reisende zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg können sich auf mehr Komfort und WLAN freuen: Die Deutsche Bahn (DB) modernisiert im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) die Wagen der Linie RE1 zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg. Heute wurde der erste komplett fertig gestellte Zug in Schwerin vorgestellt. Insgesamt wurde bereits ein Drittel der insgesamt 38 Wagen der Frischekur unterzogen, alle weiteren folgen bis zum Herbst. Der RE1 – auch Hanse-Express genannt - verbindet Rostock mit Schwerin und Hamburg im Zwei-Stunden-Takt, in den Hauptverkehrszeiten von montags bis freitags fährt der RE1 zwischen Schwerin und Hamburg einmal pro Stunde.

Im Vergabeverfahren zum Verkehrsvertrag „Ostseeküste West“ des Landes hat die DB Regio AG Ende vergangenen Jahres den Zuschlag für fünf Jahre bis Dezember 2026 erhalten. „Der RE1 ist ein wichtiges Bindeglied für unser Land mit der Metropolregion Hamburg. Es ist die Strecke mit dem höchsten Passagieraufkommen, die gleichermaßen wichtig für Pendlerinnen und Pendler sowie für Gäste ist, die unser Urlaubsland entdecken. Umso bedeutender ist es, dass die Züge deutlich an Attraktivität gewinnen. Die modernisierten Doppelstockwagen des ‚Hanse-Express‘ sind nicht nur optisch ein Zugewinn für alle Gäste - mehr Komfort und auch mehr Service wie das kostenlose WLAN machen das Reisen mit der Bahn noch angenehmer. Nachhaltige Investitionen in die Ausstattung sind gute Gründe für potenzielle Kunden, mehr Anreize zu liefern, um auf klimafreundliches Reisen umzusteigen“, machte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit deutlich.

Berthold Witting, Geschäftsführer Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV), betont: „Ich freue mich über all diese neuen Features gerade auf dieser Strecke - eine der stark frequentiertesten Linien in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt. Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern arbeitet derzeit schon an einem neuen Folgevertrag für die SPNV-Leistungen zwischen Rostock-Schwerin-Hamburg. In diesem Verkehrsvertrag (ab 2027) hat das Land neue Fahrzeuge eingeplant.“

Carsten Moll, Chef von DB Regio Nordost, ergänzt: „Gut verbunden: das sind mit dem Hanse-Express nicht nur die Regionen zwischen Hamburg, Schwerin und Rostock, sondern nun auch die Fahrgäste digital mit WLAN und dem Zugportal. Wir freuen uns, dass wir die Länder mit unserem Angebot überzeugen konnten und die Linie RE1 nach Abschluss der ‚Frischekur‘ für Pendler und Ausflügler noch attraktiver sein wird."

Die Modernisierung der 38 Doppelstockwagen wurde im Januar 2022 begonnen. Dafür werden einzelne Wagen aus dem laufenden Betrieb herausgelöst und dann modernisiert direkt wieder in den Einsatz gebracht. So wird etwa jede Woche ein Wagen durch einen modernisierten ersetzt. Bis zum Herbst dieses Jahres werden alle Wagen fertig sein. Neu für die Fahrgäste sind neben der Auffrischung der Innenräume die Ausstattung mit WLAN. Das darin integrierte Infoportal bietet regionale Nachrichten, Podcasts und sogar Sprachkurse für eine kurzweilige und unterhaltsame Fahrt. Für eine angenehmere Reise werden auch die Toilettenräume renoviert. Das kombinierte Design aus Ostseestrand und Badezimmer-Optik lässt Urlaubsvorfreude aufkommen.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 13.05.2022

„Den Öffentlichen Nahverkehr mitgestalten“

  • RMV sucht neue Mitglieder für den Fahrgastbeirat.
  • Dank an den jetzigen Beirat.

Den Öffentlichen Personennahverkehr frühzeitig und konstruktiv mitzugestalten – diese Möglichkeit bietet der RMV mit seinem Fahrgastbeirat allen interessierten Fahrgästen.

Die Mitglieder des Fahrgastbeirates treffen sich mindestens vier Mal im Jahr, um mit Vertretern des RMV und anderen Experten aktuelle Konzepte zu diskutieren und Anregungen aus Sicht der Fahrgäste zu geben. Komplettiert wird der Fahrgastbeirat durch Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden aus den Bereichen Verkehr, Umweltschutz und Mobilitätseinschränkung.

„Die Neubesetzung des Fahrgastbeirats findet nicht nur mit einem in die Zukunft gerichteten Blick statt, sondern ist auch eine Gelegenheit, sich bei den in den vergangenen Jahren Engagierten zu bedanken“, so Prof. Knut Ringat. „Der Fahrgastbeirat ist eine wichtige Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr und den Weg der Mobilitätswende mitzugestalten und hilft uns, nah an den Wünschen unserer Fahrgäste zu sein und unsere Angebote stetig fahrgastgerecht weiterzuentwickeln.“

Das Gremium wird turnusgemäß alle drei Jahre neu besetzt. Besonders freut sich der RMV über weibliche Interessierte sowie jene bis zum Renteneintritt. Mehr Informationen sowie das für die Bewerbung benötigte Formular finden sich auf www.rmv.de. Interessierte können sich bis zum 27. Mai 2022 mit dem ausgefüllten Fragebogen per E-Mail an fahrgastbeirat@rmv.de bewerben.

Quelle: RMV

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Datum 13.05.2022

Ab Ende Mai im VVO erhältlich: Das 9-Euro-Ticket

  • Verkaufsstart nach Bundesratsentscheidung voraussichtlich am 23. Mai
  • Abonnenten profitieren von erweiterter Mitnahmeregel
  • Abo-Neukunden fahren bis zu drei Monate kostenfrei

Die Bundesregierung hat beschlossen, für drei Monate ein Ticket für 9 Euro je Kalendermonat einzuführen. Das sogenannte 9-Euro-Ticket soll deutschlandweit vom 1. Juni bis zum 31. August 2022 gelten. Das Ticket ist Bestandteil des zweiten Energie-Entlastungspaketes, das von der Bundesregierung am 24. März vorgestellt und am 27. April vom Kabinett beschlossen wurde. „Mit dem Ticket will die Bundesregierung auch die Pendler entlasten, die mit Bus und Bahn unterwegs sind“, erläutert Sachsens Staatssekretärin für Verkehr, Ines Fröhlich. „Zudem sinkt mit dem Angebot die Nutzungsschwelle, vom Auto in den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen und bietet damit die Chance, noch mehr Menschen von Bus und Bahn zu überzeugen.“ Der endgültige politische Beschluss soll am 18. und 19. Mai im Bundestag und am 20. Mai im Bundesrat erfolgen. Im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) haben die zwölf Unternehmen alle Abstimmungen und Vorbereitungen abgeschlossen und heute vorgestellt.

Verkaufsstart im VVO nach Bundesratsentscheidung am 23. Mai

In den vergangenen Wochen wurde mit Hochdruck der Vertrieb des Tickets organisiert. „Im VVO ist es ab 23. Mai an allen Ticketautomaten der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), der DB AG, der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) sowie in allen Servicestellen und Reisezentren im Vorverkauf erhältlich“, erläutert Burkhard Ehlen, VVO-Geschäftsführer. „Ab 1. Juni kann das Ticket zudem in den Apps DB Navigator, DVB mobil und VVO mobil, HandyTicket Deutschland, FAIRTIQ und bei allen Busfahrern im Regionalverkehr erworben werden.“ Das Ticket gilt jeweils vom ersten bis letzten Tag des ausgewählten Kalendermonats.

Das 9-Euro-Ticket kann deutschlandweit für Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr genutzt werden. Ausgeschlossen sind die Züge des Fernverkehrs, wie ICE, IC und EC sowie Flixtrain. Im VVO gilt das Ticket zudem auf den beiden Schmalspurbahnen, den Dresdner Bergbahnen, der Kirnitzschtalbahn sowie bei der Stadtrundfahrt Meißen. Das 9-Euro-Ticket ist personengebunden, das heißt, dass die Fahrgäste ihren Namen auf dem Ticket eintragen. Für die Mitnahme eines Fahrrades oder Hundes lösen die Fahrgäste zusätzliche Tickets, im VVO beispielsweise die Fahrradtageskarte. 

Abonnenten profitieren verbundweit von erweiterter Mitnahmeregel

Die Stammkunden profitieren in den drei Monaten ganz besonders. Ihre Abo-Monatskarten, 9-Uhr-Abo-Monatskarten und JobTickets werden in den drei Monaten ebenfalls nur neun Euro pro Monat kosten. Zudem wird die zeitliche Einschränkung des 9-Uhr-Abos aufgehoben, es gilt also ganztags. Im Gebiet des VVO können alle Abo-Monatskarten- und JobTicket-Nutzer mit Normalpreis-Tickets zudem während der drei Monate zeitlich unbefristet einen Erwachsenen und bis zu vier Schüler bis zum 15. Geburtstag kostenfrei mitnehmen. Die Mitnahme eines Fahrrades oder Hundes ist ebenfalls verbundweit möglich. „Sobald die Abo-Fahrgäste den VVO verlassen, haben sie mit ihrer Fahrkarte automatisch ein 9-Euro-Ticket in der Hand, das dann entsprechend der Regelungen personengebunden und ohne Mitnahme auch deutschlandweit genutzt werden kann“, unterstreicht Stephan Naue, Leiter Produktmanagement Sachsen bei DB Regio Südost. „Wir Unternehmen informieren derzeit alle Stammkunden mit einem persönlichen Schreiben zur automatischen Verrechnung des niedrigeren Ticketpreises und den erweiterten Möglichkeiten.“ Auch ermäßigte Abonnements und junge Fahrgäste mit Bildungs- und AzubiTicket sowie Studenten mit Semesterticket können in den drei Monaten mit ihren Fahrkarten deutschlandweit unterwegs sein. Zudem sind auch bei diesen Tickets die Berg- und Schmalspurbahnen, die Kirnitzschtalbahn und die Stadtrundfahrt Meißen inklusive. 

Abo-Neukunden fahren bis zu drei Monate kostenfrei

„Wir sehen das 9-Euro-Ticket als Chance, durch Corona verlorene Fahrgäste zurückzuholen und vor allem neue Kunden zu gewinnen“, betont Andreas Hemmersbach, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe AG. „Alle Fahrgäste, die jetzt ein Abo neu abschließen, brauchen im Juni, Juli und August gar nichts zu bezahlen. Aus dem 9-Euro-Ticket wird dann sogar ein 0-Euro-Ticket.“ Dieses Angebot gilt für alle Neukunden, die ein Abo für eine Monatskarte, 9-Uhr-Monatskarte oder ein JobTicket mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten bei der DVB, der DB, beim Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE), der Regionalbus Oberlausitz (RBO) oder der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH) abschließen. „Der Abschluss eines Abos ist ab sofort unter anderem bei www.dvb.de/abo online möglich“, so Andreas Hemmersbach weiter. „Wer sich schnell entscheidet, profitiert so von drei Monaten ohne Fahrtkosten und kann zudem alle Vorteile eines Abo-Tickets nutzen.“ 

Alle Informationen zum 9-Euro-Ticket, die Vorteile für Abo-Kunden sowie für Abo-Neukunden gibt es bei den Verkehrsunternehmen, unter www.vvo-online.de/9EuroTicket sowie an der VVO-InfoHotline 0351 8526555.

Der Abschluss des 0-Euro-Tickets ist möglich unter:

Dresdner Verkehrsbetriebe:

www.dvb.de/abo

Deutsche Bahn:

www.bahn.de/abo

Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

www.rvsoe.de

Regionalbus Oberlausitz:

www.regionalbus-oberlausitz.de

Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda:

www.vgh-hy.de/abo  

 Quelle: VVO

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Datum 13.05.2022

Autonom und auf Abruf: Neue fahrerlose E-Shuttles verstärken den Nahverkehr

  • Mehr Fahrzeuge und erweitertes Streckennetz für attraktive öffentliche Mobilität im ländlichen Raum
  • On-Demand-Angebot bietet klimafreundliche und flexible Alternative zum Auto
  • Buchung der kostenfreien Fahrten per App

(Bad Birnbach, 13. Mai 2022) Die Deutsche Bahn (DB) bringt im niederbayrischen Kurort Bad Birnbach zwei neue autonom fahrende E-Shuttles auf die Straße. Diese befördern Fahrgäste ab sofort „On-Demand“, also auf Abruf, an ihr Ziel. Per App kann man die Fahrzeuge buchen sowie Start- und Zielhaltepunkt individuell bestimmen. Die Shuttles sollen vor allem die gesundheitlichen Einrichtungen und Geschäfte des täglichen Bedarfs noch einfacher erreichbar machen.

Schon 2017 hat die DB in Bad Birnbach Deutschlands ersten autonom fahrenden Linienbus auf die Straße gebracht. Dieser hat bislang mehr als 65.000 Fahrgäste befördert und dabei rund 60.000 Kilometer zurückgelegt. Die Anbindung per Linien-Shuttle an den Bahnhof hat insbesondere den Anschluss an die Schiene verbessert. Die beiden neuen Fahrzeuge sind wie das weiterhin bestehende Linien-Shuttle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 18 km/h unterwegs.

Gebucht wird der Fahrservice per „Wohin·Du·Willst“-App bis zu sieben Tage im Voraus. Spontane Fahrten lassen sich auch noch drei Minuten vor Fahrtbeginn buchen. Für jede Fahrt errechnet eine Software des DB-Technologieunternehmens ioki die optimale Route. Anfragen werden zu Fahrgemeinschaften gebündelt, um Straßen und Umwelt zu entlasten. Alle Fahrten sind kostenlos.

Das DB-Mobilitätsprojekt hinter den autonomen Shuttles im Kurort heißt „HEAL“ („Hochautomatisiert-gesellschaftlich-nachfrageorientiert-ländlich"). Projektpartner sind die RBO Regionalbus Ostbayern GmbH, der Landkreis Rottal-Inn und Markt Bad Birnbach. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von einem Studienteam des Lehrstuhls für Public Health und Versorgungsforschung (IBE) der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Rahmen der Begleitforschung sollen mögliche Veränderungen in der Alltagsmobilität und sozialen Teilhabe beobachtet werden. Zudem soll die gesundheitliche Versorgungssituation untersucht und die gesellschaftliche Akzeptanz von Digitalisierung analysiert werden.

Das DB-Technologieunternehmen ioki stellt die Software für die Buchungsplattform und für die Kommunikation zum autonomen Fahrzeug. Die eigens entwickelte technische Schnittstelle ermöglicht so die Kombination zwischen autonomem Fahren und On-Demand-Buchung. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV).

Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern: „Neue digitale Mobilitätsangebote und Technologien spielen bei der Mobilitätswende eine Schlüsselrolle. Mit autonomen, flexiblen Shuttle-Bussen stärken wir den ÖPNV flächendeckend und bieten noch mehr Menschen attraktive öffentliche Mobilität, die sich in ihrem Alltag bewährt. So schaffen wir eine klimafreundliche Alternative zum privaten PKW auch für die Menschen in ländlichen Regionen. Gleichzeitig entlasten wir die Straßen in Ballungsräumen.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Ein modernes ÖPNV-Angebot hilft der Umwelt und dem Klimaschutz. Wir wollen daher den ÖPNV stärken und ein noch attraktiveres und flexibleres Angebot vor allem im ländlichen Raum schaffen. Autonome elektrische Fahrzeuge sind dabei eine spannende Entwicklung, die sicherlich ein fester Teil der öffentlichen Mobilität der nicht allzu fernen Zukunft sein werden. Ich freue mich, dass gerade meine Heimat Niederbayern Vorreiter für autonome Shuttles ist und dies erneut wieder unter Beweis stellt.

Michael Fahmüller, Landrat Landkreis Rottal-Inn: „Mit ‚HEAL‘ wird der erfolgreiche Weg fortgesetzt, der mit dem Projekt autonomer Bus in Bad Birnbach 2017 begonnen wurde. Der Landkreis Rottal-Inn war und ist bis heute sehr stolz darauf, Einsatzort des ersten im öffentlichen Nahverkehr fahrenden autonomen Busses überhaupt zu sein. Für uns war dies stets nicht nur ein Pilotprojekt, sondern der Beginn einer neuen Ära im öffentlichen Nahverkehr. Umso mehr freuen wir uns, dass der Anspruch, das Liniennetz im Landkreis mit dem autonomen Bus auch faktisch zu ergänzen, nun mit ‚HEAL‘ weiter erfüllt, fortgesetzt und vor allem ausgebaut wird.“

Dagmar Feicht, Erste Bürgermeisterin Markt Bad Birnbach: „Für uns ist ‚HEAL‘ von herausragender Bedeutung: Mit dem Projekt sind wir nicht nur Pionier beim autonomen Fahren, wir verstehen uns auch als Leuchtturm im ländlichen Raum. Die demografische Entwicklung stellt uns hier vor große Herausforderungen. Ziel ist es daher, ein barrierefreier Ort zu werden. Da schafft das nachfrageorientierte Projekt viele Möglichkeiten, den Menschen – Gästen und Einheimischen gleichermaßen – eine neue, vorher so nicht gekannte Mobilität zu verleihen. Es geht also um soziale Teilhabe für alle.

Die Deutsche Bahn beteiligt sich daher seit vielen Jahren als Technologietreiber für neue Mobilität an autonomen Bussen, unter anderem in der Region Oberfranken, in Niederbayern, Karlsruhe, Berlin und Leipzig. Ziel eines flexiblen „On Demand“-Services mit autonomen Fahrzeugen ist es, alltagstaugliche Mobilität von Tür zu Tür in Kombination mit Bahnen und Bussen zu ermöglichen und den klimafreundlichen öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. Autonome Shuttles nach Bedarf und auf Abruf schaffen dabei gerade in ländlichen Regionen eine flächendeckende Anbindung an die klimafreundliche Schiene.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 10.05.2022

Spatenstich für den Strukturwandel: Bau des neuen Bahnwerks in Cottbus beginnt

  • Erste Halle und 500 Jobs entstehen bis 2024
  • ICE-Züge können so schnell gewartet werden wie in keinem anderen Werk
  • Eines der größten Projekte zur Strukturstärkung in der Lausitz

(Cottbus, 10. Mai 2022) Die Deutsche Bahn (DB) hat mit dem Bau des neuen Bahnwerks in Cottbus begonnen. Mit dem heutigen Spatenstich entsteht die erste von später zwei Werkhallen. In dieser Halle werden bereits in zwei Jahren die ersten ICE 4-Züge instandgehalten. Auf dem Baufeld machten 500 rote Luftballons den Grundriss der neuen Werkhalle sichtbar. Sie symbolisierten auch die ersten 500 neuen Arbeits- und Ausbildungsplätze, die hier bis 2024 entstehen.

Das Projekt ist eines der ersten und bedeutendsten Vorhaben zur Strukturstärkung in der Kohleregion Lausitz. Gemeinsam mit dem Bund und dem Land Brandenburg unterstützt die DB den Wandel und schafft neue, hochwertige Industriearbeitsplätze. Nach Fertigstellung der zweiten Werkhalle im Jahr 2026 werden es insgesamt 1.200 neue Stellen sein. Dabei setzt die DB voll auf Digitalisierung und Automatisierung: Cottbus wird das modernste Instandhaltungswerk der DB.

Olaf Scholz, Bundeskanzler: „Der Bau des neuen Bahnwerks in Cottbus zeigt, wie Strukturwandel gelingen kann. Solche Innovationsprojekte schaffen nicht nur gute Arbeitsplätze – sie bringen auch neue Wirtschaftskraft und Zukunftsfähigkeit für die gesamte Region.“

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn: „Das neue Werk in Cottbus entsteht im Rekordtempo. Heute setzen wir den symbolischen Spatenstich – und schon in zwei Jahren warten wir hier die ersten ICE 4. Gleichzeitig schaffen wir spannende und hochmoderne Arbeitsplätze in einem zukunftsträchtigen Bereich. Wir brauchen dieses neue Werk, damit unsere ICE-Flotte weiter wachsen kann und damit mehr Menschen Bahn fahren. Nur so sind unsere Klimaziele erreichbar.“

Dietmar Woidke, Ministerpräsident Brandenburg: „Heute startet ein Leuchtturmprojekt für den Strukturwandel in der Lausitz. Deutsche Bahn und Bundesregierung haben Wort gehalten. Dafür mein Dank. Diese Stärkung des Standortes ist ein zentrales Element für die Entwicklung der Lausitz hin zur Modellregion für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum. Auch, weil hier bis zu 1.200 neue Industriearbeitsplätze entstehen. Es geht deutlich voran – vor allem wenn man bedenkt, dass dieses Bahnwerk noch vor wenigen Jahren von der Schließung bedroht war. Der Ausgleich von wegfallenden durch neue zukunftsfähige Arbeitsplätze ist eine absolut notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Strukturentwicklung im Zuge des Ausstiegs aus der Braunkohle. Das Werk soll zwei Jahre früher in Betrieb gehen als ursprünglich geplant.“

Michael Theurer, Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr: „Die Schiene sichert in Deutschland mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze. Neue Technologien mit hochqualifizierten Jobs machen den umweltfreundlichen Verkehrsträger immer attraktiver. Mit dem klaren Fokus auf diesen Verkehrsträger betreiben wir so nicht nur aktiven Klimaschutz sondern auch umfassende Beschäftigungs- und Strukturpolitik. Dieses Werk ist ein weiterer positiver Beitrag für den Strukturwandel im Braunkohlerevier Lausitz. Denn die hier geleisteten Investitionen stärken sowohl die Region als auch den Schienenverkehr in ganz Deutschland.“

Im Rahmen der Konzernstrategie „Starke Schiene“ baut die DB ihre ICE-Flotte kontinuierlich aus. Bis Ende des Jahrzehnts sollen rund 450 ICE auf den Schienen unterwegs sein. Allein bis 2024 wächst die Anzahl der ICE 4 von aktuell knapp 100 auf 137 Fahrzeuge. Mehr Züge benötigen mehr Kapazitäten in der Instandhaltung. Das neue Werk in Cottbus leistet dazu einen wichtigen Beitrag und sorgt dafür, dass die Züge schnell zurück auf die Strecke kommen und mehr Menschen klimafreundlich und komfortabel reisen können.

Die neuen Werkhallen entstehen auf dem Gelände vor dem bestehenden DB-Standort in Cottbus. Die erste Halle hat zwei Gleise und ist 445 Meter lang; die weitere Halle wird vier Gleise und 570 Meter Länge haben. Damit wird es das erste Werk der DB für die schwere Instandhaltung von ICE 4-Zügen sein. Dabei werden die Züge zum Teil demontiert und schwere Komponenten wie Drehgestelle ausgetauscht.

Das Besondere an den Werkhallen: Auch die 374 Meter langen XXL-ICE mit 13 Wagen und 918 Sitzplätzen können in voller Länge einfahren. Von den kürzeren ICE passen zwei je rund 200 Meter lange Züge mit jeweils sieben Wagen hintereinander auf die Gleise. So können Mitarbeitende an allen Wagen gleichzeitig arbeiten, was die Instandhaltung der Züge beschleunigt. Die Revision eines ICE 4 mit allen nötigen Arbeitsschritten soll im neuen Werk weniger als zwei Wochen dauern. Bisher dauert eine solche Revision bei einem ICE bis zu fünf Wochen.

Neu: Erhöhte Gleise sorgen in den Werkhallen für ergonomische Arbeitsplätze, an denen Mitarbeitende einfach an Seitenklappen und Radsätzen arbeiten können. In den Hallenboden sind von der DB eigens entwickelte Drehgestellwechsler eingesetzt. Damit können die Mitarbeitenden die Drehgestelle zur weiteren Bearbeitung ohne schweres Heben seitlich herausfahren. Die Bauteile lassen sich auch deutlich schneller wechseln, weshalb die Züge viel kürzer als sonst im Werk stehen müssen und schneller wieder für die Kund:innen im Einsatz sind.

Vorgesehen sind Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro auf Basis des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Mit diesem Gesetz unterstützen Bund und Länder die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen in Brandenburg, im Freistaat Sachsen, in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen beim Aufbau zukunftsfähiger Arbeitsplätze und neuer Wirtschaftsstrukturen.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 07.05.2022

Rollender Botschafter für Schienenausbau: S-Bahn Berlin tauft einen Zug auf den Namen „Stahnsdorf“

  • Geplanter S-Bahn-Anschluss nach Stahnsdorf bis 2032
  • Verlängerung der S25 als Teilprojekt in i2030 verankert
  • Tausende Pendler:innen erhalten klimafreundliche Schienenverbindung in die Innenstadt

(Potsdam-Babelsberg, 7. Mai 2022) Stahnsdorf soll ran ans S-Bahn-Netz – und hat dafür heute ein Zeichen gesetzt. Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann, der Konzernbevollmächtigte der DB für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Kaczmarek, S-Bahn-Chef Peter Buchner und Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers haben am Vormittag auf dem Bahnhof Potsdam-Babelsberg mit Sekt einen S-Bahnzug auf den Namen „Stahnsdorf“ getauft.

Die Gemeinde im Südwesten Berlins soll im Rahmen des großen Schienen-Infrastrukturprogramms i2030 einen S-Bahn-Anschluss bekommen – die Vorplanungen dazu haben begonnen. Die Finanzierung des Planungsschrittes sichert das Land Brandenburg ab. Für den zweigleisigen Ausbau der S-Bahn zwischen Südende und Lichterfelde Ost hat das Land Berlin die Finanzierung der Vorplanung übernommen. Damit werden zwei wesentliche Bedingungen geschaffen, um zukünftig einen stabilen 10-Minutentakt auf der S25 bis Stahnsdorf zu ermöglichen. Mit dem Abschluss der Planungen und den Erhalt aller behördlichen Genehmigungen wird nach aktuellem Stand im Jahr 2028 gerechnet. Die Inbetriebnahme ist mit Absicherung der Finanzierung für 2032 angestrebt.

Bis es so weit ist, wird nun ein frisch sanierter Zug der Baureihe 481 mit dem Namen der Gemeinde als Botschafter in Berlin und Umland unterwegs sein. Das Sanierungsprogramm des größten Teils der S-Bahn-Flotte läuft seit Herbst 2019. Mehr als 160 Fahrzeuge wurden bereits runderneuert. Dieser Zug ist nun der erste, der auf der S7 (Ahrensfelde – Potsdam) zum Einsatz kommt.

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Dass wir dem Ziel der S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf Schritt für Schritt näher kommen, wird mit der heutigen Zugtaufe für alle sichtbar. Ab sofort rollt der Name Stahnsdorf auf einem Zug der Berliner S-Bahn durch die Hauptstadt und Umgebung. Im Rahmen von i2030 stellen wir als Land rund sechs Millionen Euro für die Planung bereit. Mit der Verlängerung entfällt für viele Pendlerinnen und Pendler die bisher umständliche Fahrt nach Teltow oder die gesamte Autofahrt in die Berliner Innenstadt. Damit steigt die Attraktivität der gesamten Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (TKS) weiter.“

DB-Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek: „Die Mobilitätswende gelingt nur mit einer starken Schiene, mit mehr umweltfreundlichem Verkehr auf mehr moderner Infrastruktur. Dafür stellen wir mit i2030 die Weichen. Der S-Bahn-Anschluss von Stahnsdorf ist ein wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes.“

Der S-Bahn-Anschluss soll die Mobilität der 16.200 Einwohner Stahnsdorfs entscheidend verbessern, denn rund 6.000 von ihnen pendeln täglich, davon knapp die Hälfte nach Berlin, und die meisten mit dem Auto. Im Berufsverkehr ist oft Staustehen angesagt.

S-Bahn-Chef Peter Buchner: „Schneller als mit der S-Bahn kommen die Stahnsdorfer nicht in die Berliner Innenstadt – in 30 Minuten ist man dann am Potsdamer Platz. So werden hoffentlich viele ihr Auto künftig stehenlassen - ganz im Sinne des Klimaschutzes. Und ab heute wird S-Bahnfahren aus Potsdam nach Berlin noch attraktiver: Zug für Zug werden nun auch die Fahrzeuge auf den Nord-Süd-Linien runderneuert. Heute können sich die Fahrgäste über den ersten freuen.“

Thomas Dill, Bereichsleiter des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB): „Die Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf stellt mit der Stammbahn einen der wichtigsten Entwicklungskorridore im Projekt i2030 dar. Mit der geplanten S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf kommen wir unserem Ziel der besseren Anbindung bereits einen guten Schritt näher. Unser Ziel ist, die Verkehrswende voranzutreiben und dazu gehört auch, den umweltfreundlichen Schienenverkehr kontinuierlich weiter auszubauen.“

Bernd Albers, Bürgermeister von Stahnsdorf: „Wir wollen den Verkehr von der Straße bringen und auf nachhaltige Weise entwickeln. Dafür ist die Verlängerung der S-Bahnlinie 25 nach Stahnsdorf unverzichtbar. Seit vielen Jahren arbeitet die Verwaltung hart daran, und ich bin dankbar für diese Unterstützung. Den symbolischen Akt einer Zugtaufe verstehe ich als Auftrag, den Wiederanschluss unseres Ortes an das Berliner S-Bahnnetz weiter zu forcieren. Ich zähle dabei auf die Unterstützung aller Beteiligten.“

Das Berliner S-Bahnnetz ist das meistgenutzte in ganz Deutschland. Es umfasst 340 Kilometer mit 168 Stationen. Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und der VBB gemeinsam den Ausbau der Schieneninfrastruktur der kommenden Jahre in unserer Region. Das Ziel: mehr und bessere Schienenverbindungen für die Menschen, die hier leben.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 06.05.2022

Deutsche Bahn macht Mitte-Deutschland-Verbindung fit für die Zukunft

  • Elektrifizierung und zweigleisiger Ausbau der Strecke Weimar–Gera–Gößnitz
  • Züge können schneller, leiser und umweltfreundlicher fahren
  • Abschluss der Arbeiten bis 2030 geplant

Die Planungen der Deutschen Bahn (DB) für den Ausbau der Strecke Weimar – Gera – Gößnitz gehen voran. Über den aktuellen Stand des Projekts hat die DB heute die Mitglieder des parlamentarischen Lenkungskreises informiert. In dem Gremium sind neben der DB auch der Freistaat Thüringen, die Städte entlang der Strecke sowie die Region vertreten. Der 115 Kilometer lange Abschnitt der sogenannten Mitte-Deutschland-Verbindung wird elektrifiziert und soll zweigleisig ausgebaut werden. Damit kann die bestehende Fernverkehrslinie vom Ruhrgebiet nach Gera künftig durchgehend elektrisch betrieben und bis nach Chemnitz verlängert werden. Die bislang erforderlichen Lokwechsel in Gotha entfallen.

Martin Walden, Konzernbevollmächtigter der DB für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: „Mit dem Ausbau der Strecke Weimar – Gera – Gößnitz macht die DB die Mitte-Deutschland-Verbindung fit für die Zukunft. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag dazu, mehr Verkehr von der Straße auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern. Züge können künftig schneller, leiser und umweltfreundlicher fahren. Gleichzeitig profitiert die Wirtschaft von einer besseren Anbindung des westsächsischen Wirtschaftsraums an die Regionen Mittelthüringen, Rhein/Main und das Ruhrgebiet.“

Susanna Karawanskij, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft: „Es ist für Thüringen eine gute Botschaft, dass der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung nun zeitgleich geplant werden können. So werden Synergien genutzt und zusätzliche Streckensperrungen verhindert. Das kommt allen Bahnreisenden zugute. Es hat sich gelohnt, dass der Freistaat Thüringen gegenüber dem Bund und der Deutschen Bahn in Vorleistung gegangen ist und die Vorplanungen für den zweigleisigen Ausbau vorfinanziert hat.“

Aufgrund der zeitgleichen Planung von Elektrifizierung und zweigleisigem Ausbau ergeben sich neue planerische Anforderungen, insbesondere durch naturschutzrechtliche Auflagen. In deren Folge verlängert sich das ursprünglich allein für die Elektrifizierung kalkulierte Planfeststellungsverfahren von 18 auf 24 Monate. Die DB geht davon aus, dass das Gesamtprojekt bis Ende 2030 fertiggestellt werden kann. Ungeachtet dessen prüft die DB fortlaufend Möglichkeiten, die einen früheren Inbetriebnahme-Termin zulassen.

Nachdem der Bund im Februar die Wirtschaftlichkeit der Elektrifizierung bestätigt und damit die Finanzierung zugesagt hatte, konnte die DB unmittelbar die nächsten Planungsschritte einleiten. Gleichzeitig wurde auch die vom Freistaat Thüringen finanzierte Planung für den zweigleisigen Ausbau fortgesetzt. Für die Elektrifizierung ist der Neubau einer Bahnstromleitung erforderlich, um die Strecke an das vorhandene Bahnstromnetz der DB anzuschließen. Ein Beschluss zum möglichen Trassenverlauf wird noch vor dem Sommer erwartet.

Quelle: Deutsche Bahn

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