Nachrichten-Rubrik: Verkehrsnachrichten

 

Datum 16.10.20

Bahnprojekt Ulm-Augsburg stellt erste Planungsergebnisse vor

  • Vier Varianten für künftig nur 26 Minuten Fahrzeit

Für den Aus- und Neubau der Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg stellte die Bahn am Freitag der Kommunalpolitik erste Planungsergebnisse vor. Der bayerische DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel präsentierte in der Fuggerstadt vier Trassierungsräume zwischen Lech und Iller, innerhalb derer nun eine Streckenführung gesucht wird. Die Bahn muss dabei die, vom Bund vorgegebenen verkehrlichen Anforderungen, unter anderem Fahrzeitverkürzung um rund eine Viertelstunde auf 26 Minuten sowie Züge mit Höchstgeschwindigkeit 300 km/h, Güterzugtauglichkeit und gleichermaßen die Siedlungsgebiete und Naturschutzräume berücksichtigen.

Die vier Trassierungsräume einschließlich einer Untervariante bestehen jeweils aus einer Mischung von unterschiedlich langen Ausbau- und Neubaustreckenteilen. Teilweise verlaufen sie parallel zur Autobahn, teilweise auch entlang der bestehenden Strecke. Die Trassierungsräume sind 500-Meter breite Bänder, die sich auf rund 70 Kilometer Länge zwischen Ulm und Augsburg entlang ziehen. Im nächsten Planungsschritt werden sie auf nur 20 Meter breite Linien konkretisiert. Josel: „Viele Schutzgebiete lassen nur wenig Platz für die neue Strecke. Vermutlich werden wir in vielen Fällen auch Tunnelabschnitte zu untersuchen haben.“

Die Bahn wird die Planungen weiterhin ergebnisoffen vorantreiben. Nach den ersten Informationen für die Kommunalpolitik wird auch ein virtueller Infomarkt auf der Projekthomepage freigeschaltet. Zudem folgen in den kommenden Wochen auch Online-Veranstaltungen für Bürger.

„Der Dialog mit der Region ist ein zentraler Bestandteil eines großen

Infrastrukturvorhabens. Unser Projektteam wird mit passenden Formaten, wie einem Dialogforum, Workshops und Auftritten vor Ort – soweit es die Rahmenbedingungen zulassen – die Bürger miteinbeziehen,“ so der DB-Konzernbevollmächtigte.

Günzburg bleibt Fernverkehrshalt

Ein schneller und moderner Schienenverkehr kommt nicht nur Bayerisch- Schwaben zugute. Die Strecke von Ulm nach Augsburg ist Teil der wichtigen Verbindung von Köln nach München. Im vergangenen Jahrzehnt hatte die DB bereits die vielbefahrene Strecke Augsburg-München von zwei auf vier Gleise ausgebaut. Derzeit ist die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Ulm-Stuttgart im Bau.

Der 160 Jahre alte Abschnitt in Bayerisch-Schwaben soll für Züge mit Höchstgeschwindig-keiten von bis zu 300 km/h ausgebaut werden. ICE-Züge benötigen dann nur noch 26 Minuten zwischen Augsburg und Ulm und sind damit rund eine Viertelstunde schneller als heute. Im Rahmen des künftigen Deutschlandtaktes finden Reisende in beiden Städten bessere Anschlüsse vor.

Im Günzburger Bahnhof werden dabei – genauso wie bisher - weiterhin Fernverkehrszüge halten.

Die heutige gut 85 Kilometer lange Strecke ist auch Teil der großen Ost-West-Magistrale von Frankreich quer durch Süddeutschland und weiter nach Österreich, die Slowakei und Ungarn.

Josel: „Es entsteht ein regionaler und ein überregionaler Nutzen. Neben dem schnellen Fernverkehr profitiert auch der Regionalverkehr, denn auf der bestehenden Strecke werden entsprechende Kapazitäten frei. Und es gibt Lärmschutz für viele Anwohner.“

Als nächsten Schritt wird die Bahn die Planungen so weit voranbringen, dass Ende 2022 ein Raumordnungsverfahren begonnen werden kann.

Bahnausbau reduziert CO-2

Mit dem Bahnprojekt Ulm–Augsburg ergibt sich konkret folgendes Einsparungspotential: Es können 112 Millionen Pkw-Kilometer im Nah- und Fernverkehr pro Jahr eingespart werden. Auf den Straßen der Region werden nach dem Ausbau pro Jahr 17 Millionen Lkw-Kilometer weniger als bisher gefahren. 23.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2)-Emissionen im Jahr werden dabei eingespart.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 15.10.20

DB und SBB bauen das Bahnangebot zwischen Deutschland und der Schweiz weiter aus      

Die Deutsche Bahn (DB) und die SBB bauen das Angebot im internationalen Personenverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittelfristig weiter aus, unter anderem mit neuen Direktverbindungen von Hamburg ins Tessin und neuen Verbindungen von Deutschland ins Wallis. Ausserdem soll die Fahrzeit zwischen Destinationen der beiden Länder weiter verkürzt werden. Die beiden Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.          

Die Nachfrage im internationalen Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Allein am Grenzübergang Basel stieg die Zahl der Reisenden in den letzten fünf Jahren um über 25 Prozent. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Klimaschutzes ist davon auszugehen, dass dieser Trend hin zu umweltfreundlichem Reisen mit der Bahn anhalten wird. Trotz der aktuellen Herausforderungen der COVID-19-Krise sind die beiden Bahnen DB und SBB deshalb überzeugt, dass im Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittel- und langfristig grosse Wachstumspotenziale bestehen. Deshalb planen DB und SBB einen umfangreichen Angebotsausbau. Beide Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet.

Der geplante Angebotsausbau wird durch die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und den bis 2026 geplanten Ausbauschritten Karlsruhe–Offenburg und Müllheim–Basel ermöglicht. Mit dem Angebotsausbau geht die vollständige Umstellung aller ICE-Verbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland auf den ICE 4, den modernsten Zug der DB, sowie der Einsatz von Giruno-Kompositionen der SBB in Deutschland einher.

Schwerpunkte des Angebotsausbaus voraussichtlich ab Fahrplan 2026 sind:        

•          Die Anzahl an Direktverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland wird von heute 26 auf 35 tägliche Verbindungen erhöht.

•          Zwei neue Direktverbindungen pro Tag von Hamburg über Basel nach Lugano stärken das Angebot auf der Nord-Süd-Achse durch den Gotthard. Mit dem Einsatz des Giruno auf dieser Linie besteht die Option, künftig weitere direkte Verbindungen von Deutschland bis nach Mailand anzubieten.

•          Mit dem neuen Konzept werden zudem neue Direktverbindungen von Deutschland über Bern in das Wallis geschaffen.

•          Der Einsatz der ICE 4 auf der Linie Dortmund–Köln–Basel ermöglicht neue Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, in die Schweiz.

•          Der zukünftige Halbstundentakt auf der Strecke Zürich–Chur schafft die Möglichkeit, zusätzliche Direktverbindungen aus Deutschland nach Chur anzubieten.

•          Die Reisezeit zwischen Frankfurt und Zürich reduziert sich um 20 Minuten auf 3 Stunden und 40 Minuten.       

In Verbindung mit dem gemeinsamen Angebotsausbau wird die SBB Züge des Typs Giruno neu auch im Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland einsetzen. Sie beabsichtigt dazu die Beschaffung weiterer Giruno-Kompositionen im Rahmen der bestehenden Optionen beim Hersteller Stadler Rail. Für Vincent Ducrot, CEO der SBB, ist dieser Angebotsausbau ein weiterer wichtiger Schritt, der die grossen Anstrengungen der SBB unterstreicht, das Angebot im internationalen Personenverkehr deutlich zu verbessern: «Wir wollen Bahnreisen in Europa für unsere Kundinnen und Kunden einfacher machen. Die Bahn bietet grosse Vorteile bei Reisezeit und Komfort und bekommt mit der Klimadebatte weiter Auftrieb. Darum setzen wir auf die weitere Entwicklung des internationalen Verkehres. Nachhaltige und effiziente Mobilität muss auch im europäischen Massstab betrachtet werden. Infrastrukturprojekte wie der Ceneri-Basistunnel und Stuttgart 21 sind hier wegweisend.» Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn: «2021 wird das europäische Jahr der Schiene werden. Vorhaben wie die Wiederbelebung des Trans Europ Express für grenzüberschreitende Verkehre und auch der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit der SBB stehen beispielhaft dafür. Dies sind grossartige Signale für die Stärkung der Eisenbahn auf dem gesamten Kontinent, aber vor allem für das Zusammenwachsen von Menschen und Wirtschaft in Europa.»

Langjährige Zusammenarbeit zwischen SBB und DB wird verstärkt

Die DB und die SBB arbeiten im grenzüberschreitenden Fernverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz seit vielen Jahren eng zusammen.

Der Angebotsausbau wird auch in den nächsten Jahren gemeinsam fortgeführt. So wird mit dem neuen Fahrplan ab Dezember dieses Jahres das Angebot nach München von 6 auf 12 Verbindungen täglich erweitert. Die Reisezeit Zürich–München verkürzt sich gegenüber heute in einem ersten Ausbauschritt um 40 Minuten auf 4 Stunden. In einem weiteren Ausbauschritt soll die Reisezeit um weitere 30 Minuten auf eine Reisezeit von 3 Stunden und 30 Minuten verkürzt werden.

Quelle: SBB

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Datum 14.10.20

Personenunterführung am Bahnhof Neustadt erstrahlt im neuen Glanz

  • Sanierungsmaßnahme parallel zum Fahrgastbetrieb umgesetzt
  • RMV übernimmt 70 Prozent der Baukosten von insgesamt rund 60.000 Euro

Die Personenunterführung am Bahnhof Neustadt (Hessen) hat eine umfassende optischer Auffrischung erhalten. In der Sanierungsphase wurden die Unterführung zum Mittelbahnsteig inklusive Boden und Decke neu gestrichen, eine neue Beleuchtung installiert sowie die Treppenaufgänge grundgereinigt und ausgebessert. Die Arbeiten liefen über parallel zum Fahrgastbetrieb.

„Getreu unserem Motto ‘Mobilität zwischen den Ohren’ wollen wir den Menschen Lust zum Umsteigen auf den ÖPNV machen. Neben modernen Zügen und dichten Takt geht das nur mit attraktiven Bahnhöfen und Stationen. Deswegen sind Maßnahmen wie hier in Neustadt wichtig, weil sie das hervorragende Angebot Richtung Nordhessen und ins Rhein-Main Gebiet nun auch mit einer guten Aufenthaltsqualität am Bahnhof verbinden“, so Marian Zachow, RMV-Aufsichtsratsmitglied und Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Marburg-Biedenkopf.

„Der erste Eindruck zählt – das gilt auch für den öffentlichen Nahverkehr“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Ringat. „Ist eine Station hell und freundlich gestaltet, wirkt sich das positiv auf das gesamte ÖPNV-Erlebnis aus und motiviert noch stärker zum Mitfahren. Von der Sanierung des Bahnhofs in Neustadt profitieren täglich rund 1.300 Pendler. Mein Dank für die zügige Umsetzung und Unterstützung der Maßnahmen gehen an die Stadt Neustadt und die DB Station&Service AG als Eigentümerin des Bahnhofs.“

"Die Bürgerbefragung im Rahmen der Sicherheitsoffensive KOMPASS hat erbracht, dass die Bürger den Bahnhof als unsauber und ungepflegt wahrnehmen. Ich bin dem RMV und DB Station&Service dankbar, dass wir hierauf gemeinsam reagieren. Ich hoffe sehr, dass Vandalen nicht gleich wieder zuschlagen", so Neustadts Bürgermeister Thomas Groll.

Die Baukosten von rund 60.000 Euro werden zu 70 Prozent vom RMV sowie 30 Prozent von der Stadt Neustadt (Hessen) getragen. Über die nun umgesetzte Maßnahme hinaus ist in diesem Jahrzehnt der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs durch die DB Station&Service AG geplant.

Über den Bahnhof Neustadt (Hessen)

Die am Bahnhof Neustadt (Hessen) verkehrenden Regionalzüge der Linien RE30, RB41 und RE98, bieten täglich etwa 1.300 Ein- und Aussteigern direkten Fahrtmöglichkeit nach Frankfurt, Marburg, Gießen und Kassel.

Quelle: RMV

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Datum 14.10.20

Deutsche Bahn erneuert Schwellen am Bahnhof Meiningen

(Leipzig, 14. Oktober 2020) Die Deutsche Bahn (DB) erneuert im Zeitraum von Montag, 19. Oktober bis Donnerstag, 29. Oktober 2020 Schwellen im Bahnhof Meiningen auf der Strecke Eisenach―Meiningen―Lichtenfels. Der Zugverkehr wird durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt.

Während der Bauarbeiten wird das Überqueren des Gleises zwischen Haus- und Inselbahnsteig durch einen Reisendensicherer gewährleistet.

In den Nächten 21./22. und 22./23. Oktober sowie 18./19. Dezember und 19./20. Dezember 2020 finden die damit zusammenhängenden Belastungsstopfgänge und das Schienenschleifen statt. Es kommen unter anderem eine Universalstopfmaschine und eine Schleifmaschine zum Einsatz.

Trotz Einsatz lärmgedämpfter Arbeitsgeräte und Gleisbaufahrzeuge lässt sich Baulärm – auch nachts - nicht gänzlich vermeiden. Die Deutsche Bahn bittet Anwohner und Reisende um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 14.10.20

Seewasser sorgt für Wärme im Bahnhof Zug

Seit Anfang Oktober wird der Bahnhof Zug mit aus dem See gewonnener Energie beheizt. Weil die Heizungen saniert werden mussten, wurde auch gleich von fossiler Energie auf Seewasserwärme umgestellt. Dies entspricht dem Nachhaltigkeitsengagement der SBB, bei Heizungssanierungen in all ihren Liegenschaften konsequent auf fossilfreie Alternativen zu setzen.           

Durch den Anschluss ans Seewasser-Wärmenetz der WWZ AG ersetzt die SBB jährlich 540 Megawattstunden (MWh) Erdgas durch die klimafreundliche Alternative aus dem Zugersee, was dem Energieverbrauch von rund 120 Haushalten entspricht. Neben der Wärme bezieht die SBB künftig auch die Kälte für die Kühlung der Bahnhofsräumlichkeiten aus dem See.

«Mit der Sanierung der Heizungen in Zug und dem Verzicht auf fossile Energieträger tragen wir unseren Teil zur Initiative ‘‘Vorbild Energie und Klima’’ bei», erklärt Projektleiterin Marisa Stephan. Dieser Initiative  hat sich die SBB 2016 angeschlossen und verzichtet seither bei Neubauten oder beim Ersatz von Heizungsanlagen auf den Einbau von Systemen mit fossilen Energieträgern wie Heizöl oder Erdgas. In vier Jahren hat die SBB so bereits über 140 Anlagen auf fossilfreie Alternativen umgerüstet, wodurch jährlich über 1,66 Millionen Liter Heizöl eingespart werden. Dies entspricht dem Volumen von rund 66 Tanklastwagen, die CO2-Emissionen werden damit um insgesamt 4’500 Tonnen reduziert.

Neben der Heizung ist auch die Stromversorgung bei der SBB nachhaltig: Für all seine Gebäude bezieht das Bahnunternehmen ausschliesslich Strom aus Wasserkraft. Bei der SBB ist somit nicht nur das Bahnfahren klimaschonend, sondern zunehmend auch die Bahnhöfe und die übrigen Gebäude.

Quelle: SBB

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Datum 14.10.20

Ab Dezember: Neue Zeiten für Königsbrück

  • Takt der Regionalbahn RB 33 nach Dresden wird verschoben

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember ändert sich die Fahrplanlage der Züge der Regionalbahn 33 zwischen Dresden und Königsbrück. Während der gewohnte Stundentakt erhalten bleibt, verschieben sich die Abfahrtszeiten zukünftig um bis zu 18 Minuten. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und die Regionalbus Oberlausitz (RBO) passen zum gleichen Zeitpunkt die wichtigsten Buslinien entlang der Strecke an die neuen Zeiten an.

Grund für die Verschiebung der Fahrzeiten ist der Fahrplan zwischen Dresden-Klotzsche und Dresden-Neustadt, der dadurch entzerrt wird: Auf diesem Streckenabschnitt fahren Züge von sieben Linien, deren Fahrpläne sich ungünstig überlagern. Derzeit gibt es im Fahrplan eine Lücke von 24 Minuten, bevor dann in dichtem Abstand mehrere Züge nacheinander in Richtung Stadtzentrum rollen: der Regionalbahn aus Ostsachsen folgt kurz darauf die S-Bahn vom Flughafen, dann die Regionalbahn aus Kamenz und schließlich der Zug aus Königsbrück. Dann folgen der Regionalexpress aus Ostsachsen und schließlich erneut die

S-Bahn, bevor sich wieder die Lücke im Fahrplan anschließt. Diese Situation wird durch das Schieben der Zeiten der RB 33 verbessert. Zudem wird so bereits in diesem Jahr das Zeitfenster für die im Dezember 2021 startenden zusätzlichen Züge von Kamenz geschaffen.

Aufgrund der neuen Fahrzeiten entfallen auf der RB 33 die zweimal täglich angebotenen durchgehenden Verbindungen bis zum Hauptbahnhof und Altenberg. Stattdessen haben die Fahrgäste in den Hauptverkehrszeiten innerhalb weniger Minuten Anschluss an die Züge der S 1 in Richtung Hauptbahnhof und Pirna.

Damit sich für die umsteigenden Fahrgäste der RB 33 außer den Zeiten wenig ändert, werden die Fahrzeiten der Buslinien 159 und 171 in Königsbrück und die Linie 317 in Ottendorf-Okrilla zum Fahrplanwechsel auf die neuen Fahrzeiten angepasst, so dass wie gewohnt innerhalb weniger Minuten Anschlüsse angeboten werden. Alle neuen Fahrplandaten sind ab Anfang Dezember unter www.vvo-online.de/fahrplan verfügbar. Informationen gibt es zudem an der VVO-InfoHotline unter 03 51/852 65 55.

Quelle: VVO

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Datum 12.10.20

Offener, heller, freundlicher: Deutsche Bahn modernisiert Frankfurter Hauptbahnhof

  • Mehr Licht, bessere Wegeleitung, neues Einkaufs- und Gastronomiekonzept
  • Umbauarbeiten starten mit der unteren Bahnhofsebene
  • Investitionssumme: 375 Millionen Euro

Die Modernisierung des Frankfurter Hauptbahnhofs startet. Reisende und Besucher können sich auf einen offeneren und helleren Bahnhof freuen. Auch der Einkaufs- und Gastronomiebereich wird neugestaltet. Deutsche Bahn, Bund, Stadt und Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main investieren rund 375 Millionen Euro in die Runderneuerung. Davon profitiert zuallererst das Untergeschoss. Die Arbeiten starten in dieser sogenannten B-Ebene und sollen dort bis 2024 abgeschlossen sein.

Den Startschuss für die Modernisierung geben heute Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG, Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, und Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds.

Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn: „Der Frankfurter Hauptbahnhof ist nicht nur Wahrzeichen der Metropole, sondern zählt zu den größten Mobilitätsdrehscheiben Deutschlands. Die täglich 500.000 Reisenden und Besucher sollen sich hier wohlfühlen. Zusammen mit unseren Partnern nehmen wir 375 Millionen Euro in die Hand und lassen den Bahnhof in neuem Glanz erstrahlen. Mit dem Masterplan Frankfurt Hauptbahnhof setzen wir ein modernes Gesamtkonzept um: Wir sorgen für eine offene Gestaltung, eine einladende Beleuchtung und einen völlig neuen Einkaufs- und Gastronomiebereich. So soll der Bahnhof wieder zu einem modernen, attraktiven Aushängeschild Frankfurts werden.“

Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen: „Der Umbau des Frankfurter Hauptbahnhofs ist eine Investition in angenehmeres Ein- und Aussteigen und einen angenehmen Aufenthalt für die Reisenden. Die Bahn als klimafreundliches Verkehrsmittel wird damit noch attraktiver. Für die kommenden Jahre werden Bahnreisende allerdings erst einmal etwas mehr Geduld brauchen, so ist das mit großen Baustellen. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn arbeiten wir als Land Hessen parallel weiter am Schienenausbau, damit nicht nur Ankunft, Aufenthalt und Abfahrt in Frankfurt angenehm sind, sondern auch mehr Kapazitäten und ein noch besseres Angebot für alle geschaffen wird, die umweltfreundlich und bequem nach oder über Frankfurt reisen oder zur Arbeit pendeln. Das Land Hessen fördert die Modernisierung und insbesondere den barrierefreien Ausbau des Frankfurter Hauptbahnhofs in einem Gesamtumfang von rund 12 Millionen Euro. Die Maßnahmen sind zu einem großen Teil bereits umgesetzt.“

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main: „Unser Frankfurter Hauptbahnhof steht vor einer der größten baulichen Veränderungen seit seiner Eröffnung im Jahr 1888. Ich freue mich als Oberbürgermeister unserer Heimatstadt sehr darüber, dass dieses zentrale Tor zu Frankfurt nicht nur technisch, sondern auch optisch an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst wird. Freilich darf bei aller Modernisierung nicht die historische Silhouette dieses Gebäudes verloren gehen. Denn unser Hauptbahnhof, den täglich mehr als eine halbe Million Menschen nutzen, ist deutschlandweit ein Aushängeschild der Stadt wie Main und Skyline. Doch Frankfurt war schon immer und wird auch immer eine Stadt des Wandels bleiben. Daher ist es nur logisch, dass sich auch das Antlitz des Hauptbahnhofs verändert.“

Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds: „Der Frankfurter Hauptbahnhof ist ohne Zweifel der große Dreh- und Angelpunkt des Verbundes. Nirgendwo steigen mehr Menschen in die Verkehrsmittel des RMV ein und jeden Fahrplanwechsel wünschen sich unsere Fahrgäste vor allem eines: noch mehr schnelle Direktverbindungen hierher. Mit dem Umbau der B-Ebene erstrahlt unser wichtigster Knotenpunkt bald in einem zeitgemäßen Gewand und macht ihn zu einer attraktiven Visitenkarte des öffentlichen Nahverkehrs.“

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 12.10.20

Auslastung der P+R-Plätze in Meißen online einsehbar

  • Sensoren zeigen in Echtzeit die freien Plätze auf den Anlagen an

Die Zahl der mit Parksensoren ausgestatteten Park+Ride-Plätze im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) wächst auf 13. Seit Freitag können die Fahrgäste auch für die beiden P+R-Anlagen in Meißen-Triebischtal und am Meißner Bahnhof online prüfen, ob noch Plätze frei sind. Der VVO hat rund 41.000 Euro in die Technik investiert. 

„Ich freue mich über die Ausrüstung der beiden Anlagen in unserer Stadt durch den VVO“, begrüßt Olaf Raschke, Oberbürgermeister Meißens, die Neuerung. „Dies kann helfen, unnötigen Parksuchverkehr zu vermeiden.“ Insgesamt wurden in der Stadt 210 einzelne Stellplätze mit einem vom Nürnberger Start-Up Smart-City-System entwickelten batteriebetriebenen Sensor ausgestattet: 152 auf dem großen P+R-Platz am Bahnhof, 58 im Triebischtal. Die Daten werden in Echtzeit an den VVO übertragen und dort in der Karte auf der Internetseite www.vvo-online.de und in der Fahrplanauskunft angezeigt. „Damit sehen die Fahrgäste schon, wenn sie beispielsweise eine Verbindung ab dem Bahnhof im Triebischtal abrufen, ob es dort noch freie Plätze gibt“, erläutert Stefan Gerstenberg, Projektverantwortlicher im VVO. „Wenn der schon voll ist, können Pendler dann gleich die Alternative am Bahnhof in Meißen-Cölln aufsuchen.“ Durch die Ausstattung jedes Stellplatzes mit einem Sensor kann ein freier Parkplatz zukünftig punktgenau angezeigt werden. Zudem erhält der VVO damit detaillierte Daten über die durchschnittlichen Parkdauer und Zeiten hoher Nachfrage, so dass er P+R-Anlagen zielgerichtet weiterentwickeln kann.

Alle Informationen zu den P+R-Anlagen im VVO gibt es im Internet unter https://www.vvo-online.de/Park-and-Ride, in der App VVO mobil sowie an der InfoHotline unter 0351 / 852 65 55.

Quelle: VVO

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Datum 11.10.20

Mitte Dezember Fahrplanwechsel: Hamburg-Berlin im Halbstundentakt

  • Deutschlandtakt zwischen Elbe und Spree: 60 Züge täglich
  • Mehr Züge und neue Verbindungen
  • Fahrkarten, Reservierungen usw. ab 13. Oktober erhältlich

Zum Fahrplanwechsel 2021 baut die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr aus. Auch der Ausbau und die Modernisierung der Fernverkehrsflotte schreiten voran. Somit stehen Ende des Jahres täglich 13.000 zusätzliche Sitzplätze in neuen Zügen zur Verfügung.

Mehr ICE zwischen Berlin und Hamburg

Zwischen den beiden größten Städten Deutschlands, Hamburg und Berlin, wächst die Anzahl der Züge von bisher 46 auf bis zu 60 Züge täglich. Damit stehen 6.000 zusätzliche Sitzplätze für die Fahrt von der Elbe an die Spree zur Verfügung.

Tagsüber umsteigefrei Berlin–Breslau–Krakau

Der neue Eurocity (EC) fährt von Berlin Hbf (ab 10.40 Uhr) über Frankfurt (Oder) (ab 11.45 Uhr) schnell und ohne Umstieg zum Beispiel nach Zielona Gora (an 12.51 Uhr), Breslau (an 14.47 Uhr) und Krakau (an 17.39 Uhr). In der Gegenrichtung erreicht der Eurocity aus Krakau (Abfahrt 10.18 Uhr), Breslau (ab 13.05 Uhr) und Zielona Gora (ab 15.06 Uhr) um 16.12 Uhr Frankfurt (Oder) und fährt weiter nach Berlin Hbf (an 17.16 Uhr).

Damit ergänzt dieser neue EC die bereits bestehende Fahrtmöglichkeit über Nacht von Berlin über Frankfurt (Oder) nach Breslau und Krakau in EC-Sitzwagen, die Teil des ÖBB-Nachtzuges „nightjet“ nach Wien sind.

An Wintersamstagen häufiger nach Tirol

Für Berlin Hbf (ab 6.08 Uhr) zwischen 26. Dezember 2020 und

20. März 2021 direkter ICE via Rosenheim und Innsbruck bis nach Landeck - abends zurück.

Öfter und attraktiver Berlin–Hannover–Nordrhein-Westfalen

Auf der Linie Berlin–Hannover–Köln/Düsseldorf gibt es im Laufe des nächsten Jahres rund 17 Prozent mehr Sitzplätze pro Zug und Fahrradmitnahme, da vermehrt neue ICE-4-Züge eingesetzt werden. Außerdem mehrere zusätzliche Fahrten dieser ICE-Linie am Wochenende.

Für Berlin von/nach Bonn: Ausweitung der ICE-Direktverbindungen von zwei auf sieben Fahrten pro Tag und Richtung (20 Minuten schneller als mit Umstieg). Dabei kommt auch der bestehende ICE über Nacht nach Berlin Hbf (an 5.36 Uhr) künftig neu direkt aus Bonn (an 22.48 Uhr).

Zusätzlicher ICE morgens von Hannover/Wolfsburg nach Berlin: Verlängerung des bereits aus Hamburg via Hannover fahrenden ICE über Wolfsburg (ab 7.37 Uhr) hinaus weiter via Stendal (ab 8.05 Uhr) bis Berlin Hbf (an 8.55 Uhr).

Am Wochenende häufiger schnell Berlin–Erfurt–München

Die schnellen Sprinter Berlin–München fahren künftig zum Beispiel auch sonntags um etwa 6 Uhr jeweils ab Berlin und München mit einer Reisezeit von knapp vier Stunden. So können Berliner auch am Sonntag Nürnberg schon um 9 Uhr und München um 10 Uhr erreichen - eine Stunde früher als bislang.

Ausweitungen am Wochenende Berlin-Hessen

Zusätzlich samstags ICE ab Berlin Hbf (ab 19.35 Uhr) via Braunschweig, Hildesheim, Göttingen nach Kassel-Wilhelmshöhe (an 22.15 Uhr) sowie in Gegenrichtung sonntags ICE von Kassel-Wilhelmshöhe (ab 6.43 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.27 Uhr) – zwei Stunden früher als derzeit mit der ersten sonntäglichen Direktverbindung.

Künftig auch freitags Sprinter-ICE ohne Halt von Frankfurt am Main Hbf

(ab 6 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.54 Uhr). Bisher verkehrte dieser Zug nur montags bis donnerstags.

Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember 2020. Ab dem 13. Oktober können Fahrkarten, Platzreservierungen usw. unter www.bahn.de, in DB Reisezentren und Agenturen, an Automaten und telefonisch unter 0180 6 99 66 33 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) gekauft werden.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 11.10.20

Zusätzliche Züge zum Fahrplanwechsel ergänzen das Angebot im Fernverkehr in Hessen

  • Winterfahrplan gilt ab 13. Dezember 2020
  • Fahrplandaten für DB Fernverkehr ab 13. Oktober online unter www.bahn.de und DB Navigator

(Frankfurt am Main, 11. Oktober 2020) Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 verbessert die Deutsche Bahn (DB) ihr Angebot im Fernverkehr in Hessen auch in Corona-Zeiten stetig weiter.

Wesentliche Änderungen im Fahrplan 2021:

In Nordhessen profitieren Kassel und Fulda von einem zusätzlichen ICE-Zugpaar (Hamburg–München) ergänzend zum bestehenden ICE-Stundentakt. Im Vergleich zu diesem aber mit Direktanbindung von Lüneburg und Uelzen sowie in Nord-Süd-Richtung von Treuchtlingen, Donauwörth, Augsburg bzw. in Süd-Nord-Richtung auch von Celle,

ICE 1587 Hamburg (13:28) – Kassel (15:58) – Fulda (16:34) - München (20:04),

ICE 1980 München (16:18) – Fulda (19:20) - Kassel (19:56) - Hamburg (22:29).

Das Zugpaar verkehrt von Mo-Fr.

Zusätzlich verkehren am Wochenende von und nach Kassel, Fulda und Hanau am Samstagabend der

ICE 590 aus München, Stuttgart (20:51), Mannheim (21:32) und Frankfurt (22:18), Hanau (22:33), Fulda (23:17) und Kassel (23:51)

und am Sonntagmorgen der ICE 591 nach München ab Kassel (6:15), Fulda (6:48) und Hanau (7:28) z.B. nach Frankfurt, Mannheim und Stuttgart (an 9:08).

Damit besteht für Kassel eine zusätzliche ICE-Anbindung rund zwei Stunden früher als bisher.

Für Kassel gibt es am Wochenende auch eine zusätzliche Verbindung von/nach Berlin. Am Samstagabend fährt der

ICE 997 aus Berlin (19:35) via Braunschweig, Hildesheim, Göttingen nach Kassel (22:15).

Am Sonntagmorgen fährt der ICE 876 von Kassel (6:43) nach Berlin (an 9:27), zwei Stunden früher als derzeit.

Der Sprinter ICE 1598 verkehrt künftig Mo-Fr von Frankfurt (6:00) nonstop nach Berlin (9:54).

Bei der ICE/IC-Linie 26 (Hamburg–Gießen–Frankfurt–Karlsruhe) mit Halt in Darmstadt, Bensheim, Weinheim, Heidelberg, Wiesloch-Walldorf und Bruchsal wird die bisherige, mittägliche Angebotslücke geschlossen.

Der ICE 1575 aus Hamburg verkehrt ab Frankfurt (11:20) neu via Darmstadt (an 11:35) und Heidelberg (an 12:13) bis Karlsruhe (an 12:50) bzw. ICE 1578 nach Hamburg/Stralsund neu auch zwischen Karlsruhe (ab 11:10), Heidelberg (ab 11:46), Darmstadt (ab 12:24) und Frankfurt (an 12:40).

Neu ist auch die tägliche späte ICE-Direktverbindung von Essen (19:41) über Düsseldorf, Köln (20:33), Montabaur (21:04) und Limburg Süd (21:14) nach Frankfurt (an 21:48).

Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten

Im nächsten Jahr wird die Schnellfahrstrecke Göttingen-Kassel vom 24.04.-16.07.2021 im Rahmen einer Vollsperrung erneuert. Die Züge werden umgeleitet, dadurch verlängert sich die Fahrzeit um bis zu 40 Minuten. In dieser Zeit entfällt auch der Hamburg-Sprinter sowie die zweistündliche ICE-Linie13 Frankfurt-Berlin einschließlich des nonstop-Sprinters in die Bundeshauptstadt.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 08.10.20

Finanzierung im VVO vor großer Herausforderung

  • Verbandsversammlung befürchtet drastische Folgen der Corona-Krise

Auf ihrer heutigen Sitzung hat die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) eine erste Bilanz zu den Folgen der Corona-Pandemie gezogen. Neben prognostizierten Einnahmeausfällen in Höhe von rund 30 Millionen Euro bis Jahresende machen zudem die Finanzierung der PlusBus-Linien sowie des SchülerFreizeitTickets Sorgen.

Die Verbandsversammlung fordert vom Freistaat Sachsen die Absicherung des vollen Schadensausgleichs, wie es der ursprünglichen Intention des Corona-Rettungsschirms für den ÖPNV entspricht und bat den Verbandsvorsitzenden, den Bautzener Landrat Michael Harig, dies gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden gegenüber dem Freistaat einzufordern. „Nur durch das Bekenntnis des Freistaats kann die hohe Qualität des Nahverkehrs im VVO über die Pandemie hinaus dauerhaft sichergestellt werden“, so Michael Harig. „Gleichfalls sind Lösungen für die entstehenden Defizite im Jahr 2021 aufzuzeigen.“ Die Corona-Pandemie stellt den öffentlichen Personennahverkehr im Verbundgebiet aufgrund der deutlich verminderten Fahrgeldeinnahmen vor besondere Herausforderungen. Mit den Corona-Billigkeitsleistungen bekennt sich der Bund zum ÖPNV als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Mit der Zusage des Bundes sollen 50% der erwarteten Schäden durch die Pandemie ausgeglichen werden. Zwischen Bund und Ländern bestand der Konsens, den verbleibenden Betrag durch die Länder aufzufüllen. Diesen bundesweiten Konsens verlässt der Freistaat Sachsen jetzt, indem er den Schadensausgleich insgesamt auf lediglich bis 70% reduziert und für das Jahr 2021 keine Aussagen trifft. Vor dem Hintergrund dieses aktuellen Risikos zur Finanzierung hat der VVO ebenfalls auf die noch ausstehende dauerhafte Lösung zur Sicherung der PlusBus-Linien sowie des SchülerfreizeitTickets hingewiesen.

PlusBus-Linien sind Regionalverkehre, die Mindeststandards wie einen festen Stundentakt erfüllen müssen und vom Freistaat gefördert werden. Im VVO sind inzwischen 15 Linien unterwegs, die die vom Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) erstellten und sachsenweit geltenden Mindestanforderungen erfüllen. „Diese Standards ermöglichen in geringem Maße Ausnahmen vom festen Takt, wenn beispielsweise eine Schule morgens zusätzlich angefahren wird oder eine kurze Stichfahrt in ein Gewerbegebiet erfolgt“, erläutert Michael Harig. „Leider konnten wir zwischen den Verbünden und dem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) bisher noch keine Lösung zur Anerkennung dieser Ausnahmen erreichen. Im Ergebnis erhalten wir daher für ganze Linien gegenwärtig keine Förderung.“ Sollte es in den kommenden Wochen nicht gelingen, eine Lösung zu finden, muss der VVO zum Jahresende die gerade erst eingeführten Verbesserungen wieder streichen.

Ein weiteres Risiko im Haushalt ist die Fortführung des SchülerFreizeitTickets. „Im VVO nutzen inzwischen über 5.300 Kinder dieses Ticket, mit dem sie in Ihrer Freizeit für zehn Euro pro Monat unterwegs sein können“, erklärt Michael Harig. „Der günstige Preis ist nur möglich, da das SMWA jedes Ticket mit 15 Euro unterstützt.“ Diese großzügige Finanzierung ist jedoch nur bis zum Jahresende gesichert und kann von den Unternehmen im VVO nicht alleine fortgeführt werden.

Die Verbandsversammlung bedauert ausdrücklich, dass die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Freistaat erreichten Verbesserungen hinsichtlich der Anbindung des ländlichen Raumes, aber auch zur Einführung günstiger Tickets für Schüler, derzeit einer offenen Zukunft entgegen sehen. Trotz der aktuellen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Herausforderungen für Sachsen erwartet die Verbandsversammlung daher Antworten auf diese drängenden Fragen, die zum Teil bereits seit Anfang des Jahres offen sind. Den von der ÖPNV-Strategiekommission entwickelten Ideen, die ein klares Bekenntnis für den ÖPNV bedeuten und auch im Koalitionsvertrag festgehalten sind, droht andernfalls ein vorzeitiges Ende.

Das Gebiet des VVO umfasst neben der Landeshauptstadt Dresden die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und den westlichen Teil des Landkreises Bautzen mit insgesamt 1,2 Millionen Einwohnern. Der kommunale Zweckverband ist für den Schienenpersonennahverkehr verantwortlich. Darüber hinaus kooperiert er mit den kommunalen Verkehrsbetrieben und gestaltet einen einheitlichen Tarif. Im Jahr 2019 waren rund 222 Millionen Fahrgäste im VVO unterwegs.  

Quelle: VVO 

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Datum 06.10.20

DB und Freistaat Thüringen fördern klimafreundlichen Zugverkehr

  • Absichtserklärung zur Förderung von neuen und umweltschonenden Technologien unterzeichnet

(Erfurt/Berlin, 6. Oktober 2020) Innovative Antriebe für die Zukunft: Mit Wasserstoff- und Akkuzügen wollen die Deutsche Bahn (DB) und der Freistaat Thüringen die Schiene noch umweltfreundlicher machen. In einer gemeinsamen Absichtserklärung streben beide Seiten den schnellstmöglichen Einsatz von Wasserstoffzügen und die weitere Elektrifizierung der Thüringer Eisenbahnstrecken an. 2023 sollen erstmals Züge auf der Schwarzatalbahn mit grünem Wasserstoff fahren. Der Freistaat plant außerdem, die neuen Antriebe für weitere Verkehre einzusetzen. Auch sollen zusätzliche Strecken elektrifiziert werden: Ab Dezember 2028 sollen die Züge zwischen Weimar, Gera und Gößnitz mit Strom fahren. Die Strecke Gotha – Leinefelde ist ebenfalls für die Elektrifizierung vorgesehen und im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030.

Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand Deutsche Bahn: „Wasserstoff-Tankstellen und Ladestationen für Akkuzüge – wir schaffen hier in Thüringen grüne und innovative Lösungen für die Infrastruktur. Damit Reisende auch im Nahverkehr klimaneutral unterwegs sind. Mit dem Land haben wir einen starken Partner, um die Verkehrswende weiter voranzutreiben.“

Benjamin-Immanuel Hoff, Infrastrukturminister Thüringen: „Unser Ziel ist es, in Thüringen so schnell wie möglich einen vollständigen CO2-freien Zugverkehr auf die Schiene zu bringen. Dazu werden wir innovative, umweltschonende und kostensparende Technologien in der Fläche einsetzen. Bei der Gestaltung der klimafreundlichen Verkehrswende auf der Schiene werden wir Thüringer Unternehmen bestmöglich einbeziehen.“

Anja Siegesmund, Umweltministerin Thüringen: „Mit einem C02-freien Schienenverkehr schützen wir unser Klima und stärken die regionale Wirtschaft. Wir wollen mit der Wasserstoffmodellregion Schwarzatal zeigen, wie unsere Erneuerbaren Energien zu grünem Wasserstoff werden und die Schwarzatalbahn antreiben. Mit Elektrobussen sammeln wir in vielen Städten Thüringens gute Erfahrungen – die Menschen erwarten zu Recht von uns, dass wir die Umstellung auf innovative und klimaschonende öffentliche Verkehrsmittel konsequent umsetzen.“

Die 25 Kilometer lange Schwarzatalbahn verläuft durch den Thüringer Wald zwischen Rottenbach und Katzhütte. Rund 35 Nahverkehrszüge sind hier täglich unterwegs. Für den Betrieb mit Brennstoffzellenzügen ist der Bau einer Tankstelle geplant. Dort wird mit Ökostrom Wasserstoff hergestellt und gespeichert – 100 Prozent CO2-neutral. Der Betrieb mit Brennstoffzellenzügen und der Bau der Tankstelle werden durch den Freistaat ausgeschrieben und vergeben.

Bis 2050 will der DB-Konzern als Ganzes klimaneutral sein. Aktuell deckt die DB bereits mehr als 60 Prozent ihres Bahnstroms aus erneuerbaren Energien. Bis 2038 sollen es 100 Prozent sein. Die Deutsche Bahn verzichtet schrittweise auf herkömmlichen Diesel und prüft dafür verschiedene Möglichkeiten für alternative Antriebe und Kraftstoffe.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 05.10.20

400 Millionen Euro für neues ICE-Werk in Nürnberg

  • CO2-neutrales ICE-Werk in Bahn-Metropole Nürnberg schafft 450 neue Arbeitsplätze
  • Ausbau der Werke wichtig für Mobilitätswende: Neuer Boxenstopp für täglich 25 ICE-Züge

(Nürnberg, 5. Oktober 2020) Die Deutsche Bahn (DB) baut ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg und investiert dafür rund 400 Millionen Euro. Mehr als 450 Menschen werden im zehnten Werkstandort des DB-Fernverkehrs hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze finden. Die Genehmigungsverfahren laufen dazu nun an. Die Betriebsaufnahme ist für 2028 geplant. Das neue Werk wird zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben. Mittelpunkt des Werks ist eine 450 Meter lange Wartungshalle. Auf sechs Gleisen können dort pro Tag bis zu 25 ICE-Züge fit gemacht werden.

„Eine leistungsfähige Eisenbahn ist das Rückgrat für die Mobilitätswende“, erklärt Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand. Allein für den Ausbau und die Modernisierung ihrer Fernverkehrsflotte investiert die DB bis 2026 die Rekordsumme von 8,5 Milliarden Euro, unter anderem in insgesamt 167 neue ICE 3 und 4. „Wir müssen heute die Weichen für Wachstum und Wartung der Flotte von morgen stellen. Die Entscheidung für das neue Werk in Nürnberg ist ein wichtiger Meilenstein.“

Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur: „Nürnberg ist ein zentraler Knotenpunkt in unserem Netz und damit ein idealer Standort für unser neues Werk. Wir schaffen hier 450 attraktive Arbeitsplätze, die örtlichen Unternehmen können sich an den Ausschreibungen für den Bau des Werks beteiligen. Damit stärken wir die Wirtschaftskraft der gesamten Region.“

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Die Deutsche Bahn ist unser Top-Akteur für Klimaschutz und zukunftsfeste Jobs. In der Metropolregion Nürnberg, für eine gute und starke Heimat. Und in ganz Deutschland, um die Menschen zum Umsteigen zu bewegen. Wir unterstützen diesen Schub, indem wir so viel in das System Schiene investieren wie nie zuvor.“

Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin: „Das neue ICE-Werk sorgt in Nürnberg nicht nur für umweltfreundliche Mobilität und sichere Arbeitsplätze. Wir sorgen als Freistaat dafür, dass in der Region zusätzlich neuer Naturwald entstehen kann. Mehr als 300 Hektar Staatsforsten stellen wir als ökologische Ausgleichsfläche zur Verfügung. Das ist doppelt gut für unsere Natur und unsere Heimat Bayern.“

Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg: „Ich freue mich, dass die Deutsche Bahn in den Standort Nürnberg investiert und 450 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nürnberg festigt sich mit diesem vierten DB-Werk als wichtiger Bahn-Standort und zentraler Schienenknotenpunkt. Wir leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende. Die Stadt Nürnberg wird eng mit der Bahn während des Planungsprozesses zusammenarbeiten und dabei immer wieder auch die Interessen der Nürnbergerinnen und Nürnberger ins Zentrum rücken.“

Der Standort des Werks wird in den kommenden Monaten in engem Austausch mit den Genehmigungsbehörden festgelegt Dabei werden vorab nicht nur die Verwaltung, sondern vor allem auch Bürgerinnen und Bürger sowie Umweltverbände in die Abwägung und die Detailplanung mit einbezogen.

In Nürnberg lernte die Eisenbahn in Deutschland vor fast 200 Jahren das Rollen. Zuletzt hat die fränkische Metropole als Bahnknotenpunkt noch stärker an Bedeutung gewonnen, unter anderem durch die Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsverbindung München–Berlin im Jahr 2017. Europäische Nord-Süd- und Ost-West-Magistralen kreuzen sich in Nürnberg.

Schon heute verfügt Nürnberg über mehrere DB-Werke. Mehr als 5000 DB-Mitarbeitende sind in der Metropolregion Nürnberg beschäftigt – die DB stärkt mit dem neuen ICE-Werk den Standort nachhaltig.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 05.10.20

Deutsche Bahn Stiftung gratuliert Bahnhofsmission mit Ausstellung in Köln zum 125-jährigen Jubiläum

  • Ausstellung „125 Jahre Bahnhofsmission“ wandert seit Herbst 2019 durch Deutschlands Bahnhöfe
  • Geschichte, Arbeit und gemeinsame Projekte im Mittelpunkt
  • Ausstellung vom 06.10. bis 15.10. im Hauptbahnhof Köln zu sehen
  • Schau der Deutsche Bahn Stiftung als Jubiläumsgeschenk

(Berlin / Köln, 5. Oktober 2020) 1894 wurde am Schlesischen Bahnhof, dem heutigen Ostbahnhof Berlin, die erste Bahnhofsmission gegründet. Ihr 125-jähriges Jubiläum feierte die Bahnhofsmission im September 2019 an genau diesem Ort mit einem Festakt. Für die Deutsche Bahn Stiftung als enger Partner war das Grund genug, der Bahnhofsmission mit der Ausstellung „125 Jahre Bahnhofsmission“ zu gratulieren.

Der Berliner Ostbahnhof – wo alles begann – war dann auch Startpunkt der Wanderausstellung. Weitere Stationen waren Ende 2019 der Frankfurter Hauptbahnhof, der Hauptbahnhof Dresden sowie – nach einer coronabedingten Zwangspause – im September 2020 Erfurt und Freiburg. Bis Ende des Jahres ist die Ausstellung nun noch an insgesamt vier weiteren Standorten zu sehen.

Ab dem 6. Oktober zeigt der Hauptbahnhof Köln bis zum 15. Oktober zehn Tage lang die Schau. Sie ist in der C-Passage beim Foodcourt zu besichtigen.

Anschließend wandert sie weiter nach Nürnberg. Das DB Museum zeigt sie dort über einen Monat lang vom 24. Oktober bis zum 27. November. Das Jahr 2020 abschließend, ist die Ausstellung danach vom 29. November bis zum 14. Dezember im Hauptbahnhof Osnabrück zu sehen, der dieses Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert. Im Jahr 2021 sind zusätzliche Termine an weiteren deutschen Bahnhöfen geplant.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde die ursprünglich bereits für Frühjahr 2020 geplante Tour der Wanderausstellung auf den Herbst 2020 verschoben.

Vom Rückblick bis zur Gegenwart – 125 Jahre im Schnelldurchlauf

Auf rund 20 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigen Informationstafeln mit Fotografien, Leuchtrahmendisplays und Monitorwänden einen spannenden Überblick über die Entstehung und Geschichte der Bahnhofsmission. Auch die gemeinsamen Projekte von Bahnhofsmission und Deutsche Bahn Stiftung werden vorgestellt.

Erfolgreiche Projekte durch enge Partnerschaft

Deutsche Bahn Stiftung und Bahnhofsmission gehen mit mehreren Projekten erfolgreich Hand in Hand. Unter anderem erleichtert das durch die Deutsche Bahn Stiftung initiierte Projekt „Video-Dolmetschen“ an mehr als 20 Standorten Hilfegespräche mit fremdsprachigen Gästen. Per Tablet können Video-Dolmetscher in mehr als 50 Sprachen für Beratungsgespräche hinzugezogen werden, um Sprachbarrieren zu überwinden.

Am Berliner Hauptbahnhof bieten die „Mutmacher am Bahnhof“ Menschen mit psychischen und psychosozialen Problemlagen strukturierte Gespräche an, leisten unkompliziert Hilfestellung und vermitteln im Bedarfsfall in das soziale und psychiatrische Hilfesystem Berlins. Ohne Anmeldung, kostenlos und anonym.

Unter dem Leitgedanken „Lernen für das Leben“ fördert die Deutsche Bahn Stiftung auch bundesweit lokale Projekte einzelner Bahnhofsmissionen, bei denen Helfer und Gäste zusammen aktiv werden. Partizipation steht hier im Mittelpunkt.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 05.10.20

Über 92 Prozent der Fahrgäste tragen Maske – RMV-Präventionsteams weiter unterwegs

  • Mehr als 300.000 Fahrgäste angetroffen
  • enormer Aufwand bei Verkehrsverbund und Partnern
  • Laut Studien: ÖPNV birgt kein erhöhtes Ansteckungsrisiko

Mehr als 92 Prozent der RMV-Fahrgäste tragen ihre Mund-Nasen-Bedeckung in Bus und Bahn korrekt und tragen so zu einer sicheren Fahrt im öffentlichen Nahverkehr bei – das ist die Zwischenbilanz des RMV-Präventionsteams. Seit Mitte August setzt der RMV zusätzlich 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Tochtergesellschaft rms in Bussen und Bahnen im Verbundgebiet ein. Diese weisen Fahrgäste auf die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung hin und verteilen Masken an Fahrgäste, die keine dabei haben. Hierfür hat der RMV bereits knapp 200.000 EUR investiert.

50 Tage nach Start der Aktion hat das Team mehr als 300.000 Fahrgäste angetroffen. Das Ergebnis: Weniger als ein Prozent aller Fahrgäste waren komplett ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs. Weitere knapp 7 Prozent trugen ihre Bedeckung falsch, zum Beispiel unter der Nase. Von allen Fahrgästen ohne oder mit nicht korrekt getragener Maske zeigten sich mehr als 88 Prozent einsichtig, korrigierten den Sitz der Mund-Nasen-Bedeckung oder nahmen eine Maske vom Präventionsteam entgegen. Die Quote der Maskenverweigerer belief sich über den gesamten Zeitraum auf weniger als ein Prozent. Die Zahl der Fahrgäste mit nicht korrekt getragener Maske sank indes beispielsweise im regionalen Schienenverkehr über den September hinweg von knapp sieben Prozent auf gut fünf Prozent.

„Die Beobachtungen unseres Präventionsteams offenbaren gleich drei Dinge: Erstens: Die überwältigende Mehrheit der Fahrgäste hält sich nach wie vor an die Maskenpflicht. Zweitens: Bereits die Ansprache der Fahrgäste, die sich nicht korrekt verhalten, hat einen großen Effekt“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Und drittens: Dass die Zahl der Maskenverweigerer auch im Zeitverlauf nicht ansteigt und weniger Fahrgäste die Masken falsch tragen, zeigt, dass die Kombination aus Maskenverteilaktionen, Ansprache durch das Personal und gemeinsame Schwerpunktkontrollen mit den Behörden wirkt.“

Verbundweites Engagement von RMV und Partnern

Das RMV-Präventionsteam ist von montags bis samstags von 6 bis 21 Uhr im Einsatz. Auch vor Ort sorgen die zahlreichen Kontrollen der einzelnen Verkehrsunternehmen für Sicherheit. So hat beispielsweise das Prüfpersonal der ESWE Verkehr in Wiesbaden bereits mehrere Kontrollen zusammen mit der Landespolizei oder der Stadtpolizei durchgeführt. In Darmstadt unterstützt die Kommunalpolizei die regelmäßigen Kontrollen der HEAGmobilo. Neben diesen Schwerpunktkontrollen zusammen mit den Ordnungsbehörden erinnert auch das Prüfpersonal der Partner im täglichen Einsatz ans Masketragen. Dabei bestätigen die Erfahrungen der Verkehrsunternehmen die Zahlen des RMV-Serviceteams: Die meisten Fahrgäste tragen ihre Maske korrekt. Die restlichen Fahrgäste reagieren mehrheitlich verständnisvoll auf die freundliche Erinnerung des Prüfpersonals und setzen eine Maske auf bzw. korrigieren den Sitz ihrer Mund-Nasen-Bedeckung.

So bleibt ÖPNV fahren sicher

Auch wenn an Bahnhöfen und in Verkehrsmitteln viele Menschen zusammenkommen, sprechen die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse dafür, dass Bus- und Bahnfahren kein erhöhtes Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus bergen. Dies belegt neben den Erkenntnissen aus einer Studie des Robert-Koch-Institutes zu den häufigsten Ansteckungsorten auch eine Untersuchung der Berliner Charité, welche in Kooperation mit der Deutschen Bahn das Ansteckungsrisiko für Zugbegleiter untersucht hat. Laut den Studien liege dies vor allem an den ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen, zu denen in erster Linie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen zähle.

Quelle: RMV

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Datum 01.10.20

Borkumer Kleinbahn entwickelt Waggon-Prototypen

Die Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrtsgeselschaft mbH hat in Eigenregie einen neuen Waggon für den Betrieb auf der Insel Borkum entwickelt und hergestellt. Bei dem neuen Wagen handelt es sich um einen Nachbau der Reisezugwagen Bauart „Bautzen“, welche im Zuge einer Modernisierung 1993 und 1994 geliefert wurden. Bereits damals setze man auf Altbekanntes, denn die „Bautzener“-Wagenreihe wurde in Anlehnung an die historischen „Weyer“-Personenwagen (von 1908 bis 1928) speziell für die Kleinbahn gebaut.

Während die Borkumer Inselbahn in der Vergangenheit bereits viel Erfahrung bei der Renovierung und Grundüberholung ihres historischen Fuhrparks in der hauseigenen Werkstatt sammeln konnte, ist sie nun erstmalig auch Hersteller eines neuen Waggons. Kleinbahn-Betriebsleiter Rudolf Munk verrät: „In den letzten 27 Jahren hat sich einiges getan. Insbesondere die Themen Brandschutz und Sicherheitstechnik mussten neuen Anforderungen angepasst werden.“

Die Fertigung des neuen Prototypen erfolgt zum erheblichen Teil bei der Christoph Schöttler Maschinenfabrik GmbH. Als langjähriger Partner lieferten diese bisher Lokomotiven, nun stellen sie die Werkbank und Mitarbeiter der Borkumer Kleinbahn unterstützen vor Ort die Produktion des neuen Waggon-Prototypen. „Wir arbeiten eng zusammen, wenn es um Konstruktion und Bauüberwachung geht“, verrät Kleinbahn-Geschäftsführer Theodor Robbers. In Diepholz sind Ralf Krüger für die Baubegleitung- und -überwachung sowie die Tischler Garrelt Hänel und Michael Watermann und Schlosser Reinder Aggen mit dabei.

Der neue Prototyp wird bereits Anfang Oktober auf der Insel eintreffen, wo in den nächsten Wochen in der hauseigenen Werkstatt die Fertigstellung sowie Ab- und Inbetriebnahme erfolgt. Das Fahrzeug soll als Werkstattreserve dienen und die im Bestand befindlichen Reisezugwagen für deren Revisionszeit ersetzen.

Der neue Waggon „Borkumer Kleinbahn“ verfügt mit 13,25 m Länge und 2,4 m Breite über die Abmaße seiner Vorgänger und ist somit auf Bahnsteiglängen und Abstellmöglichkeiten angepasst. Typisch für die Borkumer Kleinbahn sind die offene Einstiegsplattform mit Sitzpodesten an der Stirnseite. Auch der Innenraum ist mit Längs- und Querbänken dem historischen Vorbild nachempfunden. Im Hinblick auf das Borkumer Seeklima wurden nichtrostende Materialien verwenden und das Fahrzeug mit einem speziellen Lack versehen. Der Wagen verfügt über 44 Sitzplätze im Innenraum und 8 auf den Perrons. Die Borkumer Kleinbahn investiert gut ½ Millionen Euro.

Quelle: Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt Gesellschaft mbH

 

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