Nachrichten-Rubrik: Verkehrsnachrichten

 

Datum 03.04.20

Busunternehmen Reiseservice Frieda Gass gewinnt Ausschreibung für drei regionale Buslinien

  • Unternehmen betreibt die Linien 391, 393 und 591 bei Lauterbach weiter
  • Neuer Vertrag läuft ab Dezember 2020 für acht Jahre
  • Entlohnung der Beschäftigten auf Grundlage des hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes

Das Busunternehmen ‚Reiseservice Frieda Gass‘ betreibt auch in Zukunft drei regionale Buslinien in Oberhessen: Bei der europaweiten Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) für das Linienbündel VBK Lauterbach 2 hat das Unternehmen den Zuschlag für weitere acht Jahre erhalten. Die Ausschreibung umfasst die regionalen Buslinien 391 (Lauterbach – Grebenhain – Gedern), 393 (Schlitz – Bad Salzschlirf – Lauterbach) und die Linie 591 (Fulda – Lüdermünd – Schlitz). Start des neuen Verkehrsvertrages ist der 13. Dezember 2020.

„Auch in diesen schwierigen Zeiten geht unser Tagesgeschäft weiter. Bei Qualität und Zuverlässigkeit konnten wir uns in der Vergangenheit immer auf die Partner von ‚Reiseservice Frieda Gass‘ verlassen. Wir freuen uns, das Unternehmen auch in den kommenden acht Jahren an unserer Seite zu haben“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

„Wir freuen uns sehr als heimisches Unternehmen erneut den Zuschlag auf den drei Buslinien zu erhalten. Unser Anliegen ist die Zufriedenheit unserer Fahrgäste und unserer Mitarbeiter. Wir geben auch in Zukunft unser Bestes und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit mit dem RMV", so Inge Nau, Geschäftsführerin von Reiseservice Frieda Gass.

Moderne und klimatisierte Fahrzeuge

Die modernen Niederflurbusse, die auf den Linien  zum Einsatz kommen werden, sind klimatisiert und erfüllen mindestens die Emissionsnorm EURO VI. Die Fahrzeuge verfügen über eine Sondernutzungsfläche für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder im Bereich der hinteren bzw. mittleren Tür sowie eine Absenkvorrichtung, die den Einstieg für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erleichtert. Die Fahrgastinformation erfolgt über Bildschirme mit Echtzeitdatenanzeige und akustische Ansagen, welche auch die nächsten Anschlüsse an Umsteigebahnhöfen umfasst.

Hohe Standards für Fahrpersonal

Da dem RMV die Entlohnung des Fahrpersonals zur Sicherung der Qualitätsstandards und der Attraktivität des Lok- und Busführerberufs wichtig ist, verpflichtet er den Ausschreibungsgewinner, seine Beschäftigten sowie seine Unterauftragsnehmer auf Grundlage des hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes zu entlohnen.

Quelle: RMV

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Datum 03.04.20

Baubedingte Fahrplanänderungen im Bahn-Verkehr während der Osterferien

  • Strecke zwischen Groß Karben und Frankfurt West wegen des viergleisigen Ausbaus der S6 an den Wochenenden vor und nach Ostern komplett gesperrt
  • Fahrplanänderungen aufgrund von nächtlichen Instandhaltungsarbeiten im S-Bahn Tunnel

Aufgrund von Bauarbeiten kommt es den Osterferien vereinzelt zu Fahrplanänderungen und Sperrungen im Bahnverkehr. Im Zusammenhang mit dem viergleisigen Ausbau der S6 muss die Bahnstrecke zwischen Frankfurt West und Groß Karben an den beiden Wochenenden vom 3. bis 6. April und vom 17. bis 20. April (jeweils Freitag 23.50 Uhr bis Montag 4.25 Uhr) komplett gesperrt werden. Die S6 fällt in dieser Zeit zwischen Frankfurt Süd und Groß Karben aus. Der Regionalverkehr zwischen Friedberg und Frankfurt (Main) Hauptbahnhof wird über Hanau umgeleitet. Zwischen Frankfurt (Main) Hauptbahnhof und Groß Karben wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Weiterhin finden in einzelnen Nächten vom 5. bis zum 17. April Instandhaltungsarbeiten im S-Bahn-Tunnel in der Frankfurter Innenstadt und auf der Strecke nach Offenbach statt. Unter anderen werden die Oberleitung geprüft und Gleise erneuert. Aus diesem Grund ist der Tunnel nachts nur eingeschränkt und zum Teil gar nicht befahrbar. Es kommt zwischen Frankfurter (Main) Hauptbahnhof und der Innenstadt teilweise zu geänderten Fahrzeiten. Ab 22 Uhr fallen die S-Bahn-Linien S2, S4, S5 und S6 im Tunnel aus, es fahren noch die S1, S3 und S9. Der Nachtverkehr der Linie S8 wird zum Teil oberirdisch über Frankfurt Hauptbahnhof, Frankfurt Süd und Offenbach Hauptbahnhof geleitet. In vier Nächten (8./9. April, 9./10. April, 13./14. April, 14./15. April) ist die Strecke zwischen Offenbach Ost und Hanau Hauptbahnhof komplett gesperrt. Auch hier wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Fahrgäste werden gebeten, sich vor Beginn ihrer Fahrt über die aktuellen Reise- und Verbindungsmöglichkeiten zu informieren. Alle Fahrplananpassungen sind in den elektronischen Auskunftsmedien von RMV und Deutscher Bahn hinterlegt (www.bahn.de / www.rmv.de ).

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 02.04.20

Grünes Licht für Partnerschaft: SBB begrüsst Entscheid der WEKO       

Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat heute dem Einstieg der Swiss Combi AG bei der SBB Cargo AG grünes Licht gegeben. Damit ist die rechtliche Voraussetzung für die Partnerschaft erfüllt: Die Logistikdienstleister Planzer, Camion Transport, Galliker und Bertschi übernehmen insgesamt 35 Prozent am führenden Gütertransportunternehmen der Schweiz.          

Die SBB begrüsst den Entscheid der Wettbewerbskommission und sieht sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass diese Partnerschaft die SBB Cargo AG insbesondere im System-Wagenladungsverkehr und im Kombinierten Verkehr nachhaltig stärkt. Die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn in der Logistikkette der Kunden wird weiter steigen, und die Verkehrsträger können nach ihren Stärken eingesetzt werden. Die Güterbahn wird weiterhin Dienstleistungen in der Logistikkette aller bisheriger Kunden erbringen; sie will neue Kunden gewinnen und die Auslastung erhöhen. Zuverlässigkeit und Effizienz können weiter verbessert werden.

Die Swiss Combi AG – bestehend aus den Logistikdienstleistern Planzer Holding AG (40%), Camion Transport AG (40%), Bertschi AG (10%) und Galliker Holding AG (10%) – wird 35 Prozent der Aktien der SBB Cargo AG übernehmen. Mehrheitsaktionärin bleibt die SBB AG mit einem Anteil von 65 Prozent. Mit der nun erfolgten Genehmigung der Wettbewerbsbehörde wird die SBB Cargo International AG aus der SBB Cargo AG herausgelöst und direkt der SBB AG unterstellt.

Eric Grob wird Verwaltungsratspräsident, SBB und Swiss Combi AG stellen je zwei Vertreter

Seit Anfang 2019 wird die Güterbahn als eigenständige SBB Konzerngesellschaft über den Verwaltungsrat von SBB Cargo Schweiz geführt; dies ist Voraussetzung für den Eintritt der Partnerin. Per Generalversammlung von Ende April 2020 wird sich der Verwaltungsrat neu konstituieren und aus fünf Mitgliedern bestehen: Eric Grob als unabhängiger Verwaltungsrat wird Präsident, SBB CFO Christoph Hammer bleibt im Verwaltungsrat, und Nicolas Perrin übernimmt das Mandat des ehemaligen SBB CEO Andreas Meyer. Die Swiss Combi AG wird zwei Verwaltungsräte stellen, nämlich Nils Planzer sowie Josef Jäger. Die neue CEO der SBB Cargo AG, Désirée Baer, hat ihr Amt am 1. März 2020 nach einem einmonatigen Einführungsprogramm angetreten.

Quelle: SBB

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Datum 02.04.20

Bauvorhaben Eisenbahnknoten Köthen

  • Elektronische Stellwerke Köthen und Stumsdorf, neu gebaute Anlage wie Gleise, Oberleitungen, Bahnübergänge, Signal-, Leit- und Sicherungstechnik in Betrieb

Die Deutsche Bahn hat am frühen Morgen des 1. April 2020 gegen 2.00 Uhr die Elektronischen Stellwerke Köthen und Stumsdorf sowie die neu gebauten Anlagen wie Gleise, Oberleitungen, Bahnübergänge, Signal-, Leit- und Sicherungstechnik in Betrieb genommen.

Der Zugverkehr auf der Strecke Magdeburg–Köthen–Halle (Saale) und Aschersleben–Köthen–Dessau rollt. Die Züge des Fernverkehrs (IC-Linie Dresden/Leipzig–Halle (Saale)–Magdeburg–Köln/Norddeich Mole und die Nahverkehrszüge von Abellio und DB Regio steuern den Bahnhof Köthen wieder an. Informationen zum aktuellen Fahrplanangebot gibt es in den Reiseauskunftsmedien unter anderem auf www.bahn.de, www.bahn.de/aktuell, im DB Navigator und unter https://www.abellio.de/de/mitteldeutschland beziehungsweise an den Aushängen auf den Bahnhöfen.

Die ersten Züge:

Abellio:

Die ersten Abfahrten ab Köthen auf der RB 50 Dessau–Köthen–Bernburg–Aschersleben:

RB 80338 Ankunft in Köthen von Dessau 4.48, Weiterfahrt Richtung Bernburg–Aschersleben um 4.51 Uhr;

RB 80441 Ankunft in Köthen aus Aschersleben–Bernburg um 5.16, Weiterfahrt nach Dessau um 5.17 Uhr.

DB Regio:

Die ersten Züge der RB-Linie 30 Magdeburg–Köthen–Halle (Saale):

Von Köthen nach Magdeburg startet 3.35 Uhr;

Von Magdeburg nach Halle (Saale) um 4.47 Uhr ab Köthen;

Von Halle (Saale) nach Magdeburg um 5.09 Uhr ab Köthen.

Das Bauvorhaben startete im Mai 2019. Der Bahnhof Köthen und der Streckenabschnitt Köthen–Zöberitz erhielt moderne elektronische Stellwerkstechnik, Gleise, Weichen, Oberleitungen und die Bahnübergänge in Weißandt–Gölzau, Stumsdorf und Niemberg wurden erneuert. Die Deutsche Bahn und der Bund investierte dafür rund 120 Millionen Euro.

Zahlen und Fakten zum Bau:

Erneuert/neu gebaut wurden unter anderem 39 Weichen, 20 Kilometer Kabeltrasse, 3,5 Kilometer Entwässerungsanlagen, 230 Oberleitungsmasten, 20 Kilometer Oberleitung, 80 Signale sowie Ober-/Unterbau/Gleise (Schienen/Schotter/Schwellen)

Informationen zum Bauvorhaben unter: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/koethen-knoten

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 01.04.20

DLR-Studie untersucht Marktpotenzial alternativer Antriebe für den Schienenverkehr

Klimafreundliche Hybridtriebzüge haben das Potenzial in den nächsten 20 Jahren einen Großteil der Dieselfahrzeuge auf Bahnstrecken ohne Oberleitung zu ersetzen. Das Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat im Auftrag der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) in einer Studie über 130 Liniennetze des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Deutschland untersucht. Die DLR-Forscherinnen und Forscher zeigen Möglichkeiten, wie sich der Bahnverkehr mit innovativen Fahrzeugtechnologien in Zukunft umweltfreundlicher gestalten lässt.

Im regionalen Schienenverkehr sind Oberleitungsstrecken am leistungsfähigsten, daher werden wichtige Hauptverbindungen vorrangig elektrifiziert. Oberleitungen zu planen, zu genehmigen und zu errichten kann durchaus aufwändig sowie zeit- und kostenintensiv sein. Meist müssen auch Gleisanlagen, Bahnsteige oder Brücken umgebaut und auf den aktuellen technischen Stand gebracht werden, um Fahrleitungen installieren zu können. Daher sind besonders Nebenstrecken oft nicht oder nur teilweise mit Oberleitungen ausgebaut. Auf solchen Linien stellen Hybridtriebzüge eine emissionsarme Alternative zu Dieselfahrzeugen dar: Die elektrisch angetriebenen Hybridtriebwagen beziehen ihren Strom entweder aus der Oberleitung oder fahrdrahtunabhängig aus Batterien oder Brennstoffzellen.

Das DLR-Zugkonzept Next Generation Train NGT LINK zeigt, wie effiziente Hybridtriebzüge von morgen aussehen können: Der doppelstöckige Zubringerzug in Leichtbauweise soll kleinere Städte mit Ballungszentren verbinden und kann mit seiner Kombination aus Oberleitungsbetrieb und Batteriebetrieb zu einem umweltfreundlichen Bahnverkehr beitragen.

Bundesweit bis zu 2.500 Hybridtriebzüge

Auf über 400 Bahnlinien des deutschen Schienennahverkehrs sind heute Dieseltriebwagen im Einsatz, die meisten davon in den Flächenländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Für diese Liniennetze haben die DLR-Forscher ermittelt, wie viele Schienenfahrzeuge mit alternativen Antrieben einsetzbar wären: „Wir sehen bis 2038 ein bundesweites Marktpotenzial von bis zu 2.500 Hybridtriebzügen, je nach künftigem Oberleitungsanteil des Streckennetzes“, so Johannes Pagenkopf, Projektleiter der Studie am DLR. Ob Batterie oder Brennstoffzelle zum Einsatz kommen, hängt nicht nur von linienspezifischen Merkmalen ab. Neben Streckenlängen, den elektrifizierten Anteilen oder die Bedeutung als Haupt- oder Nebenverbindung spielen auch die Kosten für Fahrzeuge, deren Betrieb und die Anpassung der Infrastruktur spielen eine Rolle.

Geeignete Antriebsart hängt oft von Eigenschaften der Bahnstrecken ab

 Die aktuelle Reichweite von batteriegestützten Hybridtriebzügen liegt bei bis zu 100 Kilometern, hängt jedoch auch von den Einsatzbedingungen ab. „Je nach Einsatzplan im Liniennetz lassen sich die Akkus bei Fahrten unter bestehenden und neu errichteten Oberleitungsabschnitten oder an Ladestationen während der Aufenthalte in Endbahnhöfen aufladen“, so Johannes Pagenkopf. Hybridtriebzüge mit Batteriepuffer sind daher vorwiegend für Linien geeignet, die zumindest in Teilabschnitten einfach zu elektrifizieren sind oder bereits Teilstrecken mit Oberleitung besitzen.

Auf Linien mit langen Abschnitten ohne Fahrleitung und Netzen mit nur wenigen Oberleitungsstrecken sind Triebzüge mit Brennstoffzellenantrieb die bessere Wahl. Dies gilt insbesondere für Bahnverbindungen in Regionen, in denen aus erneuerbaren Energien gewonnener Wasserstoff leicht verfügbar ist.

Ein weiteres Einsatzpotenzial alternativer Zugantriebe identifizieren die DLR-Forscherinnen und Forscher bei Streckenreaktivierungen. Dies betrifft auch die Entwicklung innovativer Konzepte für den Ausbau von Ladeinfrastrukturen und Wasserstofftankstellen.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

 

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