Nachrichten-Rubrik: Verkehrsnachrichten

 

Datum 21.04.21

Nächste Bauetappe: Eisenbahnbrücke über die Elbe wird für Züge komplett gesperrt

(Leipzig/Magdeburg, 21. April 2021) Am 27. März begannen mit der Sperrung des Gleises Biederitz–Magdeburg-Neustadt die Sanierungsarbeiten des 680 Meter langen Brückenzugs über die Stromelbe und über das Elbflutgelände. Ab Sonnabend (24. April) werden in der nächsten Bauetappe bis 10. September beide Gleise über den Elbbrückenzug gesperrt. Anschließend rollt der Zugverkehr wieder auf einem Gleis. Ab 9. Oktober stehen dann nach Beendigung der Bauarbeiten wieder beide Gleise für den Zugverkehr zur Verfügung. Von den Bauarbeiten betroffen sind die Linien RE 1 Magdeburg–Berlin–Frankfurt/Oder, RE 13 Magdeburg–Dessau–Leipzig, RE 14 Magdeburg–Dessau–Lutherstadt Wittenberg–Falkenberg (Elster) und die RB 40 Burg–Magdeburg–Braunschweig. Verbindungen des Fernverkehrs zwischen Magdeburg und Berlin erfolgen über Stendal. Die Fahrpläne für die von März bis Oktober dauernden Bauarbeiten stehen in den Online-Auskunftsmedien zur Verfügung. Reisende können sich im DB Navigator und unter www.bahn.de/reiseauskunft über die veränderten Abfahrts- und Reisezeiten sowie Ersatzverkehre informieren.

Nach über 40 Jahren ununterbrochener Nutzung muss die Eisenbahnbrücke über die Elbe zwischen Magdeburg-Neustadt und Magdeburg Herrenkrug umfassend saniert werden. Über die Brücke verlaufen die vielbefahrenen Bahnstrecken von Magdeburg nach Berlin und nach Dessau. Neben den Zügen des Regional- und Fernverkehrs rollt auch Güterverkehr über die Elbquerung. Um an der Elbquerung in Teilbereichen die alte Farbe im Sandstrahlverfahren zu entfernen und auf einer Fläche von rund 1.800 m2 einen neuen Korrosionsschutzanstrich aufzubringen, wird die Stahlkonstruktion während der Bauphase aus Gründen des Umwelt- und Lärmschutzes eingehaust. Gleichzeitig werden die Brückenpfeiler und die Oberleitungsanlage sowie auf den Brücken die Schwellenkonstruktion und rund drei Kilometer Gleise im angrenzenden Streckenabschnitt erneuert. Gleichzeitig werden Gleise auf der Strecke zwischen Biederitz und Güterglück erneuert. Bund und Deutsche Bahn investieren 29,6 Millionen Euro in dieses Vorhaben. Weitere Informationen zu den Bauarbeiten unter: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/magdeburg-elbeflutbruecken

Dieses Instandhaltungs- und Investitionsvorhaben ist Bestandteil des Programms „#Neues Netz für Deutschland“ für Mobilität und Klimawende. Rund 480 Millionen Euro stehen 2021 für die Infrastruktur in Sachsen-Anhalt zur Verfügung. 120 Kilometer Gleise, 60 Weichen und acht Eisenbahnbrücken packt die DB in diesem Jahr mit der Rekordsumme an. Außerdem modernisiert die DB in Sachsen-Anhalt 20 Haltepunkte und Bahnhöfe – darunter die Hauptbahnhöfe Magdeburg, Stendal und Dessau. Auch mittlere und kleinere Stationen wie Wolmirstedt profitieren von den Investitionen. Mit Stendal Hochschule entsteht ein komplett neuer Haltepunkt. Weitere Informationen unter: https://www.deutschebahn.com/pr-leipzig-de/aktuell/Bauvorhaben_2020-5856740

Folgendes Betriebskonzept gilt ab 24. April:

24.04. bis 10.09.2021 (gesamter Zeitraum der Totalsperrung der Elbebrücke)

 Zwischen Magdeburg Hbf und Burg verkehren montags bis freitags zusätzlich stündliche Expressbusse ohne Unterwegshalt

 Für Nahverkehrsfahrgäste zwischen Magdeburg Hbf und Dessau Hbf ist die Fahrt über Köthen sowie die Nutzung der IC-Züge zwischen Magdeburg und Köthen freigegeben

 Zwischen Magdeburg und Stendal verkehren zweistündlich zusätzliche RE-Züge, die in Stendal Anschluss mit IC-Zügen nach Berlin haben. Die IC-Züge sind für Zeitkartenkunden im Nahverkehr freigegeben.

24.04. bis 10.05.2021

 RE 1: beginnt und endet in Biederitz, zusätzliche Halte in Gerwisch und Möser; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Magdeburg Hbf und Biederitz

 RE 13: beginnt und endet in Güterglück; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Magdeburg Hbf und Güterglück

 RE 14: entfällt zwischen Magdeburg Hbf und Dessau Hbf

 RB 40: entfällt im zwischen Magdeburg Hbf und Burg

11.05. bis 03.09.2021

 RE 1: beginnt und endet mit Ausnahme der Nachtstunden in Magdeburg Herrenkrug, zusätzliche Halte in Biederitz, Gerwisch und Möser; Ersatzverkehr mit verstärkter Straßenbahnlinie 6 der MVB zwischen Magdeburg Hbf und Magdeburg Herrenkrug bzw. nachts mit Bus zwischen Magdeburg Hbf und Biederitz

 RE 13: beginnt und endet in Güterglück bzw. Gommern (ab 13.06.2021); Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Magdeburg Hbf und Güterglück bzw. Gommern

 RE 14: entfällt zwischen Magdeburg Hbf und Dessau Hbf

 RB 40: entfällt zwischen Magdeburg Hbf und Burg

04.09. bis 10.09.2021

 RE 1: beginnt und endet in Biederitz, zusätzliche Halte in Gerwisch und Möser; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Magdeburg Hbf und Biederitz

 RE 13: beginnt und endet in Gommern; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Magdeburg Hbf und Gommern

 RE 14: entfällt zwischen Magdeburg Hbf und Dessau Hbf

 RB 40 entfällt zwischen Magdeburg Hbf und Burg

11.09. bis 08.10.2021 (Eingleisigkeit Biederitz–Magdeburg-Neustadt)

 RE 1: fährt in zeitlich angepasster Lage mit zusätzlichen Halten in Biederitz, Gerwisch und Möser in unveränderter Linienführung

 RE 13: fährt in zeitlich angepasster Lage in unveränderter Linienführung

 RE 14: entfällt zwischen Magdeburg Hbf und Dessau Hbf.

 RB 40: entfällt zwischen Magdeburg Hbf und Burg (bis auf einzelne Züge); Reisende können die Züge des RE 1 mit zusätzlichen Halten in Biederitz, Gerwisch und Möser nutzen

 Magdeburg Herrenkrug kann tagsüber nicht bedient werden, Halte von einzelnen Zügen frühmorgens und abends werden im Fahrplan ausgewiesen

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 21.04.21

Neuer Schub für die Digitale Schiene Deutschland: DB holt 230 Fachexpert:innen ins Infrastrukturteam

  • DB Netz AG übernimmt Tochtergesellschaft der TÜV SÜD AG
  • Spezialist:innen beschleunigen zusätzlich Projekte für Digitale Stellwerke und Europäisches Zugbeeinflussungssystem ETCS

(Frankfurt am Main, 21. April 2021) Die Digitale Schiene Deutschland bekommt mit 230 neuen Technik- und Planungsexpert:innen jetzt noch mehr Rückenwind: Die Deutsche Bahn (DB) holt alle Mitarbeitenden der SIGNON Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der TÜV SÜD AG, ins Team der Infrastruktur. Mit den zusätzlichen Fachkräften sollen der Bau Digitaler Stellwerke sowie die Streckenausrüstung mit ETCS weiter beschleunigt werden.

Die Mitarbeitenden von SIGNON haben in den vergangenen Jahren bereits in einer Vielzahl von Projekten für die Deutsche Bahn erfolgreich geplant und unterstützt. Die Ingenieur:innen, Software-Entwickler:innen, Planer:innen, Werkstudent:innen sowie Vertriebs- und Verwaltungsangestellten setzen ihre Arbeit seit dem 1. April nahtlos bei der DB Netz AG fort. SIGNON bleibt unter dem Dach der DB Netz AG als 100-prozentige Tochtergesellschaft weiter bestehen.

Die SIGNON Deutschland GmbH bietet seit 1993 Consulting- und Engineering-Leistungen im Verkehrssektor an. Der Fokus der Gesellschaft liegt auf der Planung von Bahnsystemen und Engineering im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik.

Weitere Informationen unter www.digitale-schiene-deutschland.de sowie www.deutschebahn.com/investitionen2021

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 20.04.21

Kreativ Tours GmbH gewinnt Ausschreibung über drei RMV-Expressbuslinien

  • Linienbündel LOF-Nordwest neu vergeben
  • Verkehrsvertrag läuft ab Dezember 2021 für acht Jahre
  • Neue Expressbuslinie X18 bedient Terminal 3
  • Kostenloses WLAN in allen Bussen

Die Kreativ Tours GmbH mit Sitz in Rödermark wird ab Dezember 2021 die drei Expressbuslinien X18, X19 und X83 des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) betreiben. Der RMV hat den Zuschlag in einer europaweiten Ausschreibung erteilt. Kreativ Bus löst damit auf den Linien X18 (vorher OF-95) Frankfurt Flughafen – Walldorf und X19 Flughafen – Obertshausen die bisherige Betreiberin BRH Viabus GmbH ab. Auf der Linie X83 Offenbach – Langen löst Kreativ Tours die DB Regio Bus Mitte GmbH ab. Der neue Verkehrsvertrag beginnt zum Fahrplanwechsel am 12.12.2021 und läuft für acht Jahre mit zweimaliger Option, um ein Jahr zu verlängern. Die Leistungen umfassen insgesamt ca. 1,62 Mio. Nutzwagenkilometer.

„Den Menschen auch unabhängig von Schienenverbindungen attraktive Mobilitätsangebote bieten – das ist das Erfolgsrezept der Expressbuslinien.  Auch diese drei Linien bilden wichtige Verkehrsachsen durchs südwestliche Rhein-Main-Gebiet“, erklärt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Ich freue mich und gratuliere der Kreativ Bus GmbH zur gewonnenen Ausschreibung.“

„Einen Zuschlag wie diesen zu erhalten, bedeutet für ein lokales Unternehmen wie uns viel mehr als nur Umsatz“, sagt Kreativ Tours Geschäftsführer Emil Helmut Lang. „Denn wir können zur Mobilität der Menschen beitragen und gleichzeitig lokal Arbeitskräfte erhalten.“ Kreativ Tours wird entsprechend der RMV-Vorgaben das Fahrpersonal auf Grundlage des hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes entlohnen und dem Fahrpersonal des aktuellen Betreibers einen besitzstandswahrenden Übergang anbieten.

Tangentiale Busverbindungen um den Ballungsraum Rhein-Main

Die Expressbuslinie X18 wird die bisherige Linie OF-95 über das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen und die Cargo City Süd bis nach Walldorf verlängern. Sie bindet den südlichen Teil des Flughafens besser an und schafft attraktive Verbindungen für Beschäftigte und Fluggäste. In Dietzenbach Mitte gibt es Übergang zur S-Bahn und zu vielen weiteren Linien. Die Expressbuslinie X19 (Obertshausen Bahnhof – Terminal 1) trägt zum Sternanschluss von/zur S-Bahnlinie S1 am Obertshäuser Bahnhof bei und stellt eine wichtige Verbindung zum Frankfurter Flughafen dar. Auch stellt sie die Übergänge zur S-Bahn am Bahnhof Neu-Isenburg sicher. Die Expressbuslinie X83 bietet eine attraktive Direktverbindung zwischen Offenbach und Neu-Isenburg und bietet in Langen Übergang zu den Zügen von/nach Darmstadt.

Moderne und klimatisierte Fahrzeuge

Die fabrikneuen, klimatisierten Solo- und Gelenkbusse erfüllen mindestens die Kriterien der EURO-VI-Emissionsnorm und bieten ein hohes Maß an Fahrgastkomfort und Sicherheit: Eine elektronische Anzeige informiert die Fahrgäste zusätzlich zu den akustischen Haltestellen- und Umsteigeansagen über die nächste Haltestelle. Die Niederflurbusse sind alle mit kostenlosem WLAN ausgerüstet. Sie verfügen über eine Sondernutzungsfläche für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Fahrrädern, die dank der Fahrzeugabsenkung an der Einstiegsseite bzw. einer Rampe bequem ein- und aussteigen können. Jedes Fahrzeug verfügt über ein Abbiegeassistenzsystem, das vor einer Gefährdung von Radfahrenden beim Abbiegen warnt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist zum Schutz des Fahrpersonals eine Trennscheibe zwischen Fahrerkabinentür und Fahrgastraum eingebaut.

Hohe Standards und Unterstützung für Fahrpersonal

Da dem RMV eine faire Entlohnung des Fahrpersonals zur Sicherung der Qualitätsstandards und der Attraktivität des Berufs wichtig ist, verpflichtet er den Ausschreibungsgewinner, seine Beschäftigten sowie seine Unterauftragsnehmer auf Grundlage des hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes zu entlohnen. Außerdem wirkt der RMV mit einer Ausbildungsprämie gezielt dem Fachkräftemangel entgegen: Bei erfolgreich abgelegter Busführerschein-Prüfung übernimmt er von den Ausbildungskosten des Busunternehmens bis zu 7.500 Euro pro Person.

Quelle: RMV

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Datum 20.04.21

RMV startet Onlineprüfung von Ausweisdokumenten

  • Ab sofort möglich: Ausweisdokumente bequem über das meinRMV-Kundenportal online prüfen
  • RMV-Mobilitätspartner book-n-drive wird erster Partner für die neue Anwendung
  • 30 Euro Fahrtguthaben für die ersten 1.000 book-n-drive-Neukunden

Wollen RMV-Fahrgäste als Neukunde ein Leihauto von book-n-drive nutzen, können sie ihre Ausweisdokumente ab sofort über das RMV-Kundenportal „meinRMV“ ganz einfach digital prüfen lassen. Neben Führerschein, Personalausweis oder Reisepass selbst benötigen die Kundinnen und Kunden zur Prüfung der Dokumente nur noch ein Smartphone. Der bisher notwendige Gang zu einer Freischaltungsstelle, wie zum Beispiel einer RMV-Mobilitätszentrale, entfällt. Die technische Umsetzung der neuen Anwendung erfolgt über das deutsche Unternehmen IDnow mit Sitz in München.

„Mit der Onlineprüfung wird die Kombination von ÖPNV und Carsharing für unsere Fahrgäste noch komfortabler: Die für Carsharing notwendige Ausweisprüfung kann ab jetzt bequem und schnell von unterwegs am Handy durchgeführt werden“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Seit kurzem werden in der RMV-App neben klassischen ÖPNV-Angeboten auch Angebote der neuen Mobilität angezeigt. Die jetzt mögliche Onlineprüfung von Ausweisdokumenten ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf den Weg zur RMV-Mobilitätsplattform.“

„Nicht nur während der Pandemie, wo jeder Kontakt abgewogen werden muss, ist die Onlinevalidierung eine wichtige Maßnahme und deutlicher Komfortgewinn für unsere Kunden und RMV-Kunden gleichermaßen. Die Zeitspanne von der Registrierung bis zur Nutzung unseres Angebots verkürzt sich deutlich“, sagt book-n-drive-Geschäftsführer Andreas Hornig. „Als langjähriger RMV-Mobilitätspartner sind wir froh, dass der RMV diesen Weg mit uns als Erster geht und freuen uns auch auf die Umsetzung der RMV-Mobilitätsplattform.“

Neben besserem Service lockt auch ein besonders attraktives Angebot zum Start der Kooperation. Die ersten 1.000 Neukunden, die sich auf book-n-drive.de registrieren und ihren Ausweis über das meinRMV-Kundenportal prüfen lassen, erhalten bei book-n-drive ein Fahrtguthaben in Höhe von 30 Euro.

Verkehrsmittelübergreifende Mobilität und RMV-Mobilitätsplattform

Um RMV-Fahrgästen die Kombination von Bus und Bahn mit den Angeboten der neuen Mobilität zu vereinfachen, hat der RMV die verkehrsmittelübergreifende Verbindungsauskunft in die RMV-App integriert. Damit können Fahrgäste bei der Planung ihrer Reiseroute neben den klassischen ÖPNV-Verbindungen auch weitere Verkehrsmittel bzw. Mobilitätsangebote einbeziehen. Möglich sind auch Kombinationen mit Carsharing, Bikesharing, dem Taxi oder dem eigenen Fahrrad. Auf dieser Basis realisiert der RMV momentan auch eine Mobilitätsplattform. Diese soll die einfache Buchung und Nutzung der Mobilitätsangebote im Rhein-Main-Gebiet ermöglichen.

Über book-n-drive

Mit über 60.000 Endkunden und 1.000 verfügbaren Fahrzeugen ist book-n-drive der größte Carsharing Anbieter im Rhein-Main-Gebiet. book-n-drive bietet ein kombiniertes Carsharing Angebot an, also die Kombination von stationsbasierten- und stationsflexiblen (cityFlitzer) Fahrzeugen. book-n-drive ist mit dem Blauen Engel ausgezeichnet und sieht sich als Teil des Umweltverbundes und damit als enger Partner des ÖPNV.

Quelle: RMV

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Datum 16.04.21

RMV gewinnt internationalen Nachhaltigkeitspreis für Aufbau von On-Demand-Angebot

Zum fünften Mal hat die Fachzeitschrift „busplaner“ den „Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis“ (IBNP) verliehen. Prämiert wurden unter anderem innovative und nachhaltige Fahrzeugmodelle, Fahrzeugkomponenten, Services und Infrastruktur. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wurde für den Aufbau des größten On-Demand-Netzes Deutschlands mit elektrischer Fahrzeugflotte, also 100% emissionsfreie Mobilität, prämiert.

„On-Demand-Mobilität ist ein wichtiger Baustein, um noch mehr Menschen für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen und so Mobilität nachhaltig zu gestalten“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Schließlich wollen Fahrgäste nicht von Haltestelle zu Haltestelle sondern Haustür zur Haustür. Genau das bietet On-Demand-Mobilität.“

Der On-Demand-Verkehr ergänzt den lokalen Busverkehr um einen flexiblen Baustein: Auf Bestellung holt ein Kleinbus Fahrgäste ab und bringt sie so nah wie möglich an ihr Ziel oder zu einem Umstiegspunkt auf Bus und Bahn. Der Service bietet eine Lösung für die „letzte Meile“ von und zur Haltestelle: Man ruft den Minibus per App oder Telefon und kann in der Regel 10 bis 15 Minuten später an einem vereinbarten Platz in der Nähe einsteigen. Fahren mehrere Fahrgäste in die gleiche Richtung, kombiniert ein intelligenter Algorithmus ihre Fahrtwünsche.

Das RMV-weite On-Demand-Projekt umfasst zehn Partner und soll noch in diesem Jahr in allen Regionen starten.

Über das RMV-weite On-Demand-Projekt

Partner:

  •     Darmstadt (HEAG mobilo)
  •     Darmstadt Dieburg (DADINA)
  •     Frankfurt a.M. (traffiQ)
  •     Hanau (HSB)
  •     Hofheim (MTV)
  •     Kelsterbach (LNVG GG)
  •     Limburg an der Lahn (Stadt Limburg)
  •     Offenbach (kvgOF)
  •     Taunusstein (RTV)
  •     Wiesbaden (ESWE)

Projektfinanzierung:

Etwa die Hälfte der Projektkosten werden von Bund und Land gefördert. Die andere Hälfte von den Projektpartnern getragen.

Bereits laufende On-Demand-Projekte im RMV-Gebiet:

Seit Ende Juni 2019 bietet die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) den kvgOF Hopper als Teil des lokalen Nahverkehrs an: https://www.kvgof-hopper.de/

Seit Anfang April 2021 fährt zudem der HeinerLiner als On-Demand-Angebot der HEAG mobilo in Darmstadt: https://www.heagmobibus.de/de/heinerliner

Quelle: RMV

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Datum 16.04.21

Güter gehören auf die Schiene: DB Cargo setzt Zeichen für klimafreundlichen Güterverkehr und sucht Unterstützer

  • DB Cargo stellt grüne Frachtcontainer in sieben deutschen Großstädten auf  mehr Aufmerksamkeit für Potenzial der CO2-Reduktion durch Transporte auf der Schiene
  • Auf www.WirsindGüter.de zum Unterstützer werden

(Berlin, 16. April 2021) Sie sind rund 12 Meter lang sowie 2,5 Meter hoch und breit – die grünen Container, die am 16. April 2021 in sieben deutschen Großstädten zu sehen sind, darunter Berlin, Hamburg, Köln, München und Mainz. Und sie tragen eine Botschaft, an der niemand vorbeikommt: „Güter gehören auf die Schiene“. Hinter der Aktion steckt DB Cargo, die Tochtergesellschaft für Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn. Ziel ist es, mehr Sichtbarkeit für die grüne Logistik herzustellen und Unterstützer für den klimafreundlichen Güterverkehr zu gewinnen. Alle, die eine nachhaltige Verkehrswende befürworten, können auf www.WirsindGüter.de ein Zeichen setzen.

„Grüne Transportlogistik trägt entscheidend dazu bei, die klimapolitischen Ziele Deutschlands sowie die damit verbundene Reduzierung von CO2-Emissionen zu erreichen“, erklärt Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr DB AG und Vorstandsvorsitzende DB Cargo AG die Hintergründe der Aktion. „Für eine nachhaltige Verkehrswende müssen wir die Wirtschaft auf möglichst CO2-freie Lieferketten umstellen, klimafreundliche Logistik vereinfachen sowie Schiene und Straße intelligent kombinieren. Das ist eine Wahrheit, an der es kein Vorbeikommen gibt. Mit den grünen Containern wollen wir auffallen und Unterstützer für unsere Mission gewinnen.“

Denn mit 3.600 Zügen täglich holt DB Cargo schon jetzt mehr als 60.000 Lkw von der Straße und spart dadurch jedes Jahr 7 Millionen Tonnen CO2 ein. Schließlich verursachen Güterzüge rund 80 Prozent weniger Emissionen als Lkw. Bis 2021 wären Einsparungen von 21 Millionen Tonnen CO2 möglich, wenn 40 Prozent der Transporte mit Lkw auf die Schiene wechseln würden. DB Cargo plädiert daher für den sogenannten kombinierten Verkehr, im Zuge dessen jedes Transportmittel seine Stärken ausspielen kann.

Die aktuelle Coronakrise könne eine Chance sein. Denn sie stelle altbekannte Denkmuster auf den Kopf, so Sigrid Nikutta: „Wir stellen fest, dass Kunden nachhaltiger über ihren täglichen Konsum nachdenken und sich auf das besinnen, was wirklich zählt: nämlich eine Welt, in der wir auch morgen noch gut zusammen leben können – hier passen nachhaltige Lieferketten und klimafreundliche Bahnlogistik gut in zu einem neuen Konsumbewusstsein.“

Um hohe Aufmerksamkeit zu erreichen, sind die Container im Umfeld bekannter Orte platziert. Das sind etwa der Potsdamer Platz in Berlin, der Kölner Dom, der Münchner Odeonsplatz, die Hamburger Elbphilharmonie, der Frankfurter Opernplatz, der Dresdner Neumarkt an der Frauenkirche sowie die Mainzer Innenstadt vor der DB Cargo Zentrale.

Weitere Informationen auf www.WirsindGüter.de

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 16.04.21

Weiterer Baustein für Sicherheit in Zeiten der Pandemie: DB Regio Nordost startet Pilotprojekt mit innovativem Wegeleitsystem

  • Markierungen geben Fahrgästen bessere Orientierung und erleichtern das Abstandhalten Testbetrieb mit Dieseltriebwagen auf der Strecke Berlin Gesundbrunnen - Wittenberge

DB Regio Nordost testet mit einem neuen Wegeleitsystem einen weiteren Baustein für mehr Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Ergänzend zu den bewährten umfangreichen Hygienemaßnahmen und Informationskampagnen während der Pandemie bringt DB Regio Nordost damit ein neues Pilotprojekt für sicheres und komfortables Bahnfahren an den Start: Auf der Strecke Berlin Gesundbrunnen – Wittenberge (RE6) fahren ab sofort Dieseltriebwagen mit einem im und am Fahrzeug angebrachten optischen Wegeleitsystem, an dem sich Fahrgäste auf ihrem Weg durch den Zug orientieren können. Markierungen, Hinweisschilder und Piktogramme an den Türen, am Boden und an Treppenstufen leiten die Kunden durch den Zug, erleichtern eine optimale Verteilung der Fahrgäste und helfen, ausreichend Abstand zu halten. Damit führt DB Regio das bereits vorhandene Leitsystem an den Bahnhöfen in den Zügen konsequent fort.

„Wir stellen uns den Herausforderungen der Pandemie. Mit diesem Pilotprojekt wollen wir unseren Fahrgästen noch mehr Orientierung geben und unseren bewährten Hygienemaßnahmen einen weiteren Baustein hinzufügen. Damit stärken wir das Vertrauen der Fahrgäste in den ÖPNV“, so Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost. „Wir bedanken uns beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg für seine Unterstützung.“

Teil des Konzeptes sind starke grafische Hinweise für getrennte Ein- und Ausstiege und ein Einbahnstraßen-Prinzip. Pfeile zeigen die Laufrichtung an, damit Fahrgäste einander möglichst selten begegnen. Die Wegeleitung gilt grundsätzlich als Empfehlung und soll die Fahrgäste beim Einhalten der Sicherheitsabstände unterstützen.

„Die Sicherheit der Fahrgäste hat für uns oberste Priorität, weshalb uns die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn bei diesem Pilotprojekt sehr wichtig ist. Studien belegen zwar, dass der ÖPNV unter Einhaltung der Hygieneregeln sicher ist, jedoch ist das persönliche Wohlfühlempfinden der Fahrgäste von vielen Faktoren abhängig. Wir hoffen, dass sich durch dieses innovative Wegeleitsystem alle gut aufgehoben fühlen, wenn sie mit dem RE6 unterwegs sind und sind auf die Akzeptanz dieses Pilotprojekts gespannt“, sagt Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB).

Das Wegeleitsystem als Pilotprojekt startet außer nördlich von Berlin gleichzeitig in drei weiteren Testregionen:

• Der Schwarzwaldbahn in Baden-Württemberg zwischen Karlsruhe und Konstanz, gemeinsam mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg,

• dem Netz Mitte in Schleswig-Holstein zwischen Kiel und Hamburg mit dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH)

• und Regionalverkehre Start Deutschland, Start Unterelbe, auf der RE5 zwischen Hamburg und Cuxhaven mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG).

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 13.04.21

Brenner-Nordzulauf: Bester Streckenverlauf für neue Bahnlinie steht fest

  • „Variante Violett“ verläuft zu großen Teilen im Tunnel - Ausgewählte Trasse ist Umweltvorreiter - Wünsche der Bürger:innen flossen in Planungen ein

Der Weg für die neue Bahnstrecke zum Brenner im Inntal und im Raum Rosenheim ist gefunden. Von fünf möglichen Streckenführungen schneidet die sogenannte „Variante Violett" mit rund 60 Prozent Tunnelanteil am besten ab. Sie führt vom österreichischen Schaftenau über die Gemeinden Kiefersfelden, Oberaudorf und Stephanskirchen östlich an Rosenheim vorbei bis Ostermünchen. Dieses Ergebnis gaben die Deutsche Bahn und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) heute gemeinsam mit Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, bekannt.

Der Brenner-Basistunnel ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte Europas und trägt maßgeblich dazu bei, mehr Verkehr auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern. Die heutige Trassenempfehlung für die nördliche Zulaufstrecke ist damit ein zentraler Schritt in Richtung Mobilitätswende.

Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern: „Nach sechs Jahren Planungsarbeit ist damit ein entscheidender Meilenstein im Projekt erreicht. Unsere Planer:innen haben, mehr als in jedem anderen Projekt zuvor, einen intensiven Dialog mit den Menschen in der Region geführt. Ich bin mir sicher, dass wir mit der nun gefunden Streckenführung eine große Akzeptanz vor Ort schaffen. Unser Ziel ist es, noch mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern und so die Mobilitätswende weiter voranzutreiben.“

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister: "Nur mit guter Öffentlichkeitsbeteiligung findet man bei solchen Jahrhundertprojekten eine gute Trasse mit hoher Akzeptanz. In einem breiten Bürgerdialog haben wir zahlreiche Ausbauszenarien offen, transparent und konstruktiv mit den Menschen vor Ort besprochen. Die Variante mit dem mit Abstand höchsten Tunnelanteil schützt die Menschen und das Inntal bestmöglich. Ich habe zudem gerne das große Anliegen der Region aufgegriffen und eine neue Machbarkeitsstudie beauftragt. Mit ihr wollen wir prüfen, ob und wie eine Verknüpfungsstelle zwischen den neuen Gleisen und der Bestandsstrecke in der Nähe von Niederaudorf unterirdisch realisiert werden kann. Unser Ziel ist und bleibt: Bürger- und Landschaftsschutz maximal, Lärm- und Umweltschutz bestmöglich."

Die ausgewählte Strecke liegt beim Thema Umweltschutz vorne. Die 54 Kilometer lange Trasse verläuft zu 60 Prozent unterirdisch, dadurch beansprucht sie weniger Fläche, minimiert die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt und schont somit die Umwelt. Der grenzüberschreitende Tunnel Laiming und der Tunnel Steinkirchen sind jeweils rund 13 Kilometer lang. In Deutschland gibt es heute keinen längeren Bahntunnel. Zudem unterquert ein 5,5 Kilometer langer Tunnel das Gemeindegebiet von Stephanskirchen.

Rosenheim behält Fernverkehrshalt

Verknüpfungsstellen bei Ostermünchen und nördlich von Niederaudorf, direkt neben der Inntalautobahn, schließen Rosenheim an den Fernverkehr an und verbinden die Neubauabschnitte mit der bestehenden Bahnstrecke. Züge können dort zwischen der neuen und der bestehenden Strecke wechseln, was einen modernen, leistungsfähigen und flexiblen Betrieb ermöglicht.

Wünsche der Bürger:innen fließen in Planung ein

Bereits seit 2015 steht die DB im engen Austausch mit den Menschen in der Region. Mehr als 200 Mal lud die DB zu Infoveranstaltungen ein. Insgesamt 155 Repräsentant:innen vertraten die Städte, Gemeinden und Initiativen in Dialogforen und stellten sicher, dass das lokale Wissen mit in die Planung einfloss: Die jetzt ausgewählte Trasse beinhaltet konkrete Vorschläge der Region, wie zum Beispiel die Unterquerung der Autobahn und des Inns bei Niederaudorf.

So geht es weiter:

Die Trassenauswahl ist der erste Schritt auf dem Weg zum Brenner-Nordzulauf. Weiter geht es mit der Vorplanung: Ingenieur:innen prüfen weitere Verbesserungen und erarbeiten die Details. Auch bei den nächsten Phasen suchen DB und ÖBB den Dialog mit den Menschen in der Region.

Auch in den beiden nördlichen Planungsräumen Trudering – Grafing und Grafing – Großkarolinenfeld haben die Planungen vor kurzem begonnen. Auch hier findet ein intensiver Planungsdialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort statt.

Ziel ist, die Gesamtstrecke des Brenner-Nordzulaufs von München-Trudering bis zur Grenze Deutschland-Österreich bis 2040 fertigzustellen.

Unter www.brennernordzulauf.eu erhalten Interessierte Informationen zur ausgewählten Trasse und zu den Planungsprozessen. Eine interaktive Karte gibt Einblick in alle Schritte seit 2015.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 13.04.21

Schneller mit dem Zug zum BER: Deutsche Bahn startet Bau der Flughafenkurve

  • Ab 2025 in nur 20 Minuten vom Hauptbahnhof zum BER – Spatenstich in Blankenfelde-Mahlow – Bund und Länder investieren rund 62 Millionen Euro

(Berlin, 13. April 2021) Die Deutsche Bahn hat heute in Blankenfelde-Mahlow mit dem Bau der neuen Flughafenkurve zum BER begonnen. Gemeinsam mit dem Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg wurde der erste Spatenstich für die 960 Meter lange neue Strecke gesetzt. Die Flughafenkurve kürzt den bisherigen Weg enorm ab und ermöglicht so ab 2025 den Shuttle-Verkehr im 15 Minuten-Takt zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Flughafen BER. Die Fahrzeit beträgt dann nur noch 20 Minuten – acht Minuten weniger als heute. Insgesamt investieren Bund und Länder rund 62 Millionen Euro in den Ausbau.

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Berlin: „Mit dem Baubeginn der Flughafenkurve in Mahlow rückt auch die schnelle Verbindung vom Berliner Hauptbahnhof zum BER näher. In 20 Minuten aus der Innenstadt zum BER wird eine konkurrenzlose Fahrzeit! Auch entlang der Dresdner Bahn in Berlin ist der Baufortschritt für diese wichtige Relation nicht zu übersehen. Und hier zeigt sich mal wieder, dass auch sehr langfristige Flächenfreihaltungen für die Bahn sinnvoll sind!“

Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Brandenburg: „Der aktuelle Spatenstich ist ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur Anbindung des Flughafens BER an die Hauptstadt. Die neue Verbindungskurve zwischen der Dresdner Bahn und dem Berliner Außenring sichert für unsere Kunden eine schnelle Erreichbarkeit des Flughafens auf der Schiene.“

Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Mit dem Zug zum Flug. Die Mahlower Kurve als Bindeglied zwischen den Flughafen BER und dem Berliner Hauptbahnhof auf der zukünftigen Strecke vom Flughafenexpress ist ein weiterer großer Schritt für eine schnellere und umweltfreundliche Bahnverbindung zwischen den wichtigsten Verkehrspunkten in der Region."

Ingmar Streese, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin: „Die neue schnelle Verbindung aus Berlin zum BER wird nicht nur für Flugreisende, sondern gerade auch für Pendlerinnen und Pendler eine attraktive Alternative zum Auto. Die beiden Länder, die Bahn und der Bund verbessern Schritt für Schritt die Schienen-Verbindungen in der gesamten Metropolregion, um mit der klimaschonenden Bahn die Mobilitätswende voranzubringen.“

Rainer Genilke, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Der heutige Spatenstich ist eine gute Nachricht für die Brandenburgerinnen und Brandenburger und ein wichtiger Baustein für den Ausbau der Dresdner Bahn. Die neue Flughafenkurve auf Brandenburger Boden bedeutet eine deutlich kürzere Fahrzeit für Reisende und Pendlerinnen und Pendler auf der Strecke vom Berliner Hauptbahnhof zum Flughafen BER. 960 Meter, die am Ende eine Zeitersparnis von 8 Minuten bedeuten. Das kann sich sehen lassen.“

Die neue Flughafenkurve (auch „Mahlower Kurve“) ist eine zweigleisige Verbindung vom Berliner Außenring auf die Dresdner Bahn (Strecke Berlin Südkreuz – Blankenfelde). Für das stadtauswärts führende Gleis der Verbindungskurve wird die Errichtung eines Kreuzungsbauwerks erforderlich. Neben dem Neubau von Gleisen, Oberleitung und Signalanlagen werden entlang der Kurve auf der anwohnerzugewandten Seite auf voller Länge Schallschutzwände mit einer Höhe von bis zu fünf Metern errichtet. Zur Herstellung der unterführten Strecke im Bereich des Kreuzungsbauwerks muss ein sogenannter Trog hergestellt werden. Dazu ist es erforderlich, Spundwände zur Baugrubensicherung einzubringen, sodass nach Fertigstellung des sog. Spundwandkastens mit dem Aushub der Baugrube begonnen werden kann.

Mehr Informationen auch im Bauinfoportal: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 12.04.21

Doppelt nachhaltig: Schrott per Schiene zurück in den Kreislauf        

SBB Cargo realisiert mit Logistikpartner Ultra-Brag AG und der Stahl Gerlafingen AG eine wegweisende und klimafreundliche Transportlösung für Schrott zur Stahlrückgewinnung. Statt wie bis anhin auf der Strasse werden künftig jährlich bis zu 100'000 Tonnen Stahlschrott für Stahl Gerlafingen aus dem Ausland logistisch so gesteuert, dass sie auf Abruf per Schiene von den Schweizerischen Rheinhäfen direkt ins Werk Gerlafingen geliefert werden können. Für die temporäre Zwischenlagerung und den Verlad des Stahlschrotts ist die Ultra-Brag AG zuständig. Dies entlastet die Strassen um rund 4000 Lastwagen jährlich.          

SBB Cargo ist bereits heute für Stahl Gerlafingen im Binnenverkehr in der Schweiz unterwegs. Nun haben die beiden Unternehmen einen Vertrag für zusätzliche Transporte von Schrott auf der Schiene bis 2023 abgeschlossen. Der Verkehrsstart erfolgte am 8. April 2021 ab dem Ultra-Brag-Terminal in Birsfelden Richtung Werk Gerlafingen.

Bedeutung von Stahlrecycling

Stahl ist einer der verbreitetsten Werkstoffe und kann komplett wiederverwertet werden. Als grösstes Recycling-Unternehmen der Schweiz erzeugt die Stahl Gerlafingen AG, Produkte für den Hoch- und Tiefbau sowie die Maschinen- und Metallindustrie zu 99 Prozent aus Stahlschrott aus dem In- und Ausland. Jährlich werden u.a. 100 000 Tonnen Stahlschrott aus den Nachbarländern Deutschland und Frankreich in den Schweizerischen Rheinhäfen angeliefert. Bisher wurde der Stahlschrott von dort auf der Strasse der Rückgewinnung zugeführt, da die jeweils höchst unterschiedlich anfallenden Mengen für einen Transport auf der Schiene nicht geeignet waren. Für eine grössere Flexibilität im Zulauf und als klimaschonende Transportlösung suchten die Partner Stahl Gerlafingen und SBB Cargo Lösungen, um das fehlende Stück in der Lieferkette zu ergänzen.

Logistiklösung optimiert Lieferkette

Die Lösung erfolgt über einen kleinen Umweg und mit einem dritten Partner: Im Ultra-Brag-Terminal im Hafen Birsfelden trifft der Schrott per Binnenschiff und LKW ein, wird gelagert und bedürfnisgerecht in Bahnwagen für den Transport nach Gerlafingen verladen. Diese Erweiterung des Logistikkonzepts durch die temporäre Zwischenlagerung und den anschliessenden Verlad auf Güterwagen leistet einen Beitrag zur Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene. Jährlich bedeutet dies ab sofort die Entlastung der Strassen um rund 4000 Lastwagen. Für Stahl Gerlafingen ermöglicht die neue, ökologische Transportlösung auch eine hohe Planbarkeit, termingerechte Zulieferung und einfache Abwicklung durch die Partnerschaft. Stahl Gerlafingen, Ultra-Brag und SBB Cargo haben die Logistik über die gesamte Supply Chain im Werk und beim Transport optimiert. Der Ressourceneinsatz kann damit effizienter gestaltet werden. Davon profitieren alle drei Unternehmen und nicht zuletzt die Umwelt.

Quelle: SBB

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Datum 12.04.21

Ab ins Nest — Deutsche Bahn erwartet Rauchschwalben am Bahnhof Griebnitzsee

  • DB ausgezeichnet mit NABU-Plakette für „Schwalbenfreundlichen Bahnhof“

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Aber 30 Schwalben sind schon eine gute Voraussetzung dafür. Die Deutsche Bahn erwartet Mitte April die Ankunft von bis zu 30 Rauchschwalben im Bahnhof Griebnitzsee. Der Bahnhof bietet mit seiner hohen Eingangshalle, den offenen Türen und sechs Querträgern einen idealen Ort zum Nisten. Seit 2006 unterstützen der NABU und die DB gemeinsam das Nisten der Rauchschwalben im Bahnhof. Die DB trägt seit 2018 die NABU-Plakette für einen „schwalbenfreundlichen Bahnhof.“

Etwa Ende August verlassen die letzten Jungvögel das Nest. Dann wird die Bahnhofshalle vor dem Abzug nach Süden noch einige Tage zum sicheren Übernachten genutzt.

Schwalben sind Langstreckenzieher und überwintern südlich der Sahara bis hinunter nach Südafrika. Aufgrund des Klimawandels und des Insektensterbens wird es für Rauschwalben immer schwieriger Nahrung zu finden. Der NABU verzeichnet seit 2009 einen Rückgang der Bruten im Bahnhof Griebnitzsee um 50 Prozent.

Mehr zum Thema Umwelt bei der Bahn unter https://gruen.deutschebahn.com/de

Weitere Informationen zu Projekten des NABUS unter https://www.nabu-potsdam.de/

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 07.04.21

DB beginnt mit den Bauvorbereitungen für den Neubau des Kreuzungsbauwerks Großkorbetha

  • Vorbereitende Maßnahmen zwischen Großkorbetha und Spergau
  • Kabelarbeiten sowie Erstellen von Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen
  • Pflege- und Schutzmaßnahmen bis September

(Leipzig, 7. April 2021) Die Deutsche Bahn hat mit den Vorbereitungen für den Neubau des Kreuzungsbauwerks Großkorbetha begonnen. Bis September legt die Deutsche Bahn Bauzufahrten und Baustelleneinrichtungsflächen auf dem Gelände der DB an und beginnt mit der Umverlegung von Kabeltrögen und Kabel entlang der Gleise.

Zudem führt sie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für schutzbedürftige Pflanzen und Tiere durch, legt neue Biotopflächen an, baut Umzäunungen und Schutzeinhausungen und siedelt schützenswerte Pflanzen und Tiere um.

Im September dieses Jahres beginnen dann die Arbeiten zum Neubau des Kreuzungsbauwerks in Großkorbetha. Dort überführt die Strecke Halle (Saale)–Großkorbetha die Strecke Leipzig–Großkorbetha und ein Rangiergleis. Das bisherige Bauwerk ist über 100 Jahre alt und genügt nicht den künftigen Anforderungen an den Eisenbahnverkehr. Für eine verlässliche Infrastruktur und komfortables Reisen fließen 43 Millionen Euro in das neue Bauwerk. Das neue Kreuzungsbauwerk geht im Oktober 2023 in Betrieb. Um die Einschränkungen im Nah-, Fern- und Güterverkehr zu minimieren, werden die für die Gleis-, Weichen- und Brückenbauarbeiten im Streckenabschnitt Weißenfels–Naumburg–Bad Kösen notwendigen Streckensperrungen im Fahrplanjahr 2022 gebündelt. Zwischen Weißenfels und Naumburg werden 10 km Gleise erneuert. Zwischen Naumburg und Bad Kösen müssen für notwendige Arbeiten an einer Saalebrücke neue Weichenverbindungen eingebaut werden.

Dieses Instandhaltungs- und Investitionsvorhaben ist Bestandteil des Programms „#Neues Netz für Deutschland“ für Mobilität und Klimawende. Rund 480 Millionen Euro stehen 2021 für die Infrastruktur in Sachsen-Anhalt zur Verfügung. 120 Kilometer Gleise, 60 Weichen und acht Eisenbahnbrücken packt die DB in diesem Jahr mit der Rekordsumme an. Außerdem modernisiert die DB in Sachsen-Anhalt 20 Haltepunkte und Bahnhöfe – darunter die Hauptbahnhöfe Magdeburg, Stendal und Dessau. Auch mittlere und kleinere Stationen wie Wolmirstedt profitieren von den Investitionen. Mit Stendal Hochschule entsteht ein komplett neuer Haltepunkt. Weitere Informationen unter: https://www.deutschebahn.com/pr-leipzig-de/aktuell/Bauvorhaben_2020-5856740

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 01.04.21

Günstige Ausflüge in den Westharz mit dem Länderticket Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt

  • Ticket gilt ab heute
  • fünf Reisende möglich
  • Buchbar auf allen Kanälen der DB

(Leipzig, 1. April 2021) Das Länderticket Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt kann ab heute noch mehr. Nun sind auch Ausflüge in den Westharz per Bahn zum günstigen Preis möglich. Zahlreiche Gegenden können angesteuert werden. Und das Ganze schont den Geldbeutel. Insgesamt fünf Reisende können gemeinsam unterwegs sein. Der erste zahlt 35 Euro, bis zu vier Mitfahrer jeweils 8,50 Euro.

Die Ländertickets gelten in Zügen von DB Regio, erixx und Abellio. Folgende Strecken stehen zur Verfügung

• (Ellrich) – Walkenried – Bad Sachsa – Bad Lauterberg Barbis – Herzberg (Harz)

• Herzberg (Harz) – Osterode (Harz) – Seesen – Salzgitter-Ringelheim

• Seesen – Goslar – Bad Harzburg

• Bad Harzburg – Vienenburg

• Goslar – Vienenburg

• Salzgitter-Ringelheim – Goslar – Bad Harzburg

• Goslar – Vienenburg – (Stapelburg)

Buchbar sind die Ländertickets über alle Vertriebskanäle der DB.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 01.04.21

Fertig geknüpft: Komplett erneuerter Bahnknoten Halle sorgt für schnellere und komfortablere Verbindungen

  • Bund, Bahn, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale) investierten rund 800 Millionen Euro in modernste Eisenbahninfrastruktur
  • Neuer Rangierbahnhof für den europäischen Güterverkehr
  • Hauptbahnhof Halle als „Zukunftsbahnhof“ mit innovativen Angeboten für Reisende

Bahnfahren im Zentrum von Deutschland ist noch attraktiver geworden. Nach sechseinhalb Jahren Bauzeit ging der komplett modernisierte Bahnknoten Halle (Saale) an den Start. Als einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte im deutschen Schienenverkehr sorgt er für deutlich bessere Verbindungen für Bahnreisende und trägt so maßgeblich zur Mobilitätswende bei.

Die Deutsche Bahn (DB) hat im laufenden Zugbetrieb den Hauptbahnhof komplett umgebaut, 50 Kilometer Gleise und 200 Weichen erneuert sowie zwei Elektronische Stellwerke installiert. Züge können jetzt vier Mal so schnell durch den Bahnknoten fahren. Neu errichtete Lärmschutzwände sorgen für mehr Ruhe für Anwohner:innen. Zudem entstand ein moderner Rangierbahnhof für effizienten Güterverkehr.

Den neuen „Knoten“ knüpften heute symbolisch DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und der Oberbürgermeister von Halle an der Saale Dr. Bernd Wiegand. Insgesamt investierten Bund, Bahn, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle rund 800 Millionen Euro.

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Wir haben hier in Halle die modernste Eisenbahninfrastruktur Deutschlands für unsere Kundinnen und Kunden geschaffen. Leipzig, Berlin und Erfurt rücken auf S-Bahn-Distanz heran. Der Knoten Halle ist jetzt Drehscheibe für den schnellen Personenverkehr und den europäischen Güterverkehr. Der Verkehrsträger Schiene wird so noch attraktiver – ein wichtiger Schritt in Richtung Klimawende.“

Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer: „Schnelle Verbindungen nach Nah und Fern, innovative Service-Angebote und moderne Schiene-Logistik - das alles ist der neue Knoten Halle. Mit Hunderten Millionen Investitionen des Bundes und weiterer Partner ist ein Meisterstück Schiene entstanden, über das sich alle freuen können, die hier ein-, aus- und umsteigen."

Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff: „30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Inbetriebnahme des Bahnknotens Halle ein weiterer wichtiger Schritt bei der Verbesserung der Verkehrsanbindung Sachsen-Anhalts. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist ein zentraler Baustein für eine gute Wirtschaftsentwicklung. Auch für die Stadt Halle ist das Vorhaben von immenser Bedeutung. Die mit den Bauarbeiten verbundenen Einschränkungen haben allen Beteiligten viel abgefordert. Der Einsatz und die Anstrengungen werden sich für Wirtschaft und Fahrgäste aber lohnen, davon bin ich überzeugt.“

Oberbürgermeister der Stadt Halle Dr. Bernd Wiegand: „Die Hallenserinnen und Hallenser haben die Erneuerung mit großem Interesse begleitet und auch die zeitweiligen Einschränkungen hingenommen. Wir sind froh über das Ergebnis. Das Bahnprojekt an diesem Standort mit langer Geschichte haben wir als Stadt immer unterstützt – und wir haben es als Impuls für die weitere Stadtentwicklung angenommen.“

Der Hauptbahnhof Halle (Saale) ist einer von 16 Zukunftsbahnhöfen. Hier erprobt die DB innovative Angebots- und Serviceideen für ihre Kund:innen. So bieten zwei automatisierte Fahrradparktürme sichere Stellplätze für Zweiräder – bislang einzigartig in Deutschland. Eine Fahrrad-Service-Station hilft Radfahrenden bei kleineren Reparaturen. Auf dem Vorplatz gibt es für das Smartphone Solarstrom aus dem USB-Anschluss und im Bahnhof profitieren Gäste von einer übersichtlichen Wegeleitung sowie neuen Sitzmöbeln.

Der Eisenbahnknoten Halle (Saale) spielt nicht nur eine wichtige Rolle im deutschen Schienenverkehr, sondern ist auch Kreuzungspunkt europäischer Verkehrsachsen, insbesondere im Güterverkehr auf dem Nord-Süd-Korridor und zwischen den Nordseehäfen und Südosteuropa. Der Bahnknoten, der an die Neu- und Ausbaubaustrecken des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 angegliedert ist, wurde auch aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Die Bauarbeiten auf den Zulaufstrecken gehen weiter: Bis zum kommenden Jahr erneuert die DB die Einfahrt der Strecke von Kassel nach Halle im Südwesten der Stadt. Auf der besonders für den Güterverkehr wichtigen Strecke ist künftig Tempo 120 möglich. Die Bahn sorgt für Lärmschutz, baut den Haltepunkt Halle-Rosengarten barrierefrei um und erneuert die Bahnsteige. Sie modernisiert drei Brücken und ein Elektronisches Stellwerk steuert künftig den Zugverkehr.

Quelle: Quelle: Deutsche Bahn

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