Nachrichten-Rubrik: Verkehrsnachrichten

Datum 01.12.21

Verkehrsverbund Oberelbe stellt Weichen für 2022

  • Haushalt 2022 mit Rekordvolumen beschlossen
  • Angebotsverbesserungen zum Jahreswechsel
  • Tarifanpassung zum 1. April 2022

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat auf seiner heutigen Verbandsversammlung Bilanz für 2021 gezogen und wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Die Corona-Pandemie hat auch in diesem Jahr deutliche Spuren hinterlassen: Die zwölf Unternehmen verzeichnen voraussichtlich bis Jahresende Rückgänge bei Einnahmen und Ausgleichszahlungen von rund 23 Millionen Euro gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019, die Fahrgastzahlen gingen nach ersten Schätzungen um circa 17 Prozent zurück. Dennoch will der Verbund das Angebot für 2022 auf dem jetzigen Niveau halten, punktuell ausbauen und zudem weiter in einen modernen Nahverkehr investieren.

Haushalt 2022 mit weiteren Investitionen

Die Verbandsversammlung hat heute den Haushalt für das kommende Jahr mit einem Rekord-Volumen von rund 146 Millionen Euro beschlossen. Davon fließen 117 Millionen in den Eisenbahnverkehr und 4 Millionen in den Bus- sowie Nachtverkehr. Für die Finanzierung des Verbundtarifs, inklusive des Bildungs- und des AzubiTickets, sind 13 Millionen Euro eingeplant. „Damit sichern wir das bestehende umfangreiche Angebot in der Region“, betont Landrat Michael Harig, Vorsitzender des Zweckverbandes. „Zudem werden wir 2,5 Millionen Euro in den weiteren Ausbau des Nahverkehrs investieren.“ Der Haushalt spiegelt auch die enge Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen wider, der neben dem Ausgleich pandemiebedingter Einnahmeausfälle zusätzliche Mittel für Angebotsverbesserungen und für neue Tickets zur Verfügung stellt. „Nach dem erfolgreichen Start des AzubiTickets 2019 können wir in diesem Jahr sehr zufrieden auf den Start des BildungsTickets zurückblicken, das VVO-weit bereits von 62.700 Schülerinnen und Schülern genutzt wird“, resümiert Michael Harig. „Mit dem Kompetenzcenter Sachsentarif arbeiten wir zudem gemeinsam an der Einführung des neuen Tarifs für den ganzen Freistaat, der 2023 starten soll.“ Weiteren Rückenwind erwartet der VVO durch die im Koalitionspapier der zukünftigen Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Verkehrswende. Mit der vorgesehenen Verlängerung des Corona-Rettungsschirms für den Nahverkehr sowie der perspektivisch geplanten weiteren Erhöhung der Bundesmittel für den Eisenbahnverkehr bestehen gute Chancen, das gute Angebot zu sichern und auszubauen, um auch hier in der Region zur Umsetzung des bundespolitischen Ziels einer Verdopplung der Fahrgastzahlen beizutragen.     

Angebotsverbesserungen zum Jahreswechsel

Dank der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat Sachsen kann ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember das Angebot auf der wichtigen Strecke Dresden – Kamenz ausgebaut werden. In den Hauptverkehrszeiten früh und nachmittags fahren die Züge zukünftig alle 30 Minuten, so dass hier zusammen mit den barrierefreien Stationen, zahlreichen Busverknüpfungen und über 400 P+R-Plätzen entlang der Strecke, ein S-Bahn-Standard erreicht wird. Am 1. Januar 2022 verbessert sich zudem das Busangebot im gesamten Landkreis Bautzen. Zukünftig werden die Busse von Regionalbus Oberlausitz (RBO) und weiterer Partnerunternehmen über 12 Millionen Kilometer pro Jahr zurücklegen – zwei Millionen mehr als bisher. Zusätzliche PlusBus- und TaktBus-Linien schaffen neue und schnellere Verbindungen. Im Auftrag des Landkreises Bautzen wurde das gesamte Busnetz überplant, so dass Gewerbestandorte, aber auch Schulen und Wohnsiedlungen, die in den letzten Jahren neu entstanden, besser angebunden sind.

VVO-Tarif wird zum 1. April 2022 angepasst

Neue Tarifabschlüsse für die Mitarbeiter sowie insbesondere die steigenden Kosten für Energie und Material machen eine Tarifanpassung zum 1. April 2022 notwendig. Die Preise im VVO steigen dann um durchschnittlich 4,7 Prozent. Der Preis für eine Einzelfahrt in Dresden steigt um 20 Cent auf 2,70 Euro, in allen anderen Tarifzonen bleibt der Preis stabil bei 2,50 Euro. Für längere Fahrten durch mehrere Tarifzonen steigt der Preis der Einzelfahrt um 20 bis 40 Cent. Die 4er-Karte bleibt trotz einer Anhebung um 40 Cent auf 9,40 Euro eine preiswerte Alternative für Gelegenheitsfahrer. Tageskarten für eine Tarifzone werden um 40 Cent teurer, für längere Strecken sowie für Familien und kleine Gruppen steigen die Preise zwischen 60 Cent und 1,50 Euro an. Wochen- und Monatskarten werden durchschnittlich um 4,4 Prozent teurer. „Die von Stammkunden und Pendlern häufig genutzten Abo-Monatskarten werden dagegen unterdurchschnittlich nur um rund zwei Prozent angehoben“, erläutert Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Diese Fahrgäste sind dem VVO und seinen Partnern auch in der Pandemie treu geblieben – mit der moderaten Anpassung möchten wir ein Zeichen setzen.“ So wird beispielsweise die Abo-Monatskarte für Dresden um 1,20 Euro erhöht und kostet dann 54,90 Euro. Die vom Freistaat unterstützen Tickets für Schüler und Auszubildende bleiben im Preis stabil, ebenso die insbesondere für Klassenausflüge genutzten SchülergruppenTickets. Mit der Tarifanpassung wird zudem ein Ticket für den Verkehr in kleinen Städten eingeführt. „Im Rahmen eines Pilotprojektes starten wir im Stadtgebiet Hoyerswerda ein attraktives Tagesticket für 3,50 Euro“, erklärt Burkhard Ehlen. „In den kommenden zwei Jahren werden die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH) und der Verbund die Akzeptanz testen und dann über eine dauerhafte Einführung für diese und andere kleinere Städte im Verbund entscheiden.“

Das Gebiet des VVO umfasst neben der Landeshauptstadt Dresden die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und den westlichen Teil des Landkreises Bautzen mit insgesamt 1,2 Millionen Einwohnern. Der kommunale Zweckverband ist für den Schienenpersonennahverkehr verantwortlich. Darüber hinaus kooperiert er mit den kommunalen Verkehrsbetrieben und gestaltet einen einheitlichen Tarif.

Quelle: VVO

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Datum 01.12.21

Wiederaufnahme des Verkehrs im Sebnitztal

  • Ab 4. Dezember 2021 wieder Zugverkehr Bad Schandau - Sebnitz

Ab 4. Dezember können die Züge der Nationalparkbahn U 28 wieder durchgehend von Děčín über Bad Schandau und Sebnitz nach Rumburk rollen. Damit kann der wegen Unwetterschäden an der Strecke eingerichtete Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Bad Schandau und Sebnitz früher eingestellt werden als ursprünglich geplant. Die erste Stufe der Beseitigung der Schäden sollte nach bisherigem Stand bis zum 10. Dezember erfolgen. In den nächsten Monaten müssen weitere Bauarbeiten ausgeführt werden, die jedoch nur geringfügige Auswirkungen auf den Zugverkehr haben werden. Notwendig sind Arbeiten zur Dammstabilisierung im Bereich Rathmannsdorf und die nachhaltige Herstellung von Entwässerungs- und Hangsicherungsanlagen, um künftigen Unwettern standzuhalten.

Beim Unwetter am 17./18. Juli wurde der Gleiskörper der Nationalparkbahn in den Bereichen Kohlmühle und Rathmannsdorf stark beschädigt. In den vergangenen Monaten erfolgten die Aufräumarbeiten, die Begutachtung der Schäden, Planungen und begleitende Abstimmungen mit den zuständigen Aufsichtsbehörden sowie mit erster Priorität die Arbeiten zur Wiederherstellung der Befahrbarkeit der Strecke. Da es dort bereits beim Hochwasser 2010 Schäden gab, soll der jetzige Wiederaufbau gesamthaft so robust erfolgen, dass der Bahndamm auch wiederkehrenden Unwettern standhält und den Ansprüchen einer vorsorglichen Gefahrenabwehr genügt.

Quelle: VVO

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Datum 01.12.21

Abellio beendet zum 31. Januar 2022 seine verkehrsvertraglichen Pflichten in Nordrhein-Westfalen

Die Geschäftsführung von Abellio in Nordrhein-Westfalen hat im Rahmen einer Betriebsversammlung in der Werkstatt Hagen erläutert, dass Abellio NRW seinen Betrieb zum 31. Januar 2022 einstellen und die Verkehre an neue Betreiber übergeben wird. Betroffen davon sind die von Abellio NRW betriebenen Linien von S-Bahn Rhein-Ruhr, Rhein-Ruhr-Express, Niederrhein-Netz, Ruhr-Sieg-Netz und S7/Der Müngstener.

Eine mit den Aufgabenträgern geschlossene Fortführungsvereinbarung sichert den Fahrgastbetrieb nur noch bis 31. Januar 2022. Abellio NRW hatte mehrfach gegenüber den Aufgabenträgern VRR, NVR und NWL unterstrichen, dass das Unternehmen langfristig Verantwortung für Fahrgäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen will. Ein Langfrist-Angebot hatten die Gremien der Aufgabenträger am 22. November abgelehnt.

Die Aufgabenträger haben parallel zu den Verhandlungen Notvergaben für die fünf von Abellio in NRW befahrenen Netze ab 1. Februar 2022 eingeleitet. Für die Übernahme von Leistungen im Rahmen einer Notvergabe wurde Abellio seitens der Aufgabenträger nicht eingeladen. Dies bedeutet das Aus des Unternehmens Abellio Rail GmbH mit Sitz in Hagen. Die anderen Abellio-Unternehmen sind davon nicht betroffen und fahren weiter.

Ziel ist es jetzt, die mehr als 1.000 Arbeitsplätze der Abellio-MitarbeiterInnen nachhaltig zu sichern und eine geordnete Übergabe an neue Betreiber auf den Weg zu bringen. Abellio wird dazu im Interesse der Fahrgäste und der Beschäftigten die erforderlichen Vorkehrungen treffen.

Quelle: Abellio GmbH

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