Nachrichten-Rubrik: Verkehrsnachrichten

 

Datum 14.01.20

"Elektrobusoffensive: ÜSTRA nimmt die ersten neuen Elektrobusse in Empfang"

Die ersten Busse vom Typ eCitaro sind heute auf dem ÜSTRA Betriebshof Mittelfeld eingetroffen. In den nächsten Jahren werden insgesamt 48 neue Elektrobusse vom Hersteller Daimler geliefert, um den Busbetrieb in der hannoverschen Innenstadt bis Anfang 2023 komplett auf reinen Elektroantrieb umzustellen.

„Mit den neuen Elektrobussen bauen wir gemeinsam den Umweltvorsprung des ÖPNV in der Region Hannover weiter aus. Diese Fahrzeuge fahren deutlich geräuschärmer, belasten lokal nicht die Luftqualität und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Regionspräsident Hauke Jagau bei der Ankunft der eCitaro auf dem Betriebshof Mittelfeld.

„Die 48 modernen Elektrobusse sind ein wichtiger Baustein für klimafreundliche Mobilität in Hannover. Wir möchten schrittweise alle Busverkehre in der Region Hannover auf Elektro- und Wasserstoffantriebe umstellen“, ergänzt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz.

Die neuen zwölf Meter langen Solobusse werden in den nächsten Wochen und Monaten umfangreich getestet und Fahrerinnen und Fahrer sowie Werkstattpersonal auf das neue Elektrofahrzeug geschult. Ähnlich wie bei neuen Automodellen, die vor dem Verkaufsstart zu Testzwecken in Tarnkleidung unterwegs sind, sind auch die Busse als Erlkönig getarnt.

„Mit den ersten eCitaro sind wir unserem Ziel des komplett emissionsfreien Nahverkehrs in der Innenstadt bis 2023 ein großes Stück näher gekommen“, freut sich Dr. Volkhardt Klöppner. „Wir wollen die erste deutsche Großstadt sein, die im kompletten Innenstadtbereich den ÖPNV elektrisch betreibt – und dies mit nachhaltiger Energie.“

Erster Linieneinsatz auf der Linie 100/200

Voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 werden die vier neuen Elektrobusse feierlich eingeweiht, bevor sie dann auf der Linie 100/200 zum Einsatz kommen. Auf dieser Strecke sind bereits drei Elektrobusse der ÜSTRA unterwegs.

Bis zur feierlichen Einweihung werden die Fahrzeuge ab Februar im Stadtgebiet unterwegs sein. Um noch nicht zu viel zu verraten, haben die „Erlkönige“ eine auffällige Beklebung. Die Hannoveranerinnen und Hannoveraner sind dazu eingeladen, Fotos vom neuen eCitaro zu machen und diese dann auf den Social Media Plattformen Instagram und Facebook mit dem Hashtag #ekoenig zu posten. Die Bilder werden dann über die Social Media Kanäle der  ÜSTRA geteilt und erhalten damit weitere Aufmerksamkeit.

48 Elektrobusse für sechs Innenstadtlinien

Im Jahr 2020 werden weitere elf E-Solobusse (12 Meter) erwartet sowie vier E-Gelenkbusse (18 Meter). Im Jahr 2021 sollen dann weitere 15 Solo- sowie 14 Gelenkbusse geliefert werden. Zunächst wird in 2020 die Linie 100/200 elektrisch ausgestattet (13 E-Solobusse), ab  2021 folgen die weiteren Innenstadtlinien 121 (10 E-Gelenkbusse), Linie 128 (6 E-Standardbusse), Linie 134 (6 E-Standardbusse und Linie 120 (3 E-Standard- und 4 E-Gelenkbusse).

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Parallel zur Beschaffung der Busse werden in den kom-menden Jahren die Endpunkte der Innenstadtbuslinien jeweils mit der dafür notwendigen Ladeinfrastruktur ausge-rüstet: August-Holweg-Platz (Linie 100/200), Altenbekener Damm und Haltenhoffstraße (Linie 121), Peiner Straße und Nordring (Linie 128 und 134), Aegidientorplatz und Ahlem (Linie 120). Darüber hinaus werden die beiden Betriebshöfe Mittelfeld und Vahrenwald für die Ladungs- und Instandhaltungsprozesse der Elektrobusse umfangreich umgebaut.

Förderung durch Bund und Land

Möglich ist die Realisierung dieses Großprojekts durch die Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Natur-schutz und nukleare Sicherheit mit 22,7 Millionen Euro. Eine ergänzende Förderung der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Höhe von 2,9 Mio. Euro unterstützt die Anschaffung der ersten 29 E-Busse. Über einen weiteren Antrag für die Komplementärförderung der übrigen 19 E-Busse hat das Land derzeit noch nicht entschieden. Insgesamt belaufen sich die Investitionen für die Zukunftsoffensive E-Bus auf etwa 49,1 Millionen Euro.

Der ÜSTRA Mercedes eCitaro

Die Niederflur-Stadtbusse verfügen jeweils über zehn Hochvolt-Batteriebaugruppen mit einer Gesamtkapazität von 243 kWh und über einen Pantografen auf dem Dach für Zwischenladungen an den Endhaltestellen der jeweiligen Linien. Darüber hinaus verfügen die eCitaro über eine herausragende Sicherheitsausstattung. Dazu zählt zum Beispiel der aktive Bremsassistent Preventive Brake Assist. Der Sideguard Assist des eCitaro warnt den Fahrer beim Abbiegen vor Fußgängern und Radfahrern. Fahrgäste profitieren von einer Kassettenrampe als Einstiegshilfe für mobilitätseingeschränkte Passagiere, von USB-Steckdosen für mitgebrachte Endgeräte sowie von TFT-Monitoren für das Fahrgastfernsehen. Außerdem werden die neuen Busse mit Klimatechnik ausgestattet.

Quelle: ÜSTRA

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Datum 14.01.20

„Schiene braucht jeden Euro“

  • 86 Milliarden für Infrastrukturerhalt sind ein Fortschritt, aber kein Durchbruch

Berlin, 14. Januar 2020. Das gemeinnützige Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene begrüßt die Aufstockung der Mittel für Erhalt und Modernisierung der Schieneninfrastruktur. „Die in die Jahre gekommene Schieneninfrastruktur braucht jeden Euro“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am Dienstag in Berlin. „Durch den enormen Investitionsrückstand ist der Modernisierungsbedarf im Gleisnetz erheblich. Nur mit deutlich steigenden staatlichen Mitteln bekommen die Menschen, was sie erwarten: ein zuverlässiges, leistungsfähiges Angebot der Eisenbahnen.“ Die neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit einem Volumen von 86 Milliarden Euro wollen Bund und Deutsche Bahn an diesem Dienstag unterzeichnen.

Hohe Zahl täuscht – Bahnsektor muss über ein Drittel selbst bezahlen

Flege warnte zugleich davor, sich von der hohen Zahl täuschen zu lassen. „Die 86 Milliarden Euro sind ein Fortschritt, aber kein Durchbruch für den Schienensektor. Bei einem genaueren Blick schrumpft die gewaltige Summe schnell zusammen auf eher bescheidene Werte mit einer eher bescheidenen Steigerung. Die 86 Milliarden Euro für den Erhalt der Schieneninfrastruktur verteilen sich nicht nur auf ein ganzes Jahrzehnt. Mit 31 Milliarden Euro muss der Schienensektor auch mehr als ein Drittel der Gesamtsumme selbst erwirtschaften“, so Flege. Dieser Eigenanteil der Branche setzt sich zusammen aus bereits einkalkulierten Dividendenzahlungen der Deutschen Bahn, aus weiteren Zahlungsverpflichtungen der DB-Infrastrukturgesellschaften und aus Gebühren der Eisenbahnverkehrsunternehmen für Nutzung der Gleise (Trassenpreise, auch Schienenmaut genannt). „Damit verschärft die Politik sogar den Renditedruck auf das Schienennetz und verlangt einen höheren finanziellen Beitrag des Schienensektors als bisher“, kritisierte Flege. „Diese Mittel fehlen beim Ausbau des Schienensektors, den Deutschland zur Erreichung seiner Klimaziele im Verkehr dringend braucht.“

Quelle: Allianz pro Schiene

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Datum 13.01.20

Neue Triebfahrzeugführer in Chemnitz am Start

  • 39 Frauen und Männer für die Bahnen des Chemnitzer Modells
  • Citybahn bildete selbst aus
  • Einsatz vor allem auf der Strecke nach Aue
  • Zertifikatsübergabe im Smac

Chemnitz - In Deutschland fehlen tausende Lokführer. Chemnitz stemmt sich gegen den Trend: Am Dienstag (14. Januar 2020) bekommen 39 neue Triebfahrzeugführer ihre Zertifikate überreicht. Die sechs Frauen und 33 Männer erhalten im Archäologiemuseum Smac feierlich ihre „Führerscheine“.  Ausgebildet wurden sie im Auftrag und für die Citybahn Chemnitz.

Dr. Harald Neuhaus Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen und der Citybahn: „Ich bin sehr froh, dass wir frühzeitig den Ausbildungsbedarf erkannt und gehandelt haben. Allein für die Erweiterung des Chemnitzer Modells nach Aue benötigen wir etwa 30 neue Triebfahrzeugführer. Wenn wir uns wie andere nur auf den Ausbildungsmarkt verlassen hätten, gäbe es jetzt bei uns Engpässe.“

Und so lief die Ausbildung ab: Die Citybahn wählte unter 120 Bewerbern 46 aus, von denen nach einjähriger Ausbildung nun 39 neue Kollegen fürs das Chemnitzer Netz zur Verfügung stehen – vor allem für die 47 Kilometer lange Strecke bis Aue, auf der Ende des Jahres die ersten Bahnen fahren sollen. Dass lediglich sieben Schüler das Ziel nicht schafften, ist, so Dr. Neuhaus, ein Zeichen für die hervorragende Ausbildung bei der Citybahn.

Insgesamt arbeiten beim Unternehmen nun 100 Triebfahrzeugführer, die auf den Strecken des Chemnitzer Modells nach Stollberg, Hainichen, Burgstädt, Mittweida und demnächst Oelsnitz sowie Aue zum Einsatz kommen.

Weil das Chemnitzer Modell weiter wachsen soll – Richtung Niederwiesa und Limbach zum Beispiel – stellt die Citybahn zurzeit eine weitere Ausbildungsklasse zusammen.

Quelle: VMS

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Datum 13.01.20

DB im Dezember mit bester Pünktlichkeit seit 2016

  • Spitzenwerte im Fernverkehr bestätigen positiven Trend 2019
  • Züge im Nah- und Fernverkehr insgesamt pünktlicher als im Vorjahr
  • DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz: Strategie ,Starke Schiene‘ greift

Zum Jahresende haben die Züge des DB-Fernverkehrs deutlich in der Pünktlichkeit zugelegt. Die ICE- und IC-Flotte war im Dezember 2019 mit 79,1 Prozent Pünktlichkeit unterwegs und stellt damit den seit 2016 geltenden besten Dezember-Wert ein.

DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz: „Wir freuen uns über dieses Ergebnis zum Jahresende und mehr noch über den positiven Ganzjahres-Trend im Fernverkehr: In neun von zwölf Monaten des Jahres 2019 waren wir besser unterwegs als 2018. Diese Entwicklung macht Mut, weil sie zeigt, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen an unserem obersten Ziel arbeiten: unseren Kunden einen zuverlässigen, pünktlichen Bahnbetrieb zu sichern. Unsere Strategie ,Starke Schiene‘ greift. Wir kommen Stück für Stück voran.“

Gegenüber November 2019 fuhren die Fernverkehrszüge im Dezember zu 6,9 Prozent pünktlicher. Die 79,1 Prozent bedeuten zugleich auch gut zwei Prozent Verbesserung gegenüber Dezember 2018.

Die Züge des DB-Personenverkehrs insgesamt - im Nah- und Fernverkehr -waren im Dezember 2019 mit 93,8 Prozent Pünktlichkeit unterwegs. Auch das ist der beste Wert innerhalb der zurückliegenden drei Jahre.

Die Jahrespünktlichkeit des Fernverkehrs lag 2019 bei 75,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich der Wert damit um einen Prozentpunkt (2018: 74,9 Prozent). 91 Prozent waren der Spitzenwert 2019 im Fernverkehr, erreicht am 24. Dezember.

Quelle: Deutsche Bahn

 

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