Nachrichten-Rubrik: Verkehrsnachrichten

 

Datum 22.08.19

Weniger Ersatzverkehr entlang der Städtebahn-Strecken

  • Parallele Busfahrten auf RB 34 und RB 72 laufen schrittweise aus

Seit Montagmorgen rollen die Züge der insolventen Städtebahn Sachsen (SBS) wieder auf den Bahnstrecken von Dresden nach Kamenz (RB 34) sowie von Heidenau nach Altenberg (RB 72). Ab dem kommenden Wochenende rollt auch der WanderExpress (RE 19) wieder planmäßig zwischen Dresden und dem Osterzgebirge. Zur Absicherung des Schülerverkehrs sind derzeit noch parallel Ersatzbusse unterwegs, deren Einsatz nun schrittweise endet. Auf den beiden Linien von Dresden nach Königsbrück (RB 33) sowie von Pirna nach Neustadt und Sebnitz (RB 71) sind die Busse weiterhin im Einsatz, bis auch dort wieder Züge rollen.

„Die Busse zwischen Kamenz und Dresden fahren letztmalig am Freitag, den 23. August“, erklärt Lutz Auerbach, Leiter der Verkehrsabteilung im VVO. Ab Samstagmorgen fahren dann regulär nur noch die Züge der Städtebahn im Stundentakt. Ebenfalls entfallen ab Samstagmorgen die als Ersatz eingerichteten zusätzlichen Stopps der Trilex-Express-Züge in Dresden-Industriegelände und Langebrück.

„Die Busse im Müglitztal fahren noch eine Woche länger bis zum 30. August“, so Lutz Auerbach weiter. „Der ganze Verbund dankt allen Busunternehmen, den Disponenten und Busfahrern, dass sie uns kurzfristig und engagiert zur Seite standen und uns auch weiterhin unterstützen.“ Durch den schrittweisen Abbau des Busverkehrs hat die SBS nun ausreichend Zeit, sich wieder in den täglichen Betrieb einzufahren.

Dr. Stephan Laubereau, vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens, arbeitet intensiv an der Wiederinbetriebnahme der beiden anderen Strecken. Ein Zeitpunkt dafür steht derzeit noch nicht fest. Die Regiobus Oberlausitz (RBO) setzt daher auf der stark nachgefragten Strecke zwischen Königsbrück und Dresden einen zusätzlichen Bus ein. 

Quelle: VVO

++++++++++

Datum 22.08.19

Für eine starke Schiene: Deutsche Bahn baut ICE-Werk Berlin Rummelsburg massiv aus

Spatenstich zur Erweiterung der Werkshalle in Rummelsburg (Foto: DB AG/Pierre Adenis)

  • Spatenstich zur Erweiterung der Werkshalle
  • Investitionen: 260 Millionen Euro
  • DB Fernverkehrsvorstand Peterson: „Wir sorgen für zuverlässigere und komfortablere Züge.“
  • Bürgermeisterin Ramona Pop: „Der Ausbau stärkt den Standort Berlin.“

(Berlin, 21. August 2019) Die Deutsche Bahn (DB) baut das ICE-Werk in Rummelsburg aus und investiert dafür rund 260 Millionen Euro. Der Ausbau umfasst die Vergrößerung der Werkshalle, größere Materiallager und zusätzliche Behandlungs- und Abstellanlagen für ICE- und Intercity-Züge. Mit den Investitionen erhöht die DB die Kapazitäten des Werkes deutlich: Künftig gehen rund 30 Prozent mehr Züge zuverlässig gewartet und frisch gereinigt von Rummelsburg auf ihre Fahrt. Außerdem verstärken 120 zusätzliche Mitarbeiter die Leistungsfähigkeit des Werkes.

Mit einem symbolischen Spatenstich von Ramona Pop, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, Michael Peterson, Vorstandsvorsitzender DB Fernverkehr, Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin und Brandenburg, sowie Werkleiter Peter Pöhlmann starteten heute die Bauarbeiten, die 2023 abgeschlossen sein sollen.

Michael Peterson: „Deutschland braucht eine starke Schiene. Deswegen schaffen wir neue Züge an und bauen unsere Instandhaltungswerke massiv aus. Dem Werk in Rummelsburg kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Von hier starten die meisten Fernverkehrszüge in Deutschland. Mit dem Ausbau des Standorts sorgen wir für zuverlässigere und komfortablere Züge – damit wir noch mehr Menschen für das klimafreundlichste Verkehrsmittel Bahn gewinnen können.“

Ramona Pop: „Eine leistungsfähige Eisenbahn ist das Herzstück für eine ökologische Verkehrswende. Mit den Investitionen in das Werk Rummelsburg sorgt die Bahn für eine weitere Stärkung des Standorts Berlin. Hier entstehen 120 neue, moderne Arbeitsplätze. Dass die Aus- und Umbauten gleichzeitig für eine bessere Öko-Bilanz des Werkes sorgen, freut mich besonders.“

Berlin ist einer der größten Standorte für die Bereitstellung von ICE- und Intercity-Zügen in Deutschland. Schon heute werden hier täglich rund 75 Züge für die nächste Fahrt gereinigt, kontrolliert und repariert.

Besonderes Augenmerk legt die DB bei allen Ausbaumaßnahmen auf den Umwelt- und Artenschutz. So sorgt ein modernes Energiemanagement für einen schonenden Einsatz von Ressourcen. Zum Beispiel sorgt LED-Technik für die Beleuchtung in der alten und neuen Halle langfristig für einen geringeren Stromverbrauch. Auf dem Betriebsgelände finden künftig auch vom Aussterben bedrohte Vogelarten in eigens dafür errichteten Niststätten ein neues Zuhause.

Die DB investiert bundesweit rund eine halbe Milliarde Euro in ihre Instandhaltungswerke des Fernverkehrs und damit in die Verbesserung von Pünktlichkeit und Qualität der ICE- und IC-Züge. Größere Hallen, erweiterte Werkstätten und Lager sowie neue Behandlungs- und Abstellgleise sorgen dafür, dass die Züge künftig schneller und besser instandgehalten werden können. Auch die Digitalisierung und Automatisierung werden weiter vorangetrieben. Zudem schafft die DB bundesweit 1.000 zusätzliche Stellen in den Werken. Die Hälfte der Mitarbeiter ist bereits eingestellt.

Die DB betreibt Instandhaltungswerke des Fernverkehrs an neun Standorten, von denen die Mehrheit ausgebaut wird. Erste Erfolge stellen sich bereits ein: So hat die DB mit einem neuen Instandhaltungskonzept für Intercity-Züge deren Verfügbarkeit im letzten halben Jahr deutlich erhöht. Die Züge werden nun im festen Zugverbund, ähnlich wie beim ICE, instandgehalten. Die Wagen haben somit alle den gleichen Instandhaltungsstand und müssen nicht nach dem Aufenthalt im Werk neu zusammengesetzt werden Die Behandlung einzelner Wagen – und damit fehlender Wagen oder falsche Wagenreihungen - gehören der Vergangenheit an.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 20.08.19

SBB und ÖBB wollen gemeinsam einen starken Nachtverkehr in Europa

Die SBB und die ÖBB werden im internationalen Personenverkehr ihre langjährige Zusammenarbeit verstärken. Die beiden Partnerbahnen wollen das bereits bestehende Angebot sowohl für Tagesverbindungen als auch im Nachtzugverkehr ausbauen.            

Die Nachfrage im internationalen Bahnverkehr hat im ersten Halbjahr 2019 deutlich zugenommen. Neben dem schrittweisen Angebotsausbau hat vor allem auch die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu starken Nachfragesteigerungen der umweltfreundlichen Bahnreisen beigetragen. Die SBB verfolgt seit vielen Jahren national und international eine Kooperationsstrategie und hat ihr Angebot zusammen mit anderen Bahnen der Nachbarländer stetig ausgebaut.

Langjährige Zusammenarbeit wird verstärkt

Um der aktuellen und künftigen Entwicklung im internationalen Personenverkehr weiter Rechnung zu tragen, haben die SBB und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) beschlossen, ihre Zusammenarbeit sowohl für Tagesverbindungen als auch im Nachzugverkehr weiter auszubauen. Bereits vereinbart und in Vorbereitung befindet sich der Angebotsausbau des EuroCity (EC) zwischen Zürich Bregenz und München, der ab Dezember 2020 auf täglich sechs Verbindungen pro Richtung ausgebaut wird. Zur Entwicklung des gemeinsamen Nachtzugverkehrs wurden folgende Massnahmen vereinbart: Bei bereits heute angebotenen Verbindungen – insbesondere zwischen Zürich–Basel und Berlin sowie Hamburg – wird eine Kapazitätserweiterung geprüft. Diese Nightjet-Verbindungen haben aufgrund der hohen Nachfragesteigerungen ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Für das aktuell nur aus Schlafwagen bestehende Angebot zwischen Zürich und Prag soll gemeinsam mit der Tschechischen Bahn (CD) die Möglichkeit einer Ausweitung des Angebotes mit zusätzlichen Liegewagen geprüft werden. Ausserdem streben beide Kooperationspartner an, weitere noch gemeinsam zu bestimmende europäische Städte in das gemeinsame Nightjet-Netz aufzunehmen und mit der Schweiz zu verbinden. Gemeinsam wollen sich SBB und ÖBB zudem für bessere verkehrspolitische Rahmenbedingungen für den Betrieb von Nachtzügen einsetzen, zum Beispiel über die finanzielle Förderung der Nachtzüge mit CO-2-Abgaben sowie über eine Entlastung bei den anfallenden Betriebskosten wie Trassennutzungsgebühren.

Die ÖBB sind mit Nightjet der grösste Anbieter im Nachtverkehr in Europa und haben im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit wesentlich zum Erhalt von Nachtzügen ab der Schweiz beigetragen. «Wir sind vom Erfolg des Nightjets überzeugt. Deswegen investieren wir weiter und haben bereits 13 neue Nightjet-Garnituren der neusten Generation bestellt. Die Produktion der Züge läuft gerade an, im Laufe des Jahres 2022 werden die neuen Züge im modernen Design und mit noch mehr Komfort im Einsatz sein», so Andreas Matthä, CEO der ÖBB.

Andreas Meyer, CEO der SBB, ist überzeugt, dass «die Nachfrage nach Bahnreisen, für schnelle Tagesverbindungen und für Nachtzüge, weiter zunehmen wird. Ich gehe davon aus, dass diese Entwicklung nachhaltig ist und die Nachfrage nach umweltfreundlicher und ressourcenschonender Mobilität vor allem bei jungen Kunden zunehmen wird».

Für die SBB und die ÖBB ist der Nachtverkehr ein wichtiger Bestandteil des gesamten Angebots mit einem grossen Synergiepotenzial zu den Tagesverbindungen. Ein attraktives Angebot auf der Schiene unterstützt das Ziel, den Flugverkehr im Kurzstreckenbereich auf die Bahn zu verlagern.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 19.08.19

DB Museum Halle (Saale): Traditionelles Sommerfest zeigt Raritäten aus sieben Jahrzehnten Eisenbahngeschichte

  • Zahlreiche Highlights am 24. und 25. August
  • Vorführungen historischer Fahrzeuge
  • DB Regio öffnet am Samstag Werkhalle
  • Viele Aktionen und Programmpunkte speziell für Kinder und Familien

(Halle/Berlin, 19. August 2019) Mit einer aufwendigen und aufsehenerregenden Fahrzeugschau laden das DB Museum in Halle (Saale) und die eng mit dem Standort verbundene Traditionsgemeinschaft Bw Halle P e.V. zum gemeinsamen diesjährigen Sommerfest ein. Unter dem Motto „Von der Reichsbahn zur DB AG“ stehen einzigartige Lokomotiven vergangener Jahrzehnte im Mittelpunkt.

Gefeiert wird am Wochenende vom 24. und 25. August 2019, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Familien mit Kindern erhalten eine besonders günstige Familienkarte für 10 Euro.

Dr. Oliver Götze, Direktor DB Museum: „Unsere Sommerfeste gehören zu den Highlights im Kalender vieler Eisenbahnfans. Dank der Unterstützung vieler, zeigen wir in Halle ein ganzes Wochenende lang Raritäten und Legenden der Schiene, die sonst nur sehr selten zu sehen sind. Mit einem umfangreichen Kinderprogramm richten wir in diesem Jahr zudem den Fokus noch stärker auf Familien.“

Einzigartige Lokomotiven zum Anfassen

Das DB Museum wird auf seiner Drehscheibe und auf dem Freigelände rund 20 verschiedene Baureihen vorstellen. Einige der Fahrzeuge sind ausschließlich im DB Museum sowie im Bestand befreundeter Vereine erhalten oder werden eigens für das Sommerfest nach Halle überführt.

Hervorzuheben ist unter anderem die einzige in Deutschland funktionsfähig erhaltene Lokomotive der Baureihe 120 der Deutschen Reichsbahn (DR). Durch ihren Zweitaktdieselmotor erzeugt die Lok ihr charakteristisches Motorengeräusch, das ihr ihren Spitznamen „Wumme“ einbrachte. Außerdem beim Sommerfest in Halle zu sehen: Die letzte erhaltene Lokomotive E95 02. Sie ist die schwerste Elektrolokomotive, die jemals gebaut wurde und hat ein Gewicht von über 130 Tonnen.

Zahlreiche Lokomotiven werden eigens nach Halle überführt

Einige Fahrzeuge werden extra für das Sommerfest nach Halle gebracht. Darunter die V36 274 aus dem Bahnbetriebswerk Arnstadt, eine Schenkung der britischen Rheinarmee an den Verein. Und die erste Serienlokomotive der Baureihe V180 als 118 005. Beide Lokomotiven sind funktionsfähig.

DB Regio öffnet neue Werkhalle

Während das DB Museum im Rahmen seines Sommerfestes historisches Wagenmaterial präsentiert, öffnet DB Regio Südost am Samstag, den 24. August parallel seine Werkhalle und informiert über die moderne Instandhaltung bei der Mitteldeutschen S-Bahn. Kinder können sich im Führerstand umschauen und dem Werkstattpersonal über die Schulter blicken.

Bunte Programmpunkte für Kinder und Familien

Neben der Präsentation historischer Fahrzeuge stehen kostenlose Führungen durch den Ringlokschuppen auf dem Programm, bei denen man einen spannenden Blick hinter die Kulissen geboten bekommt. Kinder können in der Museums-Bastelwerkstatt unter professioneller Anleitung lustige Phantasiewesen erschaffen. Dabei wird Spaß großgeschrieben. Eine Clown-Dame formt an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr bunte Tier aus Luftballons. Und beim Kinderschminken werden aus kleinen Eisenbahnfans Kätzchen, Superhelden und Prinzessinnen.

Service-Hinweise

Datum: Samstag, 24. August und Sonntag, 25. August

Öffnungszeiten: jeweils 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass jeweils 17 Uhr)

Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder 2,50 Euro, Familien 10 Euro

DB Museum Halle (Saale)

Volkmannstraße 39

06112 Halle

Telefon: 0345 239-7336

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 19.08.19

„Damit bröckelt der Vorrang der Straße“

  • Union will Einnahmen aus Lkw-Maut zur Schiene umlenken und Finanzkreisläufe öffnen

Berlin, 19. August 2019. Das gemeinnützige Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene hat die Forderung aus der Unions-Bundestagsfraktion begrüßt, die Finanzkreisläufe in der deutschen Verkehrspolitik zu öffnen und Mehreinnahmen aus der Lkw-Maut für die Schiene statt für die Straße zu verwenden. „Das ist ein ganz wichtiger Beitrag zu einer Verkehrswende und ein starkes Signal vor den Entscheidungen des Klimakabinetts im September“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Montag in Berlin.  „Erstmals spricht sich mit Fraktionsvize Andreas Jung ein führender Unionspolitiker offen dafür aus, die geschlossenen Finanzierungskreisläufe aufzubrechen“, so Flege. „In Deutschland zementieren die geschlossenen Finanzierungskreisläufe die Dominanz der Straße. Es ist ein großer Fortschritt, wenn die Union dieses überkommene Prinzip aufhebt. Damit bröckelt der Vorrang der Straße in der deutschen Verkehrspolitik.“

Vorbild Schweiz: Schiene profitiert von offenen Finanzkreisläufen

Seit 2012 arbeitet die Verkehrspolitik in Deutschland mit geschlossenen Finanzierungskreisläufen. Straße finanziert Straße, die Schiene die Schiene und so weiter. In der Schweiz finanziert dagegen Verkehr sektorübergreifend Verkehr. Dies erleichtert dort die Förderung von Alternativen zur Straße.

Seit einem Beschluss der damaligen Bundesregierung im Jahr 2011 kommen hierzulande dagegen die Einnahmen aus der Lkw-Maut nicht mehr allen Verkehrsträgern zu Gute. Die Milliarden sind zwingend für die Straße und vor allem den Erhalt des Bundesfernstraßennetzes vorgesehen. Inzwischen übersteigen die Einnahmen aus der Lkw-Maut jedoch deutlich den Betrag, den der Bund selbst im Haushaltsplan für den Erhalt der Bundesfernstraßen veranschlagt.

Unions-Fraktionsvize Jung hatte in dem Interview nicht nur dafür plädiert, die Lkw-Maut auszuweiten. Wörtlich sagte er auch: „Die zusätzlichen Bundesmittel müssten in den Schienengüterverkehr fließen. Mit Ländern und Kommunalspitzen sollte vereinbart werden, dass sie mit ihren Einnahmen den ÖPNV stärken.“

Quelle: Allianz pro Schiene

++++++++++

Datum 19.08.19

Deutsche Bahn erhält Auftrag für Fahrzeugmodernisierung der EW IV

Die SBB führt seit 2017 umfassende Modernisierungsarbeiten am Wagentyp EW IV durch. Insgesamt werden 203 der 496 Einheiten für 90 Millionen Franken komplett überholt. Die Arbeiten an 93 Wagen hat die SBB heute an die Deutsche Bahn vergeben.

Die Zusammenarbeit wurde mit dem heutigen Abschluss der Auftragsvergabe bekanntgegeben. Vorbehalten einer zwanzigtägigen Beschwerdefrist wird die Deutsche Bahn die Arbeiten ab 2020 in ihren Anlagen von Wittenberge und Neumünster serienmässig ausführen. Ein weiterer Teil der Arbeiten (15 Wagen) wird seit einigen Monaten bei der Josef Meyer Rail AG in Rheinfelden ausgeführt. Die externen Vergaben waren notwendig, weil die SBB eigenen Werke und Anlagen aufgrund der vielen gleichzeitig laufenden Fahrzeugmodernisierungen (beispielsweise IC2000) und -revisionen bereits stark ausgelastet sind. Im Zeitraum von 2014 bis 2024 investiert die SBB rund 1,5 Milliarden Franken in die Modernisierung ihrer Flotte. Dies Arbeiten werden zu 97 Prozent, durch SBB-eigene Werkstätten und in der Schweiz ausgeführt.

Im Rahmen der Modernisierung werden bei den EW IV-Wagen Korrosionsstellen beseitigt und die Wagenkasten frisch lackiert. Die Fahrgasträume der 1. und 2. Klasse erhalten neue Teppiche, teilweise werden die Ablagetischchen und Sitzpolster ausgetauscht. Mit der Aufwertung der EW IV erfolgt eine einheitliche Gestaltung des Innenraums, die noch vorhandenen Trennwände werden ausgebaut.

Lange geplante Modernisierung

Die EW IV-Wagen stehen nach heutiger Planung noch bis in die 2030er-Jahre im Einsatz. Die Modernisierungsarbeiten an den 203 EW IV sind seit langem geplant und stehen in keinem Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen und den als Sofortmassnahme ergriffenen vertieften Kontrollen der Türfunktionen. Nach der Modernisierung in Deutschland führt die SBB in ihrem Werk in Olten eine plangemässe Revision der Drehgestelle und der Klimaanlagen durch. Dabei werden auch die Türen nochmals überprüft.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 17.08.19

S-Bahn zeichnet Umweltprojekt aus: Schule „Grüner Campus Malchow“ plant Berlins größtes Insektenhotel

  • S-Bahnchef Peter Buchner übergibt 15.000-Euro-Scheck

Dieses Insektenhotel wird ein echter Palast für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und Würmer: neun Quadratmeter Grundfläche, mehr als zwei Meter Höhe. Es wird auf dem Grünen Campus Malchow entstehen.

Die Umweltschule, die sich als „Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung“ versteht, hatte sich im Mai mit ihrem überzeugenden Konzept bei der S-Bahn Berlin für die Ausschreibung des Umwelt- und Sozialprojekts des Jahres beworben - und gewonnen!

Heute hat S-Bahn Chef Peter Buchner einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro überreicht. Damit kann die Schule ihre Idee schnell in die Tat umsetzen. Nach den Herbstferien wollen Schüler der 8. Klasse, der Willkommensklasse und der Bienen-AG mit dem Bau beginnen.

Peter Buchner: „Ein Insektenhotel dieser Größe bietet einer Vielzahl von Sechs- und Achtbeinern den notwendigen Lebensraum, der unter anderem durch Monokulturen und Flächenversiegelung verloren gegangen ist. Deshalb waren wir von diesem Projekt begeistert und freuen uns, mit dem Geld einen kleinen Teil zum Naturschutz beitragen zu können.“

In das Hotel aus Holz, Ästen, Rinden und Moosen sollen schon zum Winter die Bewohner einziehen. Rund 20 Kubikmeter Platz haben die Tiere. Ein Dach wird vor Regen schützen. Schulleiter Tobias Barthl: „Hier sind alle Insekten, von der Biene bis zum Schmetterling, Spinnen und Kriechtiere willkommen.“

Doch das gewonnene Geld fließt nicht nur in die Errichtung des Insektenhotels, sondern auch die Bienen-AG soll davon profitieren und der zur Schule gehörende Kinderbauernhof „Knirpsenfarm“.

Ausgeschrieben wird das Umwelt- und Sozialprojekt des Jahres seit 2018 von der S-Bahn Berlin im Rahmen der verkehrsvertraglichen Leistung im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg und in Kooperation mit der Firma Ströer.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 15.08.19

Für eine starke Schiene: Leipziger DB Lounge und DB Reisezentrum im neuen Design und mit neuem Konzept

  • Mehr Service und Komfort für die Kunden
  • Leipzig als Pilotstandort für neues Reisezentrumskonzept
  • Investition von über zwei Millionen Euro

(Leipzig, 14. August 2019) Im Leipziger Hauptbahnhof gibt es seit heute gleich zwei neue Serviceeinrichtungen für Bahnreisende: die neue DB Lounge und das neue DB Reisezentrum. Nach einer sechsmonatigen Bauzeit und einer Investition von insgesamt über zwei Millionen Euro präsentieren sich beide Standorte im neuen Design und mit neuem Servicekonzept.

Beim DB Reisezentrum wurde erstmals ein neues Raum- und Servicekonzept umgesetzt, das den personen- und selbstbedienten Verkauf stärker miteinander vernetzt. Leipzig ist deutschlandweit der erste Standort für dieses Konzept, mit dem die DB auf das veränderte Kundenverhalten reagiert. Dazu stehen auf rund 230 Quadratmetern vier klassische Schalter sowie drei Servicemodule mit Verkaufseinheit, zwei Kundenterminals und zwei Automaten zur Verfügung. Im vorgelagerten Servicebereich können Kunden ihre Anliegen an modernen Stehmodulen entweder selbst erledigen oder werden auf Wunsch von den Mitarbeitern im Reisezentrum unterstützt. Der Beratungsbereich im hinteren Teil des Reisezentrums bietet die Möglichkeit, beratungsintensive Verkaufsgespräche zu führen. Die neue Konzeption für die Reisezentren wurde gemeinsam mit Kundenbeirat, Reiseberatern, Führungskräften und dem Betriebsrat entwickelt. Elemente davon wurden bereits am alten Standort in Leipzig getestet – mit positiver Resonanz von Kunden und Mitarbeitern.

Die DB Lounge befindet sich ab sofort am östlichen Querbahnsteig des Leipziger Bahnhofs. Der neue Rückzugsbereich für Fahrgäste mit einer 1. Klasse Fernverkehrsfahrkarte (Flexpreis- und Sparpreis-Fahrkarten) und Statuskunden von bahn.bonus-comfort ist aufgeteilt in einen Arbeits-, Ruhe- und Kommunikationsbereich. Der regionale Bezug zur Stadt Leipzig wird mit Bildmotiven im Eingangsbereich der Lounge hergestellt. Großformatige Leinwandmotive informieren über die Naturparke und das Biosphärenreservat Thüringer Wald, die zu den 22 deutschen Fahrtziel-Natur Gebieten gehören. Leipzig ist nach der Pilotlounge in Nürnberg der zweite Standort, an dem das neue Lounge-Konzept umgesetzt wurde.

Sechs Fakten zum DB Reisezentrum:

1. Neues Raumkonzept mit separaten Bereichen für Services, Selbstbedienung und beratungsintensive Verkaufsgespräche.

2. Möblierung in neuem Design.

3. Über eine taktile Wegeleitung steht Reisenden mit Mobilitätseinschränkungen ein mit Hörschleifen ausgestatteter und in der Höhe verstellbarer Schalter zur Verfügung.

4. Die Gestaltung des Servicebereiches lässt sich durch die flexible Positionierung der Module kurzfristig ändern und neu verproben.

5. Mit täglich zwischen 600 und 1.100 Kundinnen und Kunden zählt das Reisezentrum Leipzig zu den Top-30-Reisezentren in Deutschland. 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind dort im Einsatz.

6. Die Bauzeit für das neue Reisezentrum lag bei acht Wochen. Es wurden rund 750.000 Euro investiert.

Sechs Fakten zur DB Lounge:

1. Die drei Zonen der DB Lounge: Arbeiten, Kommunikation und Relaxen

- An einem Arbeitstresen stehen acht Arbeitsplätze bereit. Für diskrete Telefongespräche wurden zwei Telefonnischen eingerichtet.

- Im Kommunikationsbereich im Bistrostil lässt sich zwanglos bei einer Tasse Kaffee die Zeit verbringen. Auch hier stehen zahlreiche Steckdosen zur Verfügung.

- Im Ruhebereich kann man sich für ein paar Minuten aus dem Alltag ausklinken. Die bequemen Ohrensessel laden zum Abschalten ein.

2. Gastronomischer Service: Es gibt ein kostenloses Angebot an Heiß- und Softgetränken.

3. Leistungsfähiges WLAN in allen Bereichen.

4. 2018 wurden 140.000 Gäste in Leipzig empfangen, bundesweit über 5 Millionen Reisende.

5. Insgesamt 1,3 Millionen Euro hat die DB beim sechsmonatigen Bau in die neue DB Lounge investiert.

6. Bis 2023 werden alle 15 DB Lounges nach dem neuen Konzept umgestaltet.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 15.08.19

Bahnfahrer leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz

  • Wahl des Beförderungsmittels beeinflusst Ökobilanz
  • Pendler genießen als DB Abo-Kunde zahlreiche Vorteile

(Erfurt, 14. August 2019) Die Themen Klimawandel und Umweltschutz beschäftigen die Menschen mehr denn je. Dabei spielt eine umweltfreundliche Mobilität eine immer größere Rolle. „Pendler können mit der bewussten Auswahl ihres Beförderungsmittels einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung klimaschädlicher Treibhausgase leisten. Dafür ist Bahnfahren im Abo die erste Wahl“, erläutert Dr. Wolfgang Weinhold, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Südost.

„Klimaschutz geschieht auch vor Ort. Daher haben wir unsere Kunden gefragt, ob sie bereit wären, für das von ihnen genutzte Angebot zu werben. Über die positive Resonanz haben wir uns gefreut“, so Weinhold weiter. In Thüringen wirbt die 37-jährige Juliane Große, eine Projektentwicklerin aus Mühlhausen, die sich beruflich mit alternativen Energien beschäftigt und auch privat nachhaltig handelt, für die klimafreundliche Art des Pendelns mit der Bahn. Als Abo-Kundin ist sie zwischen Mühlhausen und Erfurt mit dem Zug unterwegs. „Das ist mein Beitrag zum Umweltschutz. Denn die Bahnfahrt ist bequem und umweltfreundlich. Außerdem ist das Abo kostengünstig. Während der Zugfahrt kann ich mich morgens auf die Arbeit vorbereiten. Sonst lese ich, höre Musik oder schreibe E-Mails. Das ist für mich gewonnene Zeit.“ Große spart damit täglich 43 Prozent des CO2-Ausstoßes gegenüber der Hin- und Rückfahrt mit dem PKW (Quelle: UmweltMobilCheck auf bahn.de).

Im Mittelpunkt der aktuellen Kampagne stehen die Abo-Kunden. In Thüringen bietet die Deutsche Bahn (DB) Abos für den Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) sowie für Fahrten über die Verbundgrenzen hinaus an. Neben den großzügigen preislichen Vorteilen gegenüber anderen Zeit- und Normalfahrkarten, nehmen Abo-Kunden der DB zusätzlich am Bonusprogramm „Abo&Mehr“ teil. Es bietet Aktionen, Rabatte, Gewinnspiele und Umfragen. An der jüngsten Qualitätsumfrage nahmen über 2.300 Abo-Kunden teil. Dabei stellte sich heraus, dass die nachhaltige Mobilität bei der Entscheidung für die Bahn etwa gleichauf mit sicherer, bequemer und entspannter Fahrt sowie gewonnener Nutzzeit bewertet wurde.

Nachhaltigkeit ist auch das Fundament der neuen Dachstrategie „Deutschland braucht eine starte Schiene“: www.deutschebahn.com/de/nachhaltigkeit/ueberblick. Alle Informationen rund ums DB-Abo unter www.bahn.de/mein-abo.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 15.08.19

Das PlusBus-Netz im Verkehrsverbund Oberelbe wächst

  • Ab 19. August öfter von Dresden nach Sebnitz und nach Hetzdorf

Das Netz der PlusBus-Linien im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) wird zum Schuljahresbeginn erweitert. Neben zusätzlichen Fahrten auf der Linie 261 Dresden – Sebnitz wird auf der bereits bestehenden PlusBus-Linie 333 der dichte Takt bis Hetzdorf verlängert. Damit bringen zwölf Linien im VVO die Fahrgäste gemäß der sachsenweit einheitlichen Standards im Stundentakt an ihre Ziele.

PlusBus-Linien fahren montags bis freitags 15 Mal stündlich in jede Richtung, am Samstagen mindestens sechs Mal und an Sonn- und Feiertagen mindestens vier Mal. Im Gegensatz zu regionalen Buslinien, die vor allem auf den Schülerverkehr ausgerichtet sind und daher in den Ferien seltener fahren, sind die PlusBus-Linien auch an schulfreien Tagen im dichten Takt unterwegs. „Damit bieten wir ein zuverlässiges und verständliches Angebot“, betont Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Eine weitestgehend einheitliche Linienführung und einprägsame Abfahrtszeiten machen es einfacher, den Bus zu nutzen.“

„Auf der Linie 261 verlängern wir zwei Fahrten, die bisher bereits in Dresden-Bühlau endeten beziehungsweise starteten, bis zum Dresdner Hauptbahnhof“, erläutert Uwe Thiele, Geschäftsführer der Regionalverkehr Sächsische Schweiz–Osterzgebirge GmbH (RVSOE). „Damit ersparen wir vielen Fahrgästen einen Umstieg in die Straßenbahn und binden das Forschungszentrum in Rossendorf besser an. Abends kommen zwei weitere Fahrten dazu, so dass die Linie zukünftig im Stundentakt auf der gesamten Strecke unterwegs ist.“ Auf der Linie 333, bei der bisher jede zweite Fahrt in Mohorn endete, rollen nun alle Busse bis zur Klinik in Hetzdorf. So wird der Tharandter Wald noch besser an die Landeshauptstadt angebunden. Das dichte Angebot an den Wochenenden bleibt auf den beiden Linien bis auf kleine Anpassungen erhalten. 

Quelle: VVO

++++++++++

Datum 14.08.19

Bevölkerung drängt auf Entlastung bei Bahntickets

  • Ruf nach Mehrwertsteuer-Senkung bekommt riesige Unterstützung
  • Koalition prüft

Berlin, 14. August 2019. Eine klare Mehrheit der Deutschen fordert eine steuerliche Entlastung bei den Bahntickets. In einer repräsentativen Umfrage des Instituts Civey für die Allianz pro Schiene sprachen sich fast 83 Prozent dafür aus, den Mehrwertsteuer-Satz auf Fernzug-Tickets zu senken. Mit knapp 64 Prozent sagen dabei fast zwei von drei Befragten, dass die Mehrwertsteuersenkung auf jeden Fall kommen müsse. „Die Koalition diskutiert noch über die Mehrwertsteuer-Senkung für Fernreisen mit der Bahn. Die Bevölkerung hat sich entschieden“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch. „Die Menschen drängen darauf, dass der klimafreundliche Zugverkehr steuerlich entlastet wird. Die Bundesregierung muss jetzt handeln.“

Auch Nicht- Bahnreisende halten Mehrwertsteuer-Senkung für fair

Das klare Plädoyer für die Entlastung bei den Bahntickets wäre ohne Unterstützung von Autofahrern nicht denkbar. Mehr als jeder zweite Deutsche fährt laut Umfragen im Alltag weder Bus noch Bahn. „Auch viele Bürgerinnen und Bürger, die noch nicht auf die Schiene umgestiegen sind, wollen klimafreundliche Mobilität stärken oder wünschen sich einen fairen Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern“, betonte Flege.

Derzeit zahlen Bahnreisende nur im Nahverkehr einen ermäßigten Mehrwertsteuer-Satz von sieben Prozent. Bei Reisen ab 50 Kilometern werden 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig. Flugreisende müssen dagegen bei grenzüberschreitenden Strecken überhaupt keine Mehrwertsteuer auf ihre Tickets entrichten.

Führende Koalitionspolitiker treten dafür ein, für Fernreisen mit der Bahn zumindest den ermäßigen Mehrwertsteuer-Satz von sieben Prozent einzuführen. Festgelegt hat sich die Bundesregierung nicht. Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag der  Allianz pro Schiene über 2.500 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Quelle: Allianz pro Schiene

++++++++++

Datum 13.08.19

Ersatzfahrplan für VVO-Dieselnetz ab 19. August 2019

  • Mehr Busse und größere Kapazität zum Schuljahresbeginn

Nach der Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen (SBS) hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) einen umfangreichen Ersatzverkehr organisiert. „Zum Beginn des Schuljahres werden die Kapazitäten aufgestockt und mehr Busse eingesetzt“, erläutert Michael Geisler, Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und Aufsichtsrat des VVO. „Gleichzeitig  arbeitet der vorläufige Insolvenzverwalter der SBS an der Wiederaufnahme des Zugbetriebes.“ Der Landkreis ist mit zwei Verbindungen von der Betriebseinstellung  betroffen.  Die ab dem 19. August geltenden Bus-Fahrpläne für alle Strecken sind ab morgen auf der VVO-Internetseite verfügbar.

Auf der Strecke Dresden – Königsbrück fahren die Busse im Stundentakt zwischen Königsbrück und Dresden – Klotzsche. Ab Montag fahren in den Morgenstunden und nachmittags zusätzliche Busse zwischen Ottendorf-Okrilla Haltepunkt und Dresden-Klotzsche. Dort haben die Fahrgäste Anschluss an die S-Bahn S 2 zum Hauptbahnhof.

Auf der Bahnlinie Kamenz – Dresden rollen die Busse ab Montag zweimal stündlich zwischen der Lessingstadt und Radeberg. Dort besteht Anschluss von und nach Dresden. Als Ersatz für die Züge der Städtebahn halten die Express-Züge des trilex zusätzlich in Langebrück und Dresden-Industriegelände. Zudem wird montags bis freitags mehrmals täglich ein zusätzlicher Express-Bus eingesetzt, der ab Kamenz mit Halt in Bischheim-Gersdorf, Pulsnitz sowie Pulsnitz-Süd über die Autobahn direkt bis Dresden-Neustadt fährt.

Auf der RB 71 fahren die Busse zwischen Pirna und Neustadt im Stundentakt. Wie sonst die Züge, fahren die meisten Busse von dort weiter nach Sebnitz. Im Müglitztal (RB 72) fahren die Busse ebenfalls im Stundentakt. Um ausreichend Platz für die Schüler anzubieten, fahren teilweise mehrere Busse hintereinander her.

„Mit Beginn des Schuljahres werden 16 Busse und über 30 Fahrer den Ersatzverkehr sicherstellen“, betont Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Neben den lokalen Unternehmen Regiobus Bautzen, dem Regionalverkehr Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und Müller-Bus-Reisen kommen zusätzlich Busse der Verkehrsbetriebe Vetter aus Sachsen-Anhalt zum Einsatz.“ Sollte es zu einer raschen und vollständigen Betriebsaufnahme der SBS kommen, fahren Busse und Bahnen einige Tage parallel. Angesichts der Unwägbarkeiten der kurzfristigen Betriebsaufnahme stehen damit in jedem Fall ausreichend Kapazitäten zur Verfügung.

Quelle: VVO

++++++++++

Datum 09.08.19

Erste Giruno-Zugstaufe im Tessin     

Gestern Nachmittag wurde der erste Giruno-Zug im Bahnhof Bellinzona offiziell auf den Namen «San Gottardo» getauft. In Anwesenheit der SBB Spitze, der politischen Behörden der Stadt Bellinzona sowie der Kantone Tessin, Uri und Graubünden wurde der neue Triebzug geehrt. Ab Dezember 2019 erfolgt die schrittweise Einführung der neuen Flotte auf der Nord-Süd-Achse. Neben Komfort und technischen Innovationen steht der Zug auch für die Mobilität der Zukunft. Die aktuelle Debatte um den Klimawandel hat die Nachfrage im internationalen Schienenverkehr stark ansteigen lassen.              

Die SBB taufte heute im Bahnhof Bellinzona den ersten Zug ihrer Giruno-Flotte. Giruno ist eine aus dem Rätoromanischen abgeleitete Bezeichnung für Mäusebussard. Die SBB Spitze mit CEO Andreas Meyer sowie Vertreter der städtischen und kantonalen Behörden feierten das Ereignis. Die Taufpaten Christian Vitta, Regierungsratspräsident des Kantons Tessin, Urban Camenzind, Regierungsrat und Landesstatthalter des Kantons Uri, sowie Mario Cavigelli, Regierungsrat des Kantons Graubünden, hielten Ansprachen.

Neuer Zug mit grossem Potenzial

Die neue Giruno-Flotte stammt vom Schweizer Hersteller Stadler Rail und besteht aus 29 Fahrzeugen, die auf der Nord-Süd-Achse von Basel/Zürich ins Tessin fahren und ab Frühjahr 2020 dann weiter bis Mailand. Die Einführung erfolgt von Dezember 2019 bis zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende 2020. Der Giruno bietet den Passagieren in Doppeltraktion insgesamt 810 Sitzplätze. Ausserdem verfügt er über Steckdosen an allen Sitzplätzen, geschlechtergetrennte Toiletten, Multifunktions- und Veloabteile, grosse Gepäckablagen und ein modernes Beleuchtungskonzept mit energiesparenden LED-Lampen. Der gesamte Innenraum ist grosszügig und hell gestaltet. Der Niederflureinstieg für die unterschiedlichen Perronhöhen in der Schweiz, Österreich und Italien (je 55 Zentimeter) sowie Deutschland (76 Zentimeter) ist eine Premiere. Der Giruno übertrifft die Vorgaben des Behindertengesetzes (BehiG); so verfügt er etwa über doppelt so viele rollstuhlgängige Plätze und Toiletten wie vorgegeben.

Der Giruno steht aber nicht nur für Komfort, sondern auch für die Mobilität der Zukunft. Infolge der aktuellen Debatte um den Klimawandel stieg die Nachfrage im internationalen Schienenverkehr im ersten Halbjahr 2019 stark an. Die SBB will diese Gelegenheit nutzen.

Chance Ceneri 2020 für den Personenverkehr

Anlässlich der Giruno-Zugstaufe ist aber auch die bevorstehende Eröffnung des Ceneri-Basistunnels im Dezember 2020 zu erwähnen. Sie vollendet die neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) und schafft eine durchgehende Flachbahn durch die Alpen. Dank des Gotthard- und des Ceneri-Basistunnels wird der Personen- und der Güterverkehr von Deutschland durch die Schweiz nach Italien flüssiger und schneller. Am 5. Juni 2019 unterzeichneten die SBB, die Deutsche Bahn und die Ferrovie dello Stato Italiane (italienische Staatsbahnen) die Absichtserklärung «Chance Ceneri 2020». Damit wollen die drei europäischen Partner die Kooperation für eine internationale Strategie verstärken sowie als gemeinsames Ziel die Zahl und Geschwindigkeit der Personen- und Güterverkehrsverbindungen erhöhen und die Pünktlichkeit verbessern. Toni Häne, Leiter SBB Personenverkehr, zeigt sich zuversichtlich für das Angebot 2021: «Im internationalen Personenverkehr wollen wir eine schnelle Verbindung von Zürich nach Mailand mit einer Reisezeit von rund drei Stunden anbieten. Ausserdem erweitern wir das Angebot von acht auf zehn Doppelkompositionen pro Tag und bieten neue Verbindungen nach Genua und Bologna. Gerne bestätigen wir auch die zukünftige Direktverbindung nach Venedig.» Die erneuerte Kooperation soll auch den Online-Vertrieb von internationalen Billetten vereinfachen und vereinheitlichen. So werden die Kundinnen und Kunden alle verfügbaren Sparpreise sehen und direkt buchen können.

Insgesamt wird der Tunnel die Fahrzeit um 15 Minuten verkürzen und die Anzahl Reisezüge von 50 auf 60 pro Tag steigen lassen. Der Giruno ist also eine grosse Chance. So unterstrich SBB CEO Andreas Meyer in seiner Ansprache auch: «Der Giruno ist ein Schweizer Zug, der durch zwei Schweizer Tunnel fährt, darunter durch den mit 57 Kilometern längsten Eisenbahntunnel der Welt. Der Giruno ist also nicht einfach nur ein Zug, sondern er verbindet die Länder und damit die Menschen Europas.» Im nationalen Verkehr verkürzt die Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels die Fahrzeiten zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin weiter. Ausserdem wird die Direktverbindung von der Deutschschweiz nach Locarno wieder eingeführt. Nicht zu vergessen ist die Bedeutung des neuen Tunnels für den Kanton Tessin, wo er die regionale Mobilität revolutioniert: Zwischen Lugano und Bellinzona sowie Locarno und Lugano halbieren sich die Reisezeiten (15 statt 30 Minuten bzw. 30 statt 60 Minuten) und bei der Verbindung Locarno–Lugano fällt das Umsteigen in Giubiasco weg.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 08.08.19

Neues SBB Werk: Präsentation des Industrieplans

Gestern Morgen stellte die SBB im Castello Sasso Corbaro in Bellinzona den Industrieplan für ihr neues Werk offiziell vor. Das modernste, effizienteste und leistungsstärkste Werk Europas wird 2026 eröffnet. 360 Millionen Franken werden in dieses einzigartige Projekt investiert. Zudem unterzeichneten die SBB Spitze sowie die Stadt- und Kantonsbehörden die Umsetzungsvereinbarung für die Stadtentwicklung.             

Die SBB präsentierte heute im Castello Sasso Corbaro in Bellinzona den Industrieplan für ihr neues Werk. Laut Andreas Meyer, CEO der SBB, Roberta Cattaneo, Leiterin Region Süd, und Francesco Giampà, Leiter Werk Bellinzona, wird es das modernste, effizienteste und leistungsstärkste Werk Europas, das Arbeiten an allen Rollmaterialtypen ausführen kann. Die SBB, der Kanton Tessin und die Stadt Bellinzona investieren 360 Millionen Franken in dieses einzigartige Projekt. Dank seiner Effizienz, Qualität und Leistung wird es nicht nur die SBB, sondern auch den Kanton Tessin und die Stadt Bellinzona in den Fokus rücken. Heute unterzeichneten die SBB zusammen mit der Stadt Bellinzona, vertreten durch den Stadtpräsidenten Mario Branda, und den Kantonsbehörden, vertreten durch die Tessiner Regierungsräte Christian Vitta und Claudio Zali, die Umsetzungsvereinbarung für die Stadtentwicklung.

SBB Werk: Umfang und Zahlen

Gemäss der aktuellen Projektierungsphase wird das neue SBB Werk eine Maximalfläche von rund 145 000 Quadratmetern haben (Fläche des heutigen Werks: circa 100 000 Quadratmeter) und sich von Norden nach Süden auf über einen Kilometer erstrecken. Zur maximal bebauten Nutzfläche von rund 50 000 Quadratmetern gehört eine Werkhalle mit langen Gleisen. Für die über 200 Meter langen FLIRT- und Giruno-Züge wird es drei 250 Meter lange Gleise geben. Für Projekte sind 6500 Quadratmeter, für die Komponentenbearbeitung über 8000 Quadratmeter und für die Logistik rund 8500 Quadratmeter Fläche vorgesehen. Insgesamt sind bis zu 5500 Meter Gleis und 25 Weichen möglich. Da sich das Projekt in der Studienphase befindet, wird es noch Änderungen am Projekt geben; diese werden aber weder die Leistung noch die Effizienz des Werks beeinträchtigen. Konkret soll das Projektteam in der aktuellen Planungsphase weitere kreative und wirtschaftliche Anstrengungen unternehmen, um die für das modernste Werks Europas angestrebten Effizienzziele zu erreichen.

Die im neuen Werk geplanten Leistungen stützen sich auf die Digitalisierung und die Automatisierung. Sie sind auf die 29 neuen Giruno-Triebzüge, die ab Dezember 2019 schrittweise auf der Nord-Süd-Achse eingeführt werden, die 50 TILO-Züge, die 19 ETR 610 sowie diverse alte und neue Lokomotiven ausgerichtet. Die Lokomotiven der alten Generation werden noch bis 2035 unterhalten und danach endgültig verschrottet. Weil die Anlage modular und somit flexibel ist, kann sie auch andere Rollmaterialtypen aufnehmen. So ist die Anlage nicht nur SBB intern für die anderen Unterhaltszentren, sondern auch für Drittmärkte geöffnet. Das neue Werk muss sich an die wechselnden Rahmen-, Markt- und Wettbewerbsbedingungen anpassen können. Neben der Fahrzeugflotte sollen auch rund 20 Komponentengruppen und -Untergruppen bearbeitet werden. Dazu gehören Aussentüren und Stromabnehmer sowie Schreiner- oder Polsterarbeiten. In den Jahren 2026 bis 2030 soll die leichte Instandhaltung rund 20 Prozent des Gesamtstundenbetrags ausmachen. Die restlichen Stunden verteilen sich auf die modulare und schwere Instandhaltung, auf Projektarbeiten und auf die Komponentenbearbeitung.

Transformationsphase bis 2026

Bis zur Inbetriebnahme des neuen Werks Castione-Arbedo erfolgt für die Mitarbeitenden des aktuellen Werks in Bellinzona die wichtige Transformationsphase. In dieser Phase muss die SBB die Tätigkeiten im aktuellen Werk weiterführen und dabei ‒ wie in allen übrigen SBB Werken ‒ die Effizienzziele erreichen. Ein Team von Change-, HR- und Bildungsspezialisten ist für diese Phase zuständig; auch Mitarbeitende und Vertreter der Sozialpartner werden miteinbezogen. Das Team hat die wichtige Aufgabe, die nötigen Profile zu definieren, den Schulungsbedarf zu klären und die Informations- und Kommunikationspläne vorzubereiten, um den Kontakt zwischen allen Beteiligten sicherzustellen. Ab 2023 starten die Ausbildungen der Mitarbeitenden, damit sie das Gelernte gleich praktisch umsetzen können. 2026 startet das neue Werk mit 200 bis 230 Vollzeitstellen.

Ein ökologisch nachhaltiges Projekt – von der Planung bis zur Umsetzung

Gleichzeitig zur Transformationsphase erfolgen die verschiedenen Umsetzungsphasen des Projekts. Die Ende Juni abgeschlossene Studie für die Kompensation der Fruchtfolgeflächen (FFF) identifizierte für die insgesamt 7,4 Hektar grosse Fläche mehr als 8 Hektare Ersatzfläche sowie weitere 5 Hektaren Reserve. Demnächst beginnen die Diskussionen mit den Eigentümern der aus der SBB Studie hervorgegangenen Kompensationsgrundstücken.

Bis 2022 wird das Vorprojekt ausgearbeitet, danach folgen das Plangenehmigungsverfahren sowie der Grundstückerwerb. Die Bauarbeiten für das neue Werk beginnen 2023 und dauern bis 2026; eine schrittweise Teilinbetriebnahme des Gebäudes ab 2025 ist nicht ausgeschlossen. Dank photovoltaischen Zellen wird das neue SBB Werk ökologisch nachhaltig und CO2-neutral.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 07.08.19

Odenwaldbahn fit für die Zukunft machen

  • Erfolgsgeschichte Odenwaldbahn
  • RMV und Odenwaldkreis halten Ausbau der Infrastruktur für unumgänglich

Hofheim, den 07.08.2019 - Über 50 Prozent mehr Fahrgäste fahren mit der „neuen Odenwaldbahn“, seitdem im Jahr 2005 kürzere Fahrzeiten, moderne Fahrzeuge und deutlich mehr Fahrten eingeführt wurden. Gab es einst Diskussionen über die Einstellung der Strecke, sind die Züge heute im Berufsverkehr, aber auch abends und am Wochenende bestens nachgefragt. „Die hohe Fahrgastnachfrage auf der Odenwaldbahn ist grundsätzlich eine hervorragende Entwicklung, auf die wir alle stolz sein können. Sie bringt aber auch Herausforderungen mit sich“, so Frank Matiaske, RMV-Aufsichtsratsmitglied und Landrat des Odenwaldkreises. Über Möglichkeiten, mit denen kurz-, mittel- und langfristig Verbesserungen für die Odenwaldbahn erzielt werden können, besprachen sich daher kürzlich RMV-Geschäftsführer Prof. Ringat und Landrat Frank Matiaske.

RMV lotet Kapazitätserweiterungen aus

„2018 war ein Rekordjahr im RMV. Noch nie sind so viele Menschen Bus und Bahn gefahren. Für die Odenwaldbahn bedeutet dies, dass die Betreiberin der Linie Vias noch stärker gefragt ist, die notwendige Anzahl einsatzfähiger Fahrzeuge sicherzustellen“, so RMV-Chef Ringat. „Zudem werden wir im gesamten Bundesgebiet auf die Suche nach geeigneten Fahrzeugen für eine nochmalige Aufstockung der Flotte gehen und prüfen, ob Busse als Ergänzung im Berufsverkehr eine Lösung darstellen“, betont Prof. Ringat.

Erfolgsgeschichte Odenwaldbahn – Fahrzeugflotte mehrfach erweitert

Aktuell nutzen pro Tag rund 15.000 Fahrgäste die Odenwaldbahn. Die Fahrzeugflotte wurde seit 2005 bereits zwei Mal erweitert, zuletzt vor eineinhalb Jahren mit der Anschaffung von vier neuen Zügen. Im Berufsverkehr können seit 2018 durch die größere Fahrzeugflotte noch mehr Fahrten mit drei gekoppelten Triebwageneinheiten angeboten werden, die insgesamt 360 Plätze bieten. Bei planmäßigem Betrieb kommt es so zu keinen Platzengpässen. Auch im Freizeitverkehr am Wochenende wurde entsprechend der festgestellten Nachfrage immer wieder das Platzangebot erweitert. Nach einem Engpass, bei dem Besucherinnen und Besucher des Schlossgrabenfests und eines Konzerts in Frankfurt zeitgleich die nächtlichen Züge der Odenwaldbahn nachfragten, werden seit Frühsommer alle nächtlichen Fahrten mit Doppeltraktion, also zwei gekoppelten Triebwagen, angeboten.

RMV: Doppelstockzüge keine Lösung

Der in der öffentlichen Diskussion als Idee aufgekommene Einsatz von Doppelstockzügen ist aufgrund deren höheren Platzkapazität eine naheliegende Idee. Leider stellt sie aus Sicht des RMV jedoch keinen gangbaren Weg dar. Um mehr Kapazität zu bieten, müssten mindestens vier Doppelstockwagen plus Lok fahren. Lok und vier Wagen sind allerdings rund 127 Meter lang. An vielen Stationen im Odenwald, wie beispielsweise Michelstadt, Höchst oder Reinheim, sind die Bahnsteige aber nur 120 Meter lang. Spätestens wenn sich noch ein Signal an den Bahnsteig anschließt, vor dem der Zug mit Sicherheitsabstand zum Stehen kommen muss, passt ein Zug mit vier Doppelstockwagen also nicht zur gegebenen Infrastruktur. Zudem beschleunigt ein Zug mit Doppelstockwagen langsamer als die spurtstarken Itino-Fahrzeuge. In der Hauptverkehrszeit müsste daher die Anzahl der Fahrten gegenüber heute reduziert werden, da der heutige Fahrplan die bestehende Infrastruktur optimal nutzt. Unabhängig von diesen Erwägungen stehen keine freien Doppelstockwagen zur Verfügung, so dass der Einsatz von Doppelstockwagen aktuell keine Option darstellt.

Land Hessen muss zu Lösung beitragen

Die heutige Infrastruktur, darüber sind sich RMV und Odenwaldkreis einig, wird in Zukunft nicht ausreichen. Die Anzahl der Züge und Wagen pro Fahrt sei im Berufsverkehr sonst auf das heutige Fahrplanmodell limitiert. Aktuell untersuchen daher RMV und lokale Partner wie die Odenwald-Regional-Gesellschaft in einer Machbarkeitsstudie Möglichkeiten, die Kapazitäten der Odenwaldbahn zu erweitern. Es zeigt sich allerdings bereits schon jetzt, dass die bestehenden Förderkriterien nicht ausreichen, um eine Finanzierung der angedachten Maßnahmen sicherzustellen. Deswegen ist nach Ansicht des RMV und des Odenwaldkreises das Land Hessen gefordert, spezielle Lösungen auf den Weg zu bringen. Darüber wollen der RMV und die kommunalpolitisch Verantwortlichen mit der Landesregierung ins Gespräch kommen.

Quelle: RMV

++++++++++

Datum 06.08.19

Jetzt rollert‘s – E-Scooter von TIER ab sofort in der RMV-App

  • Ab sofort: Neben Mietfahrrädern, Carsharing, Taxi auch E-Scooter des Anbieters TIER im multimodalen Kartendienst der RMV-App verfügbar / Im Herbst folgt Einbindung in die multimodale RMV-Verbindungsauskunft unter m.rmv.de

Hofheim, den 06. August 2019 - Ab sofort werden im multimodalen Kartendienst der RMV-App auch E-Scooter des Anbieters TIER Mobility angezeigt. Damit können sich Nutzerinnen und Nutzer der RMV-App neben Mietfahrrädern, Carsharing-Fahrzeugen und Taxis jetzt auch über verfügbare E-Scooter informieren.

„Rund 70 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter kombinieren regelmäßig verschiedene Verkehrsmittel. Die RMV-App entwickeln wir daher Schritt für Schritt zum Schweizer Taschenmesser der Mobilität“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Die E-Scooter eignen sich perfekt für die letzte Meile von der Haltestelle bis zum Ziel und sind daher die ideale Ergänzung des multimodalen Kartenangebots in der RMV-App.“

„Erst seit Kurzem im deutschen Straßenverkehr zugelassen, haben E-Scooter das Stadtbild auch in Frankfurt schon verändert“, so Philip Reinckens, TIER-Deutschland-Chef. „Wir freuen uns, dass unsere E-Scooter künftig auch in der Verbindungsauskunft des RMV angezeigt werden. Neben dem Live-Standort wird dort auch die Verfügbarkeit und der Ladestand angezeigt.“

Über die multimodale Verbindungsauskunft des RMV

Aufrufbar ist der multimodale Kartendienst mit den E-Scootern ab sofort in der RMV-App über die Menüpunkte „Umgebungskarte“ oder „Parken, Verkehr & Freizeit“. Eine gesonderte Aktualisierung der RMV-App ist nicht notwendig. Die Reservierung und Buchung der E-Scooter erfolgt weiterhin über die App des Anbieters TIER.

In einem zweiten Integrationsschritt werden die E-Scooter von TIER ab Herbst dann auch in der multimodalen RMV-Verbindungsauskunft berücksichtigt – die aktuell als Beta-Version ausschließlich über die mobile RMV-Website unter m.rmv.de zur Verfügung steht und mit allen Smartphones, Betriebssystemen und Displaygrößen kompatibel ist. Fahrgäste erhalten dort eine Tür-zu-Tür-Verbindungsauskunft mit Echtzeitinformationen, die Standorte von Bike-, E-Scooter-, Carsharing- und Taxi-Anbietern und für viele dieser Dienste auch Preisangaben beinhaltet.

Quelle: RMV

++++++++++

Datum 05.08.19

SwissPass: Erweitertes Angebot für Familien und Jugendliche

Der SwissPass wird weiter ausgebaut: Das neue Familien- und Jugendprogramm des öffentlichen Verkehrs SwissPass Smile bietet exklusive Freizeitangebote, Vorschläge für die Freizeitgestaltung sowie Unterhaltungsangebote während der Reise.

Mit SwissPass Smile erhalten Familien und Jugendliche Reiseerlebnisse als Gesamtpaket aus einer Hand: Von Vorschlägen zur Freizeitgestaltung über individuelle Angebote für das nächste Reise- oder Freizeiterlebnis bis hin zur Unterhaltung während und nach der Fahrt.

Von diesem Angebot können Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren sowie Eltern oder Grosseltern mit mindestens einem Kind oder Enkel im Alter von bis zu 25 Jahren. So besuchen SwissPass Smile-Mitglieder das ganze Jahr hindurch für 15 Franken das KITAG Kino oder nutzen das exklusive Unterhaltungsangebot wie die digitale Bibliothek von Orell Füssli oder MärliTrax. Doch nur wer sich kostenlos registriert, profitiert vom neuen Angebot.

Im Zug lesen aus der digitalen Bibliothek von Orell Füssli

Zurücklehnen und in ein gutes Buch eintauchen? Das ist jetzt auch im Zug ganz einfach. Die digitale Bibliothek von Orell Füssli bietet den Mitgliedern von SwissPass Smile kostenlosen Zugang zu einer Auswahl von spannenden, handverlesenen Büchern. Die digitale Bibliothek ist in sämtlichen Zügen im gesamten schweizerischen Schienennetz zugänglich. Ausgeschlossen sind andere öffentliche Verkehrsmittel, wie Tram, Bus, Postauto und Schiff.

Mit MärliTrax Geschichten erleben

MärliTrax macht für Kinder jede Zugfahrt zu einem Erlebnis und verkürzt mit Hörspielen die Reise. Die Inspiration für die erste spannende Geschichte ist die Zugstrecke St. Gallen-Genf, die durch die ganze Schweiz führt. MärliTrax ist aktuell nur im Zug erhältlich und wird laufend mit neuen Hörspielen ergänzt.

Quelle: SBB

 

Zum Seitenanfang

Verkehrsnachrichten-Archiv

2019: Januar  Februar  März  April  Mai  Juni  Juli

Datenschutzerklärung
powered by Beepworld