Lokindustrie-Rubrik: Archiv Juli 2018

Datum 27.07.18

Aarhus Letbanen läuft rund

Berlin, 26.Juli 2018 - Positive Bilanz: nach über 230.000 gefahrene Kilometer liegt die Verfügbarkeit der Flotte bei 99,3 Prozent bei rund 20 Stunden täglicher Einsatzzeit.

Am 21. Dezember 2017 eröffnete Aarhus Letbane Dänemarks erstes modernes Stadtbahnsystem im jütländischen Aarhus, nachdem rund 45 Jahre lang keine Straßenbahnen im Land fuhren. Betreiber der Aarhus Letbane ist Keolis Danmark, ein Tochterunternehmen der französischen Staatsbahn SNCF. Die neuen Straßenbahnen sind unter dem Logo der Verkehrsgesellschaft Midttrafik unterwegs, die in der Region Mitteljütland für die Bestellung und Fahrplangestaltung von Bussen und Bahnen verantwortlich ist.

Befahren werden die neuen Strecken mit 26 Straßenbahnen aus dem Hause Stadler, davon 14

Fahrzeuge des Typs VARIOBAHN sowie zwölf Stadtbahnen des Typs TANGO. Auf dem ersten Teilstück des Systems L2 sind bislang fünfteilige VARIOBAHNEN Zweirichtungszüge mit einer Länge von 32,6 Metern und einer Breite von 2,65 Metern im Einsatz. Die modular aufgebauten Einheiten setzen sich aus drei Fahrwerks- und zwei dazwischen eingehängten Sänftenmodulen zusammen. Die Wagenkästen bestehen aus nichtrostendem Edelstahl mit geklebten Außenverkleidungen. Auf jeder Seite gibt es im ersten, zweiten und vierten Modul jeweils eine große Doppelschiebetür, im fünften Modul eine einfache Schiebetür, die sich mit Leuchtdrucktastern öffnen lassen. Der Fahrgastraum der VARIOBAHNEN, die über acht Antriebsmotoren mit einer Leistung von jeweils 45 Kilowatt verfügen, ist zu 100 Prozent niederflurig. Die Niederflurigkeit des Fahrzeuges sorgt für einen barrierefreien und komfortablen Fahrgastfluss über die gesamte Länge. Der Stromabnehmer sitzt auf dem mittleren Fahrwerksmodul. Die Fußbodenhöhe beträgt 38,5 Zentimeter, die an den Einstiegen auf 35 Zentimeter absinkt. In jeder VARIOBAHN können bis zu 216 Fahrgäste befördert werden, 84 davon sitzend. Die Einzelsitze sind in Reihen- und Vis-à-vis-Anordnung montiert. Große Mehrzweckzonen in den Sänftenmodulen bieten viel Platz für Rollstuhlfahrer und Reisende mit Kinderwagen und Fahrrädern. Der klimatisierte Innenraum ist videoüberwacht, wodurch das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste erhöht wird. Darüber hinaus haben die VARIOBAHNEN eine moderne LED-Beleuchtung, deren Helligkeit sich automatisch dem Tageslicht anpasst. Klimatisiert sind auch die Fahrerräume, die vom Fahrgastraum durch eine Glaswand abgetrennt sind. Die Cockpits sind mit einer modernen, bildschirmgestützten Fahrzeugsteuerung ausgestattet. Anstelle von Außenspiegeln kommen Kameras zum Einsatz, die ihre Bilder ins Cockpit übertragen, sodass der Fahrer die Türbereiche im Blick hat. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 Stundenkilometer.

Bilanz nach den ersten 100 Tagen: 99,3 Prozent stabiler Betrieb

Rund 100 Tage sind die VARIOBAHNEN im neu eröffneten Stadtbahnsystem unterwegs und haben in der Zeit mehr als 230‘000 Kilometer zurückgelegt. Die erste Bilanz fällt rundum positiv aus. Seit der Betriebsaufnahme läuft der Betrieb zu 99,3 Prozent stabil. „Eine beinahe 100 prozentige Verfügbarkeit ist an sich schon sehr gut für ein komplett neues LRV-System, das mit Neufahrzeugen befahren wird. Vor dem Hintergrund, dass die Betriebsaufnahme ausgerechnet in die Wintermonate mit Frost, Nebel und Glätte gefallen ist, ist es ein wirklich ausgezeichneter Wert“, sagt Michael Borre, Direktor bei Aarhus Letbane.

Der stabile Betrieb ist das Resultat eines bis ins Detail durchgeplanten Systems, das neben einer modernen Strecke vor allem von gut ausgebildeten Fahrern profitiert, die die Stadler-Neufahrzeuge mit mehr als 100‘000 gefahrenen Testkilometern hervorragend kennen und bedienen lernen konnten. Man hat sich in Aarhus an Dänemarks erste moderne LRV-Strecke schnell gewöhnt. Viele Anwohner sind vom Bus auf die Schiene umgestiegen, das Fahrgastaufkommen auf der Schiene liegt ersten Erhebungen zu Folge um 40 Prozent über den Fahrgastzahlen der Buslinie. die Immobilienpreise entlang der betriebenen sowie entlang geplanter Strecken ziehen bereits an. „Gegenden, die an das Streckennetz angeschlossen sind, gewinnen zunehmend an Attraktivität als Wohn- und Unternehmensstandort“, so das Fazit ortsansässiger Immobilienmakler.

Weiterer Streckenausbau

Bislang verkehren die VARIOBAHNEN auf dem ersten, sechs Kilometer langen Teilstück L2 der Letbane zwischen Hauptbahnhof und Universitätskrankenhaus. Wochentags fahren die Bahnen tagsüber im Zehn-Minuten-Takt, abends und an Sonn- und Feiertagen im Viertelstundentakt. Bis Ende des Jahres soll die Aarhus Letbane bis Lisbjergskolen, Lystrup und Grenaa im Norden und Odder im Süden verlängert werden. Dabei werden zwei Nebenbahnen mitbenutzt, die elektrifiziert und teilweise zweigleisig ausgebaut wurden.

Insgesamt wird das Netz der Aarhus Letbane nach Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe knapp 110 Kilometer lang sein. Planungen für Erweiterungen liegen bereits vor. Die Linie L2 soll von Lisbjergskolen über Søften nach Hinnerup verlängert werden, wo sie auf die DSB-Hauptstrecke Aarhus – Randers – Aalborg trifft. Des Weiteren soll eine neue Ausbaustrecke von Aarhus Hauptbahnhof in westlicher Richtung in den Stadtteil Braband führen.

Quelle: Stadler

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Datum 27.07.18

Alstom erhält von der SNCF einen Auftrag über 100 Höchstgeschwindigkeitszüge der nächsten Generation

26. Juli 2018 – Die Geschäftsführung der SNCF Mobilités hat auf ihrem Treffen am 26. Juli 2018 einen Festauftrag über 100 Avelia Horizon-Höchstgeschwindigkeitszüge der nächsten Generation (TGV1) bestätigt.

Diese neue Generation von Höchstgeschwindigkeitszügen verfolgt ehrgeizige Ziele zur Wettbewerbsfähigkeit im Bahnsektor und Rentabilität der SNCF. Dabei liegen die Anschaffungskosten insgesamt 20% unter denen der Vorgängergeneration. Die Expertenteams, die seit zwei Jahren an diesem Projekt arbeiten, haben mit einem zusätzlichen Budget von €190 Mio. für Optionen und Serviceleistungen2, einen neuen Zug mit €25 Mio. weniger Kosten pro Fahrzeug entwickelt.

Der Avelia Horizon besteht aus zwei verkürzten innovativen Triebwagen, die sich durch hohe Leistung und Kompaktheit auszeichnen, sowie Doppelstock-Gelenkwagen. Dank der´Wagenkonstruktion kann die verfügbare Fahrgastfläche um 20 Prozent erhöht werden, sodass der Zug in der von der SNCF gewählten größten Konfiguration bis zu 740 Fahrgäste befördern kann.

Die Wartungskosten des Zuges werden mehr als 30 Prozent unter den jetzigen Wartungskosten der SNCF liegen. Die Wartbarkeit des Zuges wurde bereits in der Konstruktionsphase berücksichtigt – mit einem Ferndiagnosesystem für vorausschauende Wartung, die die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Züge verbessert. Viele Komponenten weisen eine verbesserte Konstruktion auf, was zu einer Vereinfachung und Reduzierung führt und längere Intervalle zwischen den Wartungsarbeiten ermöglicht. Dank seines aerodynamischen Designs und eines leistungsstärkeren Antriebs wird der TGV der nächsten Generation 20% weniger Energie als die bestehenden TGVs verbrauchen.

„Dieser Auftrag ist das erfolgreiche Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der SNCF und Alstom. Alstoms Avelia Horizon-Lösung erfüllt die technologischen, wirtschaftlichen und wettbewerblichen Herausforderungen der SNCF”, sagt Henri Poupart-Lafarge, CEO von Alstom.

Quelle: Alstom

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Datum 26.07.18

Bombardier gewinnt Auftrag zur Lieferung von 396 MOVIA U-Bahn-Wägen für Singapurs Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen

  

  • Mit 396 neuen Wägen steigt die Zahl MOVIA Fahrzeuge in Singapur auf 672, wodurch diese U-Bahn-Flotte eine der größten von Bombardier weltweit wird
  • U-Bahn-Wägen decken eine Gesamtstrecke von 102 km und 61 Haltestellen ab, sie transportieren im Schnitt 1,8 Mio. Menschen am Tag  

BERLIN, July 26, 2018 (GLOBE NEWSWIRE) -- Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation hat heute den Vertragsabschluss mit Singapurs Landverkehrsbehörde (LTA) bekanntgegeben. Der Vertrag umfasst die Bereitstellung von 396 BOMBARDIER MOVIA U-Bahn-Wägen für Passagierdienstleistungen auf den hochfrequentierten Schnellverkehrsverbindungen Nord-Süd (NSL) und Ost-West (EWL). Der Auftragswert beläuft sich auf etwa 827 Millionen Singapur-Dollar ($607 Millionen US-Dollar, 519 Millionen Euro). Zudem enthält der Vertrag eine Option für langfristige Serviceleistungen. Wenn der Betreiber SMRT Corporation diese Option zieht, erhöht sich das Auftragsvolumen auf bis zu 1,2 Milliarden Singapur-Dollar Dollar ($881 Millionen US-Dollar, 753 Millionen Euro). 

„Die bewährte MOVIA U-Bahn ist eine weltweit führende Hochleistungsmobilitätslösung zur Steigerung der Zuverlässigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs in dicht besiedelten, schnell wachsenden Städten“, so Laurent Troger, Präsident von Bombardier Transportation. „Seit mehr als 20 Jahren ist Bombardier strategischer Partner der Landverkehrsbehörde Singapur und kann auf eine überzeugende Erfolgsbilanz bei Lieferleistung, Bahntechnikqualität und exzellentem Service zurückblicken. Bombardier ist stolz darauf, maßgeblich zu Singapurs öffentlichem Personennahverkehrsnetz beitragen zu dürfen. Wir werden erfolgreich die ambitionierten Pläne der LTA, das Schienennetz bis 2030 auf 360 Kilometer auszuweiten, unterstützen.“

Die modernen MOVIA U-Bahn-Fahrzeuge verfügen über einige der fortschrittlichsten Mobilitätstechnologien der Welt, unter anderem über das BOMBARDIER MITRAC Antriebs- und Steuerungssystem, das den Austausch zwischen Onboard- und Untersystemen sowie von Daten zwischen Fahrzeug und Bahninfrastruktur bewerkstelligt. Jeder neue Zug besteht aus je sechs Wägen. Mit dem neuen Auftrag über 396 U-Bahn-Wägen wächst die Bombardier MOVIA Flotte in Singapur auf 672 Fahrzeuge. Damit ist diese U-Bahn-Flotte weltweit eine der größten von Bombardier. Die Züge sorgen für die dringend benötigte Steigerung der Zuverlässigkeit auf zwei der hochfrequentierten LTA-Strecken. Zusammen umfassen die beiden Strecken, die sowohl auf als auch unter der Erde fahren, 102 Kilometer und 61 Haltestellen. Auf diesen Strecken werden durchschnittlich 1,8 Millionen Menschen am Tag transportiert.

In den letzten 20 Jahren hat Bombardier in Singapur 276 fahrerlose MOVIA U-Bahn-Wägen für die Downtown Line geliefert sowie 13 INNOVIA APM 100-Wägen für das Bukit Panjang Light Rail Transit (LRT)-System. Beim INNOVIA APM handelt es sich um ein fahrerloses Personentransportsystem. Zu Beginn dieses Jahres konnte ein neuer Vertrag zur Bestandserneuerung ausgehandelt werden. Dieser Vertrag umfasst die Lieferung von 19 neuen INNOVIA APM 300-Wägen, die Nachrüstung von 13 bereits vorhandenen APM 100-Wägen und eine Aktualisierung des Signalsystems für 13 Haltestellen der Bukit Panjang LRT Line.

Quelle: Bombardier

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Datum 17.07.18

InnoTrans 2018: Stadler fährt mit sieben Neuheiten auf

Bussnang, 16. Juli 2018 - Nachdem Stadler bereits an der InnoTrans 2016 einer der grössten Aussteller von Schienenfahrzeugen war, legt der Zugbauer mit Produktionsstätten in der Schweiz, Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Weissrussland und den USA dieses Jahr nach: Stadler präsentiert sieben Fahrzeugkonzepte, die sich durch viele neue Lösungen auszeichnen. Stadler präsentiert sich in der Halle 2.2 am Stand 103 und auf dem Aussengelände im Bereich O/615. Am Career-Point in der Halle 7.1c 208 erhalten Berufseinsteiger und Berufserfahrene Einblick in die Stadler-Welt.

Der Rekordauftragseingang aus dem Jahr 2016 schlägt sich in einer Rekordzahl von Innovationen an der InnoTrans 2018 nieder. Stadler stellt erstmals zwei neue S-Bahn-Züge, eine selbstfahrende METRO, zwei neue FLIRT-Züge, eine leistungsstarke bi-modale Lokomotive und den neusten Doppelstockzug für Skandinavien mit angepasstem Lichtraumprofil einem interessierten Fachpublikum vor. Die Stadler-Fahrzeuge, ausgestellt auf über 500 Schienenmetern auf dem Freigelände, setzen erneut Massstäbe punkto Leistung, Energieeffizienz und Komfort für die Bahnreisenden.

Von grosser regionaler Bedeutung wird an der 12. InnoTrans in Berlin die Präsentation der neuen S-Bahn Berlin sein. Diese Präsentation eröffnet die Serie der sieben Fahrzeugpräsentationen von Stadler am 18. September.

Auf dem Aussengelände präsentiert Stadler vom 18. bis 20. September diese sieben Innovationen:

S-Bahn Berlin für die S-Bahn Berlin GmbH, Deutschland

106 Züge, davon 21 zweiteilige Triebzüge (Baureihe 483 – Viertelzug) und 85 vierteilige Triebzüge (Baureihe 484 -Halbzug) umfasst der Auftrag, den Stadler und Konsortialpartner Siemens im Dezember 2015 gewonnen haben. An der InnoTrans kann der erste fertiggestellte Halbzug von innen und aussen besichtigt werden. Das 73,6 Meter lange Fahrzeug verfügt über 184 Sitzplätze und ist massgeschneidert für die Bedürfnisse der deutschen Hauptstadt. Der mit 750 V DC über die dritte seitliche Schiene angetriebene Zug verfügt durch eine eigenständige Antriebsgruppe pro Wagen über eine hohe Redundanz der Antriebsanlage. Der vierteilige Halbzug ist durchgängig begehbar und ermöglicht so eine optimierte Fahrgastverteilung. Erstmals ist eine S-Bahn-Baureihe für Berlin mit einer Klimaanlage ausgestattet. Das neue Fahrgastinformationssystem beinhaltet unter anderem eine Flachbildschirm-Anzeige auf jeder Wagenseite, welche die Inhalte dank einer hohen Auflösung gestochen scharf anzeigt und die Fahrgäste über den Streckenverlauf informiert. Auch aussen ist auf einer LED-Anzeige vom Bahnsteig aus erkennbar, welche S-Bahn am Gleis steht und wohin sie fährt. Neben Design und Entwicklung der neuen Fahrzeug-Baureihe ist Konsortialführer Stadler für Konstruktion und Fahrzeugproduktion verantwortlich. Darunter fallen unter anderem Wagenkasten, Türen, Klimatisierung und die Montage aller Komponenten. Siemens verantwortet das Antriebs- und Bremssystem und die Elektrik. Ab 2021 werden die bei Stadler in Berlin-Pankow gebauten neuen Züge auf dem Berliner Teilnetz Ring/Südost eingesetzt – Züge aus Berlin für Berlin.

Präsentation S-Bahn Berlin:

Gleis 10/400, 18.09.2018, 13:00 Uhr

EURODUAL-Lokomotive für die Havelländische Eisenbahn (HVLE), Deutschland

Die Havelländische Eisenbahn (HVLE) hat im März 2017 zehn EURODUAL-Lokomotiven inklusive Full-Service-Instandhaltungsleistungen bei Stadler bestellt. HVLE ist der Erstkunde für diese sechsachsige Lokomotive mit bi-modalem Antrieb. Die leistungsstarken Lokomotiven – im dieselelektrischen Betrieb stehen bis zu 2‘800 kW zur Verfügung, elektrisch bis zu 7‘000 kW – sind für den Güterverkehr in Deutschland vorgesehen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Die EURODUAL ist eine vielseitige Co’Co‘-Lokomotive die mit ihrem versatilen Antriebssystem auf elektrifizierten und nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden kann. Das bringt hohe Flexibilität im Betrieb. Transportwege können direkter und damit effizienter gestaltet werden, da keine Unterbrechungen drohen auf nicht elektrifizierten Strecken. Immer dort, wo elektrisch gefahren werden kann, sinkt allerdings der Gesamtenergieverbrauch auf den Level einer effizienten elektrischen Lok. Überdies weist die EURODUAL für HVLE eine glänzende Recyclingquote auf: 97.71% der Komponenten sind über den ganzen Lebenszyklus des Fahrzeugs wiederverwertbar. Weitere technologische Highlights sind die wirksame Adhäsionskontrolle und das nicht-selbstlenkende Drehgestell für äusserst geringe Gleisbeanspruchung. Stadler beginnt mit den Auslieferungen im Jahr 2020.

Präsentation EURODUAL:

Gleis 4/105, 18.09.2018, 15:00 Uhr

Elektrischer Doppelstocktriebzug für Transitio, Schweden

Im April 2016 haben Stadler und das schwedische Leasingunternehmen Transitio einen Vetrag für 33 elektrische Doppelstocktriebzüge, mit einer Option für weitere 110 Züge, für Mälab unterzeichnet. Der Auftrag für Mälab ist der erste Abruf aus dem Rahmenvertrag, den Transitio im Jahr 2014 mit drei Anbietern für die Beschaffung von Regionalbahnfahrzeugen abgeschlossen hat. Die Züge werden ab Mai 2019 unter dem Markennamen Mälartåg verkehren und auf vier Strecken westlich von Stockholm um den Mälarsee eingesetzt. Die neueste Generation des Doppelstockzuges weist eine offene und fliessende Architektur auf. Der Passagierfluss im Eingangsbereich ist optimiert worden – das wirkt sich vor allem in stark frequentierten urbanen Regionen positiv aus. Die vierteiligen Züge bieten 357 Fahrgästen Sitzplätze. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Die Wagenkasten sind an das schwedische Lichtraumprofil (KISS Nordic) angepasst worden, das höher und breiter ist als die Schweizerische Norm. Die Züge sind so gebaut, dass sie auch bei minus 40 Grad und einer Schneehöhe von bis zu 800 Millimetern fahren können. Einige Beispiele für Konstruktionslösungen, die den extremen Witterungsbedingungen trotzen, sind doppelwandige Wagenübergänge, grosse Schneepflüge, effiziente Fussboden- und Seitenwandheizungen und eine speziell angepasste Isolierung. Die Unterböden der Züge sind so entwickelt, dass ein Einfrieren möglichst verhindert wird.

Präsentation AB Transitio:

Gleis 9/400, 19.09.2018, 11:00 Uhr

Elektrischer Triebzug TRAVERSO für die Voralpen-Express-Strecke der SOB, Schweiz

Ende Juni 2016 hat die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) bei Stadler 11 elektrische Niederflurtriebzüge bestellt, um ab dem Fahrplanwechsel 2019 die alten, teils 40 Jahre im Einsatz stehenden Kompositionen, zu ersetzen. Die Züge für die SOB stellen den aktuellen Entwicklungsstand des Bestsellers FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) dar. Für den Intercityverkehr wurde der TRAVERSO mit dem Intercity-Frontdesign versehen. Innovationen wie komplett neue Motordrehgestelle oder weiter optimierte Laufdrehgestelle sorgen für hohen Fahrkomfort, die neueste Antriebstechnologie für einen energieeffizienten Betrieb. Grosse Panoramafenster bieten den Fahrgästen auf der einzigartigen Touristikstrecke zwischen Luzern und St. Gallen eine herrliche Aussicht. Zwei Bistrobereiche, ein Familienabteil und komfortable Sitze mit Steckdosen sind nur einige Merkmale, die das Reisen im Zug darüber hinaus angenehm machen. Die achtteiligen Züge, lackiert in einem unverwechselbaren Metallic-Kupferfarbton, verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 in der 1. Klasse. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Am 13. Dezember 2020 steigt die SOB in Kooperation mit der SBB ins Fernverkehrsgeschäft ein. Ab diesem Datum fahren die SOB mit den neuen TRAVERSO auch von Basel nach Zürich und über die Gotthard-Bergstrecke ins Tessin. Ab Dezember 2020 haben Reisende am Gotthard also die Wahl, mit welchem Stadler-Zug sie die Alpen durchqueren wollen: Rasend schnell, mit einem Lächeln durch den Gotthardbasistunnel oder mit viel Aussicht über die Gotthard-Panoramastrecke.

Präsentation SOB Traverso:

Gleis 11/410, 19.09.2018, 15:00 Uhr

METRO für die Strathclyde Partnership for Transport (SPT), Grossbritannien

Im März 2016 hat Stadler im Konsortium mit Ansaldo STS den Vertrag zur Lieferung von 17 U-Bahnzügen für die SPT Glasgow Subway gewonnen. Sie werden für vollautomatischen, zugführerlosen Betrieb (ATO) ausgerüstet. Für Stadler ist dieser Auftrag ein Meilenstein: Erstmals wird Rollmaterial von Stadler in einem führerlosen U-Bahnsystem unterwegs sein. Die Glasgow Subway ist das viertälteste Subway-System der Welt nach London, Liverpool und Budapest. Es besteht aus einer 10,5 Kilometer langen Ringstrecke mit 15 Stationen. Das U-Bahnsystem aus viktorianischer Zeit hat eine einzigartige Spurweite von nur 1’219 Millimetern (vier Fuss), die Tunnelröhren haben einen Durchmesser von 3,4 Metern. Das macht Glasgow zum kleinsten Untergrundbahnnetz der Welt. Die Züge müssen diesen baulichen Gegebenheiten Rechnung tragen und konstruktiv entsprechende Lösungen gefunden werden. Die Züge haben die dieselbe Länge, gut 39 Meter, wie die bestehenden, die abgelöst werden. Allerdings sind die neuen Fahrzeuge vierteilig statt wie aktuell dreiteilig. Eine offene Raumarchitektur mit vielen Stehplätzen maximieren den zur Verfügung stehenden Raum und sorgen für gute Zugänglichkeit auch für Personen mit reduzierter Mobilität (PRM). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 58 km/h. Die ersten Züge werden im Jahr 2020 kommerziell in Betrieb genommen.

Präsentation METRO SPT:

Gleis 4/106, 20.09.2018, 11:00 Uhr

Elektrischer Niederflurtriebzug – Tailormade – für RBS, Schweiz

Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) hat im Juni 2016 14 S-Bahn-Züge für die Linie S7 von Bern nach Worb bestellt. Die vierteiligen elektrischen – durchgehend begehbaren – Triebzüge sind für eine Geschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt. Trotz ziemlich kurzer Fahrzeit von etwas über 20 Minuten stehen den Fahrgästen 102 Sitzplätze und 380 Stehplätze zur Verfügung. Das neue, Worbla getaufte Fahrzeug, steckt voller Innovationen. Auf 60 Metern Fahrzeuglänge sind neu acht statt sechs Türenpaare verteilt – das ist eine Neuheit im Schweizer Meterspurmarkt. Das unterstützt einen sehr raschen Fahrgastwechsel und stellt auch sicher, dass der neue Siebeneinhalbminutentakt auf der hochfrequentierten Strecke bis Bolligen gefahren werden kann. Ausserdem ist darauf geachtet worden, dass im Einstiegsbereich viele Stehplätze zur Verfügung stehen. So finden Reisende, die mit Kinderwagen, Rollkoffern oder im Rollstuhl unterwegs sind, mehr Platz beim Ein- und Aussteigen. Im Betrieb versprechen die voll redundante Traktionsanlage inklusive redundanter Leittechnik eine hohe Verfügbarkeit und tiefe Lebenszykluskosten. Die kommerzielle Betriebsaufnahme beginnt Ende 2018.

Präsentation RBS:

Gleis 9/406, 20.09.2018, 13:00 Uhr

FLIRT (BMU) für Greater Anglia, Grossbritannien

Im Oktober 2016 hat Stadler den bisher grössten Auftrag in Grossbritannien gewonnen: 14 dreiteilige und 24 vierteilige bi-modale FLIRT (Class 755/3 und 755/4) und 20 zwölfteilige elektrische FLIRT (Class 745/0 und 745/1). Die neuen Züge ersetzen Greater Anglia’s bestehende Regional -, Intercity- und Stansted-Express-Flotte. Das Ziel: Den Bahnreiseverkehr in Ostanglien schneller, zuverlässiger, komfortabler – in Summe viel attraktiver zu machen. Mit der neuen FLIRT-Flotte wird Greater Anglia 20 Prozent mehr Sitzplätze anbieten können. Fahrgäste finden auf bequemen Sitzen Platz und können in durchgängig niederflurigen Fahrzeug ungehindert zirkulieren – auch Personen mit reduzierter Mobilität können einfach ein- und aussteigen. Ein offenes Ambiente mit grossen Fenstern führt zu einem luftigen grosszügigen Raumgefühl. Weitere Komfortmerkmale sind WiFi in allen Wagen, USB- und 240V-Steckdosen an den Sitzen, Klimaanlage, Stellplätze für Fahrräder und eine PRM-Toilette. Als besonders innovativ gilt der bimodale Antrieb, des an der InnoTrans erstmals gezeigten FLIRT BMU. In diesen Zügen kann vom „klassischen“ elektrischen auf dieselelektrischen Antrieb umgeschaltet werden. In diesem Betrieb fahren die Züge weiterhin mit Elektrizität, die aus ruhig laufenden Dieselmotoren der sauberen Abgasstufe lllB gewonnen wird. Die neuen Züge werden von Rock Rail East Anglia finanziert, einem Joint Venture zwischen Rock Rail, Aberdeen Standard Investments und GLIL Infrastructure. Greater Anglia least die Züge von Rock Rail. Die Auslieferung der 58 Züge beginnt im Jahr 2019.

Präsentation FLIRT BMU:

Gleis 10/410, 20.09.2018, 15:00 Uhr

Hier finden Sie Stadler auf der InnoTrans 2018:

Halle 2.2/ Stand 103 – Stadler Rail Group

Aussengelände O / Stand 615 – Stadler Service

Career Point Halle 7.1c / Stand 208

Freigelände:

  •     T 4/105
  •     T 4/106
  •     T 9/400
  •     T 9/406
  •     T10/400
  •     T10/410
  •     T11/410

Quelle: Stadler

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Datum 10.07.18

Stadler gewinnt langfristigen Service- und Instandhaltungsauftrag für 69 Züge von Arriva Nederland im Norden Hollands

  

Bussnang, 10. Juli 2018 - Stadler und Arriva Nederland haben heute einen Service- und Instandhaltungsvertrag für 15 Jahre und 69 Züge unterschrieben. Es handelt sich um die 69 Züge aus dem Auftrag vom November 2017: Lieferung von 18 bi-modalen WINK und Upgrade der bestehenden 51 Arriva-GTW. Stadler setzt bei diesem Auftrag hauptsächlich auf innovative Batterietechnologie und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Die Züge werden im Norden der Niederlande in Friesland und Groningen zum Einsatz kommen.

Der neue Service- und Instandhaltungsvertrag startet im Jahr 2020 und ist für die Zeit von 2020 bis 2035 für 15 Jahre abgeschlossen worden. Er schliesst an den Servicevertrag an, der seit dem Jahr 2006 für die Instandhaltung der GTW-Züge läuft.

Hein van der Schoot, Managing Director bei Stadler Service für die Niederlande und Grossbritannien, sagt dazu: „Wir freuen uns ausserordentlich über diese Zusage. Sie ebnet Stadler den Weg zur wegweisenden umweltfreundlichen Technologie und belegt unsere Anstrengungen, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Darüber hinaus sind wir stolz, die langjährige Partnerschaft mit Arriva Nederland weiterzuführen, die bereits seit Jahren sehr erfolgreich ist und zu einer ausserordentlichen Fahrgastzufriedenheit geführt hat.“

Anne Hettinga, Verwaltungsratspräsident von Arriva Nederland, unterstreicht die Wichtigkeit des neuen Vertrags: „Die Zusammenarbeit zwischen Arriva und Stadler ist ein wirtschaftlicher Treiber für den ganzen Norden der Niederlande. Der Vertrag ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur neuen Konzession. Wir freuen uns auf weitere 15 Jahre guter Zusammenarbeit und gehen mit demselben innovativen Geist an die Instandhaltung der Züge, wie wir diese auch beschaffen.“

WINK mit Biodiesel und Batterien

Die neuen WINK-Züge werden sowohl mit erneuerbarem hydriertem Planzenöl (HVO) als auch mit Batteriestrom betrieben. HVO ist ein erneuerbarer Brennstoff (2. Generation Biodiesel), der aus Pflanzenöl und Fettabfällen – wie zum Beispiel Bratfett – gewonnen wird. Ab dem Jahr 2025 wird die Strecke Leeuwarden-Groningen teilweise elektrifiziert sein. Dann wird auf den nicht elektrifizierten Streckenabschnitten nur noch mit in den Batterien gespeichertem Strom gefahren werden. Die Verwendung von Biodiesel wird nicht mehr nötig sein.

GTW mit umfassendem Modernisierungsprogramm

Im Jahr 2020 werden die GTW einer umfassenden Modernisierung unterzogen. Sie erhalten innen und aussen ein Upgrade. Unter anderem werden sie auf Batteriebetrieb umgestellt, womit sich die Emissionen verringern lassen und auch die GTW-Züge bedeutend umweltfreundlicher werden als heute.

Mehr Jobs in Leeuwarden

Damit die zusätzlichen WINK-Züge professionell gewartet werden und höchste Verfügbarkeit sichergestellt werden kann, wird das Instandhaltungs-Depot in Leeuwarden vergrössert und ein drittes Gleis gebaut. Es ist zu erwarten, dass dadurch auch zusätzliche Jobs für Mechaniker geschaffen werden.

Weitere Informationen

Der WINK ist ein zweiteiliger Regionalzug von Stadler. Er ist ideal für Nebenlinien mit tieferem Verkehrsaufkommen. Die Stärke des WINK liegt in der grossen Flexibilität der Antriebslösung: DMU mit Diesel, DMU mit HVO, BMU als Diesel mit Batterien oder elektrisch mit Batterielösung sind realisierbar. Mit dem WINK stellt Stadler ein Regionalfahrzeug auf die Schiene, das ab sofort emissionsfreies Fahren ermöglicht. WINK steht für wandelbarer, innovativer Nahverkehrs-Kurzzug. Die GTW-Züge sind Gelenktriebwagen, die dieselelektrisch oder mit Strom unter allen gängigen Speisespannungen betrieben werden können.

Quelle: Stadler

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Datum 05.07.18

Bombardier stellt die neue Lokomotivenplattform TRAXX 3 bei Kundenveranstaltung in Kassel vor

  

  • Mit ihrer Energieeffizienz und ihrer eindrucksvoll unter Beweis gestellten Fähigkeit, große Zuglasten zu bewegen, wird die innovative TRAXX 3-Plattform den gestiegenen Produktivitätsanforderungen des weltweiten Güterverkehrsmarktes gerecht und ist ihrer Zeit voraus.
  • Die verbesserte Instandhaltbarkeit kommt den Kundenanforderungen nach höherer Flexibilität und Verfügbarkeit entgegen.

BERLIN, July 05, 2018 (GLOBE NEWSWIRE) --

Bombardier Transportation, der Weltmarkführer für Mobilitätslösungen, hat gestern offiziell seine neue Plattform BOMBARDIER TRAXX 3 an seinem deutschen Standort in Kassel vorgestellt. Bei dieser Veranstaltung nahmen mehr als 100 der führenden europäischen Transportunternehmen und weitere Stakeholder die Gelegenheit wahr, sich eingehend über die drei verschiedenen Ausführungen der vielseitigen TRAXX-Lokomotivenplattform zu informieren und kamen in den Genuss einer Probefahrt auf der neuen TRAXX MS3, einer der innovativsten Lokomotiven, die künftig für den Bahngüterverkehrsmarkt angeboten wird.

Dazu Michael Fohrer, President der Region CEC und Vorsitzender der Geschäftsführung von Bombardier Transportation in Deutschland: „Seit 18 Jahren sind wir der Innovationsführer in Sachen Mobilität, und mehr als 2200 verkaufte Einheiten sind ein eindrucksvoller Beweis für den Erfolg unserer TRAXX-Lokomotivenplattform. Die TRAXX MS3 ist die einzige Lokomotive auf dem Markt mit einer Last Mile-Funktion, durch die sich nicht-elektrifizierte Abschnitte – wie sie häufig in Häfen oder Frachtterminals anzutreffen sind – einfach überbrücken lassen. Das ist ein entscheidender Vorteil, der es unseren Kunden ermöglicht, über die gesamte Strecke eine Alternative zum Gütertransport auf der Straße zu bieten.“

Bei der Veranstaltung äußerte sich auch Peter Amman, Head of Global Ecosystem Freight Corridors bei Bombardier Transportation: „Unsere neue TRAXX 3-Plattform ist die Antwort auf die Anforderungen des weltweiten Güterverkehrsmarktes. Mit ihrer herausragenden Energieeffizienz, ihrer nachgewiesenen Fähigkeit, größere Lasten zu ziehen als vergleichbare Lokomotiven, ihrer kundenspezifischen Konfigurierbarkeit, der vereinfachten Schnittstelle mit dem europäischen Zugsteuerungssystem ETCS und der verbesserten Instandhaltbarkeit kommt diese Lokomotive den Anforderungen unserer Kunden bezüglich einer höheren Rentabilität und gesteigerten Flexibilität sowie einer zuverlässigeren Leistung und besseren Verfügbarkeit während des gesamten Lebenszyklus entgegen.“

Zur Verbesserung der Planungseffizienz und zur Gewährleistung eines möglichst wirtschaftlichen Betriebs fanden bei der Auslegung der TRAXX 3-Plattform die neuesten digitalen Instandhaltungslösungen der Güterverkehrsbranche Berücksichtigung. Intelligente Plattformen auf Grundlage von zustandsabhängiger Wartung, Big Data und IoT-Technologie korrelieren Daten, die aus dem Fahrzeug und der Bahninfrastruktur stammen, um den Fahrzeugzustand in Echtzeit zu überwachen, erforderliche Wartungsmaßnahmen vorherzusagen und damit die maximale Leistung und Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte zu gewährleisten.

Quelle: Bombardier

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Datum 04.07.18

Stadler investiert in den Werkplatz Schweiz und baut ein neues Produktionswerk in St. Margrethen

Bussnang, 4. Juli 2018 - Stadler hat heute zusammen mit dem St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth und Reto Friedauer, Gemeindepräsident von St. Margrethen, sowie weiteren Gästen aus Politik und Wirtschaft den Spatenstich für das neue Werk in St. Margrethen gefeiert. Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller verlagert sein Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge von Altenrhein nach St. Margrethen. Ziel des neuen Produktionsstandorts ist die Optimierung der Produktionsbedingungen und damit verbunden die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Stadler. Das geplante Investment von 86 Millionen Schweizer Franken ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck. Die Aluminiumkastendetailfertigung bleibt in Altenrhein.

Nachdem die letzte Einsprache bereinigt werden konnte, kann Stadler die Bauarbeiten für das neue Produktionswerk in St. Margrethen starten. Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler und Markus Sauerbruch, Leiter der Division Schweiz und CEO der Stadler Altenrhein AG, haben heute zusammen mit Benedikt Würth, Regierungsrat St. Gallen, Reto Friedauer, Gemeindepräsident von St. Margrethen, sowie weiteren Gästen aus Politik und Wirtschaft den Spatenstich gefeiert und mit vereinten Kräften den Grundstein für das neue Werk gelegt. Die Investition in das neue Doppelstockkompetenzzentrum beträgt etwa 86 Millionen Schweizer Franken, der Neubau wird durch die HRS Real Estate AG als Totalunternehmerin ausgeführt. Die Bauarbeiten dauern bis Anfang 2020. Die ersten Hallen werden bereits Ende 2019 bezogen

Bekenntnis zum Standort im Dreiländereck

Stadler steht wegen der Währungssituation und des Lohnkostenniveaus in der Schweiz bei gleichzeitig hohem Exportanteil nach wie vor unter hohem Margendruck. Das Werk in Altenrhein wurde vor knapp 100 Jahren von Claude Dornier für den Flugzeugbau erstellt. Es ist deshalb nicht optimal auf die Anforderungen an ein Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge ausgerichtet. Um am Standort in der Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig, welche mit dem Neubau des Stadler Werks in St. Margrethen erzielt werden soll. Dank der grossen Unterstützung durch den Kanton St. Gallen, die Gemeinde St. Margrethen sowie die Landeigentümerin HIAG hat der Schienenfahrzeughersteller in St. Margrethen im rund 65‘000 Quadratmeter grossen Altfeldareal Bauland gefunden, welches auch wegen des bereits vorhandenen Gleisanschlusses optimale Bedingungen bietet.

Geplant ist eine Produktions- und Lagerfläche von 35‘000 Quadratmetern sowie klimatisierte Büro- und Sitzungszimmer auf 5000 Quadratmetern. Der Neubau gewährleistet eine Prozessoptimierung und optimale Produktionsmöglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Eine moderne Kantine für die Mitarbeiter wie auch die optimale Anbindung an den öffentlichen und privaten Verkehr sind weitere Vorzüge der Verlagerung.

Das Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck. „Das zeigt, dass wir an den Werkplatz Schweiz glauben und ihn auch in schwierigen Zeiten verteidigen“, sagt Peter Spuhler. Die Verlagerung betrifft nur den Produktionsstandort in Altenrhein. Nicht betroffen sind der Hauptsitz in Bussnang, das Kompetenzzentrum für Drehgestelle in Winterthur oder das Inbetriebsetzungszentrum in Erlen.

„Wirtschaftliche Impulse für die Region“

Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth bekräftigt anlässlich des Spatenstichs in St. Margrethen, dass die Erfolgsgeschichte von Stadler im Kanton St. Gallen einen weiteren Meilenstein erreicht: „Das rasante Wachstum des Unternehmens hat zuerst im Industriegebiet Altenrhein neues Leben entfacht, nun wird in St. Margrethen das nächste Kapitel geschrieben. Das wird zu weiteren wichtigen wirtschaftlichen Impulsen und Chancen für die ganze Region führen. Das Projekt zeigt aber auch einmal mehr, wie wichtig ein gutes Zusammenwirken zwischen Behörden und Unternehmen ist.“

„Der Umzug von Stadler nach St. Margrethen führt zu einer hochwertigen und zukunftsgerichteten Neunutzung des bahnhofnahen Altfeldareals. Wir erwarten uns davon grosse Impulse für die Gemeindeentwicklung“, sagt Reto Friedauer, Gemeindepräsident von St. Margrethen.

Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge

Am Standort von Stadler in Altenrhein befindet sich heute das Kompetenzzentrum für KISS-Doppelstocktriebzüge. Das Werk wurde ursprünglich 1924 von Claude Dornier als Dornier-Werke Altenrhein AG gegründet. Damit die dort entstandenen Flugzeuge direkt vom Werk aus abheben konnten, entstand in Altenrhein der Flugplatz, der 1927 den Betrieb aufnahm. In Altenrhein wurde auch das weltweit grösste, jemals gebaute Wasserflugzeug Do X montiert und in der Schweiz erprobt. Ab 1949 wurde aus Dornier die Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein AG (FFA) und das Unternehmen begann, Waggons zu bauen. Der Waggonbau wurde zu einem wichtigen Pfeiler der FFA, so wurden u.a. alle Fahrzeuge der Rhätischen Bahn in Altenrhein gebaut – bis heute. 1987 wurde die FFA an die Schindler Holding verkauft. Der Waggonbau wurde am Standort behalten und Schindler formierte eine zweite Waggonbau-Tochtergesellschaft, die Schindler Waggon Altenrhein (SWA). Im Jahr 1997 hat Stadler das Werk vor der Schliessung gerettet und von der SWA übernommen – inklusive der Belegschaft von 67 Mitarbeitern. Zwei Jahre nach der Lancierung des Gelenktriebwagen (GTW) entsprach das einer Verdoppelung der Stadler-Mitarbeiterzahl.

Heute entwickeln, fertigen und montieren am Standort in Altenrhein rund 1000 Mitarbeitende auf über 49‘000 Quadratmetern Produktions- und Lagerflächen neben KISS-Zügen auch Strassenbahnen, meterspurige Schienenfahrzeuge und Reisezugwagen für den Schweizer und den internationalen Markt. Die Engineering-Abteilung mit 250 hochqualifizierten Mitarbeitern erbringt neben der Entwicklungsarbeit für die am Standort produzierten Fahrzeuge auch Dienstleistungen für die ganze Stadler Gruppe, unter anderem als Kompetenzzentrum für alle Berechnungen und Zulassungen. Die Kastendetailfertigung mit circa 50 bis 70 Mitarbeitern bleibt in Altenrhein.

Quelle: Stadler

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Datum 04.07.18

Bombardier und die Österreichischen Bundesbahnen unterzeichnen Abrufbestellung über 25 TALENT 3-Züge

  

  • Sechsteilige Elektrotriebzüge für den Einsatz in Tirol und Südtirol
  • Mit zweitem Abruf sind insgesamt 46 TALENT-Züge für Österreich bestellt

BERLIN, Germany, July 03, 2018 (GLOBE NEWSWIRE) --

Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben am 29. Juni 2018 eine Abrufbestellung für die Lieferung von 25 BOMBARDIER TALENT 3-Zügen unterzeichnet. Dieser zweite Abruf basiert auf einem Rahmenvertrag über 300 Züge aus dem Jahr 2016. Der Gesamtwert dieser Bestellung beläuft sich auf rund 188 Millionen Euro (218 Millionen US-Dollar). Dieser Abruf enthält eine Option für weitere fünf Züge.

Von den 25 neuen sechsteiligen Elektrotriebzügen werden 19 Fahrzeuge in Tirol eingesetzt. In Südtirol, und damit im grenzüberschreitendem Verkehr nach Italien, kommen sechs Züge zum Einsatz. Dadurch werden die Mobilitätsangebote auf den wichtigen Verbindungen zwischen ländlichen und städtischen Gebieten in der österreichischen Region Tirol sowie im italienischen Südtirol gestärkt. Die Auslieferung der Züge für Tirol ist für 2020 geplant. Die für Südtirol ist für 2021 vorgesehen.

„Mit dieser Beschaffung setzen die ÖBB die Fuhrparkerneuerung konsequent fort“, so Evelyn Palla, Vorstandsmitglied der ÖBB-Personenverkehr AG. „Damit sind Barrierefreiheit und ein State-of-the-art-Komfortstandard im Nah- und Regionalverkehr für Tirol sichergestellt.“

„Es ist ein großer Vertrauensbeweis für Bombardier und eine tolle Bestätigung für den neuen Regionalzug TALENT 3, dass sich die ÖBB bereits vor Auslieferung der ersten Züge für den zweiten Abruf entschlossen hat“, so Christian Diewald, Österreichchef von Bombardier. „Wir freuen uns darauf, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der ÖBB fortzusetzen. Gemeinsam werden wir den Ausbau und die Modernisierung der Mobilitätsangebote in Österreich erfolgreich umsetzen.“

Mit seinem besonders breiten Wagenkasten erlaubt der neue TALENT 3-Zug eine bis zu 50 Prozent höhere Sitzplatzkapazität im Vergleich zur Vorgängergeneration. Damit ermöglicht dieser Zug einen schnelleren Passagierwechsel und maximalen Reisekomfort. Die spurtstarken Züge punkten mit sechs angetriebenen Achsen für eine hohe Beschleunigungsleistung. Insgesamt sind bereits rund 1.400 Züge der TALENT-Familie in Europa und Kanada im Einsatz. Davon werden 187 Fahrzeuge von den ÖBB in Österreich betrieben.

Bombardiers Produkte sorgen für Mobilität in Österreich. In Großstädten wie Linz, Innsbruck, Graz sowie zukünftig in Wien sind moderne FLEXITY-Trams im Einsatz. Zudem stammen Stadtbahnzüge für die Wiener U-Bahnlinie 6 sowie Nahverkehrszüge für die ÖBB und Lokomotiven für mehrere private Cargo-Unternehmen von Bombardier. Der Standort Wien ist Bombardiers Kompetenzzentrum für Straßenbahnen. Dort sind rund 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: Bombardier

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Datum 03.07.18

Vossloh und Canadian National Railway haben mehrjährige Rahmenverträge unterzeichnet

  • Verträge stärken die langfristige Marktposition von Vossloh im Fokusmarkt Nordamerika
  • Lieferung von Betonschwellen und Weichenkomponenten über mehrere Jahre

Werdohl, 3. Juli 2018. Nach Abschluss eines mehrjährigen Rahmenliefervertrags für Betonschwellen im April gibt Vossloh den Abschluss eines zweiten, mehrjährigen Rahmenvertrags für die Lieferung von Weichenkomponenten im Fokusmarkt Nordamerika mit Canadian National Railway ("CN") bekannt. CN ist eine der nordamerikanischen Class-I-Bahngesellschaften, die beide Märkte in den USA und Kanada bedient.

Die Umsetzung des Rahmenvertrags über Betonschwellen erfolgt durch das Anfang 2017 erworbene Geschäftsfeld Tie Technologies (Geschäftsbereich Core Components). Für die zu liefernden Schwellen wird ein neuer Produktionsstandort in Westkanada errichtet. "Durch den direkten Zugang zu CN mit einer am Schienennetz angebundenen Produktionsstätte bieten wir logistische Vorteile und eröffnen uns weitere Wachstumspotenziale", sagt Andreas Busemann, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG.

Der Rahmenvertrag für die Weichenkomponenten wurde vom Geschäftsbereich Customized Modules abgeschlossen, dem es damit ebenfalls gelungen ist, eine langfristige Geschäftsbeziehung mit einem weiteren Class-I-Kunden aufzubauen. Zu diesem Zweck wird die Kapazität in einem der bestehenden Standorte von Vossloh ausgebaut, um schnell auf die Bedürfnisse des Kunden reagieren zu können.

"Mit diesen Vereinbarungen ist es uns gelungen, eine neue, langfristige Beziehung zu einem strategisch wichtigen und zuverlässigen Partner herzustellen", konstatiert Andreas Busemann.

"Dies ist ein bedeutender Schritt, die Position von Vossloh in unserem Fokusmarkt nachhaltig weiter zu stärken und unterstützt den erwarteten Aufwärtstrend unseres Geschäfts in Nordamerika."

Quelle: Vossloh

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Datum 03.07.18

Škoda Transportation-Tochter Transtech liefert 10 neue Straßenbahnen nach Helsinki

Pilsen/Helsinki, 03.07.2018 – Transtech Oy, eine Tochtergesellschaft von Škoda Transportation liefert weitere zehn Straßenbahnen vom Typ ForCity Smart Artic in die finnische Hauptstadt Helsinki. Die Verkehrsbetriebe von Helsinki haben zuvor bereits sechzig dieser Fahrzeuge bestellt. Das Volumen des Auftrages liegt bei rund 750 Millionen Kronen. Einschließlich der jüngsten Bestellung hat Helsinki in den vergangenen Jahren bereits 99 Škoda-Straßenbahnen mit einem Gesamtwert von knapp acht Milliarden Kronen bestellt.

„Es freut mich sehr, dass die HKL Helsinki (die lokalen Verkehrsbetriebe) mit den Straßenbahnen von Škoda zufrieden sind und weitere zehn Fahrzeuge bestellt haben. Die Straßenbahnen vom Typ ForCity Smart Artic werden auch in eine weitere finnische Stadt, nach Tampere geliefert, zudem sind in ganz Finnland unsere modernen Doppelstockpersonenwagen im Einsatz. Im letzten Jahr waren wir auf diesem Markt sehr erfolgreich, wir können sagen, dass Transtech mit jährlichen Umsätzen von rund drei Milliarden Kronen gut in die Škoda Transportation Gruppe integriert wurde“, erklärt Petr Brzezina, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Škoda Transportation Gruppe.

„Die zukünftige Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur unserer Stadt basiert auf dem steigenden Einsatz von Straßenbahnen. Die Verkehrsbetriebe von Helsinki (HKL) und die Einwohner sind mit den ForCity Smart Artic Straßenbahnen sehr zufrieden, die Ausweitung der bestehenden Flotte dieser Fahrzeuge war für uns daher eine einfache Entscheidung“, ergänzt Ville Lehmuskoski, Generaldirektor von Helsinki City Transport (HKL).

Derzeit sind in Helsinki 48 Straßenbahnen vom Typ ForCity Smart Artic im Einsatz. Die ersten Straßenbahnen werden bereits seit 2013 im Fahrgastverkehr in der finnischen Hauptstadt eingesetzt.

„Dank der engen Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben haben wir eine moderne Straßenbahn entwickelt, die zuverlässig und energiesparend ist. Für dieses Modell gibt es derzeit auch viel Interesse von anderen potentiellen Kunden, wir glauben fest daran, dass diese Straßenbahn auch auf ausländischen Märkten erfolgreich sein kann“, ergänzt Zdeněk Majer, Vizepräsident der Škoda Transportation Gruppe und Vorsitzender des Vorstandes von Transtech.

Die dreiteilige Einrichtungsstraßenbahn ForCity Smart Artic Helsinki hat eine Spurweite von 1 000 mm, ist voll niederflurig und hat eine Länge von 27,4 m. Das Fahrzeug verfügt über einen barrierefreien Einstieg für Reisende mit Rollstühlen und Kinderwägen. Durch den Antrieb aller Räder und die robuste Ausführung der Fahrgestelle mit Achsen wird ein problemloser Betrieb in den anspruchsvollen klimatischen Bedingungen der finnischen Hauptstadt ermöglicht.

Transtech ist der größte Hersteller von Schienenfahrzeugen in Skandinavien. Das Unternehmen wurde 1985 gegründet. Zu seinen wichtigsten Produkten gehören elektrische Doppelstockwagen (als PushPull Garnituren betrieben), Straßenbahnen und Maschinenbauprodukte. Derzeit beschäftigt das Unternehmen mehr als 700 Angestellte. Neben Straßenbahnen umfassen die Schlüsselaufträge des Unternehmens vor allem druckdichte Doppelstockwaggons für die Finnischen Staatsbahnen (VR Limited), die für eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt sind.

Quelle: Skoda

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