Lokindustrie-Rubrik: Archiv November 2015

Datum 24.11.15

Erste Strassenbahn mit Skoda-Logo verlässt Finnische Produktionsstätte Otanmäki

Otanmäki / Pilsen, 24.11.2015 – Die erste moderne Serienstraßenbahn mit der Bezeichnung Škoda Artic für die finnische Hauptstadt Helsinki hat die Produktionsstätte von Transtech in Otanmäki verlassen. Die Verkehrsbetriebe von Helsinki haben beim Unternehmen Transtech im Jahr 2011 vierzig Niederflurstraßenbahnen bestellt. Die ersten zwei Fahrzeuge wurden 2013 an die Verkehrsbetriebe übergeben. Die neueste Straßenbahn trägt das Logo von Škoda Transportation, die vor drei Monaten einen Mehrheitsanteil am finnischen Unternehmen Transtech erworben hat.

“Die Fahr- und Sicherheitseigenschaften der neuen Straßenbahn für Helsinki wurden über zwei Jahre eingehend im laufenden Betrieb getestet. Vor dem Start der Serienproduktion haben die Fahrzeuge alle Fahr- und Sicherheitstests bestanden. Die erste Straßenbahn aus der Serienproduktion verlässt jetzt die Fabrik, die gleichzeitig das erste Fahrzeug der Marke Škoda in Finnland ist. Die Lieferungen aus der Serienproduktion starten Anfang 2016, bis Mai 2018 werden alle 40 Stück Škoda Artic ausgeliefert sein”, erklärt Matti Haapakangas, Generaldirektor von Transtech.      

Bei der Produktion der Škoda Artic Straßenbahnen wurde auf die anspruchsvollen Fahrbedingungen in Helsinki Rücksicht genommen. Das Fahrzeug verfügt über Drehgestelle, die in der Lage sind die steilen Kurven der Strecken optimal zu meistern. Die Materialien wurden unter dem Aspekt der einfachen Wartung und der klimatischen Bedingungen in der finnischen Metropole gewählt. Die Straßenbahn ist voll in Niederflurbauweise ausgeführt und verfügt über 74 feste und 14 einklappbare Sitzplätze. Zudem verfügt das Fahrzeug über einen barrierefreien Einstieg für Rollstuhlfahrer und für Kinderwägen.

“Der Kauf von Transtech war ein sehr guter Schritt. Škoda ist damit zu einem zentralen Spieler auf dem Feld der Eisenbahn- und Stadtschienenfahrzeuge auf dem finnischen und skandinavischen Markt geworden. Die Straßenbahn Škoda Artic für die finnische Hauptstadt ist der Beweis dafür. Wir müssen auch die Qualität der finnischen Fahrzeuge loben, die in anspruchsvollen klimatischen Bedingungen betrieben werden”, erklärt Zdeněk Majer, Vizepräsident von Škoda Transportation und Vorstandsvorsitzender von Transtech. 

Quelle: Skoda Transportation   

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Datum 17.11.15

Erste Hybridschienenfahrzeuge in China fahren mit Voith RailPack 400DE

Heidenheim, 17.11.2015, Deutschland

Mit dem RailPack 400DE schreibt Voith in China Geschichte. Dieses Antriebssystem steht für die ersten Hybridfahrzeuge in und für China. Die dreiteiligen Fahrzeuge werden mit zwei RailPacks 400DE angetrieben, die jeweils mit einem 375 kW starken Dieselmotor sowie einem 345 kW starken Generator bestückt sind. Die ersten drei RailPacks sind bereits an den Kunden Changchun Railway Vehicles Company Ltd. (CRC) ausgeliefert worden. Auf deren werkseigenem Testring in Changchun sowie an der Beijing Jiaotong University wurden sie umfangreichen Tests unterzogen. Im nächsten Jahr wird das Schienenfahrzeug von der China Railway Corporation, dem nationalen Schienenverkehrsbetreiber, getestet und zugelassen.

Der chinesische Fahrzeughersteller hat 30 solcher Hybridfahrzeuge in Planung. Für China sind sie ein absolutes Novum. Ihr Einsatzbereich werden vor allem noch nicht oder nur teilweise elektrifizierte Strecken in den Randgebieten der Städte sein. Außerhalb dieser kann der tägliche Service durch das Voith RailPack 400DE sichergestellt werden, innerhalb der Städte kann der Betreiber das Fahrzeug schadstofffrei mit elektrischem Antrieb betreiben. Die Hybridfahrzeuge fahren diesel-elektrisch mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Weiter überzeugen die RailPacks 400DE im schnellen Umschaltbetrieb von elektrisch auf diesel-elektrisch. Außerdem ist das Voith Antriebssystem auf extreme klimatische Anforderungen ausgelegt und hält Temperaturen von bis zu minus 40° Celsius stand.

Die Kooperation zwischen CRC und Voith in diesem zukunftsweisenden Schienenfahrzeugprojekt liegt in der Bereitschaft seitens Voith begründet, vorhandene, erprobte Systemtechnik zur Basis einer kundenspezifischen Entwicklung zu machen. Die in täglichem Service bereits 1000fach erprobten diesel-hydraulischen und diesel-mechanischen RailPacks mit all ihren zuverlässigen Komponenten waren für den chinesischen Partner ein überzeugendes Argument für das RailPack 400DE.

Voith RailPacks für Triebwagen

Voith RailPacks sind Antriebssysteme für den Einsatz in ein- und mehrteiligen Dieseltriebwagen im Vorort-, regionalen, überregionalen und Intercity-Verkehr. Sie sind als diesel-mechanische, diesel-hydraulische und diesel-elektrische Varianten lieferbar. Sie sind mit einer Motorleistung von 294 kW bis zu 735 kW erhältlich.

Quelle: Voith Turbo

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Datum 13.11.15

Alstom liefert 47 Lokomotiven an SBB Infrastruktur

  

13. November 2015 - Alstom hat einen Auftrag im Wert von €175 Mio. über die Lieferung von 47 Dual-Mode-Lokomotiven an SBB Infrastruktur  in der Schweiz erhalten. Die Lokomotiven, die für Gleisarbeiten an SBBs Schienennetz und für den Rangierbetrieb an den Rangierbahnhöfen Lausanne Triage und Limmattal vorgesehen sind, sollen 2018 den Fahrbetrieb aufnehmen. Die 47 Lokomotiven werden in Alstoms Werk in Belfort, Frankreich gebaut. Das Projektmanagement erfolgt in der Schweiz.

Diese Lokomotive für SBB Infra gehört zu Alstoms neuer Prima H4  Dual-Mode-Plattform für Rangier- und Gleisarbeiten. Die Lokomotive fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu   120 km/h und kann somit leicht in den Hauptstreckenverkehr eingebunden werden. Die Prima H4 Dual-Mode-Lokomotive wird von einem elektrischen Antriebssystem und zwei Dieselgeneratoren angetrieben. Die beiden Stromgeneratoren, gekoppelt mit einem automatischen Start-Stopp-System, ermöglichen eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um 20% gegenüber einer einmotorigen Diesellokomotive. Die Lokomotive ist so ausgelegt, dass Wartungszyklen optimiert und somit Lebenszykluskosten reduziert werden. Sie ist mit ETCS ausgerüstet. 

Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Konstruktion der Fahrerkabine gelegt. Die große Kabine (bis zu 4 Personen) wurde als “Arbeits- und Warteraum” konzipiert, da Gleisarbeiter nicht nur mit dem Zug mitfahren, sondern auch Zeit in der Kabine verbringen, wenn sie auf Baustellen arbeiten. Die Kabine ist mit einer HKL -Anlage und mit Stauraum für die persönlichen Gegenstände des Zugpersonals ausgestattet. Sie ist auch geschützt gegen Schwingungen und Luftdruck,  wenn der Zug in einen Tunnel einfährt.

“Alstom hat die Vergabekriterien unserer öffentlichen Ausschreibung am besten erfüllt. Die neuen, leistungsfähigeren Fahrzeuge werden es uns ermöglichen, das steigende Bau- und Unterhaltsvolumen mit weniger Fahrzeugen effizienter zu bewältigen. Dank ihrer besseren Energieeffizienz verhilft Alstoms Prima H4 SBB Infra zu einer Reduzierung ihrer CO2-Emissionen um bis zu 6.000 Tonnen pro Jahr“, sagt Désirée Baer, Mitglied der Geschäftsleitung SBB Infrastruktur.

„Wir freuen uns, von SBB Infra für diesen wichtigen Auftrag ausgewählt worden zu sein. Mit Alstoms Prima H4 Lokomotive, die auf einem modularen Konzept basiert, wird SBB Infra ihre Betriebs-, Energie- und Wartungskosten senken können.”, sagt Herman Van der Linden, Alstoms Geschäftsführer in der Schweiz.

Quelle: Alstom 

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Datum 12.11.15

Rollout des 50. Doppelstocktriebzuges des Typs KISS für die SBB – Stadler Rail feiert Meilenstein

Bussnang, 12.11.2015 – Heute Donnerstag hat der 50. Doppelstocktriebzug des Typs KISS aus dem Hause Stadler Rail für die SBB Fahrt aufgenommen. Für den Schienenfahrzeughersteller kommt damit ein besonderer Auftrag zum Abschluss: Es handelte sich für Stadler Rail um die erste Bestellung eines Doppelstocktriebzuges in der Geschichte des Unternehmens überhaupt. Inzwischen hat Stadler Rail über 200 Doppelstocktriebzüge in 6 Länder verkauft. Darin enthalten sind bereits auch weitere Bestellungen von der SBB.

Mit dem Rollout des 50. Doppelstocktriebzuges des Typs KISS, der unter anderem in der Zürcher S-Bahn zum Einsatz kommt, feiert Stadler Rail den erfolgreichen Abschluss der ersten Bestellung von Doppelstocktriebzügen durch die SBB und den Zürcher Verkehrsverbund. Gleichzeitig ist es ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Stadler Rail. Mit dem Auftrag ist es Stadler Rail gelungen, sich in einem neuen Marktsegment zu etablieren. Nach der Bestellung von den SBB folgten Aufträge für Doppelstocktriebzüge des Typs KISS aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Russland und Aserbaidschan. Auch in der Schweiz folgten weitere Bestellungen: Die BLS erwarb im Jahr 2014 28 Fahrzeuge und die SBB bestellten weitere Tranchen von 24 und anschliessend 19 Fahrzeugen. Zurzeit nimmt Stadler Rail mit dem KISS neben Schweden an Ausschreibungen auf mehreren Kontinenten teil.

Peter Spuhler, Inhaber und CEO von Stadler Rail, begrüsste die Gäste am Donnerstag zum Rollout in Erlen persönlich. Er erinnerte sich an die Anfänge des Projektes zurück: „Es handelte sich damals um den aller ersten Doppelstock-Auftrag für Stadler Rail. Dem Team ist es gelungen, innert knapp zwei Jahren ein komplett neues Fahrzeug zu entwickeln und bis heute alle Fahrzeuge pünktlich zu liefern. Damit konnten wir einmal mehr unsere Leistungskraft und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen.“

Franz Kagerbauer, Direktor des Zürcher Verkehrsverbundes, freut sich über den pünktlichen Rollout der neuen S-Bahn-Züge: «Genau heute vor sieben Jahren stand ich hier vor der ersten Maquette des geplanten Zugs. Aus einem Holzgerüst wurde innert kurzer Zeit der erste Stadler-Doppelstöcker, der mittlerweile bereits seit fünf Jahren zuverlässig im ZVV-Netz unterwegs ist. Die Stadler-Doppelstockzüge sind heute das moderne Gesicht der Zürcher S-Bahn.»

Anna Barbara Remund, Leiterin SBB Regionalverkehr, betonte in ihrer Ansprache in Erlen, dass dieser Rollout nicht nur für Stadler Rail ein Meilenstein sei: „Es ist auch ein Meilenstein für den ZVV, für die SBB und für die Fahrgäste. Insbesondere für die Fahrgäste ist die Inbetriebnahme eine gute Nachricht: Die Fahrzeuge von Stadler Rail sind beliebt, sie bieten mehr Platz und vollen Komfort.“ Neben der Zürcher S-Bahn kommt dieses Fahrzeug auch auf Regio-Express-Linien zum Einsatz.

Das Auftragsvolumen für die 50 Doppelstocktriebzüge beläuft sich auf knapp 1 Milliarde Schweizer Franken. Die Fahrzeuge bestehen insgesamt aus 5,5 Millionen Teilen. Es wurden 8250 Kilometer Kabel verlegt und 125 Tonnen Farbe aufgetragen. Ausserdem hat Stadler Rail für das Grossprojekt 530 Lieferanten berücksichtigt. Über 80 Prozent Wertschöpfungsanteil fällt in der Schweiz an.

Die Vertragsunterzeichnung für die ersten je 150 Meter langen 50 Doppelstocktriebzüge für die SBB erfolgte Ende August 2008. Stadler Rail ist es anschliessend gelungen, innerhalb von knapp zwei Jahren die Fahrzeuge neu zu entwickeln, zu produzieren und in Betrieb zu setzen. Bereits im Juni 2010 konnte der Rollout des ersten Fahrzeuges im Zürcher Hauptbahnhof stattfinden. Zur gleichen Zeit lösten die SBB eine Option für weitere 24 – dieses Mal aber 100 Meter lange – Doppelstocktriebzüge ein und weitere vier Jahre später eine zweite Option über 19 100 Meter lange Fahrzeuge.

Der KISS (komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sowohl in der Ausführung als S-Bahn-Zug wie auch als Fernverkehrszug (Intercity- und Interregio- Verkehr) lieferbar. Er ist in der Lage, die zunehmend steigenden Kapazitätsbedürfnisse der Bahnen abzudecken.

Quelle: Stadler

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Datum 04.11.15

Vertrag zum Verkauf des spanischen Lokomotiven-Geschäfts unterzeichnet

  • Verkauf von Rail Vehicles an Stadler Rail AG
  • Barkaufpreis in Höhe von 48 Mio.EUR, zusätzliche Übernahme von Verbindlichkeiten in Höhe von 124 Mio.EUR

Werdohl, 4. November 2015. Der Vorstand der Vossloh AG hat heute einen Vertrag über die Veräußerung des als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesenen Geschäftsfelds Rail Vehicles an die Stadler Rail AG, Bussnang, Schweiz, unterzeichnet. Stadler wird als Gegenleistung für den Erwerb der Aktivitäten einen Barkaufpreis in Höhe von 48 Mio.EUR leisten und, zusätzlich, Verbindlichkeiten der Vossloh AG gegenüber dem Geschäftsfeld Rail Vehicles in Höhe von 124 Mio.EUR übernehmen. Die Transaktion steht insbesondere noch unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Freigaben. Der Vollzug wird für das erste Quartal 2016 angestrebt. Der Übergang von Rail Vehicles an Stadler Rail erfolgt mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2015.

Der Aufsichtsrat der Vossloh AG hat der Transaktion bereits zugestimmt. Dr.h.c. Hans Martin Schabert, Vorstandsvorsitzender von Vossloh: "Wir freuen uns sehr, mit Stadler Rail einen in der Branche erfahrenen, hoch reputierten und verlässlichen Käufer gefunden zu haben und sind überzeugt, dass sich Know-how, Erfahrung und Unternehmensverständnis beider Fahrzeug-Spezialisten ideal ergänzen. Rail Vehicles wird sich in der Stadler-Gruppe perspektivisch entwickeln können."

Rail Vehicles mit Sitz in Valencia wurde von Vossloh als eines von drei Geschäftsfeldern des zur Veräußerung stehenden Geschäftsbereichs Transportation geführt. Geschäftstätigkeit ist die Entwicklung und Fertigung innovativer dieselelektrischer Lokomotiven sowie von Nahverkehrsbahnen. Im Geschäftsjahr 2014 sind Umsätze in Höhe von

223,2 Mio.EUR erzielt worden, in den ersten neun Monaten 2015 betrug der Umsatz 182,4 Mio.EUR. Es ist beabsichtigt, dass das Management und alle bewährten Funktionen von Rail Vehicles in Valencia verbleiben und der Standort als Kompetenzzentrum für den Lokomotivenbau gestärkt wird. Dazu Thomas Ahlburg, stellvertretender CEO von Stadler Rail Group: "Es freut mich sehr, dass wir mit die-sem Schritt ein Unternehmen integrieren können, das unser Produkteportfolio perfekt ergänzt und uns überdies den Zutritt zu neuen Märkten ermöglicht. Im Bereich der diesel-elektrischen Lokomotiven zeichnet sich Rail Vehicles durch große Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit aus. Auch dürfen wir auf eine sehr erfahrene und motivierte Führungs- und Engineering-Crew zählen." 

Mit der Vereinbarung zum Verkauf von Rail Vehicles setzt der Vorstand von Vossloh die im Dezember 2014 verabschiedete Mittelfriststrategie konsequent fort. Für Vossloh Locomotives in Kiel und für Vossloh Electrical Systems mit Sitz in Düsseldorf ist ein Eigentumswechsel konkret noch nicht greifbar. Unverändert bleibt es bei dem Ziel, dass bis spätestens Ende 2017 ein geeigneter Käufer für diese beiden Bereiche gefunden wird und Vossloh bis dahin alle Maßnahmen vorantreibt, um die Potentiale beider Geschäfte weiter zu entwickeln.

Die operative Situation in Kiel hat sich in den letzten zwölf Monaten deutlich verbessert. Es ist davon auszugehen, dass dieser positive Trend anhält, nicht zuletzt durch den für Sommer 2016 fest geplanten Umzug in den bereits in Bau befindlichen, neuen und modernen Produktionsstandort in Kiel-Suchsdorf. Umsatz und Ergebnis von Vossloh Electrical Systems haben sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich erholt. Mit beachtlichen Fortschritten bei allen wesentlichen Projekten erzielte das Geschäftsfeld in den ersten neun Monaten 2015 ein Umsatzplus von fast 58 %. Schon im zweiten Quartal 2015 hatte Vossloh Electrical Systems wieder ein positives EBIT erzielt. Im dritten Quartal hat sich dieser Trend verfestigt.

Quelle: Vossloh

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Datum 03.11.15

Bombardiers Batteriebetriebene Straßenbahn stellt Reichweitenrekord auf

  • Mit BOMBARDIER PRIMOVE Batterie betriebene Straßenbahn stellt im Testbetrieb in Mannheim den Streckenrekord im oberleitungsfreien Betrieb auf

BERLIN, DEUTSCHLAND--(Marketwired - Nov. 3, 2015) - Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation hat erfolgreich einen 41,6 km langen oberleitungsfreien Probebetrieb mit einer von Bombardier gebauten Strassenbahn absolviert. Während der Fahrt wurde sie ausschliesslich mit einer PRIMOVE-Batterie in Kombination mit der MITRAC-Antriebsausrüstung betrieben. Die Testfahrt wurde in Mannheim im Netz der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) durchgeführt.

Die RNV hat im Jahr 2009 damit begonnen, SuperCaps-Energiespeicherungssysteme zu nutzen. Diese Technologie hat die Verkehrsgesellschaft in 30 ihrer Strassenbahnen integriert. Damit wurde der oberleitungsfreie Betrieb auf kurzen Strecken ermöglicht. Die neueste Generation des PRIMOVE Batteriesystems von Bombardier wurde jedoch speziell für eine Nutzung im oberleitungsfreien Betrieb entwickelt, bei dem grössere Entfernungen abgedeckt werden müssen.

Neben dem Einsatz in Deutschland ist die Kombination aus PRIMOVE Batterie und MITRAC-Antriebstechnik seit August 2014 auch im Fahrgastbetrieb auf der Hexi-Linie im chinesischen Nanjing erfolgreich im Einsatz. Die sechs Strassenbahnen, die von CSR Puzhen unter Bombardier-Lizenz gebaut wurden, fahren auf 90 Prozent der Linie ohne Oberleitungen. Die Batterien werden problemlos während des Fahrgastbetriebs - statisch an den Haltestellen und dynamisch während der Beschleunigung - über den Stromabnehmer aufgeladen. Auf dieser anspruchsvollen Strecke hat das Antriebssystem unter Beweis gestellt, dass es für den oberleitungsfreien Betrieb auf nahezu allen Strassenbahnlinien der Welt geeignet ist.

Das innovative PRIMOVE Batteriesystem stützt sich auf die jahrelange Erfahrung von Bombardier mit Energiespeicherungssystemen. Das System kombiniert grosse Leistungsstärke und eine ausserordentlich lange Batterielaufzeit mit hoher Zuverlässigkeit. Durch die Nutzung der neuesten Entwicklungen im Bereich der Lithium-Ionen-Zellen auf Nickel-Mangan-Kobalt (NMC)-Basis wird mit dem System die maximale Leistung erzielt. Die fortschrittliche PRIMOVE Kühleinheit sorgt bei der Batterie für die Aufrechterhaltung der idealen Temperatur und ermöglicht ein schnelles Aufladen und die volle Rückgewinnung von Bremsenergie bei gleichzeitiger Verlängerung ihrer Lebensdauer auf bis zu 10 Jahre. 

Quelle: Bombardier

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