Lokindustrie-Rubrik: Archiv Dezember 2020

Datum 19.12.20

Bombardier liefert ETCS Baseline 3-Upgrades für 73 TRAXX-Lokomotiven für Railpool

Eine TRAXX MS-Lokomotive von Railpool unterwegs bei Safenwil in der Schweiz. (Foto: Marcel von Eupen/Railpool)

  • Bedeutsamer Auftrag zur Erhöhung der Sicherheit im europäischen Bahnverkehr
  • Nationale Sicherungssysteme können durch ETCS ersetzt werden, was eine höhere Betriebsleistung, geringere Infrastrukturkosten und eine höhere Verfügbarkeit der Lokomotiven ermöglicht

Der Anbieter von Mobilitätslösungen Bombardier Transportation und sein Kunde Railpool, eine der führenden Schienenfahrzeug-Leasinggesellschaften Europas, haben heute die Unterzeichnung eines Vertrags bekannt gegeben. Gegenstand ist die Umrüstung von 73 Railpool-Lokomotiven des Typs BOMBARDIER TRAXX MS2 auf das European Train Control System (ETCS) Baseline 3. Dieser neue ETCS-Standard bringt folgende Vorteile mit sich:

  •     Erhöhte Sicherheit durch ein verbessertes Bremskurvenmodell und bessere Informationen für den Lokführer vor Bahnübergängen
  •     Ein neuer Standard namens Limited Supervision, der bei relativ geringen Infrastrukturkosten die nationalen Sicherungssysteme vollständig durch ETCS ersetzt
  •     Erkennung von Positionsveränderungen im ausgeschalteten Zustand für effizienteren Betrieb und erhöhte Sicherheit für abgestellte Lokomotiven

Die Lokomotiven werden sukzessive umgerüstet, beginnend mit 39 Fahrzeugen für die Niederlande.

„Die Umrüstung dieser Lokomotiven von ETCS Baseline 2 auf ETCS Baseline 3 macht unsere TRAXX MS2-Lokomotiven noch zukunftssicherer. Die mit ETCS Baseline 3 einhergehende Harmonisierung reduziert die Komplexität und erhöht die Interoperabilität. Teile der Gleisinfrastruktur werden nicht mehr benötigt. Wir erwarten nach dieser Umstellung Vorteile für unsere Kunden wie höhere Betriebsleistung, geringere Infrastrukturkosten und höhere Verfügbarkeit“, erklärt Torsten Lehnert, CEO von Railpool.

„Mit dem neuen Auftrag bauen wir unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Railpool weiter aus. Mit diesem Kunden haben wir unsere Plattform seit über einem Jahrzehnt kontinuierlich weiterentwickelt - erst vor wenigen Wochen haben wir an Railpool seine 200. TRAXX-Lokomotive ausgeliefert. Nun vertiefen wir diese Partnerschaft auch in Bezug auf die bestehende Flotte, um den Anlagewert und die Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeuge über deren gesamte Lebensdauer zu sichern“, ergänzt Peter Ammann, Head of Global Business Development Locomotives, Bombardier Transportation.

In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 2.300 TRAXX-Lokomotiven verkauft. Die im Einsatz befindlichen Lokomotiven erreichen eine jährliche Gesamtlaufleistung von 300 Millionen Kilometern - die Lokomotiven sind in diesem Zeitraum also 7.500 Mal um die Erde gefahren. Darüber hinaus sind sie in 20 Ländern der Welt zum Betrieb zugelassen.

MS steht für Multisystem, eine Elektrolokomotive, die an Wechsel- und Gleichstrom-Elektrifizierungssystemen betrieben werden kann - was für den grenzüberschreitenden Betrieb oft erforderlich ist.

Quelle: Bombardier

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Datum 18.12.20

Dr. Jörg Nikutta neuer VDB-Vizepräsident Innovation

  • Verband der deutschen Bahnindustrie (VDB) stellt Präsidium für die Zukunft auf

18. Dezember 2020 – Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. hat im Rahmen seiner Jahrestagung im November sein Präsidium neu gewählt. Mit der Bestätigung einer neuen Geschäftsordnung wurde zudem die Funktion eines weiteren Vizepräsidenten eingeführt. Dr. Jörg Nikutta, Sprecher der Geschäftsführung für Alstom in Deutschland und Österreich, wurde als gewähltes Mitglied des Präsidiums bestätigt. Zukünftig wird Nikutta das Amt als Vizepräsident Innovation des VDB innehaben. Mit der neu geschaffenen Position will der Verband der wachsenden Bedeutung der Innovation im Schienensektor Rechnung tragen.

„Innovationen sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für den Bahnindustriestandort Deutschland“, sagte Dr. Jörg Nikutta. „Diesen Vorteil gilt es in den kommenden Jahren noch weiter zu fördern. Als Vertreter eines Unternehmens, das innovative Lösungen für nachhaltige Mobilität entwickelt, freue ich mich sehr darauf, mein Know-how in das Präsidium des VDB einzubringen.“

In seiner neuen Rolle wird Dr. Jörg Nikutta die digitale Mobilitätsrevolution auf der Schiene „made in Germany“ entscheidend vorantreiben. Denn die Digitalisierung/Schiene 4.0 ist einer der bedeutendsten Wachstumstrends für die Bahnindustrie. Alstom gehört seit Jahren zu den Innovationstreibern der deutschen Bahnindustrie: Eine der größten Innovationen der letzten Jahre im Bahnsektor wurde am Alstom Standort in Salzgitter entwickelt und wird dort in Serie produziert: der weltweit erste brennstoffzellenbetriebene, rundum emissionsfreie Regionalzug Coradia iLint.

2020 wurde das Unternehmen für sein Projekt zum automatisierten Zugbetrieb (ATO) in Regionalzügen den „Innovationspreis Reallabore“ des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet.  Alstom erlangte in diesem Jahr zudem als erstes Unternehmen der Welt die vollständige Zertifizierung für die neuesten bord- und streckenseitigen ETCS-Standards. Mehr als 70% der in Deutschland verkehrenden Hochgeschwindigkeitszüge sind mit ETCS-Signaltechniklösungen von Alstom ausgestattet.

„Mit Herrn Dr. Nikutta gewinnen wir im VDB-Präsidium einen sehr erfahrenen Manager und absoluten Experten im Bereich Innovation und ETCS für das neue Amt des Vizepräsidenten Innovation. Die gesamte Bahnindustrie in Deutschland steht für Innovationen für Klimaschutz. Wir freuen uns sehr, dass dieses zentrale Zukunftsthema von Herrn Dr. Nikutta als VDB-Vizepräsident weiter vorangetrieben wird und werden ihn nach besten Kräften unterstützen“, sagte VDB-Hauptgeschäftsführer Dr. Ben Möbius.

Quelle: Alstom

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Datum 16.12.20

Bombardier gewinnt Auftrag zur Lieferung von bis zu 117 neuen FLEXITY-Straßenbahnen für die Berliner Verkehrsbetriebe

  • Die neuen FLEXITY-Straßenbahnen sind mit innovativen, geräuscharmen Fahrgestellen ausgestattet, die die Lebenszykluskosten signifikant reduzieren und sie verfügen über eine Klimaanlage mit energiesparender Wärmepumpe
  • 50 Meter lange Straßenbahnen bieten mehr Fahrgastkapazität
  • Bombardier übernimmt die komplette Materialversorgung für die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge

BERLIN, Dec. 16, 2020 (GLOBE NEWSWIRE) --  Der globale Mobilitätsanbieter Bombardier Transportation hat von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) den Zuschlag für einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 117 BOMBARDIER FLEXITY-Straßenbahnen und deren Ersatzteilversorgung für bis zu 32 Jahre erhalten. Der Auftragswert beläuft sich auf bis zu rund 571 Millionen Euro (693 Millionen US-Dollar). Gleichzeitig hat die BVG eine erste Bestellung über 20 Bahnen und deren Ersatzteilversorgung für bis zu 32 Jahre abgerufen. Der Auftragswert dieses Abrufs beläuft sich auf rund 115 Millionen Euro (140 Millionen US-Dollar).

„Ich bedanke mich für das Vertrauen und die Gelegenheit, mit diesem neuen Auftrag ein weiteres Kapitel unserer dreißigjährigen guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit aufzuschlagen. Wir freuen uns, die BVG auch weiterhin mit modernen FLEXITY-Straßenbahnen beliefern dürfen. Zum ersten Mal übernimmt Bombardier nun auch die komplette Materialversorgung für die BVG über die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge zu einem festen Kilometerpreis und bietet damit Kalkulationssicherheit“, sagte Marco Michel, Deutschlandchef bei Bombardier Transportation.

„Die neuen FLEXITY-Fahrzeuge sind eine konsequente Weiterentwicklung der bewährten Bahnen, die mit innovativen Fahrwerken leiser und mit der dazugehörigen Antriebstechnik energieeffizienter durch die Stadt rollen werden und damit ein wichtiger Baustein für das Erreichen der Berliner Klimaschutzziele sind“, ergänzte Dirk Wunderlich, zuständig für das Nahverkehrsgeschäft bei Bombardier Transportation.

Mit dieser ersten Bestellung erhält die Berliner FLEXITY- Straßenbahnfamilie eine neue Generation. Sie wird dabei zunächst um drei fünfteilige und 17 neunteilige Fahrzeuge ergänzt. Die extralangen Straßenbahnen sind mit einer Länge von 50 Metern zehn Meter länger als alle anderen BVG-Straßenbahnen und bieten mehr Fahrgastkapazität. Die neuen Bahnen sind mit einem ebenen Fußboden über den Fahrwerken sowie mit breiteren Durchgängen ausgestattet. Eine verringerte Einstiegshöhe ermöglicht zudem einen barrierefreien Zugang in die Straßenbahn und sorgt damit für einen schnellen Fahrgastwechsel, der zu einer höheren Fahrplantreue beitragen kann.

Großzügige, barrierefreie Multifunktionsbereiche bieten viel Platz für Fahrgäste, Kinderwagen, Rollstühle oder Fahrräder. Sitzende Fahrgäste können sich auf einen unverbauten Blick nach draußen freuen. Zudem werden die Fahrzeuge mit modernster Sicherheitstechnik wie dem weltweit ersten zugelassenen Fahrerassistenzsystem ODAS (Obstacle Detection Assistance System) zur Kollisionsvermeidung ausgestattet. Das große Sichtfeld des Fahrers, sowie dessen geräumiger und ergonomisch optimierter Arbeitsplatz mit Touchscreen-Displays, ermöglichen einen guten Überblick und sorgen damit ebenfalls für erhöhte Sicherheit. Die neuen Straßenbahnen sollen ab Ende 2022 ausgeliefert werden.

Die Anzahl FLEXITY-Straßenbahnen in Berlin wird mit diesem ersten Abruf auf insgesamt 251 Fahrzeuge wachsen. Die letzte Bahn für die Bestandsflotte, die dann aus insgesamt 231 FLEXITY-Straßenbahnen besteht, wird 2021 geliefert. In 42 deutschen Städten fahren rund 1.000 FLEXITY-Straßenbahnen von Bombardier. Mehr als 5.000 Straßen- und Stadtbahnen aus dem Hause Bombardier sind weltweit erfolgreich im Fahrgasteinsatz oder bestellt.

Quelle: Bombardier

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Datum 15.12.20

Stadler wird Lokomotiven für Uruguay herstellen

Mit dem ersten Auftrag in Uruguay hat Stadler einen Vertrag mit PORTREN SA über die Lieferung von sieben Lokomotiven für die Güterbahn unterzeichnet, die das finnische Biotechnologieunternehmen UPM in seinem neuen Werk betreiben wird.

PORTREN SA, ein Unternehmen des uruguayischen Logistikkonzerns Christophersen und des spanischen Unternehmens Cointer Concesiones, hat Stadler mit der Lieferung und Lieferung von sieben dieselelektrischen EURO4001-Lokomotiven beauftragt. Es ist Stadlers erster Vertrag in Uruguay. Die Auslieferung wird voraussichtlich Ende 2022 beginnen. Die Lokomotiven werden in ihrem Werk in Valencia, Spanien, entworfen und hergestellt. Diese Vertragsunterzeichnung folgt auf die Ankündigung Mitte Oktober, dass UPM das Konsortium aus Cointer Concesiones (einer Tochtergesellschaft des lokalen Logistikkonzerns AZVI) und Christophersen zusammen mit Deutsche Bahn International Operations ausgewählt hat, um Güterzüge zwischen der neuen Zellstofffabrik zu betreiben und zu warten in Paso de los Toros und im Hafen von Montevideo.

Die neuen Fahrzeuge werden die Fahrten von der neuen Fabrik zum Hafen machen, eine Route mit 273 Kilometern Strecke, bekannt als Ferrocarril Central. Jeder Konvoi, der etwa 475 Meter lang sein wird, besteht aus einer Lokomotive und 26 Wagen mit Zellstoff. Auf dem Rückweg transportieren Fahrzeuge die zur Herstellung von Zellulose erforderlichen Chemikalien und Kraftstoffe.

Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, kommentierte: „Dank dieser Spitzentechnologie können Lokomotivenbahnbetreiber nachhaltige und profitable Schienengüterverkehrsdienste sicherstellen. Die Fahrer werden ein angenehmes Arbeitsumfeld genießen und die Nachbarn am Straßenrand werden die reduzierten Geräusch- und Emissionswerte zu schätzen wissen. Wir sind überzeugt, dass unsere Fahrzeuge zur Förderung des Schienenverkehrs in Uruguay beitragen werden, wie wir es bereits in anderen südamerikanischen Ländern sehen. "

Weitere Informationen zu EURO4001-Lokomotiven

Die speziell für den Güterverkehr angepassten EURO4001-Lokomotiven zeichnen sich durch hohe Leistung und Zuverlässigkeit aus. Co'Co'-Lokomotiven sind auf dem neuesten Stand der Technik und ermöglichen einen effizienten und nachhaltigen Güterverkehr. Ausgestattet mit leistungsstarken 2800 kW und emissionsarmen Dieselmotoren erfüllen sie die EU-Abgasnorm EC 26/2004, Stufe V. Die neueste Drehgestelltechnologie und effiziente asynchrone Fahrmotoren tragen dazu bei, den Verschleiß der Infrastruktur zu verringern und die Lärmbelastung zu verringern. Um den Fahrerkomfort zu verbessern, verfügen sie über zwei akustische und wärmeisolierte Fahrerkabinen, die gemäß den neuesten Ergonomie- und Sicherheitsstandards konstruiert wurden.

Quelle: Stadler Rail

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Datum 11.12.20

Bombardier erhält von den VBZ in der Schweiz den Zuschlag für 40 weitere FLEXITY-Trams in Zürich

  • Der Vertrag erhöht die Zahl der bestellten FLEXITY-Trams in Zürich auf 110
  • Die FLEXITY Zürich Trams gewannen in diesem Jahr den begehrten Red Dot Design Award aufgrund einer gelungenen Mischung aus Retro-Elementen, die eine direkte Verbindung zur Stadt schaffen, einem freundlichen Innendesign und modernster Technologie

BERLIN, Dec. 11, 2020 (GLOBE NEWSWIRE) -- Der weltweit führende Mobilitätsanbieter Bombardier Transportation und die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben einen Vertrag über 40 zusätzliche BOMBARDIER FLEXITY Niederflur-Trams für Zürich unterzeichnet. Dies ist ein Teil einer Option aus dem Vertrag, den Bombardier von den VBZ im März 2017 für 70 FLEXITY-Trams mit einer Option auf weitere 70 erhalten hat. Die heutige Option für 40 weitere Trams hat einen Wert von rund 172 Millionen Schweizer Franken (160 Millionen Euro, 194 Millionen US-Dollar), exkl. Mehrwertsteuer.

«Ich freue mich sehr, dass wir nun 40 zusätzliche FLEXITY-Trams bestellen können, da der öffentliche Verkehr mit dem Bevölkerungswachstum und neuen Angeboten in Zürich weiter wachsen wird. Mehr als 50 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher besitzen kein Auto. Damit dieser Anteil so hoch bleibt, muss das Angebot für unsere Kundinnen und Kunden attraktiv sein. Dazu trägt das neue FLEXITY-Tram wesentlich bei», sagte Dr. Guido Schoch, Direktor der VBZ (Verkehrsbetriebe Zürich).

"Die heutige Bestellung von 40 weiteren FLEXITY Trams für Zürich ist die beste Bestätigung, die wir von unserem Kunden VBZ erhalten konnten. Diese formschönen, innovativen Niederflur-Trams auf dem neuesten Stand der Technik erfüllen die höchsten Standards in Bezug auf Sicherheit, Umweltverträglichkeit, Energieverbrauch, Zugänglichkeit, Vibrations- und Lärmemissionen und werden der wachsenden Bevölkerung Zürichs auf Jahre hinaus einen sicheren und komfortablen Transport bieten", sagte Stéphane Wettstein, Geschäftsführer Schweiz bei Bombardier Transportation.

Die erste FLEXITY Tram der neuen VBZ-Flotte, Fahrzeugnummer 4001, wurde im November 2019 für Tests auf dem Zürcher Netz in die Schweiz geliefert und nahm im Oktober 2020 den Fahrgastbetrieb auf.

Ebenfalls im Jahr 2020 gewann die FLEXITY Zürich Tram den renommierten internationalen Red Dot Design Award für Produktdesign. Laut der Jury "beeindruckt FLEXITY Zürich durch eine gelungene Mischung aus Retro-Elementen, die eine direkte Verbindung zur Stadt schaffen, einem freundlichen Innendesign und modernster Technologie". Das Aussen- und Innendesign wurde gemeinsam von der Designagentur Milani, Bombardier und der VBZ entwickelt.

Auf der Aussenseite sorgt das 100-prozentige Niederflurfahrzeug dafür, dass die Türen der Tram mit den Bahnsteig-Höhen übereinstimmen, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. In Kombination mit breiteren Türen erleichtern die Niederflurtrams zudem die Zugänglichkeit für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität. Die regenerative Bremsung erhöht die Energieeffizienz dieser Trams, und das Hinderniserkennungs-Assistenzsystem (ODAS) von Bombardier sorgt für ein neues Sicherheitsniveau.

Im Innenraum bieten die neuen Trams 20 Prozent mehr Fahrgastkapazität als die derzeit eingesetzten. Die geräumigen, komfortablen Innenräume haben ein offenes Design, um den Fahrgastfluss zu verbessern, und ausgewiesene Bereiche bieten sowohl Fahrgästen im Rollstuhl als auch Reisenden mit Kinderwagen oder Gepäck bequem Platz. Dynamische Fahrpläne und dynamische Fahrgastinformationen in der Tram stellen sicher, dass die Fahrgäste während ihrer gesamten Reise stets die neuesten Reiseinformationen erhalten.

Die FLEXITY-Trams von Bombardier sind bereits in Basel und Zürich in der Schweiz im Einsatz und weltweit bekannt für ihre Betriebssicherheit, ihr attraktives Design und ihre verbesserten Sicherheitsmerkmale. Mehr als 5000 Straßen- und Stadtbahnen von Bombardier wurden bestellt oder sind bereits erfolgreich in Städten auf der ganzen Welt im Einsatz.

Quelle: Bombardier

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Datum 09.12.20

Bombardier hat die Karosserie des ersten neuen Stadtbahnwagens für Dresden gefertigt

V.L.N.R.: Carsten Liebig, Standortleiter Görlitz, Bombardier – geht Ende des Jahres in den Ruhestand, Dirk Wunderlich, verantwortlich für das Nahverkehrsgeschäft in Deutschland bei Bombardier, Mike Barke, BSG, Octavian Ursu, Oberburgermeister Görlitz, Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen, Robert Heuser, Zukünftiger Standortleiter Görlitz, Bombardier, Andreas Hemmersbach, Vorstand, DVB und Lars Seiffert, Vorstand, DVB mit dem Rohbau der Wagenkastenteile des ersten neuen Stadtbahnwagens für Dresden.

  • Die Wagenkästen für die Dresdner Verkehrsbetriebe sind eines der ersten Straßenbahn-Projekte, das in der neu installierten Produktionslinie in Görlitz gebaut wird
  • DVB hat den Rohbau der Wagenkastenteile abgenommen

BERLIN, Dec. 09, 2020 (GLOBE NEWSWIRE) -- Im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und dem Leiter der Nahverkehrssparte bei Bombardier Deutschland Dirk Wunderlich nahmen die Vorstände der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert heute den Rohbau der Wagenkastenteile des ersten neuen Stadtbahnwagens für Dresden ab. Im August dieses Jahres hatte Bombardier Transportation im Werk Görlitz mit dem Bau des ersten Fahrzeuges begonnen.

„Die Kollegen von Bombardier leisten eine hervorragende Arbeit, davon durfte ich mich heute persönlich überzeugen“, freut sich DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. Sein Kollege Lars Seiffert erweitert das Lob: „Trotz aller Schwierigkeiten durch die Pandemie kommt das für uns sehr wichtige Projekt der neuen Stadtbahnwagen gut voran. Auch dank des großen persönlichen Einsatzes der Schienenfahrzeugspezialisten von Bombardier und DVB.“ Gemeinsam mit den Projektleitern haben sie die Qualität der ersten Wagenkastenmodule geprüft und abgenommen. Insgesamt fertigt Bombardier Transportation 30 neue Straßenbahnfahrzeuge für Dresden. An der Neiße entstehen zunächst die Rohbauten der Karosserie. Der Innenausbau findet ab Februar 2021 im Bautzner Werk statt.

„Die Wagenkästen für die Dresdner Verkehrsbetriebe sind eines der ersten Straßenbahn-Projekte, das in der neu installierten Produktionslinie in Görlitz gebaut wird. Ich freue mich sehr, dass wir diesen wichtigen Meilenstein planmäßig erreicht haben und dem-nächst mit dem Innenausbau der neuen FLEXITY-Straßenbahn beginnen können. Mehr als 20 Sächsische Unternehmen liefern den Großteil der benötigten Materialien - aus Sachsen für Sachsen“, sagt Dirk Wunderlich, verantwortlich für das Nahverkehrsgeschäft in Deutschland bei Bombardier Transportation.

Die neue Stadtbahn trägt die Typenbezeichnung NGT DX DD. Dabei steht NGT für Nieder-flurgelenktriebwagen, DX für Drehgestellfahrzeug mit zehn Achsen und DD für Dresden. Das Fahrzeug besteht aus fünf, mit Gelenken beweglich miteinander verbundenen Wagenkastenmodulen. Der Rohbau eines Moduls setzt sich aus dem Untergestell, den Seitenwänden und dem Dach zusammen. Die Endmodule werden noch mit den Kopfteilen komplettiert. Diese Hauptbaugruppen werden im Görlitzer Bombardier-Werk zusammengesetzt und verschweißt. Zunächst kommen die Köpfe und Seitenwände auf das Untergestell, dann folgt das Dach. Wenn alles richtig sitzt, werden die Teile miteinander verschweißt und durch Wärme gerichtet. Zusätzlich bringen die Schweißer Halterungen an, die später zum Befestigen von Kabeln, Leitungen, Haltestangen, Sitzen etc. dienen. Um sicherzustellen, dass alle Maße den Vorgaben und die Schweißnähte der notwendigen Qualität entsprechen, werden die Wagenkästen sorgfältig inspiziert und vermessen. Besonders die Schweißnähte prüfen die Monteure akribisch. Einige werden sogar mit einem Röntgengerät untersucht und von Experten bewertet.

Das Untergestell wird aus rostträgem, sogenanntem wetterfestem Stahl gefertigt. Dach und Seitenwände entstehen aus nichtrostendem Stahl. Während der Kopf und dessen Einzelteile im Görlitzer Werk geschnitten, gekantet, entgratet und zusammengeschweißt werden, entstehen die Dachteile und Seitenwände in Bautzen und werden von dort nach Görlitz geliefert.

Anlieferung im August 2021 geplant

Die erste neue Stadtbahn soll im August 2021 in Dresden eintreffen. Nach der Inbetriebnahme und diversen Probefahrten im Netz wird voraussichtlich im Dezember 2021 der Probebetrieb mit Fahrgästen starten. Ab 2022 soll alle drei Wochen ein neuer Stadt-bahnwagen nach Dresden geliefert werden und nach einer kurzen Inbetriebnahmephase in den Linieneinsatz kommen. Bis Herbst 2023 sollen allen neuen Stadtbahnen an die DVB ausgeliefert sein.

Die ersten zwölf neuen Stadtbahnen werden auf der Linie 2 zwischen Kleinzschachwitz und Gorbitz eingesetzt. Sobald die Großenhainer Straße ausgebaut ist, können die folgenden elf Fahrzeuge dann auf der Linie 3 zwischen Wilder Mann und Coschütz fahren. Die beiden Linien gehören zu den nachfragestärksten im DVB-Netz. Mittelfristig besteht mit dem Einsatz auf der Linie 1 eine weitere Option für den Einsatz der neuen Wagen.

Der NGT DX DD ist mehr als 43 Meter lang und 2,65 Meter breit. Damit ist er 35 Zentimeter breiter als die bisherigen Dresdner Fahrzeuge. Im neuen Stadtbahnwagen finden bis zu 290 Passagiere Platz. Das sind 30 mehr als in unserem längsten Fahrzeug, dem NGT D12 DD. Der Wagenkasten lädt oberhalb der Bahnsteigkante aus, sodass keine Station umgebaut werden muss. Dafür benötigen die Neufahrzeuge mehr Platz zwischen den Gleisen um berührungsfrei aneinander vorbeizukommen. Beinahe 80 Prozent des DVB-Gleisnetzes sind bereits für die breiteren Bahnen vorbereitet. Für den Einsatz auf der Linie 7 müssen die DVB noch auf den Ausbau der Königsbrücker Straße sowie von Teilen der Kesselsdorfer Straße und Königsbrücker Landstraße warten. Die „7“ ist die meistgenutzte Dresdner Straßenbahnlinie.

Bürgerwünsche eingeflossen

Im Januar 2020 hatten sich rund 16.000 Besucherinnen und Besucher ein Bild vom dem 1:1-Modell der neuen Stadtbahn im Verkehrsmuseum gemacht. Dabei notierte die DVB-Marktforschung rund 2.000 Meinungen der Bürgerinnen und Bürger. Fast alle fanden die neue Bahn gut. Einige häufig geäußerte Änderungswünsche führten zu Anpassungen bei der Innenraumausstattung, zum Beispiel bei der Auswahl der Sitze.

Im August 2019 hatte die DVB den Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation mit dem Bau der neuen Stadtbahnen beauftragt. Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich auf etwa 4,2 Millionen Euro. Das gesamte Investitionsvolumen einschließlich Her-stellung, Service und langfristiger Wartung beträgt rund 197 Millionen Euro. Für den Kauf der Stadtbahnen reicht der Freistaat Sachsen 102,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an die DVB aus.

Quelle: Bombardier

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Datum 08.12.20

Bombardier modernisiert die Fahrzeuge der Baureihen 423 und 430 der S-Bahn Stuttgart im Auftrag der DB Regio AG

  • S-Bahnflotte in Stuttgart wird mit moderner Technik für mehr Fahrgastkomfort ausgestattet
  • Flotte erhält neues Innendesign sowie ein modernes Fahrgastinformations- und Infotainmentsystem und elektrische Steckdosen

BERLIN, Dec. 08, 2020 (GLOBE NEWSWIRE) -- Der globale Mobilitätsanbieter Bombardier Transportation hat von der Deutschen Bahn (DB) den Auftrag erhalten, die bestehende Stuttgarter S-Bahnflotte der Baureihen 423 und 430 zu modernisieren und damit die Reisequalität zu erhöhen. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 103 Millionen Euro (125 US-Dollar). Der Auftrag umfasst die Erbringung von Engineering-Leistungen für Redesign-Maßnahmen an den Flotten der Baureihen 423 und 430 der S-Bahn Stuttgart sowie den Umbau und Lieferung von jeweils drei umgerüsteten Prototypenfahrzeugen je Baureihe und die Lieferung des gesamten Materials für den Umbau der restlichen Fahrzeuge in Eigenregie durch die S-Bahn Stuttgart. Die Entwicklung wird an den Bombardier Standorten Mannheim und Hennigsdorf erfolgen, die Umrüstung der Prototypen in Hennigsdorf.

„Mit den Innenelementen unseres Redesigns entsprechen wir den modernen Erfordernissen urbaner Mobilität. Für die Fahrgäste in der Region Stuttgart bedeutet das besseren Fahrgastservice und mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen sowie Fahrräder durch zusätzliche Mehrzweckbereiche“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart.

„Wir sind stolz darauf, dass unser langjähriger Kunde und Partner S-Bahn Stuttgart, bei der Modernisierung der Bestandsflotte im Raum Stuttgart, auf uns als Fahrzeughersteller setzt. Die heute 157 und später insgesamt 215 S-Bahnen sind zum Teil seit mehr als zwei Jahrzehnten zuverlässig im Raum Stuttgart im Einsatz, legen pro Jahr über 23 Millionen Kilometer auf der Schiene zurück und bringen täglich mehr als vierhunderttausend Fahrgäste sicher ans Ziel. Wir freuen uns, sie für weitere Jahrzehnte fit zu machen“, sagt Francois Muller, Leiter des Service-Geschäfts bei Bombardier Transportation.

Das neue Innendesign zeichnet sich durch eine optimierte Aufteilung der verschiedenen Fahrzeugbereiche aus. Zudem werden die Züge mit WLAN, einem modernen Fahrgastinformations- und Infotainmentsystem sowie elektrischen Steckdosen für das Laden mobiler Endgeräte in verschiedenen Bereichen der Fahrzeuge ausgestattet. Außerdem werden die bestehenden Mehrzweckbereiche an den Wagenende um zwei zusätzliche Mehrzweckabteile in der Mitte ergänzt. Diese werden für Fahrräder optimiert und bestehen komplett aus Klappsitzen sowie bequemen Elementen zum Anlehnen. In Zukunft können Fahrgäste mit Fahrrädern die Stellflächen von zwei Einstiegstüren aus erreichen. Ein erleichterter Zugang wird auch bei den Mehrzweckabteilen vorne und hinten im Fahrzeug durch eine veränderte Sitzplatzgestaltung für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ermöglicht. Ebenfalls eingeführt wird ein automatisches Fahrgastzählsystem, sodass künftig unter anderem eine gezielte Prognose zur Auslastung der Züge möglich wird. Damit werden die Züge ähnlich ausgestattet sein, wie die neuesten Fahrzeuge, die 2018 bestellt wurden und deren Prototypen derzeit in Hennigsdorf gefertigt werden.

Quelle: Bombardier

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Datum 07.12.20

Mireo von Siemens Mobility gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design

  • Der Mireo-Zug hat die Kategorie Vorreiter des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Design gewonnen.

Der Mireo ist der neue, umweltfreundliche und wirtschaftliche Regional- und Pendlerzug von Siemens Mobility, der ein komfortables und inspirierendes Fahrerlebnis bietet. Die erste Flotte ist seit Juni 2020 in Baden-Württemberg im Rheintal-Netz im Einsatz und mittlerweile sind bereits über 180 Züge bestellt worden.

Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility: „Wir freuen uns sehr, dass unser Mireo-Zug die Kategorie Vorreiter des Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design gewonnen hat. Der Mireo verbindet Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und zeichnet sich durch ein sehr komfortables, barrierefreies Reiseerlebnis für die Fahrgäste aus. Darüber hinaus bieten die Varianten Mireo Plus H (Verwendung von Wasserstoff aus der Elektrolyse) und Mireo Plus B (Verwendung von Batterien) Betreibern die Möglichkeit, auf klimafreundliche Alternativen umzustellen – und so aktiv die Umwelt zu schützen.“

Der Mireo verbindet hohe Energieeffizienz mit Minimierung des Ressourceneinsatzes über den gesamten Lebenszyklus und erreicht damit eine beeindruckende Wirkung in den Transformationsfeldern Klima und Ressourcen.

Gleichzeitig steigert die Bereitstellung eines umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Zuges in Verbindung mit dem innovativen Design die Attraktivität des Zugverkehrs für Fahrgäste und fördert damit die gesellschaftliche Entwicklung hin zum Zugverkehr, der im Gegensatz zu anderen Verkehrsmitteln eine weit nachhaltigere Art der Mobilität darstellt. Der Mireo berücksichtigt dabei vollumfänglich die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Fahrgästen und bietet generationenübergreifend ein komfortables Reiseerlebnis.

Der Mireo wird auch mit alternativen Antriebstechnologien (Wasserstoff und Batteriesysteme) angeboten. Für die Batterie-Variante besteht bereits eine Bestellung über 20 Züge. Zusammen mit der Deutschen Bahn entwickelt Siemens Mobility ein neuartiges Gesamtsystem aus Wasserstoffzug und spezieller Tankstelle. Darüber hinaus entwickelt Siemens Mobility gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmen Ballard Power Systems und der RWTH Aachen einen Brennstoffzellenantrieb.

Quelle: Siemens Mobility

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Datum 03.12.20

Bombardier übergibt 200. TRAXX-Lokomotive an Railpool

Meilenstein markiert lange Partnerschaft: (von links) Mike Niebling, Direktor Vertrieb, TRAXX-Lokomotiven, Bombardier Transportation, Jörg Wurdinger, Head of Portfolio Railpool, Bombardier Transportation, Thomas Rendler, Leiter Standort Kassel, Bombardier Transportation, Johannes Kill, Leiter Fahrzeugprojekte, Railpool, Klaus Hiller, Leiter Projekte, Railpool nahmen an der Übergabe der 200. TRAXX-Lokomotive an Railpool am Bombardier-Standort in Kassel teil.

  • Die Übergabe unterstreicht mehr als zehn Jahre enge Partnerschaft zwischen den beiden Schienenverkehrsunternehmen
  • Railpool, einer der größten TRAXX-Kunden, hat fast 10 Prozent der weltweiten TRAXX-Lokomotivflotte bestellt

Der Anbieter von Mobilitätslösungen Bombardier Transportation hat heute die 200. BOMBARDIER TRAXX-Lokomotive an seinen Kunden Railpool, eine der führenden Schienenfahrzeug-Leasinggesellschaften Europas, ausgeliefert. Die Übergabe fand am Bombardier-Standort Kassel in Deutschland statt. Sie unterstreicht die starke Partnerschaft zwischen Bombardier und Railpool, die seit mehr als einem Jahrzehnt besteht.

„Unsere erste TRAXX-Lokomotive wurde 2009 ausgeliefert; die intensive Zusammenarbeit mit Bombardier machte den erfolgreichen Start von Railpool möglich. Bis heute haben wir insgesamt 232 TRAXX-Lokomotiven bestellt. Diese Lokomotiven sind bei unseren Kunden in 16 Ländern im Einsatz“, sagte Torsten Lehnert, CEO von Railpool.

„Wir freuen uns, diesen Meilenstein mit Railpool, einem unserer größten und wichtigsten Lokomotivkunden, zu feiern. Gemeinsam haben wir die TRAXX-Lokomotivplattform technisch weiterentwickelt, zum Beispiel was unsere Last-Mile-Funktionalität, den Zusatzdieselmotor für Elektrolokomotiven, angeht. Wir freuen uns weiterhin auf viele weitere Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit“, sagte Peter Ammann, Head of Global Business Development Locomotives, Bombardier Transportation.

Die neu gelieferte TRAXX MS2E-Lokomotive ist für den grenzüberschreitenden Verkehr in sieben europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Polen, Niederlande, Tschechien, Slowakei und Ungarn) zugelassen. Sie ist eine von zehn Lokomotiven, die im Dezember 2018 bestellt wurden.

In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 2.300 TRAXX-Lokomotiven verkauft. Zusammen erreichen die im Betrieb befindlichen TRAXX-Lokomotiven eine jährliche Laufleistung von 300 Millionen km - die Lokomotiven sind in diesem Zeitraum also 7.500 Mal um die Erde gefahren. Sie sind für den Betrieb in 20 Ländern auf der ganzen Welt zugelassen.

Quelle: Bombardier

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Datum 01.12.20

Alstoms Wasserstoffzug beendet erfolgreich dreimonatigen Testbetrieb in Österreich

Alstom iLint OeBB Wien Copyright Alstom Christophe Busse

  • Coradia iLint erhält die volle Zulassung für das österreichische Streckennetz und hat den Einsatz im regulären Fahrgastbetrieb der ÖBB erfolgreich abgeschlossen

Alstoms Coradia iLint, der weltweit erste Wasserstoff-Brennstoffzellenzug, hat den dreimonatigen Testbetrieb auf den Regionalstrecken der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erfolgreich abgeschlossen. Zudem hat er die offizielle Zulassung der obersten Eisenbahnhörde im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) für das Streckennetz in Österreich erhalten.

Mit diesen wichtigen Meilensteinen ist Österreich nach Deutschland das zweite Land in Europa, in dem der Coradia iLint ab sofort als emissionsfreie Alternative zu Dieseltriebzügen in vollem Umfang eingesetzt werden kann. Alstom unterstreicht damit einmal mehr seine weltweit führende Position in der Wasserstoffmobilität auf der Schiene. Kein anderer Zughersteller hat derzeit einen geprüften und erprobten sowie serienreifen Wasserstoffzug auf dem Markt.

„Wir sind außerordentlich stolz, dass der Coradia iLint seine Eignung für alle Einsatzstrecken bewiesen hat. Selbst auf Steilstrecken überzeugt er mit seiner Leistungsstärke. Ganz zu schweigen von unserem Stolz, dass der Zug nun auch in Österreich die offizielle Zulassung erhalten hat. Ich gratuliere auch den ÖBB zu ihrer Vorreiterrolle bei der Erprobung der Wasserstofftechnologie auf der Schiene in Österreich“, so Gian Luca Erbacci, Senior Vice President Europe.

Während des dreimonatigen Testbetriebs auf vier anspruchsvollen Strecken im südlichen Niederösterreich, Wien und der Oststeiermark konnten sich die ÖBB und die Fahrgäste von der Einsatz- und Leistungsfähigkeit  der neuen Antriebstechnologie auf Basis von Brennstoffzellen überzeugen – auch auf steilen Streckenabschnitten und bei unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen. Die ÖBB zeigen sich mit dem Wasserstoffzug und dem Ablauf des Testbetriebs sehr zufrieden. Im Anschluss an den erfolgreichen Betrieb in Österreich werden die gesammelten Daten nun analysiert, um die Technologie für den jeweiligen Einsatzbereich weiter zu perfektionieren.

Die Meilensteine von Alstoms Coradia iLint, dem weltweit ersten Wasserstoff-Brennstoffzellenzug, im Überblick:

  • 27. November 2020 Der Coradia iLint beendet erfolgreich den dreimonatigen Testbetrieb im regulären Fahrgastbetrieb der ÖBB.
  • Oktober 2020 Der Coradia iLint erhält als erster Wasserstoffzug die Zulassung für das Streckennetz in Österreich durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).
  • März 2020 Alstom testet seinen Brennstoffzellenzug Coradia iLint zehn Tage lang erfolgreich auf der 65 Kilometer langen Strecke zwischen Groningen und Leeuwarden in der niederländischen Provinz Groningen.
  • Mai 2019 Die RMV-Tochter fahma bestellt die größte Brennstoffzellenzug-Flotte der Welt bei Alstom. 27 Brennstoffzellenzüge ersetzen ab 2022 Dieseltriebwagen auf vier Regionalzuglinien im Taunus. Damit hat Alstom insgesamt 41 Fahrzeuge verkauft.
  • Januar/Februar 2019 Der Coradia iLint geht auf „Railshow“ in sechs Bundesländern.
  • September 2018-Februar 2020 Nach 530 Tagen und mehr als 180.000 gefahrenen Kilometern endet der Probebetrieb der beiden weltweit ersten Wasserstoffzüge im Weser-Elbe-Netz erfolgreich.
  • Juli 2018 Der Coradia iLint erhält die Zulassung für den Passagierverkehr im öffentlichen Netz in Deutschland.
  • März/April 2017 Der Coradia iLint absolviert erste Testfahrten auf der werkseigenen Strecke in Salzgitter bei 80 km/h und in Velim (Tschechien) bei bis zu 140 km/h.
  • November 2017 Alstom und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) unterzeichnen einen Vertrag über 14 Coradia iLint, die ab Anfang 2022 die bisherigen Dieselzüge im Weser-Elbe-Netz ersetzen sollen.
  • September 2016 Alstom stellt auf der InnoTrans in Berlin seinen emissionsfreien Zug Coradia iLint vor.

Quelle: Alstom

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