Verkehrsnachrichten-Rubrik: Archiv Januar 2019

Datum 31.01.19

Mit Strom durch das Allgäu – Vorschau auf das Baujahr 2019

Nachdem die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Strecke München-Lindau hauptsächlich in dem 100 Kilometer langen östlichen Abschnitt zwischen Geltendorf und Leutkirch durchführte, verlagert sich nun das Geschehen auf den westlichen Teil der Strecke. Umfangreiche Arbeiten werden von April bis Oktober auch den Zugverkehr stellenweise stark beeinträchtigen. Ziel ist es, über 80 Kilometer Gleise zu elektrifizieren sowie rund 1300 Oberleitungsmasten und fast 11 Kilometer Schallschutzwände zu errichten.

„Dieses Jahr wird ähnlich bauintensiv wie 2018. Leider lassen sich dabei Streckensperrungen und Ersatzverkehre mit Bussen nicht vermeiden. Dafür werden wir Ende des Jahres sagen können: Zwischen Geltendorf und Hergatz, also für rund zwei Drittel der Strecke, liegt das Meiste hinter uns und bis Ende 2020 dürfen wir uns alle auf die Fertigstellung des Restabschnitts bis Lindau und den Beginn des schnellen und sauberen Zugverkehrs freuen,“ so DB-Projektleiter Matthias Neumaier.

Vom 12. April bis 6. Oktober werden neben der eigentlichen Elektrifizierung durch die DB zwischen Aichstetten und Hergatz drei Bahnübergänge und fast sieben Kilometer Gleise erneuert, der Bahnhof Kißlegg umgebaut, Schallschutzwände in Leutkirch, Kißlegg und Wangen errichtet und das Umrichterwerk für die Stromversorgung weitergebaut. Herausragendes Bauwerk wird im Herbst eine neue 136 Meter lange Bahnbrücke über die Obere Argen im Stadtgebiet von Wangen (Fertigstellung 2020) sein.

Der eingleisige, 40 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Aichstetten und Hergatz muss für den Zugverkehr mehr als fünf Monate gesperrt bleiben. Die Bahngesellschaften werden die veränderten Fahrzeiten und Ersatzverkehre vorab in den Fahrplanmedien kommunizieren. Bahnreisende können darauf setzen, dass die Anschlüsse in den Umsteigebahnhöfen Memmingen, Kißlegg und Aulendorf erhalten bleiben. Sie sollten aber berücksichtigen, dass

  • zwischen Aichstetten und Memmingen die Züge stündlich in leicht veränderten Fahrzeiten verkehren
  • zwischen Aulendorf und Kißlegg die RAB-Züge stündlich in ihren gewohnten Fahrzeiten unterwegs sein werden.
  • zwischen Aichstetten und Hergatz Bus-Ersatzverkehr stattfinden wird. In beiden Bahnhöfen kann es dabei zu längeren Wartezeiten kommen.

Auf der zweigleisigen Stecke zwischen Hergatz und Lindau laufen Bauarbeiten und Zugverkehr überwiegend parallel. Nur an vier Wochenenden im Mai, Juli, August und September sowie während der Osterferien muss wegen Weichen- und Brückenarbeiten dieser Abschnitt komplett gesperrt werden. Ausfallende Züge werden durch Busse ersetzt.

Ebenfalls in den Oster- und in den Sommerferien finden auch zwischen Memmingen und Sontheim sowie zwischen Buchloe und Geltendorf Arbeiten an Eisenbahnbrücken und zur Elektrifizierung statt, begleitet von mehrtägigen Streckensperrungen und Schienenersatzverkehr. Im Ostabschnitt der Strecke, zwischen Geltendorf und Buchloe dauern die Elektrifizierung- und Schallschutzarbeiten von März bis teilweise zum Ende der Sommerferien, allerdings ohne große Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs, da der Abschnitt zweigleisig ist.

Im Stadtgebiet Lindau führt DB Netz 2019 umfangreiche Bauarbeiten vor allem während der Sommerferien in Lindau-Reutin mit Schienenersatzverkehr nach Österreich durch. Für einen kurzen Zeitraum von 06.09. bis 08.09. muss wegen Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks der ganze Zugverkehr in Lindau eingestellt werden. Im Zuge des Ausbaus der Südbahn wird im Herbst (16.09. – 21.12.) die Strecke von Friedrichshafen nicht befahrbar sein.

Für die Dauer der Sperren wird von den ÖBB ein Schienenersatzverkehr zwischen Lochau-Hörbranz, bzw. Bregenz und Lindau eingerichtet. Alle weiteren Informationen dazu sind im Online-Fahrplan eingearbeitet.

Die Elektrifizierung der Strecke schafft die Voraussetzungen, um ab Dezember 2020 für das Allgäu ein zeitgemäßes Verkehrsangebot mit kürzeren Reisezeiten realisieren zu können. Die Fahrzeit zwischen den beiden europäischen Metropolen München und Zürich verkürzt sich um fast eine Stunde auf weniger als 3 Stunden 30 Minuten. Die Schweizer Neigetechnikzüge „Astoro“ ermöglichen eine höhere Geschwindigkeit in den Kurven und erreichen künftig auf weiten Abschnitten Tempo 160.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 31.01.19

Die ersten beiden IC2000-Fahrzeuge sind komplett modernisiert       

  

Die IC2000-Züge befördern täglich rund 180 000 Reisende und verbinden Schweizer Städte wie Genf, Basel, Bern, Brig, Zürich, St. Gallen, Luzern oder Chur. Seit letztem Sommer werden die ersten der 341 Wagen rundum erneuert und dafür bis auf den Kern ausgehöhlt. Heute präsentiert die SBB die ersten beiden modernisierten Prototypen im Werk Olten. Die ab den 1990er-Jahre beschafften Fahrzeuge bieten nach der Modernisierung noch mehr Fahrtkomfort und sind bereit für weitere 20 Betriebsjahre. Die SBB investiert über 300 Millionen Franken in diese Erneuerung.  

Die Rundumerneuerung der IC2000-Flotte ist die grösste Fahrzeug-Modernisierung in der Geschichte des Fernverkehrs: Über 300 Millionen Franken investiert die SBB in die Erneuerung der 341 Wagen, welche zusammen mit den Re460-Lokomotiven das Rückgrat des Schweizer Fernverkehrs sind. Die Kunden profitieren mehrfach: Mit der Modernisierung wird das Innendesign der Fahrzeuge heller, ein neues LED-Beleuchtungskonzept spart Energie und sorgt mit indirekter Beleuchtung für ein freundliches, einladendes Ambiente. Alle Wagen erhalten neue Sitzpolster und neue Teppiche. Die Steckdosen werden direkt in die neuen Abteiltische integriert, die Business-Zone wird mit einem Office-Bereich erweitert und mit induktiven Ladeflächen zum Laden von Smartphones ausgestattet. Verbessert wird auch der Mobilfunkempfang dank mobilfunkdurchlässigen Fensterscheiben, die in dieser Grössenordnung erstmals zum Einsatz kommen und für künftige Mobilfunkgenerationen wie 5G bereit sind. Die Speisewagen der IC2000-Flotte werden umgestaltet und erscheinen in einem hellen, modernen Ambiente, sie werden zudem mit neuen Tischen und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Schliesslich erhalten die WC-Kabinen der Familienwagen Wickeltische. Bereits vor der Modernisierung wurde die Anzahl Veloabstellplätze in allen 40 Wagen von 200 auf 360 erhöht.

Auch in die Sicherheit wird weiter investiert: Zusätzliche Sicherheitselemente wie Fahrgastsprechstellen und Branderkennungsanlagen werden neu in den Wagen angebracht. Zentral bei der Modernisierung der Fahrzeuge sind zudem die umfassenden technischen Revisionen und die frische Aussenlackierung der Wagenkasten in den SBB-Farben – mit dieser wird das Erscheinungsbild an die neueren Züge angeglichen.

Gleichzeitiges Arbeiten an 14 Wagen

Die Arbeiten an der IC2000-Flotte sind mit grossem Aufwand verbunden: Zwischen 2019 und 2024 werden über 120 SBB-Spezialisten täglich im Einsatz sein, um die Wagen auf Vordermann zu bringen – Mechaniker, Elektriker, Bodenleger, Schreiner, Schlosser, Maler, Logistiker, Arbeitsvorbereiter und Techniker. Die Modernisierung eines Wagens dauert 8 Wochen, jeden dritten Arbeitstag wird ein Fahrzeug fertiggestellt. Im Werk Olten wird jeweils an 14 Wagen gleichzeitig gearbeitet, dies entspricht etwas mehr als einer Komposition in gewohnter Zusammenstellung. Insgesamt werden über 32 000 Sitze neu gepolstert, 40 Kilometer Teppich verlegt und über 120 Tonnen Farbe aufgetragen. Nach der Erneuerung werden die Fahrzeuge bereit sein, weitere 20 Jahre zuverlässig auf den Schweizer Schienen zu verkehren. Nach der Prototyp-Phase ist der Start der Serienproduktion ab Ende 2019 vorgesehen. Der erste modernisierte IC2000-Zug wird voraussichtlich im Herbst 2019 eingesetzt. Neben den neuen Fernverkehrs-Doppelstockzügen ist die IC2000-Flotte mit ihrer Kapazitätsstärke auch künftig ein zentraler Bestandteil der SBB-Fernverkehrsflotte im Intercity- und Interregio-Verkehr.

Gemäss SBB-Flottenstrategie werden Fahrzeuge ca. in der Hälfte einer 40-jährigen Lebensdauer umfassend modernisiert, sodass sie weitere 20 Jahre zuverlässig verkehren können.

Quelle: SBB

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Datum 29.01.19

„Rodelblitz“ startet Anfang Februar in die 21. Saison

Mit dem Dampfzug „Rodelblitz“ startet das gemeinsame Nostalgieprogramm des Freistaates Thüringen und DB Regio Südost am ersten Februarwochenende in die 21. Saison. Am 2. und 3. Februar fährt der historische Dampfzug von Erfurt über Steinbach-Hallenberg nach Eisenach. Weitere Fahrten des „Rodelblitz“ finden am 9./10. Februar von Eisenach über Steinbach-Hallenberg nach Arnstadt und am und 16./12. Februar von Eisenach über Meiningen nach Arnstadt statt. Steinbach-Hallenberg, der Heimatort der Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm, ist ein idealer Ausgangspunkt für Ski- und Langlauftouren durch den Thüringer Wald.

Neu im Programm: Nach mehrjähriger Pause kehrt der „Sommergewinn-Express“ zurück. Am 30. März bringt er die Fahrgäste von Greiz über Gera, Jena, Weimar und Erfurt zum größten Frühlingsfest Deutschlands nach Eisenach. Mit dem „Frühlings-Express“ geht es am 27. April von Erfurt über Halle (Saale) nach Ferropolis, zum Freilichtmuseum in der „Stadt aus Eisen“ und in das Grubenbahnmuseum. Dort zeugen Großgeräte, Maschinen und Anlagen sowie Fahrzeuge von der langjährigen Geschichte des Braunkohletagebaus im mitteldeutschen Revier. Der „Kyffhäuser-Express“ fährt am 14. September erstmals von Eisenach über Nordhausen nach Klostermansfeld. Ausflugsziele sind die Nordhäuser Traditionsbrennerei, das Kyffhäuser-Denkmal oder die Mansfelder Bergwerksbahn.

Darüber hinaus gibt es in diesem Jahr wieder bekannte und gern genutzte Nostalgiefahrten, wie den „Elstertal-, Rotkäppchen- und Altenburger-Express“ in historischen Reisezugwagen der ehemaligen Deutschen Reichsbahn. Die Nostalgiezüge „Feen-Wander- und Saale-Sormitz-Express“ finden sich im Jahresprogramm genauso wieder wie der „Spielzeug- und Zwergen-Express“. Am 11. Mai geht der „Regenbogen-Express“ zugunsten der Elterninitiative leukämie- und tumorerkrankter Kinder Suhl/Erfurt e. V. zur 25. Regenbogentour auf die Reise.

Ausklingen wird die Nostalgiesaison 2019 mit romantischen Fahrten in der Adventszeit. Dazu gehören der „Harz-Express“ von Erfurt über Nordhausen nach Goslar, der „Nikolaus-Express“ von Erfurt nach Gera, zwei Fahrten des Wartburg-Express“ von Altenburg nach Eisenach und der „Erzgebirge-Express“ von Erfurt nach Schwarzenberg.

Gezogen werden die Sonderzüge von historischen Lokomotiven. Informationen zu den Fahrten, eingesetzten Fahrzeugen und Möglichkeiten des Fahrscheinkaufs sind unter www.bahnnostalgie-thueringen.de erhältlich.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 29.01.19

Eine Karte für die Eisenbahn in ganz Sachsen

Die fünf sächsischen Verkehrsverbünde haben ihren gemeinsamen Schienennetzplan auf den neuesten Stand gebracht. „Eisenbahnen in Sachsen“ bietet einen Überblick über alle Bahn-Strecken im Freistaat sowie Informationen zu Tarifen und Kontaktmöglichkeiten. Die kompakte Karte ist ab sofort bei allen Verkehrsverbünden und den Servicestellen kostenfrei erhältlich und hängt an Bahnhöfen und in den Zügen aus.

Auf der Rückseite der Karte finden sich Informationen zu den Verkehrsverbünden und  Hinweise zu günstigen Tickets. Auf der Karte zeigen die Verbünde wofür sie stehen und was ihre Aufgabe ist: Busse und Bahnen in ihren Gebieten besser zu verknüpfen und mit einem Ticket alles fahren zu können. Für Fahrten durch den ganzen Freistaat gibt es eine Auswahl an Fahrkarten, die kurz erläutert wird. Für umfassende Informationen sind alle Kontaktdaten der Unternehmen und Verbünde angegeben. So wird das Umsteigen auf Bus und Bahn in ganz Sachsen einfacher und übersichtlicher, denn auf den Gleisen ist es bunt geworden: Heute sind in Sachsen 15 Bahngesellschaften unterwegs. Von A wie abellio über D wie DB Regio bis V wie Vogtlandbahn.

Alle Informationen zu Fahrplänen und Tarifen gibt es bei den sächsischen Verkehrsverbünden und Bahnen und im Internet unter www.mdv.dewww.vms.dewww.vvo-online.dewww.vogtlandauskunft.de und www.zvon.de.

Quelle: VVO

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Datum 26.01.19

Reallabor Schorndorf geht zu Ende und zieht positive Bilanz

Busfahren nach Bedarf statt nach Fahrplan – im europaweit einmaligen Forschungsprojekt Reallabor Schorndorf haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit den Bürgern der Stadt Schorndorf ein flexibles und bedarfsgerechtes Bussystem entwickelt und in der Praxis getestet. Von März bis Dezember 2018 ersetzte der Bedarfsbus zwei reguläre Buslinien. Neben den bisherigen Haltestellen gab es mehr als 200 potenzielle Ein- und Ausstiegsorte. Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutete das: kürzere Fußwege, neue Direktverbindungen und mehr Flexibilität – gerade auch in Zeiten niedriger Auslastung.

Nach rund drei Jahren endete das Reallabor Schorndorf mit einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 25. Januar 2019. Zu den Partnern der DLR-Verkehrswissenschaftler zählten die Stadt Schorndorf, der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS), Knauss Linienbusse, die Hochschule Esslingen sowie das Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS) der Universität Stuttgart.

"Im Forschungsprojekt Reallabor Schorndorf haben Wissenschaft, Kommune und Unternehmen mit Bürgerinnen und Bürgern Hand in Hand eine wegweisende Lösung für den öffentlichen Nahverkehr erarbeitet. Der flexible Bedarfsbus verknüpft auf intelligente Weise Mobilität und Digitalisierung. Solche Erfolgsbeispiele zeigen deutlich, dass Baden-Württemberg mit dem Modell Reallabor den richtigen Weg eingeschlagen hat: Hier arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam an zentralen gesellschaftlichen Fragestellungen und erproben zukunftsweisende Lösungen in der Realität", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zum Abschluss des Reallabors.

In Baden-Württemberg werden seit 2015 insgesamt 14 Reallabor-Vorhaben mit rund 18 Millionen Euro gefördert. Mit seinen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen von Weltrang werde Baden-Württemberg die Zukunft der Mobilität entscheidend und nachhaltig prägen, zeigte sich die Ministerin überzeugt.

Auch der Schorndorfer Oberbürgermeister Klopfer erklärte dazu: "Für die Stadt Schorndorf ist ein attraktiver ÖPNV sehr wichtig. Wir haben durch die Realisierung des Reallabor-Projektes in unserer Stadt gezeigt, dass wir innovativen und zukunftsweisenden Projekten offen gegenüberstehen und diese aktiv mitgestalten – gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern. Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Reallabor-Projekt zeigen konnten, dass die Verknüpfung digitaler Systeme mit einem flexiblen öffentlichem Personennahverkehr funktioniert. Für mich ist das ein wichtiger Schritt Richtung Mobilität der Zukunft."

Die Zahlen: 10.000 Fahrgäste, halbierter Kraftstoffverbrauch, keine Leerfahrten

Während des Projekts haben die Forscherinnen und Forscher eine Vielzahl an Daten und Erfahrungen gesammelt. Deren Auswertung liefert neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wie sich zukunftsweisende Mobilitätskonzepte für den öffentlichen Nahverkehr gestalten und umsetzen lassen.

Insgesamt beförderten die beiden im Projekt eingesetzten Kleinbusse mehr als 10.000 Fahrgäste und legten über 20.000 Kilometer zurück. Durchschnittlich nutzten jedes Wochenende rund 250 Personen das Angebot. Zwei Drittel davon bestellten den Bus mittels Smartphone-App, ein Drittel nutzte den telefonischen Bestellservice. Alle weiteren Optionen – Bestellung über die Website oder in teilnehmenden Geschäften, Restaurants und Cafés – wurden nur selten in Anspruch genommen.

"Der praktische Betrieb des Bedarfsbusses hat sehr gut die Chancen und Herausforderungen eines solchen Systems aufgezeigt", bilanziert die Projektleiterin des Reallabors Schorndorf und DLR-Forscherin Mascha Brost. Im Vergleich zum Liniensystem konnten etwa zehn Prozent der Fahrzeugkilometer und gut 20 Prozent der möglichen Umläufe komplett eingespart werden, weil keine Buchungen vorlagen. Da kleinere Busse im Einsatz waren, ließ sich der Kraftstoffverbrauch um mehr als die Hälfte senken. Gerade das Vermeiden von Leerfahrten haben viele Schorndorferinnen und Schorndorfer in Umfragen sehr positiv bewertet.

Intensive Kommunikation und Begleitung als Erfolgsfaktoren

Bestätigt hat sich auch, dass Entwicklung und Betrieb eines Bedarfsbussystems viel Begleitung und Kommunikation erfordern, um alle Bevölkerungsgruppen mitzunehmen. "Der Bus fährt nur, wann und wo er gebraucht wird – das bietet viel Flexibilität. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Nutzerinnen und Nutzer: Sie müssen selbst aktiv werden, sich informieren und den Bus bestellen", fasst Mascha Brost vom DLR zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt lag deshalb auf dem Aspekt der Partizipation. Das Team des Reallabors band Bürgerinnen und Bürger sowie kommunale Gremien intensiv in die Arbeiten ein: mit öffentlichen Informationsveranstaltungen, Befragungen, Testnutzerinnen und Testnutzern, Mobilitätswerkstätten und intensiven Kommunikationsmaßnahmen über den ganzen Projektzeitraum. "Von Beginn an waren die Schorndorferinnen und Schorndorfer Teilhaber und Mitentwickler. Ihr Wissen, ihre Wünsche und Anforderungen flossen in die Gestaltung ein. So konnten wir gemeinsam einen Bedarfsbus entwickeln, der speziell auf die Gegebenheiten vor Ort ausgerichtet war und gleichzeitig Transparenz und Akzeptanz des Vorhabens fördern", beschreibt Projektleiterin Brost. Nutzerbefragungen verzeichneten eine entsprechend positive Entwicklung: Waren im Mai 2018 rund 34 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Bedarfsbus, stieg die Zahl im Oktober 2018 auf 50 Prozent. Deutlich zeigte sich bei den Auswertungen ein Generationensplit: Jüngere Nutzerinnen und Nutzer gaben an, mit dem System besser zurecht zu kommen und zufriedener zu sein als ältere.

Visionäre Fahrzeugkonzepte für den Bedarfsbus der Zukunft

Die Entwicklung innovativer Fahrzeugkonzepte war ein weiterer Schwerpunkt im Reallabor Schorndorf. Sie sollen möglichst optimal auf die Anforderungen eines Bedarfsbuskonzepts ausgelegt sein. Größe, Zahl der Sitzplätze, Barrierefreiheit und Innenraumgestaltung flossen dabei genauso in die Überlegungen ein wie Fragen nach Antriebstechnologie, Energieverbrauch und Emissionsausstoß. Die Reallabor-Forscherinnen und -Forscher präsentieren ihre Ideen und Visionen in einer Ausstellung, die im Zuge der Abschlussveranstaltung am 25. Januar 2019 eröffnet wurde. Die Ausstellung im Foyer des Schorndorfer Rathauses steht Besucherinnen und Besuchern bis zum 17. Februar 2019 offen.

Hintergrund: Reallabor Schorndorf

Das "Reallabor Schorndorf: Zukunftsweisender Öffentlicher Verkehr - Bürgerorientierte Optimierung der Leistungsfähigkeit, Effizienz und Attraktivität im Nahverkehr (BOOLEAN)" war eines von sieben Forschungsprojekten, die gefördert vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zukunftsfähige Lösungen für Herausforderungen in Ballungsräume erprobt haben. In den Reallaboren stießen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen mit Kommunen, Unternehmen und Bürgern Veränderungen in der Stadt an und begleiteten, beobachteten und analysierten diesen Innovationsprozess. Das Reallabor Schorndorf erhielt eine Förderung von rund 1,2 Millionen Euro über die Projektlaufzeit von drei Jahren.

Quelle: DLR

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Datum 25.01.19

Zuschlag erteilt für Eisenbahnnetz Elbe-Spree  

Ostdeutsche Eisenbahn fährt ab Dezember 2022 den Regionalexpress RE 1 Magdeburg – Berlin – Frankfurt (Oder)  

Der Zuschlag für die Leistungen im Eisenbahnnetz Elbe-Spree wurde in dieser Woche erteilt. Bestandteil des Vertrages sind für Sachsen-Anhalt die Regionalexpress-Linien   

  • RE 1 Magdeburg – Brandenburg – Berlin – Frankfurt (Oder)  
  • RE 7 Dessau-Roßlau – Bad Belzig – Berlin – Senftenberg  

Den Zuschlag für den RE 1 erhielt die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) und für den RE 7 die DB Regio AG. Der RE 1 wechselt also von DB Regio zur ODEG; der RE 7 bleibt bei DB Regio. Der Elbe-Spree-Vertrag beginnt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 und läuft 12 Jahre (bis Dezember 2034). Die Vergabe ist Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung der Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Stadt Berlin.   

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel sagte dazu: „Der RE 1 und der RE 7 sind für die Sachsen-Anhalter wichtige Zugverbindungen nach Berlin. Wir setzen daher große Erwartungen in die Ostdeutsche Eisenbahn und DB Regio, auf diesen Strecken jederzeit ein attraktives Angebot zu gewährleisten. Nur so wird es uns gelingen, noch mehr Fahrgäste zu gewinnen.“   

Auf beiden Linien bleibt der bewährte Fahrplan erhalten.  

Für den RE 1 sind Neufahrzeuge von der ODEG vorgesehen: Eingesetzt werden sollen Doppelstocktriebwagen vom Typ Desiro HC des Herstellers Siemens mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, 637 Sitzplätzen und 49 Fahrradabstellplätzen. Die Neufahrzeuge bieten zwei barrierefreie Toiletten je Fahrzeug und zwei Einstiegshöhen an den Servicewagen, die barrierefreien Einstieg auch bei verschiedenen Bahnsteighöhen ermöglichen. Die Fahrzeuge verfügen über Videoaufzeichnung mit Aggressionserkennungssystem, Armlehnen, Klapptische, Steckdosen, WLAN und Fahrgastinformationsbildschirme. Die 1. Klasse hat Sitze mit speziellem Lederbezug.  

Beim RE 7 fahren auch künftig die bisherigen bewährten Fahrzeuge; sie werden allerdings zuvor umfassend modernisiert. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und verfügen über 270 Sitzplätze, 21 Fahrradstellplätze und eine barrierefreie Toilette. Sie werden ausgerüstet mit Videoaufzeichnung, Armlehnen, Klapptischen, Steckdosen, Fahrgastinformationsbildschirme und WLAN.   

Der Verkehrsvertrag umfasst 26,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr und ist damit die größte Vergabe im Schienenpersonennahverkehr in ganz Deutschland. Dabei hat das Land Sachsen-Anhalt einen Anteil von ca. 1,2 Mio. Zugkilometer pro Jahr.

Die ODEG ist in Teilen Sachsen-Anhalts bereits bekannt. Unterwegs ist sie einmal täglich auf der Strecke Stendal – Rathenow und hat drei Jahre alle Leistungen der Linie Stendal – Rathenow gefahren (fährt jetzt HANS). Die ODEG fährt bereits Leistungen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, darunter auch anspruchsvolle Linien wie Wismar – Wittenberge – Berlin – Cottbus und (Stendal –) Rathenow – Berlin – Jüterbog.

Quelle: NASA

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Datum 25.01.19

ODEG erhält Zuschlag für Los 1 und Los 4 des Netzes Elbe-Spree

Die Vergabe des Netzes Elbe-Spree (NES) ist entschieden: Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft mbH (ODEG) hat den Zuschlag für die Lose 1 und 4 des NES-Netzes vom VBB Verkehrsbund Berlin-Brandenburg, der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern VMV und dem Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt NASA erhalten.

Los 1 beinhaltet die Regionalexpresslinie RE1, die Magdeburg über Berlin und Frankfurt (O.) mit Cottbus verbindet. Die Linie wird mit neuen 6-teiligen Siemens Desiro HC bedient. Diese Züge verfügen über mehr als 630 Sitzplätze und werden in der Hauptverkehrszeit 3-mal stündlich zwischen Brandenburg a. d. Havel und Frankfurt (O.) verkehren.

Zum Los 4 gehört die Linie RE8 sowie weitere Regionalbahnlinien. Auf dem RE8 und der RB17 wird künftig die bewährte Stadler KISS-Flotte der ODEG zum Einsatz kommen. Die KISS-Züge werden dazu einer umfassenden Modernisierung unterzogen und unter anderem mit einem kostenfrei nutzbaren WLAN und einem neuen Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Diese ODEG-Bestandsflotte wird für die Verkehre auf der RB17 und dem RE8 um weitere Fahrzeuge des Typs Siemens Desiro HC, 4-teilig, ergänzt.

Insgesamt beinhaltet der Zuschlag 13 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Die Betriebsaufnahme startet mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 12 Jahren.

„Der Zuschlag ist eine Bestätigung für die bisherige gute Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der ODEG. Wir freuen uns, den Fahrgästen weiterhin unseren hervorragenden Service anbieten zu können“ erklärt Jost Knebel, CEO der NETINERA Deutschland GmbH.

Quelle: NETINERA Deutschland

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Datum 24.01.19

Projektbeirat ABS 38: Mit neuem Projektzuschnitt noch schneller zwischen München und Salzburg

Neben dem kompletten zweigleisigen Ausbau zwischen Tüßling und Freilassing kommen weitere ergänzende Maßnahmen zur Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS 38) hinzu. Im überarbeiteten Bundesverkehrswegeplan wird die Walpertskirchener Spange dem Großprojekt zugerechnet, ebenso wie das Fernbahngleis zum Flughafen (Teilprojekt Erdinger Ringschluss). Zudem beinhaltet der neue Planungsauftrag Reisezeitverkürzungen zwischen Markt Schwaben und Ampfing.

Dies teilte der regionale Projektbeirat der ABS 38 unter der Leitung von MdL Dr. Marcel Huber und dem DB-Konzernbevollmächtigten Klaus-Dieter Josel bei seiner Sitzung am Donnerstag mit.

Die Reisezeitverkürzung soll durch die Anhebung der maximalen Streckengeschwindigkeit im Bereich Markt Schwaben – Ampfing auf bis zu 200km/h erreicht werden. Welche konkreten Anpassungen dies für die Planung bedeutet, wird derzeit vom Projektteam überprüft. Feststeht, dass sich der Abschluss der Entwurfsplanung damit zeitlich nach hinten verschiebt. Wie die Vorsitzenden heute mitteilten, werden die betroffenen Kommunen zeitnah über Neuerungen informiert. DB-Konzernbevollmächtigter, Klaus-Dieter Josel betont: „Die Erhöhung der Streckengeschwindigkeit steigert die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der Strecke. Die planerischen Änderungen im Abschnitt Markt Schwaben bis Ampfing sind voraussichtlich überschaubar. Sobald uns der offizielle Planungsauftrag des Bundes vorliegt, werden wir die Anpassungen und das weitere Vorgehen mit den betroffenen Kommunen besprechen.“

Im Projektabschnitt Tüßling – Freilassing hat die Bahn nun in vollem Umfang die Planungen für die Zweigleisigkeit aufgenommen. Entlang der Strecke fanden bereits Vorgespräche mit den Kommunen sowie erste Bürgerinfoveranstaltungen statt, weitere Informationsveranstaltungen folgen.

„Für die Menschen und die Wirtschaft in Südostbayern ist es ein immens wichtiger Schritt, dass der Bund nachgesteuert hat und nun die dringend notwendige durchgängige Zweigleisigkeit zwischen Tüßling und Freilassing festschreibt. Das ist ein klares Bekenntnis zur ABS 38 als Herzstück der südostbayerischen Verkehrsinfrastruktur,“ sagte der Abgeordnete Dr. Marcel Huber.

Der Projektbeirat ABS 38 wurde im April 2016 ins Leben gerufen, um die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Verbänden, Landkreisen und Mandatsträgern entlang der mehr als 140 Kilometer langen Strecke zu fördern.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 24.01.19

Ein Zeichen für mehr Klimaschutz: Noah’s Train macht Halt in Berlin

„Noah’s Train“, das längste mobile Kunstwerk der Welt, macht heute auf seiner Reise durch Europa Zwischenstopp in Berlin. Mit diesem besonderen Zug, benannt nach der biblischen Arche Noah, werben die europäischen Güterbahnen für die Verlagerung von mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene. Namhafte Street-Art-Künstler besprühen dazu bei jedem Halt zwei Container mit Tiermotiven.

Ziel der gemeinsamen Initiative „Rail Freight Forward“ der europäischen Güterbahnen ist es, den Anteil der Schiene am gesamten Güterverkehr in Europa bis 2030 von 18 auf 30 Prozent zu erhöhen. Unter Beisein von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die die Initiative unterstützt, wurde der Zug heute am Berliner Bahnhof Gesundbrunnen begrüßt.

Alexander Doll, DB-Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik: „Bahnfahrer sind Klimaschützer – im Personen- wie im Güterverkehr. Allein durch die Leistung von DB Cargo ersparen wir heute schon einen jährlichen CO2-Ausstoß von rund fünf Millionen Tonnen. Das entspricht etwa der CO2-Menge, die die Städte Aachen und Kassel zusammen in zwölf Monaten produzieren.“

Dr. Roland Bosch, Vorstandsvorsitzender DB Cargo: „Wir arbeiten mit unseren europäischen Partnern daran, den Transportmix der Zukunft zu ändern. Wenn 30 Prozent mehr Güterverkehr in Europa bis 2030 nur über die Straße gingen, wären das eine Million LKW zusätzlich, mehr Stau und schädliche CO2-Emmission. Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn wir mehr Güter auf die Schiene holen.“

Joachim Berends, Vizepräsident des VDV: „Auf langen Strecken ist der elektrische Schienengüterverkehr die einzig ökonomisch und ökologisch tragfähige Alternative zum LKW. Der Marktanteil der Schiene muss deshalb gerade dort sehr viel stärker wachsen, wenn wir die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auch nur annähernd erfüllen wollen. Der VDV unterstützt deshalb die Railfreight-Forward-Kampagne mit dem ambitionierten Ziel: 30 Prozent Marktanteil für den Schienengüterverkehr.“

Noah’s Train ist Mitte Dezember zum Ende der Weltklimakonferenz im polnischen Katowice gestartet und über Wien nach Berlin gefahren. Die nächsten Zwischenstopps legt der Zug in Paris (5. Februar 2019) und Brüssel (20. Februar 2019) ein. Auch in Berlin werden namhafte Street-Art-Künstler zwei Containerwagen zum rollenden Symbol für Klimaschutz gestalten.

Rail Freight Forward (RFF) ist ein Zusammenschluss europäischer Güterbahnen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die negativen Auswirkungen des Güterverkehrs auf den Planeten und die Mobilität durch Innovation und einen intelligenteren Verkehrsmix drastisch zu reduzieren.

Der Zusammenschluss hat das Ziel, den Anteil des Schienengüterverkehrs für das europäische Wachstum am Modal Split bis 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen. RFF will dabei Eisenbahnunternehmen, Infrastrukturbetreiber und politische Entscheidungsträger in ganz Europa in die Maßnahmen zur Verwirklichung dieser Verkehrsverlagerung einbeziehen.

Als breit angelegter und stetig wachsender Zusammenschluss von Schienengüterverkehrsunternehmen wird RFF von den Verbänden CER, UIC, ERFA, VDV, Allianz pro Schiene und dem Deutschen Naturschutzring unterstützt. Aktuell beteiligen sich BLS Cargo, CD Cargo, CFL Cargo, DB Cargo, Green Cargo, Lineas, LTE Group, Mercitalia, Ost-West Logistik, PKP Cargo, Rail Cargo Group, SBB Cargo, SNCF Logistics, ZSSK Cargo.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 24.01.19

26 Millionen Euro Fördermittel: E-Busse machen Hannover bundesweit zum Vorreiter 

Die ÜSTRA stellt den Busbetrieb in der Innenstadt in den nächsten fünf Jahren komplett auf reinen Elektroantrieb um: Die Zukunftsoffensive E-Bus haben heute in Hannover die ÜSTRA Vorstände Dr. Volkhardt Klöppner und Denise Hain zusammen mit dem Regionspräsidenten Hauke Jagau und Aufsichtsratsvorsitzenden der ÜSTRA, Ulf-Birger Franz, der Öffentlichkeit präsentiert.

„Wir wollen gemeinsam den Umweltvorsprung des ÖPNV in der Region Hannover weiter ausbauen. Fahrzeuge mit Elektroantrieb fahren deutlich geräuschärmer, belasten lokal nicht die Luftqualität und leisten so einen wichtigen Beitrage zum Klimaschutz“, so Regionspräsident Hauke Jagau.

Ulf-Birger Franz, Aufsichtsratsvorsitzender der ÜSTRA und Verkehrsdezernent der Region Hannover: „Strom ist die zur Zeit effizienteste, ökologisch beste und häufig sogar wirtschaftlichste Antriebsenergie für Fahrzeuge. E-Busse werden in Zukunft auch im hannoverschen Umland unterwegs sein. Daran arbeiten wir gemeinsam mit der  Regiobus.“

ÜSTRA erhält Förderung von Bund und Land

Möglich ist die Realisierung dieses Großprojekts durch die Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG).

Die ÜSTRA hat Ende 2018 einen Zuwendungsbescheid des Bundes für die Umstellung des ÜSTRA Busnetzes auf Elektrobusse über 22,7 Millionen Euro erhalten. Damit erhält die ÜSTRA für ihre Elektrobusoffensive rund ein Viertel aus dem derzeit insgesamt 96 Millionen Euro umfassenden Fördertopf des Bundesumweltministeriums für ganz Deutschland.

Die LNVG bezuschusst das E-Bus Projekt der ÜSTRA bislang mit einer Förderung in Höhe von 3,3 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen für die Zukunftsoffensive E-Bus auf etwa 53 Millionen Euro, der Eigenanteil der ÜSTRA beträgt rund 27 Millionen Euro.

„Mit der Elektrobusoffensive verfolgen wir unser Ziel einer sauberen Umwelt konsequent weiter. Durch die Umstellung auf Elektrobusse leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Region Hannover und schaffen einen komplett emissionsfreien Nahverkehr für die Stadt und Region. Damit nehmen wir  eine Vorreiterrolle in Deutschland und der Europäischen Union ein“, freut sich ÜSTRA Vorstand Dr. Volkhardt Klöppner.

Linie 100/200 als erste vollelektrisch

Im ersten Schritt soll die Ringlinie 100/200, auf der bereits die drei Elektrobusse seit Pilotbetrieb eingesetzt werden, bis März 2020 zu 100 % durch Elektrobusse bedient werden. Es schließen sich weitere Innenstadtlinien an, sodass bis 2021 das komplette Liniennetz im Bereich der Umweltzone elektrisch bedient werden kann.

48 Elektrobusse für fünf Linien

Auf den Innenstadtbuslinien (100/200, 120, 121, 128 und 134) sowie auf den Betriebshöfen Vahrenwald und Mittelfeld wird dazu schrittweise die Ladeinfrastruktur ausgebaut und die Elektrobusflotte erweitert. Mit 18 Elektro-Gelenkbussen (18 m lang) und 30 Elektrostandardbussen (12 m lang) sollen bis 2023 insgesamt 48 neue Fahrzeuge angeschafft werden. Durch die Umstellung auf einen reinen Elektroantrieb können pro Jahr  3,8 Tonnen CO2 eingespart werden, das entspricht dem Schadstoffausstoß von knapp 2.500 Pkw.

Bewährte Ladestrategie

„Die ÜSTRA setzt beim notwendigen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf das bereits im Rahmen des Pilotprojekts entwickelte Ladesystem, da es sich auf der Linie 100/200 sowohl im erfolgten Testbetrieb als auch im laufenden Betrieb bewährt hat“, erläutert Denise Hain, ÜSTRA Vorstand Betrieb und Personal. Die Busse werden beim Einlaufen auf dem Betriebshof, mittels einer Schnellladesäule vollgeladen. Über Ladehauben, die an der Decke der Abstellhalle installiert sind, wird in der Nacht eine Erhaltungsladung durchgeführt.

Tagsüber wird an Ladepunkten auf Strecke nachgeladen. Die Ladepunkte befinden sich an den Endpunkten der Linien. Die sogenannte Schnellladung mit 450 kW erfolgt mit einem konduktivem Ladesystem. Dafür fährt der Bus unter die Ladesäule und verbindet den auf dem Busdach installierten Pantographen mit der Ladehaube.

Auf den beiden Busbetriebshöfen entstehen bis Mitte 2020 Grundladestationen. Zudem werden dort sechs Elektrobusse für die Werkstattreserve untergebracht.

Quelle: ÜSTRA

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Datum 24.01.19

„Nie mehr Bahnhof verstehen!“ 

Auf den S-Bahn-Gleisen im Tiefbahnhof des Frankfurter Hauptbahnhofs verkehren die Züge im Minutentakt. Ansagen erfolgen in sehr kurzen Intervallen. Damit auch im Trubel des Berufsverkehrs die Informationen aus den Lautsprechern bei allen Fahrgästen klar und sauber ankommen, setzt die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund ab heute auf das innovative Audiosystem von HOLOPLOT.

Das Berliner Startup kann Schallwellen gezielt wie einen Lichtstrahl auf beliebige Punkte im Raum fokussieren. Die Durchsagen werden so präzise auf bestimmte Bahnsteigbereiche gerichtet. Reisende bekommen, egal wo am Bahnsteig sie sich gerade befinden, nur die für sie relevanten Informationen verständlich vermittelt. Ansagen für das jeweils gegenüberliegende Gleis sind nicht mehr zu hören. Das sorgt für eine leichtere Orientierung und eine insgesamt geringere Geräuschkulisse.

„HOLOPLOT ist ein Paradebeispiel dafür, wie digitale Technologien den Kundenservice an Bahnhöfen verbessern“, erklärt Susanne Kosinsky, bei der Deutschen Bahn verantwortlich für die Bahnhöfe in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. „Der Mehrwert für unsere Kunden ist buchstäblich hörbar.“

Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes: „Gut verständliche Durchsagen sind ein ganz wichtiger Baustein für eine gelungene Fahrgastinformation. Wir freuen uns, dass HOLOPLOT am wichtigsten Verkehrsknoten im RMV-Gebiet Premiere feiert und wünschen uns, dass diese Innovation auch bald Fahrgästen an anderen Stationen zugute kommt.“

Für Roman Sick, CEO von HOLOPLOT, ist der Test in Frankfurt am Main ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit mit der DB: „Vor zwei Jahren haben wir unsere Lösung in das Startup-Förderprogramm der DB mindbox eingebracht. Jetzt ist unser Audio-System im Bahnhof und rund 50.000 Reisende am Tag profitieren davon. Ein tolles Gefühl.“

Das HOLOPLOT-System an den S-Bahngleisen 103 und 104 wird in den nächsten sechs Monaten ausführlich getestet. 23 Audio-Module wurden an 11 Standorten installiert. Bei positivem Kundenfeedback könnten die Software-gesteuerten Lautsprecher an weiteren Bahnhöfen zum Einsatz kommen.

In der DB mindbox in Berlin arbeiten Startups und DB-Mitarbeiter gemeinsam an Innovationen auf Basis von digitalen Technologien, um das Verkehrsmittel Bahn nachhaltig attraktiver und wettbewerbsfähiger zu machen. 

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 21.01.19

„Anlaufstelle eröffnet - Infopunkt mit Ausstellung zu Elektrifizierungsprojekten in Nordostbayern“

Im Bahnhof Marktredwitz nun Infos rund um die Bahnprojekte entlang des Ostkorridors, im Pegnitztal und Richtung Tschechien - Teil des Bürgerdialoges – sieben Streckenabschnitte für einen Ausbau vorgesehen

Großer Andrang herrschte am Montagmittag in der Bahnhofshalle in Marktredwitz. Kommunalpolitiker und Verbandsvertreter, Bundestags- und Landtagsab-geordnete waren dabei als der Infopunkt Bahnausbau Nordostbayern feierlich eröffnet wurde. Der Infopunkt bietet einen Überblick über die verschiedenen Elektrifizierungsprojekte in der Region. Auf Infowänden und Monitoren sind die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen, die Vorteile des Bahnbetriebs unter Strom und weitere Themen wie Lärmschutz dargestellt.

Die Anlaufstelle öffnet immer donnerstags von 14.30 bis 18.30 Uhr. Persönliche Ansprechpartner aus dem Projektteam stehen im Infopunkt für Fragen bereit. Außerhalb der Öffnungszeiten bietet ein Touchscreen Informationen zum Abruf.

DB-Projektleiter Robert Hanft: „Die Information der Öffentlichkeit ist uns ein wichtiges Anliegen. Im Infopunkt möchten wir die Menschen vor Ort erreichen und in den Dialog treten. Neben unserer Homepage und den Projektkoordinie-rungsräten stellt er nun den dritten Baustein des Dialogs dar.“

Die Bahn hat Marktredwitz als Ort gewählt, weil dort vier Streckenabschnitte zusammentreffen. Auch die beiden Koordinierungsräte, die 2018 sowohl für den Ostkorridor als auch für Nürnberg-Marktredwitz-Schirnding, die sogenannte Franken-Sachsen-Magistrale, ins Leben gerufen wurden, tagten am Montag in der Stadt. Bahnvertreter erläuterten den aktuellen Stand der Planungen und kündigten an, dass im zweiten Halbjahr 2019 Planungsfortschritte im Pegnitztal und im weiteren Streckenverlauf nach Marktredwitz vorgestellt werden sollen.

Auch im Ostkorridor zwischen Hof und Obertraubling laufen die Planungen, so Hanft: „Der Abschnitt Hof-Marktredwitz zeigt, dass sich die zwischenzeitlich beauftragten Lärmschutzplanungen als sehr aufwändig und zeitlich langwierig erweisen, weil teilweise größere Umbauten an Bahnanlagen notwendig sein werden.“

Fast 500 Kilometer Bahnstrecken sollen unter Strom kommen

Aktuell laufen die Planungen für fünf Abschnitte mit einer Länge von 330 Kilome-tern. Auf 480 Kilometern summieren sich die Strecken, für die der Bund eine Elektrifizierung in Aussicht gestellt hat. Dabei geht es um sieben Streckenab-schnitte im Dreieck zwischen Nürnberg, Hof und Regensburg. Der Bund hatte 2016 und 2018 die Weichen dafür gestellt. Ziel ist es, künftig mit elektrischen Zügen umweltfreundlicher, wirtschaftlicher und teilweise auch schneller unter-wegs zu sein.

Die beiden Projekte Nürnberg-Marktredwitz und Marktredwitz–Grenze bei Schirnding bilden eine Ost-West-Achse. Sie soll auf einer Länge von rund 140 km elektrifiziert werden und die internationale Verbindung nach Tschechien aufwerten.

Der Ostkorridor, die in Bayern 188 Kilometer lange, zweigleisige Verbindung zwischen Hof und Regensburg (Obertraubling), umfasst drei Streckenabschnitte und bildet die Fortsetzung der entsprechenden Verkehrsachse in Ost- und Mitteldeutschland. Sie soll mit einem elektrischen Betrieb für den Güterverkehr und den Personen-Fernverkehr attraktiver gemacht werden.

Hinzu kommt der 160 Kilometer lange Strecke von Nürnberg über Amberg nach Schwandorf und weiter zur Grenze nach Furth im Wald. Davon ist der Abschnitt bis Hartmannshof im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus bereits elektrifiziert.

Weitere Informationen unter: www.bahnausbau-nordostbayern.de.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 18.01.19

SBB Cargo ist seit 1. Januar 2019 eine eigenständige Konzerngesellschaft

Die SBB löst die bisherige Division Güterverkehr aus dem Konzern und führt sie seit Anfang Jahr als eine eigenständige Konzerngesellschaft. Die Entflechtung der SBB Cargo AG vom SBB Konzern erfolgt im Jahr 2019 schrittweise. Damit legt die SBB die Basis, um die Drittbeteiligung an der SBB Cargo AG noch in diesem Jahr zu realisieren. Zentral ist, den Kunden im Güterverkehr ein weiterhin hochstehendes Angebot zu bieten und das Unternehmen wettbewerbsfähig auszurichten. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Nach dem finanziellen Rückschlag im Jahr 2017 konnte die Division Güterverkehr das Ergebnis 2018 stark verbessern.         

Die SBB will die Wettbewerbsfähigkeit der SBB Cargo AG im Markt weiter erhöhen und mit Partnern zusammen die Vorteile der integrierten Bahn nutzen. Deshalb ist SBB Cargo seit Anfang Jahr neu eine eigenständige Konzerngesellschaft; Grundlage dafür war die Gründung der privatrechtlichen Aktiengesellschaft SBB Cargo AG im Jahr 1999. Die weitere Entflechtung vom SBB Konzern erfolgt nun schrittweise im Verlauf von 2019. 

Als eigenständige Konzerngesellschaft wird es SBB Cargo möglich sein, die angekündigte finanzielle Minderheitsbeteiligung (vgl. Medienmitteilung vom 20. September 2018) einfacher umzusetzen. Diese ermöglicht der SBB Cargo AG und den Minderheitsinvestoren eine stärkere Mitgestaltung bei der künftigen Ausrichtung des Güterverkehrs auf der Schiene.  

Voraussetzungen geschaffen für Partnerschaft im Jahr 2019

Aufgrund der Ausgliederung der SBB Cargo AG gehört der Leiter der Güterbahn nicht mehr der SBB Konzernleitung an; er wird neu über den Verwaltungsrat von SBB Cargo geführt. Er verfügt aber in der SBB Konzernleitung über ein Mitspracherecht bei allen Themen, die den Güterverkehr betreffen, wie z.B. Leistungsvereinbarungen mit dem Bund, Netz- und Fahrplanplanung, Ausbauschritte, «smartrail4.0» oder Gebiets- und Arealentwicklungen. Ausserdem wird der Verwaltungsrat der SBB Cargo AG erneuert mit dem Ziel, die Gesellschaft stärker nach aussen zu öffnen. Ein neues externes Verwaltungsratsmitglied soll im Frühjahr 2019 eingesetzt werden, die Suche läuft. Die Ernennung des neuen Verwaltungsratspräsidenten ist für die Zeit nach dem Einstieg des neuen Partners bzw. der neuen Partner vorgesehen.  

Die Marktansprache für eine Partnerschaft mit SBB Cargo hat Interessenten aus dem In- und Ausland angezogen. Die Offerten werden derzeit geprüft und verhandelt. Entscheide werden im Verlauf des Jahres fallen. 

Ergebnis bereits zwei Jahre früher wieder positiv

Die SBB Cargo AG will für ihre Kunden auch in Zukunft einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Güterverkehr auf der Schiene sicherstellen und den System-Wagenladungsverkehr in Wirtschaftsräumen mit grossen Gütermengen weiter stärken. Dieser hat sich mit einem leichten Umsatzwachstum von 1.7% im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Der kleinteilige Einzel-Wagenladungsverkehr nahm gegenüber Vorjahr erneut um 2.4% ab und steht immer stärker unter Druck. Deshalb überprüft SBB Cargo aktuell gemeinsam und vorausschauend mit ihren Kunden, ob es Alternativen zu einer fixen täglichen Bedienung gibt. Dabei ist die SBB auf viel Verständnis gestossen; Überraschungen wird es keine geben. 

Nach dem Rückschlag im Jahr 2017 hat die Güterbahn nicht nur im ersten Halbjahr 2018 einen Gewinn verzeichnen können, sie schliesst auch gesamthaft das Jahr 2018 deutlich besser als im Vorjahr ab und ist wieder zurück in den schwarzen Zahlen. Damit stabilisiert SBB Cargo AG ihr Ergebnis und steigert es bereits zwei Jahre vor der ursprünglichen Zielsetzung des Sanierungsplans markant. Die Zahlen zeigen, dass das aktuelle Sanierungs- und Weiterentwicklungsprogramm greift. Damit will SBB Cargo auch die in diesem Jahr wegfallenden Abgeltungen ausgleichen. Ziel ist, bis 2023 nachhaltig reinvestitionsfähig zu werden. 

Quelle: SBB

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DB Regio Schleswig-Holstein twittert

Mehr Service für Fahrgäste - Immer aktuell informiert

Die DB Regio Scheswig-Holstein hat ihre Aktivitäten in der Störungskommunikation ausgebaut.

Mit dem Twitter-Kanal @DBRegio_SH erhalten Kunden rund um die Uhr alle Verkehrsmeldungen der DB Regio Schleswig-Holstein. Aktuelle Tweets zu einer gewünschten Strecke lassen sich am besten finden, indem unter Angabe der Linienbezeichnung (bspw. #RE6 oder #RE7) sowie dem Hashtag #RegioSH im Verlauf gesucht wird.

Das Social-Media-Team der DB Regio Schleswig-Holstein beantwortet online auch Rückfragen mit Bezug zu einer konkreten Störung bzw. Reiseverbindung.

Darüber hinaus steht Fahrgästen weiterhin die App „DB Streckenagent“ für Störungsmeldungen zur Verfügung. Der User wird auf Wunsch per Pushnachricht über Abweichungen auf seinem Streckenabschnitt informiert.

Quelle: Deutsche Bahn

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