Verkehrsnachrichten-Rubrik: Archiv Februar 2022

Datum 26.02.22

Züge rollen wieder zwischen Wolkramshausen und Sondershausen: Bahnhof barrierefrei

  • RE 55 und RE 56 fahren ab 26. Februar wieder durchgängig
  • Bahnhof Sondershausen barrierefrei ausgebaut
  • Neue Gleise, neue Brücke und neue Bahnsteige

Die Bauarbeiten zwischen Wolkramshausen und Sondershausen für die Modernisierung der Bahnstrecke Erfurt–Nordhausen sind abgeschlossen und die Züge der Linien RE 55 und RE 56 können ab morgen, 26. Februar 2022 wieder zwischen Erfurt und Nordhausen durchgängig fahren. Die Linien RE 55 und 56 ergänzen sich zu einem stündlichen Angebot.

Regional-Express-Linie 55: Nordhausen–Wolkramshausen–Sondershausen–Greußen–Straußfurt–Ringleben-Gebesee–Walschleben–Kühnhausen–Erfurt-Gispersleben–Erfurt Nord–Erfurt Hbf

Regional-Express-Linie 56: Nordhausen–Werther–Wolkramshausen–Kleinfurra–Großfurra–Glückauf–Sondershausen–Hohenebra Ort–Niederspier–Wasserthaleben–Greußen–Gangloffsömmern–Straußfurt–Ringleben-Gebesee–Erfurt Nord–Erfurt Hbf

Ziel der Modernisierung der Gesamtstrecke Erfurt–Nordhausen ist eine schnellere Anbindung an den Fernverkehrsknoten Erfurt und damit ein besserer Anschluss an die ICE-Strecke Berlin–München in Richtung Süden. Seit April letzten Jahres hat die Deutsche Bahn im Bauabschnitt Wolkramshausen und Sondershausen die Gleise, Weichen und Signale modernisiert. Dabei hat sie die Stellwerkstechnik in Kleinfurra und Sondershausen ebenfalls erneuert und sie an die Elektronischen Stellwerke (ESTW) Sondershausen und Wolkramshausen angebunden.

In Sondershausen, Großfurra und Kleinfurra hat die DB die Bahnsteiganlagen neu gebaut. Der Bahnhof Sondershausen hat zudem einen barrierefreien Zugang erhalten. Ebenfalls neu sind die Eisenbahnüberführung (EÜ) „Wipperbrücke“ am Haltepunkt Glückauf sowie die Bahnübergänge (BÜ) „Hauptstraße“, „Kleinfurra“ zwischen Kleinfurra und Großfurra, „Privatweg“ und „Am Petersenschacht“ in Sondershausen.

Dieses Instandhaltungs- und Investitionsvorhaben ist Bestandteil des Programms „#Neues Netz für Deutschland“ für Mobilität und Klimawende. Rund 280 Millionen Euro stehen 2022 für Netz und Bahnhöfe in Thüringen zur Verfügung. Damit modernisiert und erneuert die DB rund 30 Kilometer Gleise, 75 Weichen sowie drei Brücken. Außerdem packt die DB zehn Haltepunkte und Bahnhöfe an – darunter Kahla und Zella-Mehlis. Mit diesem Programm will die DB die vorhandene Infrastruktur leistungsfähiger machen, mehr Kapazität im Schienennetz schaffen und ihre Stationen modern und barrierefrei gestalten.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 26.02.22

FV-Dosto erfüllt die Normen         

Alle Rampen im Ein- und Ausstiegsbereich des Fernverkehrs-Doppelstockzuges (FV-Dosto) weisen bereits heute eine maximale Neigung von 15 Prozent auf. Damit erfüllt die SBB die Auflage aus dem heute kommunizierten Urteil des Bundesgerichts vom 22.12.2021. Die SBB begrüsst, dass das Bundesgericht die acht weiteren Punkte abgelehnt hat. Sie unterstützt das BAV vollumfänglich bei der Klärung der offenen Punkte, die im Urteil formuliert wurden. Die FV-Dosto verkehren weiterhin wie bisher.            

Mit Urteil vom 20. November 2018 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht, dass der FV-Dosto die Vorgaben des Behindertengleichstellungsrechts erfüllt. Gegen diesen Entscheid erhob Inclusion Handicap im Januar 2019 Beschwerde beim Bundesgericht. Der Verband beanstandete insgesamt neun Punkte. Acht davon, wie die Anpassung der Handläufe, Umgestaltung der Türöffnungstasten, Einbau von akustischen Türöffnungssignalen, zusätzliche Haltegriffe und weitere hat das Bundesgericht abgewiesen.

Einzig bei der Rampenneigung hat das Bundesgericht im Gegensatz zum Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass nicht nur eine Rampe pro Wagen, sondern sämtliche Rampen eine maximale Neigung von 15 Prozent aufweisen müssen. Der FV-Dosto erfüllt diese Vorgabe bereits heute vollumfänglich. Dies hat die SBB im Nachgang an den Bundesverwaltungsgerichtsentscheid in einer unabhängigen Untersuchung bestätigen lassen. Wo nötig, hatte sie die Rampen angepasst. Zudem hat sie sichergestellt, dass auch bei allen neu ausgelieferten FV-Dosto die geforderte Rampenneigung konsequent eingehalten wird. Die FV-Dosto können weiterhin fahrplanmässig eingesetzt werden.

Das Bundesgericht hat nebst der Behandlung der 9 Punkte die Frage aufgeworfen, ob die autonome Benutzung des Eingangsbereichs für Menschen mit einer eingeschränkten Mobilität insgesamt möglich ist (und nicht nur die einzelnen Gestaltungselemente die Normen einhalten). Gemäss Bundesgericht muss das BAV dies nun unter Einbezug unabhängiger Stellen validieren. Die SBB wird das BAV bei der Klärung der offenen Punkte vollumfänglich unterstützen.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 21.02.22

Erfolgreicher Gesellschafterwechsel ‒ Aus Abellio Rail Baden-Württemberg wurde die SWEG Bahn Stuttgart GmbH

  • Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) ist neue Alleingesellschafterin
  • Landesverkehrsminister Winfried Hermann: „Dank der Übernahme von Abellio durch die SWEG läuft der Bahnbetrieb stabil weiter.“
  • Ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH (ABRB) mit neuem Firmennamen und neuer Geschäftsführung

Stuttgart, den 21. Februar 2022 - Seit Jahresbeginn ist die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH (ABRB) eine hundertprozentige Tochter der landeseigenen Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und trägt nun den Unternehmensnamen SWEG Bahn Stuttgart GmbH. Der Handelsregistereintrag erfolgte am vergangenen Freitag, den 18. Februar 2022.

Die bisherige Abellio-Geschäftsführung wurde abberufen und die SWEG-Chefs Tobias Harms sowie Dr. Thilo Grabo wurden als neue Geschäftsführer bestellt. Der Unternehmensübergang verlief trotz engem Zeitplan und umfangreicher Systemumstellungen reibungslos. Die Verkehrsleistungen im Stuttgarter Netz/Neckartal konnten auch während des Integrationsprozesses uneingeschränkt und in guter Betriebsqualität fortgeführt werden. In den vergangenen Wochen ist gar ein Aufwärtstrend spürbar.

Winfried Hermann (MdL), Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg: „Wir haben es geschafft, dass der Bahnbetrieb dank der Übernahme von Abellio durch die SWEG stabil weiterläuft. Ich bin erleichtert, dass der Übergang reibungslos geklappt hat. Dass das Land Baden-Württemberg mit der SWEG ein kompetentes und leistungsfähiges landeseigenes Eisenbahnunternehmen hat, war ein Glücksfall für die Fahrgäste und das Land.“

„Mit viel Einsatzbereitschaft haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der SWEG und der SWEG Bahn Stuttgart gemeinsam für einen störungsfreien Unternehmensübergang gesorgt. Unter gigantischem Zeitdruck, der uns durch die äußeren Umstände vorgegeben war, und in Zeiten, in denen uns die Corona-Pandemie immer wieder vor Herausforderungen stellt, haben sie Großes geleistet. Dafür gebührt ihnen unser Dank“, sagt Tobias Harms, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWEG. „Wir freuen uns darauf, die Zukunft gemeinsam mit dem hochmotivierten Team der SWEG Bahn Stuttgart zu gestalten und sehen hier eine Chance für die SWEG, dauerhaft Engagement zu zeigen“, so Tobias Harms weiter.

Dem Gesellschafterwechsel vorausgegangen war ein Schutzschirmverfahren im Rahmen des Insolvenzrechts für alle Abellio-Gesellschaften in Deutschland. Um den Verkehr auf den Strecken im Stuttgarter Netz/Neckartal für die Fahrgäste und die Arbeitsplätze von insgesamt 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sichern, hatte sich die SWEG als Landesgesellschaft für den Kauf der Unternehmenseinheit in Baden-Württemberg entschieden. Dadurch blieb der Standort in seiner Gesamtheit erhalten und das Insolvenzverfahren für die ehemalige ABRB konnte abgeschlossen werden. Eine Zerschlagung wurde abgewendet.

Die Züge im Netz Neckartal werden auch künftig im gewohnten Takt und mit dem bekannten Zugpersonal verkehren. Hier bleibt für Fahrgäste und Belegschaft alles beim Alten.

Ändern wird sich jedoch in absehbarer Zeit das äußere Erscheinungsbild des Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU). Denn der Markenname Abellio darf von der SWEG Bahn Stuttgart nur noch bis zur Jahresmitte 2022 genutzt werden. Solange tragen die Züge zwischen Mannheim und Tübingen voraussichtlich noch das bekannte Abellio-Logo. Dann wird es durch das SWEG-Emblem ersetzt. Der Austausch wird sukzessive erfolgen.

Die SWEG Bahn Stuttgart GmbH fährt zunächst für zwei Jahre als eigenständige Tochter unter dem Dach der SWEG. Dafür erhielt das Unternehmen im Zuge einer Notmaßnahme nach europäischem Vergaberecht für zwei Jahre einen neuen Verkehrsvertrag. Mit Ablauf dieser Frist werden die Zugverkehre im Stuttgarter Netz/Neckartal sowie die die Gesellschaft selbst neu ausgeschrieben. Die SWEG wird sich bei dieser Ausschreibung ebenfalls bewerben. „Wir wollen die SWEG Bahn Stuttgart GmbH im Konzern halten und werden uns dem Wettbewerb stellen. Wir sind gekommen, um zu bleiben“, bekundet Tobias Harms.

Quelle: SWEG Bahn Stuttgart GmbH

++++++++++

Datum 21.02.22

350 Millionen Euro Investitionen für Mecklenburg-Vorpommern: DB macht Netz und Bahnhöfe fit für die Zukunft

  • DB-Infrastrukturvorstand Pofalla: „Jeder Euro in die Schiene ist ein Euro in den Klimaschutz“
  • DB packt in Mecklenburg-Vorpommern 65 Kilometer Gleise, 15 Weichen, vier Brücken und zehn Stationen an
  • 90 neue Mitarbeitende für die Infrastruktur

(Berlin, 21. Februar 2022)  Die Deutsche Bahn (DB) setzt ihr Investitionsprogramm „Neues Netz für Deutschland“ konsequent fort. 2022 soll bundesweit die Rekordsumme von 13,6 Milliarden Euro von DB, Bund und Ländern in die Schieneninfrastruktur fließen – rund 900 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Rund 350 Millionen Euro stehen 2022 für Netz und Bahnhöfe in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Damit modernisiert und erneuert die DB rund 65 Kilometer Gleise, 15 Weichen sowie vier Brücken. Außerdem packt die DB zehn Haltepunkte und Bahnhöfe an – darunter Ludwigslust, Rostock Hauptbahnhof und Warnemünde. Mit diesem Programm will die DB die vorhandene Infrastruktur leistungsfähiger machen und mehr Kapazität im Schienennetz und in den Bahnhöfen schaffen.

Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Wir bauen so viel wie noch nie – ein echter Kraftakt! Dieser gelingt uns nur mit einem starken Team, mit motivierten und engagierten Mitarbeitenden.“ Deshalb baut die DB ihre Teams 2022 weiter auf: 90 zusätzliche Ingenieur:innen und Fachkräfte für Ausbau und Instandhaltung werden in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern neu eingestellt.

Die diesjährige Investitionsoffensive hat zwei große Schwerpunkte: Zum einen schafft die DB mehr Platz auf der Schiene. Dafür geht es beim Aus- und Neubau wichtiger Infrastrukturprojekte auf hohem Niveau weiter. Als wesentlicher Meilenstein steht 2022 der Bau der neuen Eisenbahnüberführung Ludwigslust sowie die Modernisierung der Infrastruktur rund um den Bahnhof an.

Zum anderen treibt die DB ihre Digitalisierungsprojekte weiter voran, beispielsweise durch neue Leit- und Sicherungstechnik sowie Telekommunikationsanlagen an der Goetheplatzbrücke in Rostock.

Beides – mehr Kapazität und Digitalisierung – sind Voraussetzung für mehr und schnellere Verbindungen und den Deutschlandtakt. „Eine starke Infrastruktur ist die Grundlage für ein attraktives Angebot für alle Bahnreisenden. Genau darum geht es uns: Wir wollen mehr Menschen vom umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bahn überzeugen. Jeder Euro in die Schiene ist deswegen auch ein Euro in den Klimaschutz“, so Pofalla weiter.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 18.02.22

Klimafreundlicher Elektroantrieb und modernere S-Bahnen: Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt Streckennetz „Warnow II“ an DB Regio

  • Ab 2026 erstmals Akkufahrzeuge
  • S-Bahn Rostock mit höherer Taktdichte
  • Bessere Fahrgastinfos, Steckdosen und WLAN

(Berlin, 18. Februar 2022) Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat DB Regio den Zuschlag für die Erbringung der Verkehrsleistungen im Teilnetz Warnow erteilt. Damit werden die Linien 1, 2 und 3 der Rostocker S-Bahn ab Dezember 2024 und die Regionalbahnlinien 11 und 12 ab Dezember 2026 weiter von der DB Regio betrieben. „Das wird eine Premiere – erstmals im gesamten Land werden batterieelektrische Fahrzeuge eingesetzt. Die Regionalbahnen 11 und 12 können dann sowohl über Oberleitung als auch per Batterie mit Energie versorgt werden. Das ersetzt auf diesen Strecken das Dieselnetz. Ein wichtiger Schritt zu einer klimafreundlichen Mobilität im ganzen Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

S-Bahn-Taktung wird erhöht

Für den Betriebsstart im Dezember 2026 auf der RB 11 und 12 wurden durch die DB Regio batterieelektrische Neufahrzeuge (BEMU) vom Typ „FLIRT Akku“ bestellt, die mit je 99 Sitzplätzen und zwölf Fahrradstellplätzen ausgestattet sein werden. Die klimatisierten und stufenlos begehbaren Fahrzeuge bieten Steckdosen, WLAN und ein modernes Fahrgastinformationssystem. Im bereits elektrifizierten S-Bahn-Betrieb Rostock ist vorgesehen, die aktuell eingesetzten Fahrzeuge vom Typ „TALENT 2“ zu erneuern. Die Züge werden insgesamt einer umfangreichen Modernisierung und einem Redesign unterzogen. In den Fahrzeugen sollen zum Betriebsstart im Dezember 2024 insgesamt 279 Sitzplätze und 42 Fahrradstellplätze zur Verfügung stehen sowie ein per kostenlosem WLAN zugängliches Info- und Entertainment-Portal. Zudem werden die S-Bahnen in Rostock in einer höheren Taktdichte fahren. Die S 1 verkehrt dann in einem Grundtakt von 10-Minuten, in der morgendlichen Hauptverkehrszeit weiterhin in einem 7,5-Minuten-Takt. Die Fahrten der S 2 und S 3 werden über die Linie S 1 bis Warnemünde durchgebunden und fahren in einem Stundentakt, am Wochenende zweistündlich. „Der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel gelingt nur, wenn wir attraktive Angebote schaffen. Mit einem verstärkten Angebot wird es für die Fahrgäste einfacher, das Auto stehen zu lassen. Hieran wollen wir weiter arbeiten“, sagte Meyer.

Carsten Moll, Vorsitzender DB Regio Nordost: „Der Zuschlag für das Netz Warnow II ist eine wunderbare Nachricht für DB Regio und unsere Kolleginnen und Kollegen in der Region. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Angebot überzeugen konnten und die Erfolgsgeschichte der S-Bahn Rostock weiterschreiben können. Und mit den batterieelektrischen Triebwagen für die bisherigen Diesellinien gehen wir zusammen mit dem Land einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität.“

Informationen zu den Streckenverläufen

Das S-Bahn-Netz umfasst die S-Bahn-Linien S 1 (Rostock – Warnemünde), S 2 (Rostock – Schwaan – Güstrow) sowie die S 3 (Rostock – Laage – Güstrow).

Die Regionalbahnlinien verkehren auf den Strecken Wismar – Bad Doberan – Rostock – Tessin (Linie 11) und Bad Doberan – Rostock – Graal Müritz (Linie 12).

Informationen zur Vergabe

Die Vergabe ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung. Den Verkehrsvertrag wird die landeseigene Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH für das Land schließen mit einer Laufzeit bis Dezember 2039. Dieser umfasst ein Volumen von jährlich 3,4 Millionen Zug-Kilometern.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 16.02.22

Mehr Bahn für Köpenick: DB startet 2023 mit dem Ausbau zum Regionalbahnhof

  • Baugenehmigung liegt nun vor
  • Neue Gleise, neuer Bahnsteig
  • Barrierefreier Ausbau
  • Regionalverkehr von und nach Köpenick ab 2027

(Berlin, 15. Februar 2022) Mehr Bahn für Köpenick: Die Deutsche Bahn startet im Frühjahr 2023 mit dem Umbau des S-Bahnhofs zum S- und Regionalbahnhof. Dafür liegt nun die Baugenehmigung vor. Dieser Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes ist die rechtliche Voraussetzung für den Beginn der Bauarbeiten. Ab 2027 sollen hier dann Züge des RE1 halbstündlich, in der Hauptverkehrszeit sogar alle 20 Minuten halten.

Der Regionalbahnhof Köpenick gehört zu dem Großprojekt „Ausbau der West-Ost-Magistrale von Berlin zur polnischen Grenze bei Frankfurt (Oder)“. Der neue Regionalbahnhof ist ein wichtiger Bestandteil des Berliner Verkehrskonzepts.

Der Umbau des Bahnhofs Köpenick umfasst einen rund drei Kilometer langen Streckenabschnitt und ist in den Jahren 2023 bis 2027 geplant. Vorgesehen sind ein zusätzlicher Bahnsteig für den Regionalverkehr an zwei neuen Gleisen mit drei Zugängen: Westlich mit Personenüberführung der Bahnhofstraße, aus dem Empfangsgebäude und aus der östlichen Personenunterführung der Bahnanlagen. Dieser neue Regionalbahnsteig erhält auf auch der West- und Ostseite jeweils Aufzüge.

Die Erreichbarkeit des S-Bahnsteiges wird durch einen neuen westlichen Zugang mit Personenüberführung der Bahnhofstraße und einen neuen Zugang aus der östlichen Personenunterführung verbessert. Im Bereich des östlichen Zuganges wird auch ein weiterer Aufzug errichtet.

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Köpenick wird in Richtung Elcknerplatz verbreitert. Darüber hinaus werden Stützbauwerke und rund vier Kilometer Schallschutzwände gebaut sowie vier Eisenbahnbrücken erneuert und erweitert. Ein zusätzliches Überholgleis ist zur Entflechtung des wachsenden Personen- und Güterverkehrs und der besseren Anbindung des Berliner Außenringes an die West-Ost-Magistrale erforderlich. Von der neuen bahntechnischen Ausrüstung wurde bereits im April 2020 ein elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen.

Vorgezogene Umweltmaßnahmen haben u.a. mit der Errichtung von Ersatzquartieren für Zauneidechsen auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Friedrichshagen begonnen. Witterungsbedingt werden die Tiere ab dem Frühjahr umgesiedelt.

Derzeit läuft bereits die Ausschreibung der Bauleistungen. Nach der für Juli vorgesehenen Beauftragung einer Baufirma bleibt bis zum Beginn der Arbeiten im Frühjahr 2023 noch viel zu tun:

- Erstellen, Prüfen und Freigabe der Ausführungsplanung

- Beschaffung der Materialien bzw. Vormontage der Bauteile

- Antransport der Geräte und Aufbau der Bürocontaine

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 11.02.22

Mehr Platz und kürzere Fahrzeiten zwischen Frankfurt und Osthessen

  • Bis zu 1080 Sitzplätze pro Fahrt in den Hauptverkehrszeiten
  • Kürzere Fahrzeit zwischen Frankfurt und Fulda
  • montags bis freitags länger im Halbstundentakt
  • DB Regio weiter Betreiberin
  • leistungsstarke Fahrzeuge mit mehr Komfort
  • alle zwei Stunden Direktfahrten Frankfurt – Bebra

Nach europaweiter Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) und des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) ist die DB Regio AG auch über den Fahrplanwechsel am 14.12.2025 hinaus Betreiberin der Linien RE50 (Frankfurt – Fulda – Bebra) und RB51 (Frankfurt – Wächtersbach). Durch Veränderung bei den Fahrzeiten der Fernverkehrszüge, welche dieselben Gleise wie die Regionalzüge nutzen, ergeben sich für den Nahverkehr neue Möglichkeiten der Fahrplangestaltung, die vom RMV ergriffen werden:

Die Fahrzeit des RE50 verkürzt sich zwischen Frankfurt und Fulda durch eine neue Fahrplanlage um acht Minuten. Der RE50 wird wie heute im Stundentakt fahren und ist dann allerdings so schnell am Ziel sein wie heute die seltener haltenden Züge des RE5. Alle zwei Stunden, in den Hauptverkehrszeiten sogar einmal pro Stunde, geht es über Fulda hinaus nach Bebra. Bislang gibt es je nach Wochentag zwischen zwei und vier Mal am Tag entsprechende Direktfahrten.

Eingesetzt werden 29 fabrikneue Fahrzeuge vom Typ Alstom CORADIA STREAM HC, die in Spitzenlagen als Züge mit 1080 Sitzplätzen fahren. Auch zu allen anderen Fahrtzeiten bietet der RE50 in Zukunft mit 840 anstatt von wie bislang 720 Sitzplätzen mehr Platz und Komfort für Fahrgäste.

„Die Angebotsverbesserungen zwischen Frankfurt, Fulda und Nordhessen stehen für unser Ziel, die Anzahl der Fahrgäste erheblich zu steigern“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Mit der Verlängerung der Fahrten nach Bebra wird die Linie in den Hauptverkehrszeiten zum Hessen-Express, der Städte und Regionen direkt verbindet. Die Verbesserungen auf der Kinzigtalbahn zeigen beispielhaft, wie der öffentliche Nahverkehr noch attraktiver wird, wenn es die finanziellen Spielräume erlauben.“

„Die nochmalig verbesserte Direktanbindung der Eisenbahnerstadt Bebra über die Kreisstadt Bad Hersfeld an Frankfurt wird für viele Pendler im Werra-Meißner-Kreis und Landkreis Hersfeld-Rotenburg enorme Vorteile bringen. Gemeinsam zeigen NVV und RMV, dass Daseinsvorsorge und Klimaschutz mit durchdachten Bus- und Bahnangeboten möglich ist", so Steffen Müller, NVV-Geschäftsführer.

"Wir freuen uns sehr, dass wir auch weiter für unsere Fahrgäste im Kinzigtal da sein dürfen. Sie können sich auf moderne und komfortable neue Fahrzeuge freuen. Eine gute Nachricht ist die Vergabe natürlich auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen können wir damit auch in den kommenden 15 Jahren einen sicheren Arbeitsplatz in ihrer Region bieten“, so Maik Dreser, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte.

Optimierte Fahrplangestaltung

Die An- und Abfahrtszeit der Linien RE50 und RB51 am Frankfurter Hauptbahnhof verschieben sich so, dass sie um etwa eine halbe Stunde versetzt fahren. Damit verbessert sich die Abfolge der Fahrtmöglichkeiten zwischen Frankfurt und Wächtersbach. Bislang fahren die Züge etwa eine Viertelstunde nacheinander, so dass dann eine Dreiviertelstunde bis zur nächsten Abfahrt vergeht. In den Hauptverkehrszeiten fahren zukünftig beide Linien sogar jeweils annähernd halbstündlich, was dazu führt, dass etwa alle 15 Minuten eine Zugverbindung besteht. Gleichzeitig verlängert sich der Zeitraum, der als Hauptverkehrszeit gilt, sodass schon ab 13:30 und bis 20 Uhr zusätzliche Zugverbindungen angeboten werden und mehr Platz in den Zügen verfügbar ist.

Moderne und vielseitige Fahrzeuge

Die neuen Fahrzeuge beschleunigen sehr schnell und ermöglichen das Nutzen der neuen, schnelleren Fahrplanlage. Einstiegshöhe ist 60 Zentimetern, sodass an den meisten Bahnhöfen ein barrierefreier Einstieg möglich ist. Davon profitieren auch Fahrradfahrer, für die in jedem Zug mindestens 30 und bis zu 60 Fahrradstellplätze angeboten werden.

In den Zügen ist kostenloses WLAN verfügbar. An allen Sitzplätzen werden Steckdosen angeboten. In der ersten Klasse zusätzlich große Tische.

Quelle: RMV, Foto: Alstom/Design&Styling

++++++++++

Datum 11.02.22

890 Millionen Euro Investitionen für Hamburg und Schleswig-Holstein: DB macht Netz und Bahnhöfe fit für die Zukunft

  • DB-Infrastrukturvorstand Pofalla: „Jeder Euro in die Schiene ist ein Euro in den Klimaschutz“
  • DB packt in Hamburg und Schleswig-Holstein 95 Kilometer Gleise, 90 Weichen, vier Brücken und 45 Stationen an
  • 360 neue Mitarbeitende für die Infrastruktur

Die Deutsche Bahn (DB) setzt ihr Investitionsprogramm „Neues Netz für Deutschland“ konsequent fort. 2022 soll bundesweit die Rekordsumme von 13,6 Milliarden Euro von DB, Bund und Ländern in die Schieneninfrastruktur fließen – rund 900 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Rund 890 Millionen Euro stehen 2022 für Netz und Bahnhöfe in Hamburg und Schleswig-Holstein zur Verfügung. Damit modernisiert und erneuert die DB rund 95 Kilometer Gleise, 90 Weichen sowie vier Brücken. Außerdem packt die DB 45 Haltepunkte und Bahnhöfe an – darunter Hamburg Altona, Bad Oldesloe und Pinneberg. Mit diesem Programm will die DB die vorhandene Infrastruktur leistungsfähiger machen und mehr Kapazität im Schienennetz und in den Bahnhöfen schaffen.

Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Wir bauen so viel wie noch nie – ein echter Kraftakt! Dieser gelingt uns nur mit einem starken Team, mit motivierten und engagierten Mitarbeitenden.“ Deshalb baut die DB ihre Teams 2022 weiter auf: 360 zusätzliche Ingenieur:innen und Fachkräfte für Ausbau und Instandhaltung werden in diesem Jahr in Hamburg und Schleswig-Holstein neu eingestellt.

Die diesjährige Investitionsoffensive hat zwei große Schwerpunkte: Zum einen schafft die DB mehr Platz auf der Schiene. Dafür geht es beim Aus- und Neubau wichtiger Infrastrukturprojekte auf hohem Niveau weiter. 2022 laufen unter anderem die Vorbereitungen für den Aus- und Neubau der Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden und die Sanierung der Fehmarnsundbrücke weiter auf Hochtouren. Mit der S-Bahnlinie 4 entstehen außerdem vor allem für Reisende zwischen Hamburg und Bad Oldesloe neue attraktive Nahverkehrsangebote.

Zum anderen treibt die DB ihre Digitalisierungsprojekte weiter voran, beispielsweise durch die Arbeiten für Elektronische Stellwerke auf der Marschbahn. Gleichzeitig geht der Ausbau mit ETCS, dem modernsten Leit- und Sicherungssystem mit europäischem Standard, weiter.

Beides – mehr Kapazität und Digitalisierung – sind Voraussetzung für mehr und schnellere Verbindungen und den Deutschlandtakt. „Eine starke Infrastruktur ist die Grundlage für ein attraktives Angebot für alle Bahnreisenden. Genau darum geht es uns: Wir wollen mehr Menschen vom umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bahn überzeugen. Jeder Euro in die Schiene ist deswegen auch ein Euro in den Klimaschutz“, so Pofalla weiter.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 10.02.22

DB Museum setzt auf Events im Freien und Weiterentwicklung des Außengeländes

  • Open-Air-Bühne im Museumshof mit Veranstaltungen für die ganze Familie
  • Großes Sommerfest im DB Museum Koblenz mit Fahrzeugschau und Sonderfahrten
  • Gemüsegarten nach historischem Vorbild auf dem Freigelände

(Nürnberg/Berlin, 10. Februar 2022)  Ein umfangreiches Bühnenprogramm unter freiem Himmel, ein Gemüsegarten nach historischem Vorbild, das traditionelle Sommerfest in Koblenz und ein bunter Reigen an Veranstaltungen rund um das Thema „Design“ – das Jahresprogramm des DB Museums hält auch 2022 wieder viele Highlights parat.

Im ersten Halbjahr liegt der thematische Schwerpunkt dabei auf der aktuellen Sonderausstellung „Design & Bahn“. Im zweiten Halbjahr kehrt die beliebte Sommerbühne zurück und bietet ein unterhaltsames Eventprogramm im Innenhof des DB Museums.

Sonderausstellung „Design & Bahn“ mit spannendem Begleitprogramm

Noch bis zum 12. Juni wird die Sonderausstellung „Design & Bahn“ in Nürnberg zu sehen sein. Die Schau stellt in 20 Episoden die Entwicklung des Eisenbahn-Designs in Deutschland vor – beginnend in der Zeit um 1900, als die Gestaltung bei der Bahn erstmals eine größere Bedeutung erlangte, bis in die Gegenwart und nahe Zukunft.

Zur Ausstellung veranstaltet das DB Museum ein abwechslungsreiches Programm mit Talkrunden, einem Filmabend, Vorträgen und Kinder-Workshops:   

An zwei Abenden diskutieren führende Expert:innen aus dem Eisenbahn-Design gemeinsam mit dem Journalisten Thomas Edelmann zu den Themen „Wie Designerinnen die Nutzbarkeit von Zügen verbessern“ (am 31.03.) und „Zukunftsreise im Stadt- und Regionalverkehr (am 27.04.). Zu Gast sind u.a. Anna-Theresa Korbutt (Geschäftsführerin des HVV), Matthias Fischer (neomind Design Studio), Jan Wielert (büro + staubach), die Design-Expertin Uta Brandes und viele mehr. Beide Talkabende werden live gestreamt – der Link zur Veranstaltung wird zeitnah auf der Museums-Webseite bekanntgegeben.       

Für Kinder werden drei Veranstaltungsformate angeboten, die spielerisch an das Thema „Design“ heranführen: Im Rahmen eines Workshops können am 3. März Traumzüge aus Bausteinen konstruiert werden. In Kooperation mit der Kinderakademie CJD Nürnberg lernen Kinder ab 6 Jahren am 12. April die praktische Handhabung einer Fotokamera kennen. Und am Tag der offenen Loks (18.04.) bekommen kleine Eisenbahnfans Einblicke in die Gestaltung von Lokomotiven.

Eisenbahn-Landwirtschaft auf dem Freigelände in Nürnberg

Auch für das Freigelände des DB Museums ist 2022 einiges geplant: Der Spielbereich für Kinder wird im Laufe des Jahres durch einen festinstallierten Bobby-Train-Parcours ergänzt, um den Aufenthalt für Familien noch attraktiver zu gestalten. Ab Mai entsteht außerdem ein Gemüsegarten nach historischem Vorbild. Bewirtschaftet wird dieser von der integrativen Kindertageseinrichtung Matthias-Claudius in Kooperation mit dem Berliner Acker e.V. (im Rahmen des Programms AckerRacker).

Mehrmals wöchentlich besuchen die Kinder das DB Museum, um dort eigenes Gemüse zu pflanzen und dabei vieles über Ernährung und Landwirtschaft zu lernen. Der Garten wird 2023 eingebunden in eine Ausstellung zur Geschichte der Eisenbahn-Landwirtschaft.

Sommerbühne im Museumshof mit Theater, Konzerten und Versteigerung

In Kooperation mit der Stadt Nürnberg (Veranstaltungsreihe: Muse im Museum) veranstaltete das DB Museum bereits im letzten Sommer ein Open-Air-Bühnenprogramm im Museumshof – mit großem Erfolg!

Für die Sommermonate ist eine Neuauflage der Sommerbühne geplant, mit einem bunten Programm für die ganze Familie. Kindertheater, Konzerte, Jazz und die weit über die Tore Nürnbergs hinaus bekannte Fundsachenversteigerung werden von voraussichtlich Juni bis September den Museumshof in eine ganz besondere Eventlocation verwandeln. Für das leibliche Wohl sorgt das Team des Museumsrestaurants TINTO.

Traditionelles Sommerfest im DB Museum Koblenz

Die beiden Außenstandorte des DB Museums in Koblenz und Halle (Saale) werden maßgeblich von Ehrenamtlichen unterstützt. Aufgrund der pandemiebedingten Schutzmaßnahmen kehren beide Standorte erst im Frühling aus der Winterpause zurück. Im Juni ist in Koblenz wieder das traditionelle Sommerfest geplant (25. und 26.06.).

Mit der Nordabstellung wird dabei erstmals eine neu entwickelte Fläche bespielt, die eine weitläufige Verteilung der Gäste ermöglicht. Es werden heimische Fahrzeuge und Gastlokomotiven präsentiert; zudem stehen Lok-Mitfahrten, Führungen und Sonderfahrten mit dem Trans Europ Express auf dem Programm.

Neue Wege am Standort Halle (Saale)

Für den Standort in Halle (Saale) hat das DB Museum ein neues Betriebskonzept erarbeitet, das ab 2022 schrittweise umgesetzt werden soll. Das Museum möchte seine Außenstelle als einen der ältesten Lokschuppen Deutsch­lands sowie einzigen und günstig gele­genen Standort in den neuen Bundesländern erhalten und weiterentwickeln. Stärker als bisher wird das Museum dabei von Ehrenamtlichen unterstützt, die sich ab diesem Jahr in neuen Strukturen zusammenfinden werden. Gleichzeitig finden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Standort statt, um das DB Museum Halle (Saale) fit für die Zukunft zu machen. Wegen der Grundsanierung der Drehscheibe muss das beliebte Sommerfest in diesem Jahr leider entfallen.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 10.02.22

280 Millionen Euro Investitionen für Thüringen: DB macht Netz und Bahnhöfe fit für die Zukunft

  • DB-Infrastrukturvorstand Pofalla: „Jeder Euro in die Schiene ist ein Euro in den Klimaschutz“
  • DB packt in Thüringen 30 Kilometer Gleise, 75 Weichen, drei Brücken und zehn Stationen an
  • 90 neue Mitarbeitende für die Infrastruktur

(Leipzig, 10. Februar 2022) Die Deutsche Bahn (DB) setzt ihr Investitionsprogramm „Neues Netz für Deutschland“ konsequent fort. 2022 soll bundesweit die Rekordsumme von 13,6 Milliarden Euro von DB, Bund und Ländern in die Schieneninfrastruktur fließen – rund 900 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Rund 280 Millionen Euro stehen 2022 für Netz und Bahnhöfe in Thüringen zur Verfügung. Damit modernisiert und erneuert die DB rund 30 Kilometer Gleise, 75 Weichen sowie drei Brücken. Außerdem packt die DB zehn Haltepunkte und Bahnhöfe an – darunter Kahla und Zella-Mehlis. Mit diesem Programm will die DB die vorhandene Infrastruktur leistungsfähiger machen, mehr Kapazität im Schienennetz schaffen und ihre Stationen modern und barrierefrei gestalten.

Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Wir bauen so viel wie noch nie – ein echter Kraftakt! Dieser gelingt uns nur mit einem starken Team, mit motivierten und engagierten Mitarbeitenden.“ Deshalb baut die DB ihre Teams 2022 weiter auf: 90 zusätzliche Ingenieur:innen und Fachkräfte für Ausbau und Instandhaltung werden in diesem Jahr in Thüringen neu eingestellt.

Die diesjährige Investitionsoffensive hat zwei große Schwerpunkte: Zum einen schafft die DB mehr Platz auf der Schiene. Dafür geht es beim Aus- und Neubau wichtiger Infrastrukturprojekte auf hohem Niveau weiter. 2022 setzt die DB unter anderem die Erneuerung der Sachsen-Franken-Magistrale fort. Die Bauteams sind für mehr Kapazität vor allem zwischen Altenburg und Treben-Lehma sowie Lehndorf und Gößnitz aktiv. Durch den Ausbau der Strecke Erfurt–Nordhausen entsteht eine schnellere Anbindung an den Verkehrsknoten Erfurt.

Zum anderen treibt die DB ihre Digitalisierungsprojekte weiter voran, beispielsweise durch die Arbeiten für Elektronische Stellwerke in Immelborn und am Bahnhof Altenburg.

Beides – mehr Kapazität und Digitalisierung – sind Voraussetzung für mehr und schnellere Verbindungen und den Deutschlandtakt. „Eine starke Infrastruktur ist die Grundlage für ein attraktives Angebot für alle Bahnreisenden. Genau darum geht es uns: Wir wollen mehr Menschen vom umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bahn überzeugen. Jeder Euro in die Schiene ist deswegen auch ein Euro in den Klimaschutz“, so Pofalla weiter.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 10.02.22

SBB Cargo und die Schweizerische Post verlängern Zusammenarbeit                                     

SBB Cargo und die Schweizerische Post setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit um weitere vier Jahre fort. Täglich 60 Güterzüge voll mit Briefen und Paketen verursachen elf Mal weniger Klimagase und benötigen sieben Mal weniger Energie als Transporte auf der Strasse.      

SBB Cargo und die Schweizerische Post blicken auf eine langjährige Partnerschaft zurück. SBB Cargo konnte sich bei der Ausschreibung der Schweizerischen Post sowohl bei der Brief- als auch der Paketpost gegen die Mitbewerber durchsetzen – deshalb wird die Partnerschaft nun um vier Jahre von 2023 bis 2026 verlängert. Der Rahmenvertrag zwischen SBB Cargo und der Schweizerischen Post wurde im Januar 2022 unterschrieben. «Wir sind auf hohe Qualität und Pünktlichkeit der Schiene angewiesen, um unsere Dienstleistungen zuverlässig zu erbringen. Beides steht im Fokus unserer bewährten Zusammenarbeit» sagt Johannes Cramer, Leiter des Bereichs Logistik-Services bei der Schweizerischen Post. Seit Jahren setzt die Schweizerische Post auf die zuverlässigen Transporte von SBB Cargo. «Wir freuen uns über diese bedeutende Vertragsverlängerung. Gemeinsam können wir auf eingespielte Abläufe setzen und zugleich gemeinsam den Güterverkehr auf der Schiene weiterentwickeln, damit wir die Kundenbedürfnisse in Bezug auf Flexibilität und Tempo erfüllen können», ergänzt Désirée Baer, CEO von SBB Cargo.

Bis Ende 2026 transportiert SBB Cargo täglich 60 Güterzüge mit Briefen und Paketen für die Schweizerische Post quer durch die Schweiz. Dies entspricht jährlichen Einsparungen von rund 23 760 Tonnen CO2 sowie 183 550 Lastwagenfahrten, die dadurch vermieden werden können zugunsten der Umwelt.

SBB Cargo AG: Puls der Schweizer Wirtschaft

SBB Cargo erbringt einen Siebtel der Schweizer Güterverkehre, transportiert täglich 185 000 Tonnen für ihre Kunden und entlastet damit die Strasse um 15 000 LKW-Fahrten täglich und die Umwelt jährlich um 460 000 Tonnen CO2. Als einzige Güterbahn Europas transportiert SBB Cargo auch zeitkritische Güter für Post und Detailhandel und verbindet als Puls der Schweizer Wirtschaft die grossen Wirtschaftsräume der Schweiz.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 08.02.22

Ausschreibung für neues Elektronetz Oberelbe startet

  • Ab 2026: Betreiber für Bahnstrecken zwischen Dresden und Cottbus, Elsterwerda, Hoyerswerda und Leipzig gesucht

Unter Federführung des Verkehrsverbundes Oberelbe hat das europaweite Vergabeverfahren des Elektronetzes Oberelbe für den Zeitraum Dezember 2026 bis Dezember 2040 begonnen. Partner sind das Land Brandenburg sowie der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL). Die Neuausschreibung ist notwendig, da die aktuellen Verträge für den „Saxonia-Express“ Dresden – Leipzig sowie für das Netz „Elbe-Elster“ zu diesem Zeitpunkt enden.

„Mit dem neuen Netz fassen wir die Strecke Dresden – Leipzig sowie die drei Linien von der Landeshauptstadt nach Cottbus, Hoyerswerda und Elsterwerda zusammen“, erläutert Landrat Michael Harig, Zweckverbandsvorsitzer des VVO. „Das Volumen umfasst damit jährlich mindestens 3,91 Millionen Zugkilometer.“ Im Zuge der Ausschreibung wird die Anbindung von Großenhain und Elsterwerda nach Dresden verbessert: Die bisherige Regionalbahn RB 31 wird zur neuen S-Bahn S6 aufgewertet, welche dann stündlich an allen Wochentagen Elsterwerda an den Großraum Dresden anbindet und weiterhin in Elsterwerda-Biehla die Anschlüsse zum Regionalverkehr unter anderem in Richtung Bad Liebenwerda und Falkenberg (Elster) herstellt. Optional ist zudem ein zusätzliches Angebot zwischen Dresden und Riesa geplant, das jedoch noch unter Finanzierungsvorbehalt steht. Diese neue S-Bahn S 5 verdichtet dann in den Hauptverkehrszeiten den Fahrplan zwischen den beiden Städten sowie auf der Achse Dresden – Cossebaude – Coswig auf 30 Minuten. Um diese Angebotsverbesserungen dauerhaft finanzieren zu können, setzt der VVO auf die, im Rahmen des Klimapaketes, erhöhten Bundesmittel für den Eisenbahnverkehr, von denen auch Sachsen profitiert.

Das aktuelle stündliche Angebot zwischen den Städten an Elbe, Spree und Schwarzer Elster bleibt erhalten: Die Regionalexpress-Linien RE 15 Hoyerswerda – Dresden und RE 18 Cottbus – Dresden fahren auch in Zukunft jeweils im Zwei-Stunden-Takt und bieten, durch die Verknüpfung mit dem neuen Netz Lausitz, in Ruhland Umstiege in alle Richtungen.

Für die wichtige Verbindung Dresden – Leipzig sind im Rahmen der Ausschreibung Doppelstockfahrzeuge gefordert, da die hier bisher eingesetzten Fahrzeuge an ihre Kapazitätsgrenze gelangt sind. Bisher gewohnte Qualitäten wird es auch in Zukunft geben: Dazu zählen Zugbegleiter in allen Zügen, sowie im Gebiet des VVO die Kundengarantien, mit denen der Betreiber für ein hohes Niveau des Angebotes einsteht. Die Zugbegleiter und Lokführer des jetzigen Betreibers müssen sich um ihre Zukunft keine Sorgen machen: Der Übergang der Mitarbeiter zu einem möglichen anderen Arbeitgeber ist vorgeschrieben. Die Bahngesellschaften haben nun Zeit bis zum Juli, ihre Angebote einzureichen. 

Quelle: VVO

++++++++++

Datum 08.02.22

Zukunftsperspektive in Cottbus – DB begrüßt erste Mitarbeitende für das neue Bahnwerk

  • Ehemalige LEAG-Auszubildende wechseln zur Deutschen Bahn
  • Kooperation zwischen DB und LEAG zur Sicherung von Beschäftigung in der Lausitzregion wird umgesetzt
  • Qualifizierung neuer Mitarbeitender für die ICE-Instandhaltung beginnt

Start für das „Neue Werk Cottbus“: Die Deutsche Bahn hat heute die ersten Mitarbeitenden begrüßt, die im Rahmen des Strukturwandels in der Lausitz von der LEAG zur DB wechseln. Die elf Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker werden ab 2024 für die ICE-Instandhaltung zuständig sein und bis dahin für die Arbeit an Zügen qualifiziert. Im Laufe dieses Jahres sollen rund 80 weitere LEAG-Beschäftigte zur DB kommen.

Die Jobwechsel sind Teil einer Kooperationsvereinbarung. Diese sieht vor, dass die beiden Unternehmen in den Bereichen Ausbildung, Qualifizierung und Übernahme von Personal eng zusammenarbeiten.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Die Begrüßung unserer neuen Mitarbeitenden ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Starken Schiene. Wir wollen mehr Züge auf die Schiene bringen und die Verkehrswende aktiv gestalten. Dazu gehört auch die Inbetriebnahme des neuen Instandhaltungswerks in Cottbus. Dafür brauchen wir viele engagierte Kolleg:innen und wir freuen uns auf viele Einstellungen. Wir schaffen hier hochwertige Industriearbeitsplätze. Das neue DB-Werk in Cottbus wird ein Jobmotor sein. Mit der Kooperationsvereinbarung haben LEAG und DB ein Bündnis für die Zukunft geschmiedet!“

Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg: „Ich freue mich sehr, dass die ersten ehemaligen LEAG-Auszubildenden im DB-Werk in Cottbus einen neuen Abschnitt ihres Arbeitslebens starten können. Beide Unternehmen gestalten im Strukturwandel mit ihrer engen Zusammenarbeit Zukunft und Perspektive für die Menschen in der Lausitzregion. Das Kernanliegen des Strukturstärkungsgesetzes wird mit Leben erfüllt - den Worten folgen Taten. Menschen, die vom Strukturwandel betroffen sind, bekommen eine echte und sichere Perspektive in ihrer Region. Die Lausitz hat Zukunft.“

LEAG-Personalvorstand, Jörg Waniek: „Das von der Deutschen Bahn und LEAG geschmiedete Bündnis zur Sicherung von langfristigen Industriearbeitsplätzen in der Region nimmt mit dem Übergang der ersten ehemaligen LEAG-Mitarbeitenden jetzt konkrete Gestalt an. LEAG steht seit vielen Jahren für eine hohe Ausbildungsqualität und ist der größte Ausbildungsbetrieb in der Lausitz.

Damit einher geht die Verantwortung, den Ausgebildeten eine langfristige Perspektive in der Lausitz zu geben, ganz gleich ob in der Braunkohleverstromung, den neuen Geschäftsfeldern der LEAG oder eben bei Partnerunternehmen wie der Deutschen Bahn.

Gleichzeitig sind wir uns mit der Deutschen Bahn einig, die LEAG-Ausbildungsstätte Jänschwalde im Sinne der Fachkräftesicherung für die Wirtschafts- und Industrieregion Lausitz mit dem innovativen Bahnstandort Cottbus partnerschaftlich gemeinsam zu nutzen und auch Ausbildungsangebote für regionale Unternehmen zu schaffen.“

Bis 2024 holt die DB mehr als 500 neue Mitarbeitende und Auszubildende an Bord, 2026 kommen noch einmal 700 neue Stellen dazu. Insgesamt entstehen durch das neue Werk in Cottbus 1.200 neue hochqualifizierte Industriearbeits- und Ausbildungsplätze. Im neuen High-Tech-Werk in Cottbus wird die schwere Instandhaltung für ICE-4-Züge erfolgen.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 08.02.22

ODEG fährt künftig mit neuen Fahrzeugen den Regionalexpress 1 Magdeburg – Berlin

  • Fahrplan 2023 im Entwurf: Anregungen der Fahrgäste gefragt

Magdeburg. Die Entwürfe für den Fahrplan 2023 stehen ab sofort im Internet unter www.mein-takt.de zu Verfügung. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 übernimmt die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) im Netz Elbe-Spree mit fabrikneuen Fahrzeugen den Betrieb des Regionalexpress (RE) 1; im Frühverkehr fährt ein zusätzlicher Zug von Magdeburg nach Berlin. Beim RE 13 von Magdeburg über Dessau Hbf nach Leipzig gibt es im Fahrplan 2023 Bauarbeiten, aber auch kürzere Fahrzeiten.

Fahrgäste haben bis 1. März Gelegenheit, sich zu den Fahrplänen im Bahn-Bus-Landesnetz Sachsen-Anhalt zu äußern. Die Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA), die im Landesauftrag den Eisenbahnnahverkehr plant, bestellt und finanziert, übt diese Praxis seit über 15 Jahren und berücksichtigt Fahrgasthinweise. Der Eisenbahnfahrplan tritt am 11. Dezember 2022 in Kraft; Änderungen im Busfahrplan sind noch im Gespräch.

Geplante Änderungen im Bahn-Landesnetz sowie Baumaßnahmen 2023:

RE 1 Magdeburg – Burg – Genthin – Berlin – Frankfurt (Oder)

Die ODEG übernimmt den Betrieb zwischen Magdeburg und Frankfurt (O-der). Zum Einsatz kommen fabrikneue Fahrzeuge; in Sachsen-Anhalt meist mit bis zu 600 Sitzen und damit mehr Plätzen als bisher. Die Abfahrzeiten der stündlichen Taktzüge werden angepasst: In Richtung Berlin fahren die Züge etwa 5 Minuten später, in Richtung Magdeburg etwa 5 Minuten früher. Damit wird in Magdeburg Hbf der Übergang sicherer zu Fernverkehrszügen Richtung Braunschweig – Hannover und Halle – Leipzig. Im Frühverkehr gibt es künftig montags bis freitags eine zusätzliche Fahrt 5.50 Uhr ab Magdeburg Hbf; der jetzige Zug um 6.07 Uhr startet dann 12 Minuten später und hält künftig an allen Stationen. Abends wird eine neue Direktverbindung von Berlin nach Magdeburg angeboten, Ankunft gegen 23.45 Uhr; der Umstieg in Genthin entfällt.

RE 13 Magdeburg – Dessau-Roßlau – Leipzig und S 2/S 8 Halle/Leipzig – Bitterfeld – Lutherstadt Wittenberg (– Jüterbog)/Dessau-Roßlau

Freud und Leid gibt es auf dieser Strecke im Fahrplan 2023. Erfreulich: Nach Abschluss von Bauarbeiten verkürzt sich die Fahrzeit des RE 13 von Magdeburg Hbf nach Dessau Hbf um 4 Minuten. Das Angebot der S-Bahn-Linien 2 und 8 wird im Früh- und Abendverkehr angepasst. Aber: Vom 28. Januar bis 20. April 2023 wird zwischen Dessau Hbf und Wolfen gebaut; es fahren Busse im Ersatzverkehr. Zeitgleich beginnen die Arbeiten am neuen Bahnhofsgebäude Bitterfeld. Der Fahrplan ist auf beide Bauarbeiten abgestimmt.

Weitere Änderungen im Bahn-Landesnetz:

RB 40 (Genthin–) Burg – Magdeburg – Helmstedt – Braunschweig

Das erweiterte Angebot des RE 1 hat auch Auswirkungen auf die RB 40; frühmorgens ändern sich die Fahrzeiten einzelner Züge zwischen Helmstedt, Magdeburg und Burg; abends entfällt das letzte Fahrtenpaar zwischen Burg und Genthin.

RE 3 Stralsund/Schwedt – Berlin – Lutherstadt Wittenberg

Der erste Zug Jüterbog (5.24 Uhr) – Lu. Wittenberg Hbf (5.57 Uhr) fährt künftig als RE 3; in Lu. Wittenberg gibt es weiterhin Anschluss zur S 2 Richtung Leipzig-Stötteritz.

Im Abendverkehr fährt täglich ein neuer Zug 22.59 Uhr ab Lutherstadt Wittenberg Hbf mit S-Bahn-Anschluss aus Richtung Halle/Leipzig – Bitterfeld, womit sich zwei Stunden später als bisher eine neue Fahrtmöglichkeit aus Halle/Leipzig ergibt. Der letzte Zug samstags und sonntags ab Lutherstadt Wittenberg Hbf fährt 5 Minuten später zur Entspannung der bislang knappen Übergangszeit von der S-Bahn.

RE 4 Halle – Halberstadt – Goslar

Der Zug 22.07 Uhr ab Halle Hbf fährt künftig montags bis freitags direkt nach Halberstadt; bisher mussten Reisende nach Halberstadt in Könnern umsteigen.

RE 4 (Stendal –) Rathenow – Berlin – Falkenberg

Neuer Betreiber ist DB Regio; die Anbindung von Stendal mit einem täglichen Fahrtenpaar am Tagesrand bleibt unverändert. Südlich von Berlin wird die Linie täglich jede Stunde nach Jüterbog und alle zwei Stunden nach Falkenberg verlängert. Interessant u. a. für Fahrgäste aus Holzdorf und Linda: Die deutlich veränderten Abfahrtszeiten bieten im Knoten Falkenberg/Elster zur vollen Stunde bessere Anschlüsse in Richtung Cottbus, Bad Liebenwerda und Leipzig. Montags bis freitags ergänzen bis zum 20. April 2023 zwei Fahrtenpaare Jüterbog –Falkenberg/Elster den Zweistundentakt (müssen dann allerdings wegen Bauarbeiten entfallen).

RE 7 Dessau-Roßlau – Berlin – Senftenberg

Auch im neuen Vertrag Netz Elbe-Spree betreibt DB Regio die Linie, nun allerdings mit neuem Ziel Fahrtziel Senftenberg und mit rundum überarbeiteter Flotte: Die Fahrzeuge der Baureihe ET 442 haben ein Redesign erhalten. Im neuen Fahrplan gibt es eine zusätzliche Ankunft in Dessau Hbf montags bis freitags vor 6 Uhr und eine zusätzliche Abfahrt an Sonn- und Feiertagen 5.05 Uhr in Dessau Hbf Richtung Berlin; der Zug um 23.18 Uhr fährt künftig täglich statt nur am Wochenende.

RE 8/9 Halle – Lutherstadt Eisleben – Sangerhausen – Nordhausen – Leinefelde (– Kassel)

Aufgrund von Infrastrukturmängeln zwischen Roßlau und Sangerhausen verlängern sich die Fahrzeiten um bis zu 6 Minuten.

RE 10 Magdeburg – Hettstedt – Sangerhausen – Erfurt

Die bisherigen Abfahrten ab Magdeburg um 3.39 Uhr nach Güsten und 4.37 Uhr nach Erfurt werden zusammengefasst. Der Zug startet künftig 3.52 Uhr in Magdeburg Hbf und erreicht bereits 5.28 Uhr Sangerhausen – pünktlich zum Schichtbeginn 6 Uhr. In Sangerhausen gibt es Anschluss nach Erfurt, in Güsten nach Aschersleben und Bernburg.

RE 11 Magdeburg – Oschersleben – Halberstadt – Thale

Durch Anpassungen im Frühverkehr erreicht der erste Zug aus Richtung Magdeburg Thale bereits um 5.48 Uhr. In der Gegenrichtung liegt die erste Fahrt von Halberstadt nach Magdeburg künftig rund eine halbe Stunde später; die Abfahrtszeit ist dann 3.59 Uhr. Vom 08. Mai bis 13. Juli 2023 ist die Strecke zwischen Blumenberg und Halberstadt gesperrt; es fahren Busse im Schienen-ersatzverkehr.

RE 14/RB 51 Dessau – Lu. Wittenberg – Falkenberg

Änderungen betreffen den Abschnitt Lu. Wittenberg Hbf – Falkenberg/Elster in den Frühstunden und am frühen Nachmittag: Der erste Zug ab Falken-berg/Elster fährt 10 Minuten früher (5.07 Uhr) und über Lu. Wittenberg weiter nach Dessau Hbf. Der Zug 12.10 Uhr ab Dessau Hbf hält auch montags bis freitags in Meinsdorf, Klieken und Griebo. Der Zug 13.16 Uhr ab Falken-berg/Elster fährt künftig auch montags bis freitags.

RE 20 Magdeburg – Stendal – Salzwedel – Uelzen 

Vom 04. März bis 12. Mai 2023: Im Bahnhof Schnega wird gebaut, deshalb veränderte Fahrzeiten und einzelne Zugausfälle.

Vom 13. Mai bis 19. August 2023 ist die Strecke zwischen Stendal und Tangerhütte baubedingt nur eingleisig befahrbar; daher kommt es zu Fahrplanabweichungen und Ausfällen; teilweise ist auch die Linie S 1 betroffen.

RB 44 Aschersleben – Halberstadt

Im Frühverkehr wird montags bis freitags eine zusätzliche Fahrt eingelegt, die 7.22 Uhr in Aschersleben beginnt und 7.51 Uhr in Halberstadt ankommt.

RB 47/RB 48 Halle – Bernburg – Magdeburg

Die Züge zwischen Halle, Bernburg und Magdeburg verkehren nun einheitlich unter der Liniennummer RB 47. Die bisherige RB 48 entfällt. Dies hat keine Auswirkungen auf die Fahrzeiten.

RB 50 Aschersleben – Bernburg – Köthen – Dessau

Der Haltepunkt Osternienburg wird im Dezember 2022 geschlossen, dafür wird der benachbarte Bahnhof Elsnigk durch Ausbau des Umfeldes im Schnittstellenprogramm des Landes aufgewertet. Die Fahrt um 21.01 Uhr ab Dessau Hbf nach Köthen wird bis nach Güsten verlängert. Dort gibt es An-schlüsse in Richtung Staßfurt und Aschersleben.

RB 77 Wangen (Unstrut) – Naumburg (– Halle)

Neu im ist montags bis freitags ein Fahrtenpaar im Frühverkehr von und nach Halle (Saale) Hbf über Naumburg Hbf mit Halt in Weißenfels und Merseburg Hbf. In Halle Hbf startet der Zug gegen 6.40 Uhr und fährt gegen 7.25 Uhr von Naumburg Hbf weiter nach Wangen. In der Gegenrichtung fährt der Zug ge-gen 7.35 Uhr von Naumburg Hbf ab und erreicht Halle Hbf gegen 8.10 Uhr.

RB 78 Merseburg – Querfurt

Neu ist montags bis freitags ein weiteres Fahrtenpaar im Frühverkehr von und nach Halle (Saale) Hbf.

Folgende Änderungen im Bus-Landesnetz sind vorgesehen:

Bus <O> 450 Sangerhausen – Roßla – Stolberg (Harz) – Breitenstein

Die Linie soll voraussichtlich ab August als zweistündlicher Taktbus auch die touristischen Ziele der „Goldenen Aue“ direkt mit Sangerhausen verbinden; sie bekäme eine neue südliche Linienführung über Tilleda – Roßla – Kelbra. Die bisherige nördliche Anbindung über Bennungen – Hohlstedt könnte dann die Linie 453 übernehmen. Die Gespräche mit dem Landkreis Mansfeld-Südharz dazu laufen.

Bus <O> 742 Genthin – Jerichow – Tangermünde

Die Linie soll zum Dezember 2022 an die veränderten Anschlüsse der RE-Linie 1 Magdeburg – Genthin – Berlin – Frankfurt (Oder) angepasst werden, die Abstimmungen laufen noch.

Nun ist die Meinung der Fahrgäste gefragt

Bis 1. März ist Gelegenheit, sich unter www.mein-takt.de zu den Entwürfen der Fahrpläne im Bahn-Bus-Landesnetz Sachsen-Anhalt zu äußern. Naturgemäß können nicht alle Wünsche erfüllt werden. Das Geld ist begrenzt, und an vielen Stellen schränkt auch die Infrastruktur die Möglichkeiten der Fahrplangestaltung ein. Umso wichtiger ist es, die Bedürfnisse zu kennen, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. So tragen jedes Jahr Hinweise und Kritiken zu Verbesserungen im Fahrplan bei.

Quelle: NASA

++++++++++

Datum 05.02.22

Neuer Antrieb für den Süden: Batteriezug von Alstom und Deutscher Bahn startet in Bayern

  • Großer Schritt für eine umwelt- und klimafreundliche Antriebstechnologie im Nahverkehr
  • Testbetrieb mit Fahrgästen startet im bayrischen Regionalverkehr zwischen Gunzenhausen und Pleinfeld im fränkischen Seenland

(Berlin/München, 5. Februar 2022) Voller Energie Richtung emissionsfreie Eisenbahn: heute startete der erste voll zugelassene Batteriezug von Alstom mit der Deutschen Bahn (DB) als Betreiber in Bayern in den offiziellen Testbetrieb. Am 24. Januar hatte der Zug bereits erfolgreich seine Fahrt in Baden-Württemberg aufgenommen. Gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und dem Parlamentarischen Staatssekretär Michael Theurer begleiteten Hansrüdiger Fritz, DB Regio AG, und Müslüm Yakisan, Präsident der Region DACH bei Alstom, den emissionsarmen Zug auf seiner Fahrt von Gunzenhausen nach Pleinfeld.

Auf dieser Linie im Fränkischen Seenland verkehrt der Batteriezug samstags und sonntags, werktags ist er in Baden-Württemberg auf der Strecke Stuttgart - Horb unterwegs. Der Testbetrieb des Fahrzeugs mit 163 Sitz- und 162 Stehplätzen läuft bis Anfang Mai 2022.

Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr: „Dieser Triebwagen steht für den Fortschritt auf der Schiene. Denn dank batterieelektrischem Antrieb können wir auch auf den Strecken nahezu klimaneutral fahren, die sich sonst nur mit sehr großem Aufwand elektrifizieren ließen. Ein echter Klimaschützer, der zunächst hier in Bayern und Baden-Württemberg und bei guten Ergebnissen womöglich bald überall im Land im Regionalverkehr unterwegs sein wird.“

Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender Regionalleitung Region Bayern DB Regio AG :  „Mit dem ersten Batteriezug im Kundenbetrieb gehen wir jetzt auch im Regionalverkehr in Bayern einen weiteren Schritt hin zu einer emissionsfreien Bahn in Deutschland. Wir freuen uns darauf, im Betrieb und in der Wartung weitere Praxis-Erfahrungen mit dieser klimafreundlichen Antriebstechnik zu sammeln. Als DB wollen wir 2040 klimaneutral sein und alternative Antriebe und Kraftstoffe sind auf dem Weg dorthin ein wesentlicher Baustein.“

Müslüm Yakisan, Präsident der Region DACH bei Alstom: „Alternative Antriebe sind die Zukunft der Mobilität. Mit unseren umfassenden Lösungen ermöglichen wir nachhaltigen Bahnverkehr in Deutschland. Wir arbeiten seit 2016 gemeinsam an einer effizienten kostengünstigen Batterietechnologie zur Überbrückung der nicht-elektrifizierten Lücken im deutschen Schienennetz. Der Test im Fahrgastbetrieb wird uns wichtige Daten aus der Praxis liefern und zeigen, dass unser Batteriezug diese Lösung bietet.“

Die Strecken in Bayern und Baden-Württemberg eignen sich besonders aufgrund ihrer Topografie und der unterschiedlichen Steckenprofile für den Testbetrieb. Sie ermöglichen einerseits eine hohe Laufleistung des Zuges, der bis Mai rund 50.000 Kilometer zurücklegen wird. Zudem können unterschiedliche Batterieaufladeszenarien getestet werden. So wird der Zug in Bayern ausschließlich an den elektrifizierten Ziel- und Startbahnhöfen Pleinfeld und Gunzenhausen direkt an den Oberleitungen aufgeladen, da die Strecke dazwischen nicht elektrifiziert ist. In Baden-Württemberg erfolgt die Aufladung während der laufenden Fahrt. Neben der DB als Betreiber sind die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) assoziierte Projektpartner.

Seit 2016 entwickelt Alstom zusammen mit der TU Berlin, mit Unterstützung der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) sowie einer Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, den batterie-elektrischen Zug. Er ist ein möglicher nachhaltiger Nachfolger für Dieselzüge in Deutschland: insgesamt 450 Linien im deutschen Schienennetz werden bislang ausschließlich mit Dieselzügen befahren. Alternative Antriebe ermöglichen hier einen effizienten und emissionsfreien Betrieb. Der knapp viermonatige Test auf Personenverkehrsstrecken in Bayern und Baden-Württemberg ist der nächste Schritt dorthin. In Zukunft wird die BEMU-Technologie auf der Coradia-Plattform von Alstom zum Einsatz kommen.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 01.02.22

Milliardeninvestition: Deutsche Bahn bestellt 43 neue ICE

  • Auftrag geht an Siemens
  • Der neue ICE: Zug der Baureihe ICE 3neo in Berlin erstmalig präsentiert
  • Mehr Komfort für Fahrgäste: Neue Züge kommen ab Ende 2022 zum Einsatz

(Berlin, 1. Februar 2022) Die Deutsche Bahn (DB) kauft 43 weitere Züge des neuen ICE 3neo für rund 1,5 Milliarden Euro bei Siemens. Die Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz (DB) und Roland Busch (Siemens AG) gaben den Auftrag heute in Berlin im Beisein von Bundesverkehrsminister Volker Wissing bekannt. Die DB erweitert ihre Flotte so um insgesamt 73 ICE 3neo. Denn bereits im Juli 2020 wurden 30 ICE dieses Typs bestellt. Damit wächst die ICE-Flotte der DB bis Ende des Jahrzehnts auf insgesamt rund 450 Züge. Das tägliche Platzangebot für die Fahrgäste im Fernverkehr der DB steigt mit den 73 neuen Zügen um weitere 32.000 Sitze. Mit diesem Flottenzuwachs hat die DB künftig die Kapazität, bis 2030 den für den Deutschlandtakt vorgesehenen Fahrplan zu fahren.

Der neue ICE 3neo bietet bei einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h neben den 439 Sitzplätzen zahlreiche Neuerungen für einen verbesserten Komfort:

·         Mobilfunkdurchlässige Scheiben für stabilen Empfang

·         Acht Fahrradstellplätze in jedem Zug

·         Neu gestaltete Gepäckregale mit mehr Stauraum

·         Eine Beleuchtung mit tageszeitabhängig wechselnden Farbtönen

·         Tablethalter und Steckdosen an allen Plätzen, auch in der 2. Klasse

·         Zusätzliche Türen für den schnelleren Ein- und Ausstieg an Bahnhöfen

·         Ein neuer Hublift für einen leichteren Zustieg für Rollstuhlfahrer:innen

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG: „Mehr Eisenbahn ist der Schlüssel für den Klimaschutz in Deutschland. Deshalb spricht alles für den Ausbau der klimafreundlichen Schiene und deshalb bleiben wir weiter auf Wachstums- und Investitionskurs. Mit dem neuen ICE schaffen wir nicht nur mehr Kapazität in unseren Zügen, sondern erhöhen auch Qualität und Komfort für unsere Fahrgäste. Darauf können sich unsere Kundinnen und Kunden schon zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember freuen.“

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Der neue ICE steht für den Fortschritt auf der Schiene - schnell, digital, barrierefrei. Die insgesamt 73 neuen Züge mit ihren 32.000 zusätzlichen Sitzplätzen leisten einen großen Beitrag zur Umsetzung des Deutschlandtakts. Damit kommen wir unserem Ziel, die Fahrgastzahlen auf der Schiene in den kommenden acht Jahren zu verdoppeln, einen weiteren Schritt näher.“

Dr. Roland Busch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG: „Heute gehen wir einen wichtigen Schritt in der Mobilitätswende. Mit den neuen Hochgeschwindigkeitszügen unterstützen wir die Deutsche Bahn bei der Umsetzung ihrer Vision: mehr Menschen, mit höchstem Komfort, Pünktlichkeit und besserem Service zu befördern, und das effizient und äußerst nachhaltig. Schon Ende dieses Jahres bringen wir die ersten Züge auf die Schiene. Das ist Rekordtempo, weil wir auf Basis einer langjährigen, vertrauensvollen Partnerschaft mit der DB auf eine bewährte Zugplattform setzen, die wir mit zahlreichen Innovationen für die Fahrgäste angereichert haben.“

Zur Auftragsbekanntgabe im ICE-Werk Berlin-Rummelsburg haben DB und Siemens den ersten ICE 3neo präsentiert. Dieser wurde in der Rekordzeit von nur zwölf Monaten gebaut – so schnell wie noch nie ein ICE zuvor.

Ende dieses Jahres sind die ersten ICE 3neo für die Fahrgäste im Einsatz. Die neuen Züge werden zuerst zwischen Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland über die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main unterwegs sein.

Quelle: Deutsche Bahn

Zurück

Datenschutzerklärung
powered by Beepworld