Verkehrsnachrichten-Rubrik: Archiv Mai 2019

Datum 28.05.19

RMV-Aufsichtsrat stimmt Seniorenticket zu: Für einen Euro am Tag durch ganz Hessen

  • Hessenweites Seniorenticket für 365 Euro
  • digitale Mehrfahrtenkarte mit Rabatten für Seltenfahrer
  • Nachbarschaftstarif zwischen Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis

Ab 1. Januar 2020 werden Senioren ab 65 Jahren in ganz Hessen für 365 Euro im Jahr fahren können: Dazu hat der RMV-Aufsichtsrat am Montag in Bad Homburg seine Zustimmung gegeben. „Das Seniorenticket Hessen ist ein unschlagbares Angebot und ein wichtiger Schritt hin zu einer sozial-ökologischen Verkehrswende“, sagt Peter Feldmann, RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister von Frankfurt. „Mit so einem landesweit gültigen und so günstigen Ticket werden Bus und Bahn noch attraktiver. Wir erfüllen damit eine langjährige Forderung der Senioren und deren Interessenvertreter.“

„Für 1 Euro pro Tag alle Ziele in Hessen erreichen: Das Seniorenticket ist eine attraktive Einladung an alle mobil gebliebenen Seniorinnen und Senioren, häufiger den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen“, sagt der Landrat des Hochtaunuskreises und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des RMV, Ulrich Krebs. „Ein ausgeweiteter Fahrplan und verbesserte Anbindungen wie beispielsweise die anstehende S5-Verlängerung bis nach Usingen können das landesweite Seniorenticket zu einer beliebten Alternative zum eigenen Auto werden lassen.“

Das Seniorenticket Hessen soll hessenweit werktags ab 9 Uhr morgens sowie an Wochenenden und Feiertagen ganztags gültig sein, ohne Mitnahmeregelung oder Nutzung der 1. Klasse. In der Premium-Variante für 625 Euro jährlich können Über-65-Jährige rund um die Uhr unterwegs sein, auch 1. Klasse fahren und ab 19 Uhr sowie ganztags an Wochenenden und Feiertagen einen weiteren Erwachsenen und beliebig viele Kinder mitnehmen. Der RMV ist der erste hessische Verkehrsverbund, dessen Aufsichtsrat dem Ticket zugestimmt hat. Erhältlich soll das Ticket ab Ende des Jahres sein.

Tarifinnovation für Seltennutzer: Die digitale Mehrfahrtenkarte

Das Seniorenticket ist dabei nur eine von mehreren Tarifinnovationen, über die der Aufsichtsrat entschieden hat: „Wir wollen nicht ganz im Sinne unserer Strategie „Mobilität 2030“ nur neue und einfache Flatrate-Tickets für Stammkunden schaffen, sondern auch Selten- und Gelegenheitsnutzer mit passgenauen Angeboten motivieren, häufiger Bus und Bahn zu fahren. Gleichzeitig wollen wir unseren digitalen Vertrieb stärken. Deshalb führen wir eine digitale Mehrfahrtenkarte ein“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Das Konzept sieht vor, dass Fahrgäste wie bei einer Prepaidkarte ein Guthaben einzahlen und damit  Einzel- und Tageskarten 20 Prozent günstiger kaufen können. Mit Genehmigung des Regierungspräsidiums soll die digitale Mehrfahrtenkarte voraussichtlich Ende 2019 über das RMV-HandyTicket und zu einem späteren Zeitpunkt auch über die App erhältlich sein.

Günstigere Fahrten zwischen Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis

Analog zum Nachbarschaftstarif, der seit vergangenem Dezember für günstigere Preise bei kurzen Fahrten über die Frankfurter Stadtgrenze sorgt, sollen zum kommenden Tarifwechsel auch Fahrten zwischen Wiesbaden und den Gemeinden Taunusstein, Niedernhausen, Schlangenbad, Kiedrich sowie Eltville günstiger werden. „Damit kommen wir einem lang ersehnten Kundenwunsch nach und tragen unseren Teil dazu bei, die Stickoxidbelastung der Stadt Wiesbaden zu senken“, so Ringat.

Verbundweit hatte der RMV-Aufsichtsrat zudem bereits 2017 eine Deckelung der Preisanpassung in den nächsten beiden Jahren auf durchschnittlich 1,5 Prozent beschlossen. Die genauen Fahrpreise für das kommende Jahr werden rechtzeitig vor dem Start der Gültigkeit der neuen Preise am 01.01.2020 auf www.rmv.de bereitgestellt. Dort kann dann individuell und ganz konkret von Haltestelle zu Haltestellen nachgeschaut werden, ob sich der Fahrpreis geändert hat.

Quelle: RMV

++++++++++

Datum 28.05.19

RMV-Aufsichtsrat beschließt neue Preisstufe zwischen Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis

  • Neue Preisstufe für Fahrten zwischen Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis
  • Viele Verbindungen günstiger

Nachbarschaftlich fahren, kleinerer Preis: Dieses Motto gilt ab dem Fahrplanwechsel im Dezember für Fahrgäste zwischen der Stadt Wiesbaden und umliegenden Gemeinden im Rheingau-Taunus-Kreis. Am Montag beschloss der RMV-Aufsichtsrat in Bad Homburg, dass für Fahrten zwischen den gesamten Kommunen Niedernhausen, Taunusstein, Schlangenbad, Kiedrich sowie Eltville und Wiesbaden analog zum Nachbarschaftstarif in Frankfurt auch die Preisstufe 30 eingeführt werden soll. Damit werden die Fahrten fast 20 Prozent günstiger.

„Als wir den Nachbarschaftstarif über die Frankfurter Stadtgrenze eingeführt haben, war die Resonanz hervorragend. Das hat uns bestärkt, das Konzept auf weitere Regionen auszuweiten“, sagt Prof. Knut Ringat, RMV-Geschäftsführer. „Im Sinne unserer Fahrgäste haben wir uns dafür eingesetzt, für Fahrten zwischen Wiesbaden und naheliegenden Gemeinden im Rheingau-Taunus-Kreis eine schnelle Lösung zu finden. So tragen wir unseren Teil dazu bei, Dieselfahrverbote zu vermeiden und lassen die Region noch enger zusammenrücken.“

Bestandteil des Luftreinhalteplans

„Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist ein zentraler Bestandteil unseres Luftreinhalteplans“, sagt Andreas Kowol, Verkehrsdezernent der Stadt Wiesbaden. „Um umweltschädliche Emissionen zu vermeiden, ist es wichtig, dass mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Besonders bedanken möchte ich mich beim RMV für sein Entgegenkommen, dass auch die Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim von den neuen Preisstufen profitieren können und dass er nun mit vollem Tempo die Umsetzung dieser Entscheidung vorantreibt.“

„Aus dem Rheingau-Taunus-Kreis pendeln jeden Tag fast 20.000 Menschen nach Wiesbaden. Viele von ihnen kommen aus nahegelegenen Gemeinden, die teilweise nur wenige Kilometer hinter der Wiesbadener Stadtgrenze liegen. Diese oft vergleichsweise kurzen Fahrten nun günstiger zu machen, ist ein jahrzehntealter Wunsch der Menschen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis“, so Günter Döring, Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises. „Ich bin dem RMV sehr dankbar, dass er diesem Wunsch nachkommt und danke auch Taunussteins Bürgermeister Sandro Zehner, dass er das Thema erneut angestoßen hat. So ermutigen wir noch mehr Menschen, ohne ihr Auto nach Wiesbaden zu pendeln.“

Die Preisstufe 30  hatte der RMV vergangenen Dezember für kurze Fahrten über die Grenzen des Frankfurter Tarifgebiets eingeführt, um Preissprünge einzuebnen. Dafür hatte der Verbund das bestehende Frankfurter Tarifgebiet feingliedriger unterteilt, wodurch die tatsächliche Wegelänge bei der Tarifbildung noch stärker berücksichtigt wird.

Quelle: RMV

++++++++++

Datum 28.05.19

Die SBB startet mit Salt und Sunrise den Test für Gratis-Internet in Schweizer Fernverkehr-Zügen   

Ab sofort können Reisende unterwegs gratis im Internet surfen: Auf den beiden Fernverkehr-Linien IC 5 und IC 51 startete heute in Biel/Bienne offiziell der Technologietest für Gratis-Internet im Zug. Am Test teilnehmen können Kundinnen und Kunden von Salt und Sunrise.                   

«SBB FreeSurf», die neue Lösung für Gratis-Internet im Zug, basiert auf der guten Mobilfunkversorgung entlang der Bahnstrecken. Sie bietet den Kunden eine schnellere, flüssigere Internetverbindung mit mehr Bandbreite im Vergleich zu WLAN im Zug. Im Beisein von Christian Aveni, Chief Business Officer Salt, Robert Wigger, Chief Business Officer Sunrise, und Peter Kummer, Chief Information Officer SBB, startete die SBB heute am Bahnhof Biel/Bienne den Technologietest für «SBB Freesurf». Der Test erfolgt auf den 44 Intercity-Neigezügen (ICN), die mehrheitlich auf den Linien IC 5 und IC 51 zwischen Zürich–Genf, St. Gallen–Lausanne sowie Basel–Biel/Bienne verkehren. Mitmachen können Kundinnen und Kunden mit einem Smartphone mit einer Schweizer SIM-Karte von Salt oder Sunrise.

So funktioniert «SBB FreeSurf»

Um während des Tests gratis zu surfen, benötigen die Kunden die App «SBB FreeSurf». Nach erfolgter Anmeldung und Aktivierung erhalten sie eine Bestätigung, dass sie ab diesem Zeitpunkt kostenlos über ihren Mobilfunkanbieter surfen können. Beim Verlassen des Zuges oder beim Abschalten der Verbindung erhalten sie wieder eine Mitteilung, dass der Gratis-Internet-Zugang nicht mehr aktiv ist. Für die Registrierung ist einzig die Angabe der Mobiltelefonnummer nötig.

Der Technologietest ist auf mehrere Monate ausgelegt. Anschliessend wird geprüft, das Gratis-Internet auf den gesamten Fernverkehr der SBB und später auch auf den Regionalverkehr auszuweiten. Für Kunden ohne SIM-Karte, zum Beispiel Touristen, wird ebenfalls eine Lösung für kostenloses Internet im Zug geprüft. Die entsprechenden Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert. Mit weiteren Mobilfunkanbietern, insbesondere mit Swisscom, laufen Gespräche.

Schnellere Verbindung als mit WLAN

SBB FreeSurf basiert auf der guten Mobilfunkversorgung entlang der Bahnstrecken – gemäss aktuellem Testbericht des Fachmagazins «Connect» ist diese in Schweizer Zügen im internationalen Vergleich hervorragend. Die Kunden erhalten so eine schnellere, flüssigere Internetverbindung mit mehr Bandbreite im Vergleich zu einem WLAN im Zug. Ein solches käme einem Flaschenhals gleich, da die WLAN-Signale vieler Nutzer gebündelt und auf wenige Verbindungen aus dem Zug ins Mobilfunknetz übertragen werden müssten. SBB FreeSurf soll nach erfolgreichem Technologietest in die App «SBB Mobile» integrieret werden.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 22.05.19

Generalüberholung für Schnellfahrstrecken: Beginn im Abschnitt Hannover–Göttingen

  • Erneuerung von Gleisen, Weichen und Technik nach fast 30 Jahren Dauerbetrieb
  • Züge werden soweit möglich umgeleitet

Nach fast 30 Jahren benötigen die Schnellfahrstrecken bei der DB eine Frischekur.

Den Auftakt der Sanierung macht die Verbindung Hannover–Würzburg. Auf dem 89 Kilometer langen Streckenabschnitt Hannover–Göttingen werden von Dienstag, 11. Juni bis Samstag, 14. Dezember rund 142 Kilometer Gleise, 47 Weichen, 243.000 Schwellen und 405.000 Tonnen Schotter erneuert. Neun Tunnel und acht Talbrücken werden saniert. Außerdem werden technische Anlagen auf den neuesten Stand gebracht und die Oberleitungsanlagen saniert.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg wurde am 2. Juni 1991 eröffnet, der Baubeginn war am 10. August 1973. Die insgesamt 327 Kilometer lange Strecke führt durch die drei Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Bayern. Auf der Strecke befinden sich 49 Brücken und 63 Tunnel. Es verkehren rund 110 Fernverkehrszüge und durchschnittlich 26 Güterzüge täglich. Die maximale Geschwindigkeit beträgt für den Personenverkehr 280 km/h, und für den Güterverkehr 160 km/h.

Auswirkungen auf den Fernverkehr

Für die Arbeiten wird die Strecke komplett gesperrt. Die Züge werden über die Leinetal-Strecke umgeleitet. Dadurch ergeben sich Fahrzeitenverlängerungen von 30 bis 45 Minuten. Details zu den Fahrplanänderungen sind in den Fahrplanmedien veröffentlicht.

Auswirkungen auf den Regionalverkehr

Aufgrund der Umleitung der Fernverkehrszüge über die Leinetal-Strecke kommt es zu Abweichungen und Zugausfällen im Nahverkehr.

Für die Linien RB 80 (Göttingen–Nordhausen) und RB 86 (Einbeck Mitte-Northeim-Göttingen) ergeben sich Fahrplan- und Anschlussänderungen.

Linie RB82 (Göttingen–Bad Harzburg):

Bad Harzburg–Kreiensen

Die Züge verkehren mit abweichenden Fahrzeiten, in Kreiensen wird stündlich der RE2 erreicht.

Kreiensen–Northeim

Die Züge entfallen. Fahrgäste nutzen den RE2.

Northeim–Göttingen

Die Züge entfallen. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

Sollten aufgrund der Bauarbeiten Züge des RE 2 (metronom) in Einbeck-Salzderhelden verspätet ankommen, wird nach Möglichkeit eine zusätzliche Fahrt der RB 86 von Einbeck-Salzderhelden nach Einbeck Mitte angeboten, um Wartezeiten zu vermeiden. Diese Bedarfsfahrten werden kurzfristig durch Ansagen im Zug und am Bahnsteig kommuniziert.

Details zu den Änderungen sind in den Fahrplanmedien veröffentlicht.

Auswirkungen auf den S-Bahnverkehr

Die Linie S4 Hannover-Sarstedt-Hildesheim fahren in leicht geänderten Taktzeiten zwischen Hannover-Messe/Laatzen und Hildesheim. Die Züge der Linien S21 (Barsinghausen–Hannover) und S51 (Hameln–Hannover-Bismarckstraße) fallen aus.

Auswirkungen auf die Züge des metronom/erixx

Die Linie RE2 (metronom) Hannover–Northeim–Göttingen verkehrt mit abweichenden Abfahrts- und Ankunftszeiten. Die Linie RE10 (erixx) Hannover-Bad Harzburg fährt ohne Einschänkungen.

Die Reisenden werden rechtzeitig in den Bahnhöfen durch eindeutige Aushänge, Wandaufkleber, teilweise Fußbodenaufkleber und Ansagen sowie Durchsagen und Memo-Karten in den Zügen informiert.

Durch ausgefeilte Baukonzepte und frühzeitige Information sollen die Auswirkungen der Baumaßnahmen so gering wie möglich gehalten werden. Wichtig ist, dass für jedes Bauvorhaben die Kundeninformation reibungslos funktioniert. Daher werden für die größten Baumaßnahmen schon bis zu zwei Jahre im Voraus Baufahrpläne entwickelt, in denen Umleitungen, Ersatzverkehre oder Fahrzeitverlängerungen entlang bestimmter Korridore hinterlegt sind. Auf dieser Basis erhält der Fahrgast verlässliche Informationen zum Fahrplan und kann seine Reiseplanung frühzeitig darauf einstellen.

Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn über zahlreiche Kanäle von der App wie dem DB Navigator über Max Maulwurf, Flyer, Aushänge und Plakate in den Bahnhöfen bis hin zu online-Angeboten.

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 22.05.19

Schweinfurt bei Bahn und Bus auf Platz eins

  • Allianz pro Schiene veröffentlicht deutschlandweites Ranking zum Haltestellen-Netz

Berlin, 22. Mai 2019. Schweinfurt weist unter allen Städten und Landkreisen in Deutschland das dichteste Netz an Haltestellen im öffentlichen Verkehr auf. Für die Einwohner der bayerischen Stadt sind die Wege zu Bus und Bahn sogar kürzer als für Berliner, Hamburger oder auch Münchner. Dies zeigt das deutschlandweite Ranking der Allianz pro Schiene zur Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrs, das auf offiziellen Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) basiert. „Mit diesem Angebot an Haltestellen und Bahnhöfen ragt Schweinfurt heraus“, sagte am Mittwoch in Berlin Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

Freistaat Bayern schneidet insgesamt schlecht ab

Allerdings schneidet Bayern insgesamt schlecht ab. Der Freistaat nimmt im bundesweiten Vergleich der Flächenländer den vorletzten Platz ein und lässt nur Mecklenburg-Vorpommern hinter sich. „Gerade im Freistaat Bayern sind die Menschen in vielen Regionen auf erschreckende Weise abgehängt vom öffentlichen Verkehr. Von der Vorbildfunktion, die Bayern gerne für sich in Anspruch nimmt, ist hier nichts zu sehen.“

In dem Erreichbarkeits-Ranking liegen die fünf Landkreise mit dem schlechtesten Ergebnis alle in Bayern. Das Schlusslicht bildet bundesweit der Landkreis Freyung-Grafenau. Dort wohnt nur jeder siebte Einwohner höchstens 600 Meter Luftlinie von der nächsten Haltestelle oder höchstens 1200 Meter vom nächsten Bahnhof mit jeweils mindestens 20 Fahrtmöglichkeiten am Tag entfernt. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, gilt die Erreichbarkeit nach den Standards des BBSR als zumindest ausreichend. Bundesweit stehen Frankfurt am Main, Mainz und Bamberg gut da. Den Topwert unter den Landkreisen erreicht der Main-Taunus-Kreis. Dort ist die Anbindung für 99,48 Prozent der Einwohner nach den BBSR-Kriterien ausreichend oder besser. Ein solches Resultat erreichen gewöhnlich nur größere Städte.

Bus und Bahn müssen in die Fläche

„Auch dünn besiedelte Regionen dürfen nicht vom öffentlichen Verkehr abgekoppelt werden“, betonte Dirk Flege vom Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene. „Eine geringe Bevölkerungsdichte dürfen die Menschen den Verantwortlichen nicht als Ausrede für ein schlechtes Angebot an Haltestellen und Bahnhöfen durchgehen lassen.“ So befinden sich unter den 15 Landkreisen mit der schlechtesten Erreichbarkeit von Bus und Bahn in Deutschland lediglich zwei, die auch zu den 15 Landkreisen mit der geringsten Bevölkerungsdichte gehören. Dies sind der Landkreis Lüchow-Dannenberg und der Eifel-Kreis Bitburg-Prüm. Beim Schienennahverkehr sind laut Flege insbesondere die Landesregierungen und beim Busverkehr die Landkreise gefordert.

Reaktivierungen können helfen

Die Allianz pro Schiene sieht aber auch den Bund in der Pflicht, die Länder und Kreise stärker zu unterstützen. Das Verkehrsbündnis bekräftigte seine Forderung an den Bund, mit einem eigenen Programm die Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken zu unterstützen. „Für fast alle Regionen mit besonders schlechter Anbindung liegen konkrete Vorschläge vor, wie sich das Angebot am öffentlichen Verkehr durch eine Reaktivierung vorhandener, aber stillgelegter Schieneninfrastruktur schnell und vergleichsweise kostengünstig wieder verbessern lässt“, so Flege. „Die Menschen wollen die Schiene auch in der Fläche – dem muss die Politik Rechnung tragen.“

Eine gute Anbindung an Bus und Bahn ist laut Flege eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität. „Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission ‚Gleichwertige Lebensverhältnisse‘ muss sich mit diesen Erreichbarkeitsstatistiken beschäftigen und sie in ihren Vorschlägen berücksichtigen. Gleichwertige Lebensverhältnisse sind nur möglich, wenn man die Menschen auch auf dem Land nicht vom öffentlichen Verkehr abkoppelt.“ Die Kommission ‚Gleichwertige Lebensverhältnisse‘ soll bis Anfang Juli Vorschläge erarbeiten.

Quelle: Allianz pro Schiene

++++++++++

Datum 21.05.19

RMV-Tochter fahma bestellt größte Brennstoffzellenzug-Flotte der Welt bei Alstom

  • Ein Auftrag im Wert von rund 500 Mio. €
  • Der Anteil von Alstom beläuft sich auf 360 Mio. €
  • Fahrzeuge ersetzen ab 2022 Dieseltriebwagen auf vier Regionalzuglinien im Taunus

Hofheim, 21. Mai 2019 - Einen Auftrag über 27 Brennstoffzellenzüge hatte die RMV-Tochtergesellschaft fahma europaweit ausgeschrieben, nun steht der Gewinner fest: Der französische Hersteller Alstom wird die Fahrzeuge vom Typ Coradia iLint 54 bis zum Fahrplanwechsel 2022 auf 2023 liefern. Der Auftrag beinhaltet neben den Zügen auch die Versorgung mit Wasserstoff, die Instandhaltung und das Vorhalten von Reservekapazitäten für die nächsten 25 Jahre. Die Versorgung mit Wasserstoff bietet Alstom in Kooperation mit der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG an. Dabei wird sich die Tankstelle auf dem Gelände des Industrieparks Höchst befinden.

„Die Anschaffung der 27 Fahrzeuge ist ein Leuchtturmprojekt der Brennstoffzellenmobilität, über das ich mich sehr freue“, sagt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). „Der Bund unterstützt diese Investition in klimafreundliche Mobilität, indem er 40 Prozent der Fahrzeugmehrkosten übernimmt, die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen anfallen, sowie durch eine anteilige Förderung der Wasserstofftankstelle. Das Projekt hat für das BMVI Modellcharakter. Wir hoffen, dass noch viele weitere Projekte in Deutschland diesem Beispiel folgen werden.“

Größte Brennstoffzellen-Zugflotte der Welt

„Auf Hessens Schienen sind heute noch vielerorts Dieselfahrzeuge unterwegs, weil Oberleitungen fehlen. Der Brennstoffzellen-Antrieb ist dabei eine schnell umsetzbare Alternative zur Elektrifizierung“, sagt der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Der Verkehr ist in Hessen für ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wasserdampf statt Dieselruß ist deshalb ein spannender Ansatz. Wir werden das Projekt weiter tatkräftig unterstützen und uns dafür einsetzen, dass die nötigen Anpassungen an der Schieneninfrastruktur rund um die Wasserstofftankstelle in Höchst schnell voranschreiten.“

„Diese Vergabe stellt gleich zwei Rekorde auf: Mit der Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge ist im RMV ab 2022 die weltweit größte Brennstoffzellenzug-Flotte im Personenverkehr unterwegs und es ist der größte Auftrag in der Geschichte unserer Tochtergesellschaft fahma“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Nach elektrisch betriebenen Zügen, E-Bussen und Wasserstoffbussen bieten wir unseren Fahrgästen damit eine weitere Möglichkeit, emissionsfrei zu reisen. Dieser Meilenstein macht mich stolz und ist ein Riesenschritt in Richtung einer Mobilität ohne Schadstoffe.“

Auch für Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer für Alstom in Deutschland und Österreich, hat der Auftrag eine besondere Bedeutung: „Wir freuen uns sehr, dass die emissionsfreien Coradia iLint Regionalzüge von Alstom zukünftig in Hessen unterwegs sind und Passagiere im Taunus klimafreundlich befördern. Dieser neue Erfolg, gepaart mit dem bisherigen Erfolg des Coradia iLint, zeigt, dass zukunftsweisender und nachhaltiger Verkehr bereits Realität ist.“

Die neuen Brennstoffzellenzüge ersetzen die bisherigen mit Diesel betriebenen Züge auf den Linien RB11 (Frankfurt-Höchst – Bad Soden), RB12 (Frankfurt – Königstein), RB15 (Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf) und RB16 (Friedrichsdorf – Friedberg). Das Gesamtauftragsvolumen beziffert sich auf rund 500 Millionen Euro.

Betankung im Industriepark Höchst

Die neuen Züge werden im Industriepark Höchst betankt. Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst, ist erfreut darüber, dass der Standort eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie spielen wird: „Der Industriepark Höchst ist mit der bereits vorhandenen Wasserstoffinfrastruktur ein idealer Tankstellen-Standort für Fahrzeuge mit Brennstoffzellentechnologie. Der Betrieb der Wasserstofftankstelle für Züge als Ergänzung für die Tankmöglichkeiten für Busse und LKW passt hervorragend in unser Konzept, mit dem wir als innovatives Unternehmen unsere Energieversorgungskonzepte weiterentwickeln und dabei auf umweltfreundliche Energieträger setzen.“

Für Hochtaunuskreis-Landrat Ulrich Krebs sind die Brennstoffzellenzüge im Taunusnetz eine sinnvolle Alternative. "Neben der Elektrifizierung der S5 bis Usingen bieten die Brennstoffzellenzüge für andere noch nicht elektrifizierte Strecken verschiedene Vorzüge“, so Krebs, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des RMV ist. „Die Pendler profitieren von mehr Platz in den Zügen und einer wesentlichen ruhigeren Fahrt, weil das Motorengeräusch der Fahrzeuge aufgrund des Elektroantriebs leiser ist. Das ist auch ein Vorteil für die Anwohner an den Strecken.“

Weltweit erster Personenzug mit Wasserstoffantrieb

Der Coradia iLint ist weltweit der erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird, die elektrische Energie für den Antrieb erzeugt. Die Züge sind so leise wie eine S-Bahn unterwegs und lokal emissionsfrei, weil sie lediglich Wasserdampf und Kondenswasser an die Umwelt abgeben.

Zudem zeichnet sich der Fahrzeugtyp durch mehrere Innovationen aus: saubere Energieumwandlung, flexible Energiespeicherung in Batterien sowie intelligentes Management von Antriebskraft und verfügbarer Energie in Verbindung mit entsprechenden Fahrerassistenzsystemen. Gezielt entwickelt für den Einsatz auf nichtelektrifizierten Strecken, ermöglicht der Coradia iLint einen sauberen, nachhaltigen Zugbetrieb unter Beibehaltung einer hohen Leistung und eines ökonomischen Einsatzes für den Kunden.

160 Sitzplätze pro Fahrzeug

Seit September 2018 befinden sich die weltweit ersten zwei Wasserstoffzüge im Elbe-Weser Netz in Niedersachsen bereits im regelmäßigen Fahrgasteinsatz. Ab 2021 setzt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) 14 Coradia iLint auf der Strecke ein. Der RMV ist damit der zweite Aufgabenträger, der mit Hilfe der Fahrzeugbereitstellung über die fahma auf umweltfreundliche Wasserstofftechnologie ohne Abgase setzt.

Alle 27 neuen Brennstoffzellenzüge werden mit umfangreichen Fahrgastinformationssystemen wie Monitore mit Echtzeitinformationen ausgestattet sein, über Platz für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen verfügen und den Fahrgästen während der Fahrt kostenfreies WLAN bieten. Die neuen Züge verfügen über 160 Sitzplätze. Damit steigt insbesondere bei den Zügen im Berufsverkehr die Kapazität auf den Linien im Teilnetz Taunus um bis zu 40 Prozent.

Quelle: RMV

++++++++++

Datum 20.05.19

Die Schiene kommt zurück

  • Zunehmend werden Bahnstrecken reaktiviert
  • Vorschläge für weitere Verbindungen

Berlin, 20. Mai 2019. Nach Jahrzehnten des Schrumpfens erlebt die Schieneninfrastruktur an mehr und mehr Orten in Deutschland ein Comeback. „Die Schiene kommt zurück in Regionen, die lange verwaist waren“, sagte am Montag in Berlin Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) über Reaktivierungen von Eisenbahnverbindungen in Deutschland. „Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung eine Verdopplung der Fahrgastzahlen vorgenommen. Wenn wir das erreichen wollen, müssen wir den langjährigen Rückzug der Schiene aus der Fläche stoppen und ihn an geeigneten Stellen rückgängig machen“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.

Allianz pro Schiene und VDV stellen eine wachsende Bereitschaft für die Reaktivierung von Strecken im deutschen Schienennetz fest: „Zunehmend werden stillgelegte Verbindungen reaktiviert, weil die Bürger für ihre Fahrten und Unternehmen für ihre Gütertransporte den Eisenbahnverkehr wollen“, betonte Flege. „Eine von der Bundesregierung beauftragte Studie belegt zudem, dass die Reaktivierung von Schienenstrecken aus Umweltgründen sinnvoll ist“, so Wortmann weiter.

Netz schrumpft weiter – Handlungsbedarf bleibt hoch

Die beiden Bahnverbände weisen zudem darauf hin, dass es in den letzten Jahren bereits eine Reihe erfolgreicher Reaktivierungsbeispiele gab. „Für den Schienensektor machen die vielen gelungenen Reaktivierungen Mut für die Zukunft und Lust auf mehr“, so Flege. „Zahlreiche reaktivierte Verbindungen werden außerordentlich gut angenommen. Die beeindruckenden Erfolge zeigen, welch gute Zukunft die Eisenbahn in Deutschland mit dem nötigen politischen Willen hat.“ Als positive Beispiele nannte Flege Länder wie Niedersachsen, Hessen oder Baden-Württemberg, die auf Reaktivierungen zur Belebung des Schienenverkehrs setzten. „Einzelne Bundesländer schreiten voran und demonstrieren, dass Reaktivierungen den Schienenverkehr nach vorne bringen können. Dem müssen nun die noch zögerlichen Bundesländer folgen.“

Laut Deutschland-Karte der Allianz pro Schiene wurden zwischen 1994 und 2019 insgesamt 827 Kilometer an Verbindungen für den Personenverkehr und 359 Kilometer für den Güterverkehr wieder in Betrieb genommen. Allerdings wurden in diesem Zeitraum mit über 3.600 Kilometern deutlich mehr Strecken im Personenverkehr abbestellt als reaktiviert. Beim Güterverkehr fällt der Saldo ebenfalls klar negativ aus. Insgesamt hat das Schienennetz derzeit eine Streckenlänge von rund 38.500 km – im Bahnreform-Jahr 1994 waren es noch 44.600 km. „Dieser Schrumpfprozess muss endlich gestoppt werden“, forderte Flege.

Potenzial  nutzen: Vorschläge für Reaktivierungen

„Die bereits erfolgreichen Reaktivierungen machen zwar Mut, aber der Handlungsbedarf bleibt gewaltig. Die gute Nachricht: das Potenzial für weitere Reaktivierungen ist groß“, erklärte Wortmann. Der VDV hat eine umfangreiche Liste mit Reaktivierungsvorschlägen erarbeitet. Insgesamt kommt der Branchenverband dabei auf 186 Strecken mit 3.072 km Länge. Auf einer entsprechenden Deutschland-Karte wird deutlich, dass nahezu überall in der Republik Reaktivierungspotenzial im Schienennetz vorhanden ist.

Reaktivierungen sind laut Wortmann ein besonders einfaches Instrument, um die Nachfrage nach mehr Schienenverkehr schnell zu erfüllen: „Im Einzelfall können unterschiedliche Gründe für einen solchen Vorschlag maßgeblich sein. Es kann z.B. um die Anbindung bisher nicht mehr erschlossener Mittel- und Unterzentren gehen, um die Schließung von Netzlücken zwischen solchen Zentren, aber auch um die Entlastung des Straßennetzes in überlasteten Ballungsräumen oder um die Schaffung von Umgehungsmöglichkeiten für störungsanfällige Eisenbahnknoten.“

Fahrgastzahlen und Gütertransporte steigen

Dabei hat der VDV nicht nur Reaktivierungen von Schienenpersonennahverkehr, sondern auch solche für den Güterverkehr oder Personenfernverkehr untersucht. „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die Reaktivierung von Eisenbahnstrecken im Nahverkehr nicht gegen den Bus gerichtet ist. Und es gibt auch keine Bevorzugung von Personen- gegenüber Güterverkehr. Wir haben Reaktivierungsvorschläge abgelehnt, wenn damit attraktive Busverkehrssysteme gestört würden und der Gesamtnutzen für das System infrage stand“, so Wortmann.

Sowohl Allianz pro Schiene als auch VDV betonten, dass angesichts steigender Fahrgastzahlen und Gütertransporte das Schienennetz dauerhaft gesichert und ausbebaut werden muss. „Deutschland braucht dringend deutlich höhere Investitionen in die Eisenbahn-Infrastruktur, um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen“, sagten Flege und Wortmann abschließend.

Quelle: Allianz pro Schiene

++++++++++

Datum 16.05.19

Deutsche Bahn und Land Sachsen-Anhalt setzen Modernisierung des Magdeburger Hauptbahnhofs fort 

Die Deutsche Bahn baut den Eisenbahnknoten Magdeburg in der zweiten Baustufe komplett um und modernisiert gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt den Hauptbahnhof der Landeshauptstadt Magdeburg. Gleichzeitig setzt die Landeshauptstadt Magdeburg die Arbeiten für den künftigen City-Tunnel fort.  

Nachdem am Sonntag die neuen Bahnsteige 2 bis 5 und die dazugehörigen Brücken sowie die Gleise in Betrieb genommen wurden, werden in den kommenden Monaten die Arbeiten im Magdeburger Hauptbahnhof für das neue Licht- und Farbkonzept in der Empfangshalle fortgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Putzsanierung am mittleren Empfangsgebäude (Bahnsteig 5 und 6), die Sanierung der rückwärtigen Fassade des Empfangsgebäudes (Bahnsteig 1 alt) und die Gestaltung der neuen Fassaden der Geschäfte in der Personenunterführung. 

Die Um- und Neugestaltung der Personenunterführung (mit Fußboden, Wandflächen und Deckenbereich) erfolgt, in Abhängigkeit der Freigabe der Ernst-Reuter-Allee im Bereich der Eisenbahnbrücken (Citytunnel), für den Fußgänger- und Fahrradverkehr voraussichtlich Ende Sommer 2019. 

Geplant ist, den Kölner Platz zu einer attraktiven Schnittstelle für den ÖPNV und Bahn umzugestalten. Neben Bäumen und Sitzgelegenheiten entstehen auf der Westseite des Platzes 250 Fahrradstellplätze. Reisezentrum und Gastronomie werden am Kölner Platz etabliert. Die Gestaltung des Platzes wird den Planungen der Stadt unter den Bahnbrücken angepasst.  

Der Abschluss der Arbeiten im Magdeburger Hauptbahnhof ist für Oktober 2020 geplant. Die Arbeiten am Kölner Platz gehen einher mit dem Baufortschritt am City-Tunnel und sollen 2022 abgeschlossen werden. 

Die Deutsche Bahn und das Land Sachsen-Anhalt investieren in die Modernisierung des Magdeburger Hauptbahnhofs und die Umgestaltung des Kölner Platzes rund 16,8 Millionen Euro.  

Quelle: Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH

++++++++++

Datum 16.05.19

Neuer Fahrzeuglieferplan für das Netz Neckartal veröffentlicht  ̶  „Auch wenn die Züge nicht pünktlich geliefert werden: Abellio fährt trotzdem!“

  • Bombardier macht neuen Fahrzeuglieferplan öffentlich:
  • Nachlieferung von fehlenden 15 Fahrzeugen für erste Betriebsstufe von Abellio (ab 9. Juni 2019) bis Anfang August zugesagt
  • 18 Fahrzeuge werden bis Dezember 2019 an Abellio übergeben
  • Abellio stellt Mobilität auf den Strecken im Netz Neckartal mit vorsorglich erarbeiteten Ersatzkonzepten sicher

Stuttgart, den 15. Mai 2019 - Der Fahrzeughersteller Bombardier Transportation (BT) machte in der vergangenen Woche bei einem gemeinsamen Termin mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und Abellio einen neuen Lieferplan der Fahrzeuge für das Stuttgarter Netz/Neckartal öffentlich. Der Plan sieht eine Nachlieferung der fehlenden Fahrzeuge für die erste Betriebsaufnahmestufe der Abellio Rail Baden-Württemberg (ABRB) bis Anfang August vor. Auch die Serienzulassung der fünfteiligen Züge soll noch vor Betriebsstart am 9. Juni 2019 erteilt werden. Doch der neue Lieferplan hat auch einen Haken: Einen Teil der Talent 2-Züge für die zweite Betriebsaufnahmestufe von Abellio im Netz ab Dezember 2019 wird Bombardier mit Verzug liefern. „Auch wenn Bombardier nicht dazu imstande ist, pünktlich zu liefern: Abellio fährt trotzdem!“, so Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH.

Abellio zeigte sich von den neuerlichen Verzögerungen wenig überrascht, musste Bombardier doch bereits zum dritten Mal einen Lieferverzug einräumen, und legte dafür nun einen Ersatzplan vor. „Es hat sich gezeigt, dass wir gut beraten sind, für den Fall der Fälle ein Ersatzkonzept in der Schublade zu haben. Vorausschauend haben wir daher ein weiteres Konzept erarbeitet, mit dem wir das Mobilitätsangebot im Netz Neckartal für unsere künftigen Fahrgäste auch in unserer zweiten Inbetriebnahmestufe sicherstellen. Wir werden alles dafür tun, um den vom Land bestellten Fahrplan zwischen Stuttgart und Mannheim beziehungsweise Osterburken erfolgreich umzusetzen“, sagte Dr. Roman Müller.

Im Liefervertrag zwischen Bombardier und Abellio ist für die zweite Betriebsstufe die Auslieferung von 25 dreiteiligen Fahrzeugen festgeschrieben. Nach Aussagen von Bombardier werden Abellio zum Start am 15. Dezember 2019 jedoch nur 18 dreiteilige Fahrzeuge fristgerecht und einsatzbereit zur Verfügung stehen. Das teilte der Zughersteller in der vergangenen Woche mit. Die fehlenden Talent 2-Triebzüge plant Abellio vorübergehend durch Leihfahrzeuge zu ersetzen und hat diese bei DB Regio angefragt. Zudem soll DB Regio die Verbindung Stuttgart – Heilbronn für wenige Monate im Auftrag von Abellio weiterfahren. Erste Gespräche der beiden Eisenbahnverkehrsunternehmen hinsichtlich einer Kooperation haben erfreulicherweise bereits stattgefunden.

Abellio hat im Auftrag der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in Summe 52 Talent 2-Triebzüge beim Fahrzeughersteller Bombardier bestellt und soll diese Züge im Auftrag der NVBW im Netz Neckartal fahren. Den Betrieb des Streckennetzes wird Abellio in drei Stufen ab 9. Juni 2019 aufnehmen. Entsprechend ist auch die Auslieferung der Bombardier-Fahrzeuge vertraglich stufenweise festgesetzt.

Mitte Februar 2019 hatte Bombardier erstmals Verzögerungen bei der Fahrzeuglieferung für die erste Betriebsstufe von Abellio zugegeben. Damals erklärte der Hersteller, nur zehn von insgesamt 16 Neufahrzeugen bis zum Betriebsstart im Juni ausliefern zu können. Im April reduzierte sich die Anzahl der lieferbaren Züge erneut. In der vergangenen Woche räumte Bombardier ein, bis Anfang Juni 2019 nunmehr nur zwei für den Fahrgastbetrieb einsatzbereite Züge liefern zu können. Insgesamt fünfzehn fünfteilige Talent 2-Fahrzeuge sagte Bombardier nun bis Anfang August zu. Der letzte Fünfteiler für Betriebsstufe eins soll laut Hersteller erst im Dezember 2019 übergeben werden, gemeinsam mit 18 dreiteiligen Zügen für Betriebsstufe zwei. Ebenfalls noch offen ist die Serienzulassung der Triebfahrzeuge für Betriebsstufe eins, die Bombardier für die reinen Fünfteiler nach eigenen Angaben bis Ende Mai erwartet.

„Wir können nur an Bombardier appellieren, für umgehende Lieferung und Zulassung der Gesamtflotte für das Stuttgarter Netz/Neckartal zu sorgen, um unseren Fahrgästen schnellstmöglich einen Fahrbetrieb mit den neuen und modernen Fahrzeugen anbieten zu können und somit den Reisekomfort, den sie verdienen“, so Dr. Roman Müller.

Abellio wolle die Auswirkungen des Lieferverzuges von Bombardier auf seine künftigen Fahrgäste so gering wie möglich halten und werde einen soliden Start auf der Schiene in Baden-Württemberg hinlegen, erklärte der Geschäftsführungsvorsitzende.

Quelle: Abellio Rail Baden-Württemberg

++++++++++

Datum 15.05.19

Hamburger S-Bahn-Wagen im Deutschen Technikmuseum

  • S-Bahn hat den Wagen mit Baujahr 1954 im Auftrag des Museums restauriert
  • Fahrzeug der Baureihe 471 wird ab Mai ausgestellt

Ein S-Bahn-Wagen der Baureihe 471 wird im Mai in die Dauerausstellung Schienenverkehr des Deutschen Technikmuseums aufgenommen. Die S-Bahn hatte den Triebwagen mit Baujahr 1954 im Auftrag des Berliner Museums im Instandhaltungswerk Ohlsdorf restauriert. Vor der Abfahrt nach Berlin wurde das Fahrzeug in Hamburg verabschiedet.

Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer S-Bahn Hamburg: „Ein Stück Geschichte der S-Bahn Hamburg lebt im Deutschen Technikmuseum weiter. Wir freuen uns sehr, dass der Wagen in die Sammlung aufgenommen wird.“

Lars Quadejacob, Deutsches Technikmuseum: "Der Triebwagen 471 462 war ein Meilenstein auf dem Weg zur S-Bahn von heute; die Spuren aus einer außergewöhnlich langen Einsatzzeit machen ihn für uns besonders interessant. Wir danken der S-Bahn Hamburg für die gelungene Instandsetzung dieses historisch wichtigen Fahrzeugs."

Die Baureihe 471 wurde bereits ab Ende der dreißiger Jahre gebaut und gehörte damals mit der selbsttragenden Leichtbaukonstruktion zu den modernsten Nahverkehrszügen weltweit. Die Fahrzeuge läuteten das Gleichstrom-Zeitalter bei der Hamburger S-Bahn ein und waren schon mit der Technik ausgestattet, Bremsenergie zurück in das Stromnetz zu speisen. Mit einer Einsatzzeit von über 60 Jahren war diese Baureihe eine der langlebigsten auf deutschen Schienen. Am 26. Oktober 2001 wurde der letzte Elektrotriebwagen 471 aus dem regulären S-Bahn-Betrieb verabschiedet. Ein vollständiger Zug der Baureihe mit drei Wagen bleibt der S-Bahn Hamburg weiter als Museumszug erhalten.          

Quelle: Deutsche Bahn

++++++++++

Datum 15.05.19

Europaweites Novum im Güterverkehr: SBB Cargo startet mit automatischer Kupplung

Seit Anfang Mai verkehren Züge von SBB Cargo mit automatischen Kupplungen. Rund 100 Güterwagen und 25 Loks für den kombinierten Binnenverkehr sind zu diesem Zweck im letzten Jahr umgerüstet worden. Dies ist ein erster, wichtiger Schritt Richtung Teilautomatisierung auf der letzten Meile des Bahnbetriebs. SBB Cargo ist damit Pionierin in Europa. Der Bund unterstützt das Pilotprojekt mit einem Investitionsbeitrag und erhofft sich davon Impulse für die nötige Modernisierung des Schienengüterverkehrs.             

Automatische Kupplungen sind ein erstes, wichtiges Element, um den Schienengüterverkehr effizienter, pünktlicher und damit konkurrenzfähiger zu machen. Dank der neuen Kupplungen wird der Rangiervorgang beschleunigt und sicherer. Wagen untereinander und Lokomotiven werden automatisch zusammengehängt – ohne Verletzungsgefahr für den Rangierarbeiter. Zum Trennen der Wagen ist nur ein Handgriff nötig. Heute erfolgen noch sehr viele Arbeiten manuell, was zeit-, personal- und kostenintensiv ist.

Rationalisierungsschritte sind im Schienengüterverkehr dringend nötig. Der Nachholbedarf hinsichtlich technischer Neuerungen ist erheblich. Dazu kommt, dass sich der Logistikmarkt in einem fundamentalen Wandel befindet. Der Trend zu kleineren Sendungsgrössen und der Technologiefortschritt der Strasse fordern den Schienengüterverkehr stark. Umgekehrt bieten die Veränderungen am Markt und die neuen technologischen Möglichkeiten viele Chancen: SBB Cargo will die zwingend notwendige Modernisierung als Pionierin aktiv gestalten, um gegenüber der Strasse ihre Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen und für Kunden ein verlässlicher Partner zu sein.

Der Bund unterstützt die von SBB Cargo vorangetriebene Automatisierung. Gestützt auf das Gütertransportgesetz kann er technische Neuerungen im Schienengüterverkehr finanziell fördern, um eine effiziente und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Die Kosten der Umrüstung des Rollmaterials betragen insgesamt rund 15 Millionen Franken, der Bund steuert davon rund 9 Millionen Franken bei. Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr (BAV), lobte an der heutigen Medienkonferenz den Pioniergeist von SBB Cargo. Er wies aber auch darauf hin, dass der Innovationsschub nur dann seine volle Wirkung entfalten kann, wenn andere Akteure, wie beispielsweise die privaten Wagenhalter, mitziehen und in ihre Wagen investieren. Nur so können die technischen Neuerungen flächendeckend umgesetzt und die Produktionsabläufe koordiniert werden. «Das ist eine Voraussetzung dafür, dass der Schienengüterverkehr den steigenden Anforderungen der verladenden Wirtschaft und der Logistik gerecht werden kann», sagte Füglistaler.

SBB Cargo sucht Lösungen mit europäischen Partnerbahnen

Nicolas Perrin, CEO von SBB Cargo hebt hervor, dass das Unternehmen keinen Schweizer Alleingang, sondern Lösungen für europäische Standards anstrebe. «Das gemeinsame Vorgehen ermöglicht es uns, den Güterverkehrssektor gemeinsam weiterzuentwickeln und von den Vorteilen gleichermassen zu profitieren.» In vielen Projekten, wie bei der Entwicklung der automatischen Kupplung und der automatischen Bremsprobe, arbeitet SBB Cargo mit europäischen Partnern zusammen. So beispielsweise mit Unternehmen wie Voith, PJM, VTG oder den Güterbahnen Rail Cargo Austria und Mercitalia.

Seit Sommer 2018 hat SBB Cargo rund 100 Wagen und 25 Loks mit automatischen Kupplungen ausgerüstet; am 6. Mai wurde der Regelbetrieb aufgenommen. Die Güter im kombinierten Verkehr, also Containerverkehre, werden seither zwischen dem Hub in Dottikon und den Terminals in Dietikon, Oensingen, Renens, Cadenazzo und Lugano Vedeggio transportiert wie auch zu den Standorten Biasca und Mendrisio. «Für das Vorhaben wurden vorgängig rund 200 Mitarbeitende eingehend geschult», erklärt Jasmin Bigdon, Leiterin Asset Management von SBB Cargo, und ergänzt: «Der Betrieb läuft seit Einführung der automatischen Kupplung stabil.»

Zustellung auf letzter Meile mit einem statt zwei Mitarbeitenden

Beim Rangierpersonal ist ein erheblicher Fachkräftemangel absehbar. Schon jetzt sind freie Stellen nur schwer zu besetzen. Angesichts der zu erwartenden Pensionierungen wird sich die Situation in den nächsten Jahren erheblich verschärfen. Die automatische Kupplung ist ein erster, wichtiger Schritt Richtung Teilautomatisierung auf der letzten Meile des Bahnbetriebs. Nebst der automatischen Kupplung gehören die automatische Bremsprobe sowie ein Kollisionswarnsystem dazu. Diese drei Elemente ermöglichen zusammen den Ein-Personen-Betrieb, also eine Zustellung mit nur einem Mitarbeitenden statt bisher mindestens zwei Mitarbeitenden.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 15.05.19

Hell, freundlich, modern: Neue RMV-Mobilitätszentrale eröffnet in Groß-Gerau

  • Fahrgastberatung in Groß-Gerau auf modernstem Stand
  • Vier Monate des Wartens haben sich gelohnt

Neues Mobiliar, helles Design, modernste Verkaufstechnik und eine noch bessere Kundeninformation: Am 14. Mai hat die RMV-Mobilitätszentrale in Groß-Gerau nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet. Zur offiziellen Wiedereröffnung luden die Lokale Nahverkehrsgesellschaft mbH Kreis Groß-Gerau (LNVG), der Kreis Groß-Gerau und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Dienstagvormittag ein.

Wichtige Anlaufstelle

„Durch die zentrale Lage mitten in Groß-Gerau herrscht viel Publikumsverkehr, in Spitzenzeiten werden hier mehr als 300 Kundinnen und Kunden am Tag bedient. Daher war es eine richtige Entscheidung des RMV und der LNVG, in die Modernisierung und Vergrößerung der Mobilitätszentrale zu investieren“, sagt Walter Astheimer, Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Groß-Gerau und Aufsichtsratsvorsitzender der LNVG.

Einheitlicher Auftritt im RMV-Verbundgebiet

„Groß-Gerau ist schon die fünfte Mobilitätszentrale im neuen Design. Besucherinnen und Besucher profitieren nun von mehr Platz, Barrierefreiheit und modernster Verkaufstechnik. Wir möchten, dass uns unsere Kundinnen und Kunden mit einem einheitlichen Gesicht im gesamten Verbundgebiet wahrnehmen. Daher sind die Mobilitätszentralen wichtige Anlaufstellen für den direkten Dialog“, sagt RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai.

Die ersten Gespräche zum Umbau der Mobilitätszentrale zwischen dem RMV und der LNVG fanden im Herbst 2017 statt. Zu den Modernisierungsarbeiten zählten ein großflächiger Innenausbau und eine Rundumerneuerung der Außenfassade des Gebäudes. Die grundlegende Modernisierung des Innenraums erfolgte auf Basis eines für den RMV entwickelten Konzepts der Firma „weinkauf+reeg Design“.

Getragen wird die RMV-Mobilitätszentrale sowie die zweite von der LNVG betriebene Vertriebsstelle in Mörfelden von einem Team von acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LNVG, die alle zu zertifizierten Mobilitätsberaterinnen und Mobilitätsberatern geschult wurden. Der Kundendialog fand während den viermonatigen Umbauarbeiten auf der Rückseite des LNVG-Gebäudes in einem entsprechend ausgerüsteten Bürocontainer statt.

Verbesserte Bedingungen auch für Mitarbeiter

Mit der Wiedereröffnung der RMV-Mobilitätszentrale am 14.05.2019 wird nicht nur den Kundinnen und Kunden eine moderne Einrichtung zur Verfügung gestellt, auch das Vertriebs- und Beraterteam der LNVG erhält neue moderne Büros, da im Zuge der Vergrößerung der Mobilitätszentrale auch der ehemalige „Backoffice“-Bereich entsprechend neu entwickelt werden musste. „Mit dieser Maßnahme wird ein freundliches und angenehmes Arbeitsumfeld geschaffen, das unser Team für die neuen Herausforderungen optimal unterstützt und motiviert“ sagt Christian Sommer, Geschäftsführer der LNVG. Sommer dankt allen Kolleginnen und Kollegen der LNVG und des RMV, die zum Erfolg der RMV-Mobilitätszentrale Groß-Gerau in den vergangenen 20 Jahren beigetragen haben.

Nach der offiziellen Wiedereröffnung von RMV und LNVG in Beisein der Gremien der LNVG/Riedwerke, geladenen Gästen aus dem Kreisgebiet sowie ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, öffnete am Dienstagnachmittag um 13.00 Uhr die Mobilitätszentrale wieder ihre Tore für die Kundschaft. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr. Mittwochs ist von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet.

Quelle: RMV

++++++++++

Datum 10.05.19

Moderne Pflege für ein rollendes Denkmal

  • Neue Instandhaltungs-Halle für Weißeritztalbahn eingeweiht

Zur regelmäßigen Wartung und Instandhaltung der Wagen und Lokomotiven der Weißeritztalbahn wurde heute in Freital-Hainsberg eine neue Instandhaltungs-Halle ihrer Bestimmung übergeben. Der Freistaat Sachsen, der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und die SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft haben 3,6 Mio. Euro in die neue Infrastruktur investiert.

Die neue Halle entstand zwischen Juni 2017 und März 2019 unter Beachtung der Anforderungen des Denkmalschutzes, da sie unmittelbar neben an den über 100 Jahre alten Lokschuppen gebaut wurde. Die neue Werkstatt dient der täglichen Pflege der Weißeritztalbahn in einem modernen Rahmen: Eine Hubbockanlage ermöglicht das Anheben der Fahrzeuge und ein Brückenkran erleichtert den Transport und die Montage schwerer Einzelteile. Eine neue Heizanlage, moderne Sanitärräume und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verbessern die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Die Umwelt profitiert durch niedrigere Emission dank energiesparender Beleuchtung und einem Blockheizkraftwerk. Zudem wurden 160 Meter neues Gleis und zwei Weichen verlegt.

Die schmalspurige Weißeritztalbahn, die täglich im Dampfbetrieb zwischen Freital-Hainsberg vor den Toren Dresdens und Kurort Kipsdorf im Osterzgebirge pendelt, konnte im vergangenen Jahr rund 155.000 Fahrgäste begrüßen. Damit ist sie ein wichtiger Baustein für den lokalen Tourismus.

Quelle: VVO

++++++++++

Datum 10.05.19

SBB will stabile, möglichst sinkende Preise

Ein internes Dokument der öV-Branche zeige, dass die GA-Preise steigen sollen. So berichten heute diverse Medien. Fakt ist: Die Branche prüft bei der Preis- und Sortimentsstrategie viele mögliche Massnahmen. Beschlüsse gibt es keine. Die SBB setzt sich für stabile, möglichst sinkende Preise ein.

Zentral für die SBB ist, dass die Preise im öffentlichen Verkehr stabil bleiben. Nach Möglichkeit sollen sie sogar sinken. Dafür setzt sich die SBB seit langem ein. Sie wird das auch in die Diskussionen der öV-Branche weiterhin einbringen.

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten hat die SBB die Preise bereits gesenkt: Das Angebot an Sparbilletten ist stark ausgebaut worden; so nutzt die SBB den Spielraum, die Preise im Fernverkehr für die Kunden attraktiv zu machen – mit Preisen, die bis bis zu 70 Prozent unter den Normaltarifen liegen.

2018 sind via Sparbillette Preissenkungen im Umfang von 80 Mio. Franken umgesetzt worden. Für 2019 sind für die Verbesserung des Preis-Leistungsverhältnisses rund 230 Mio. Franken vorgesehen, darunter Sparbillette im Umfang von mehr als 100 Mio. Franken. Die SBB will weitere Preissenkungen und Investitionen in Service und Qualität machen, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Bahn im intermodalen Wettbewerb zu steigern.

Die öV-Branche analysiert derzeit das Sortiment. In dem heute öffentlich gewordenen Strategiepapier hat die öV-Branche Möglichkeiten aufgezeigt, wie der öV für die Kunden einfacher, attraktiver und preislich möglichst günstig ausgestaltet werden kann. Entscheide sind noch nicht gefallen.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 10.05.19

Mit Bus und Bahn günstig durch die Sommerferien

  • Die FerienTickets für ganz Sachsen und die Regionen machen mobil

Wenn in zwei Monaten die Sommerferien starten, haben die sächsischen Verkehrsverbünde passende Tickets für Schüler und Azubis bis 20 Jahre im Angebot. Zum einen gibt es das FerienTicket Sachsen, das im gesamten Freistaat gilt. Alternativ bieten die Verbünde ein FerienTicket für Vogtland und Mittelsachsen, ein weiteres für den Mitteldeutschen Verkehrsverbund und Sachsen-Anhalt sowie ein drittes für Dresden und Ostsachsen an.

Das FerienTicket Sachsen kostet 30 Euro und gilt sechs Wochen lang in ganz Sachsen und dem gesamten Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV), also auch bis Halle oder Altenburg. „Für nur 68 Cent pro Tag können die jungen Fahrgäste Busse, Züge, Straßenbahnen und viele Fähren nutzen“, betont Martin Haase, Tarifleiter im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). „So ist das Ticket eine günstige Alternative für die Zeit, in der viele Schüler keine Monatskarte für den Weg zur Schule haben und gleichzeitig Ferienausflüge geplant sind.“

Schüler und Azubis, die nur in ihren Heimatregionen unterwegs sind, können die lokalen Varianten des Ferientickets nutzen. Rund um Dresden, Görlitz und Zittau gibt es für 19 Euro  das FerienTicket VVO+ZVON vom VVO und dem benachbarten Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien. Das Ticket gilt in beiden Verkehrsverbünden in allen Bussen, Straßenbahnen, Nahverkehrszügen und auf vielen Fähren. Zusätzlich können einige der besonderen und historischen Verkehrsmittel mit dem Ticket genutzt werden.

Beide Tickets gelten täglich vom 6. Juli bis 18. August, außer montags bis freitags zwischen 4 Uhr und 8 Uhr. Die Schüler und Azubis benötigen eine Kundenkarte der Verbünde oder einen Schülerausweis. Zusätzlich gehört der Name auf das Ticket, da es nicht an andere Personen weitergegeben werden kann. Ein Fahrrad kann fast überall kostenfrei mit. „Alle Details rund um die Tickets haben die Verbünde auch online auf der gemeinsamen Seite www.dein-ferienticket.de zusammengefasst“, so Martin Haase.

Die FerienTickets gibt es in den Servicestellen der Verkehrsunternehmen, an allen Automaten der Eisenbahnen sowie bei vielen Zugbegleitern und Busfahrern im Regionalverkehr.

Quelle: VVO

++++++++++

Datum 08.05.19

Der neue Gotthardzug «Giruno» ist mit Kundinnen und Kunden unterwegs

Heute, am 8. Mai 2019, fährt der neue Gotthardzug «Giruno» der SBB erstmals mit Kundinnen und Kunden. In einer ersten Phase kommt er als Interregio zwischen Basel und Zürich Flughafen zum Einsatz, später verkehrt der Giruno dann auf der Gotthardachse bis ins Tessin.

Seit Ende 2016 ist der Gotthard-Basistunnel – der längste Eisenbahntunnel der Welt – in Betrieb, Ende 2020 vollendet der Ceneri-Basistunnel die Flachbahn durch die Alpen. Im Hinblick auf die dadurch erwartete Nachfragesteigerung, hat die SBB bei Stadler 29 Triebzüge bestellt, die bis zu 250 km/h schnell fahren können. Stadler nennt die Züge «Smile», die SBB hat ihnen den Namen «Giruno» gegeben.

Am 8. Mai fährt nun der «Giruno» erstmals mit Kundinnen und Kunden. Ziel ist es, bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 möglichst viel Erfahrung mit den neuen Zügen zu sammeln, damit die technische Reife sowie auch die betrieblichen Abläufe optimiert werden können. Ab Dezember 2019 sollen die Züge schrittweise in den Fahrplan integriert werden – sie verkehren zuerst im nationalen Verkehr von Basel SBB und Zürich HB nach Lugano beziehungsweise Chiasso und voraussichtlich ab Frühjahr 2020 weiter bis nach Milano.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 08.05.19

Deutschland-Takt muss rasch kommen

  • Allianz pro Schiene begrüßt Bekenntnis der Bundesregierung auf dem Schienengipfel

Berlin, 8.5.2019. Die Aussagen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf dem Schienengipfel von Dienstagabend hat Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, als „wichtiges Bekenntnis zum Deutschland-Takt und zum Ausbau des Schienenverkehrs in Deutschland“ bezeichnet. „Es ist notwendig, dass der Aufbau des Deutschland-Takts vorankommt“, betonte Flege am Mittwoch in Berlin. „Ein aufeinander abgestimmter, verlässlicher und dichter Fahrplan fördert die Attraktivität der Schiene“, sagte Flege. „Das machen Länder wie die Schweiz Deutschland seit langem vor:  Wenn das Angebot stimmt, fahren mehr Menschen mit der Eisenbahn.“ Daher forderte Flege: „Der Deutschland-Takt muss kommen – je eher, desto besser.“

Beim Bundeshaushalt zeigt es sich

Aus Sicht der Allianz pro Schiene halten die finanziellen Zusagen des Bundes aber nicht mit seinen Ankündigungen Schritt. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele gute Absichtserklärungen gehört“, so Flege. „Schon der Koalitionsvertrag von Union und SPD mit seinem Bekenntnis unter anderem zum Deutschland-Takt ist eine gute Grundlage für eine umwelt- und verbraucherfreundliche Verkehrspolitik. Jetzt geht es aber darum, die Absichten durch konkrete Finanzzusagen im Bundeshaushalt zu untermauern.“ Als Beispiele dafür nannte Flege die Stärkung der Schieneninfrastruktur einschließlich der weiteren Elektrifizierung, zweitens das Bundesprogramm Zukunft Schienengüterverkehr und drittens die Entlastungen bei Steuern und Abgaben. „Dieser Dreiklang würde die Schiene zukunftsfähig machen.“ Ausdrücklich begrüßte Flege die Forderung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), die Mehrwertsteuer für Bahntickets im Fernverkehr von 19 Prozent auf sieben Prozent zu senken „Bei dieser konkreten Unterstützung für die Schiene darf die Bundesregierung ihren Verkehrsminister nicht ausbremsen, sondern muss ihn bei diesem wichtigen Vorhaben unterstützen.“

Quelle: Allianz pro Schiene

++++++++++

Datum 08.05.19

Fahrplan 2020: Mehr Verbindungen und moderneres Rollmaterial

Die SBB löst ihr Kundenversprechen 2020 ein: International noch besser verbunden, neue, komfortablere Züge, zahlreichere Verbindungen sowie kürzere Reisezeiten. Ab Fahrplan 2020 geht mit dem «Léman Express» in der Region Genf zudem die grösste grenzüberschreitende S-Bahn Europas in Betrieb.               

Damit der öffentliche Verkehr in der Schweiz auch in Zukunft ein starkes Rückgrat hat, entwickelt die SBB das Bahnangebot ständig weiter und investiert in neue Infrastrukturen und modernes Rollmaterial. Die SBB löst mit dem Fahrplan 2020 ihr Versprechen, Regionen zu verbinden, konsequent ein. Der neue Fahrplan, der am 15. Dezember 2019 in Kraft tritt, bringt Änderungen im Angebot – international, national und in den Regionen.

Internationaler Verkehr mit mehr Verbindungen und neuen Fahrzeugen

TGV Lyria, die schweizerisch-französische Tochtergesellschaft der SBB, strukturiert per Fahrplanwechsel 2020 das Angebot neu. Ab Zürich, Basel, Genf und Lausanne gibt es mehr Verbindungen in die französische Hauptstadt mit gesteigertem Komfort und mehr Sitzplätzen in neuen Zügen. Zwar kann aus fahrplantechnischen Gründen die Direktverbindung Bern–Paris bedauerlicherweise nicht mehr angeboten werden, doch ist die Anbindung der SBB Züge Bern–Basel an sechs tägliche Paris-Verbindungen ab Basel in beide Richtungen gewährleistet, die Reisezeit verlängert sich um eine halbe Stunde. Im Rahmen von einem runden Tisch ist die SBB mit den betroffenen Kantonen Bern, Solothurn, Baselland und Basel-Stadt im Gespräch. Weitere Details zu den Verbindungen nach Paris sind der heutigen Kommunikation von TGV Lyria zu entnehmen.

Im Verkehr mit Deutschland ersetzt die DB in Kooperation mit der SBB den Typ ICE 1 auf den Verbindungen via Basel nach Zürich–Chur und nach Bern–Interlaken durch neue Züge des Typs ICE 4.

Im Verkehr Zürich–Stuttgart bleibt es vorerst beim aktuellen Angebot einer stündlichen Verbindung mit täglich sieben Direktverbindungen und sieben Umsteigeverbindungen in Singen.

Nationaler Fernverkehr im Zeichen neuer und modernisierter Fahrzeuge

Die Giruno-Triebzüge kommen im Laufe des Jahres 2019 auf ihren künftigen Haupteinsatzstrecken ins Tessin durch den Gotthard-Basistunnel ab Basel bzw. Zürich zum Einsatz. 2020 werden diese auch sukzessive auf den internationalen Verbindungen als Eurocity durch den Gotthard-Basistunnel nach Milano eingesetzt. Die Reisenden profitieren damit von modernen Zügen mit Niederflureinstieg, grossen Gepäckablagen und mehr Komfort.

Bis jetzt hat die SBB zwölf FV-Dosto in Betrieb genommen und setzt diese auf den Strecken IR 13 Chur–St. Gallen–Zürich und IR 37 Basel–Zürich–St. Gallen ein. Mit dem Fahrplanwechsel werden schrittweise weitere Fahrzeuge auf diesen Strecken eingesetzt. Wie bekannt, verkehren ab Dezember 2019 die FV-Dosto auch als IC-Züge auf der Strecke IC 3 Basel-Zürich-Chur.

Die Ende März 2019 vorgestellten, modernisierten Doppelstockzüge IC2000 kommen 2019 sukzessive schweizweit zum Einsatz und bieten verbesserten Komfort. Zudem beginnt 2019 der Umbau der Doppelstock-Triebzüge der RegioExpress-Linien. Die 1. Klasse wird u.a. mit der Anpassung der Sitzanordnung auf 3 Sitze pro Reihe aufgewertet, und in der 2. Klasse werden Steckdosen am Platz eingebaut.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 03.05.19

Dresden und Wittenberg bei Bus und Bahn vorn

  • Ranking für Ostdeutschland vergleicht Haltestellen-Netz in Städten und Landkreisen

Berlin, 03. Mai 2019 - Dresden bietet seinen Bürgern unter allen ostdeutschen Städten und Landkreisen die kürzesten Wege zu Bus und Bahn. In der sächsischen Landeshauptstadt ist der öffentliche Verkehr laut offiziellen Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sogar besser erreichbar als in Berlin oder in den westdeutschen Millionenstädten Köln und Hamburg. Unter den ostdeutschen Landkreisen belegt Wittenberg den ersten Platz und lässt mit seinem dichten Netz an Haltestellen und Bahnhöfen auch die Stadt Suhl hinter sich. „Dresden und der Landkreis Wittenberg schaffen mit einem dichten Netz an Haltestellen beste Voraussetzungen für einen nutzerfreundlichen und umweltfreundlichen Verkehr“, sagt Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

Vier von fünf Ostländern schlagen Bayern

Das gemeinnützige Verkehrsbündnis hat die Daten des BBSR ausgewertet, um vor den wichtigen Landtagswahlen in Ostdeutschland in diesem Jahr konkrete Informationen über die Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrs in der Region bereitstellen zu können. Erfreulich für den Osten: In vier von fünf ostdeutschen Bundesländern sind die Wege zum öffentlichen Verkehr kürzer als in Bayern. Berlin ist dabei als Stadtstaat nicht einmal berücksichtigt. Unter den Landkreisen mit der schlechtesten Erreichbarkeit liegt zudem keiner in den neuen Bundesländern. Selbst der Brandenburger Landkreis Spree-Neiße, der im Osten auf den letzten Platz kommt, lässt noch 37 Kreise im Westen hinter sich. Umgekehrt schafft es aber auch keine ostdeutsche Kommune auf eine Topplatzierung. Spitzenreiter Dresden liegt im deutschlandweiten Ranking auf Platz 27. Als zweitbeste Stadt im Osten belegt Halle bundesweit Platz 33. Besonders weite Wege müssen im Osten die Menschen in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern und dem Schlusslicht Spree-Neiße in Brandenburg zurücklegen. Dort wohnen weniger als zwei von drei Bürgern höchstens 600 Meter Luftlinie von der nächsten Haltestelle oder maximal 1200 Meter vom nächsten Bahnhof mit jeweils mindestens 20 Fahrtmöglichkeiten am Tag entfernt. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, gilt die Erreichbarkeit nach den Standards des BBSR als zumindest ausreichend.

Kommunen brauchen Unterstützung der Länder

 „Selbstverständlich ist es auf dem Land schwieriger als in der Stadt, mit einem dichten Netz des öffentlichen Verkehrs eine attraktive Alternative zum Auto zu bieten“, sagt Dirk Flege. „Aber längst nicht alles lässt sich durch Unterschiede in der Bevölkerungsdichte erklären.“ Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene sieht beim Schienennahverkehr insbesondere die Landesregierungen und beim Busverkehr insbesondere die Landkreise in der Pflicht.  „Die Länder dürfen die Kommunen und Kreise nicht allein lassen bei der Aufgabe, den Menschen einen attraktiven Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu bieten.“  Für viele Regionen mit schlechter Erreichbarkeit liegen konkrete Vorschläge für die Reaktivierung stillgelegter Schienenverbindungen vor. „Beim Bahnverkehr können die Landesregierungen auch die Regionalisierungsmittel nutzen, die ihnen der Bund für den Schienenpersonenverkehr zur Verfügung stellt“, so Flege.

Menschen wollen mehr öffentlichen Nahverkehr

Etwa die Hälfte der Deutschen wünscht sich mehr öffentlichen Nahverkehr, wie eine aktuelle Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag der ARD zeigt. Dabei nannten 47 Prozent der Befragten den Ausbau von Bus- und Bahnlinien als wichtigste Maßnahme, um die Verkehrsprobleme zu lösen. Ein bundesweites Ranking der Erreichbarkeit von Bus und Bahn in allen kreisfreien Städten und Landkreisen Deutschlands veröffentlicht die Allianz pro Schiene am 22. Mai.

Quelle: Allianz pro Schiene

++++++++++

Datum 03.05.19

Startschuss für die Seenlandbahn

  • In den Sommerferien von Dresden über Kamenz nach Senftenberg

Auf Initiative des Bürgermeisters der Stadt Bernsdorf, Harry Habel, haben sich der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und der Landkreis Bautzen in den vergangenen Monaten intensiv um eine saisonale Wieder-Inbetriebnahme der Bahnstrecke von Kamenz nach Senftenberg bemüht.

 Herausforderung für den Zugverkehr ist einerseits die Nutzung der Bahnsteige in Bernsdorf und Wiednitz, andererseits die Absicherung des Betriebes durch Mitarbeiter in den Stellwerken. „Für die Sicherung der Bahnsteige wurde zwischen der Kommune und der DB Station&Service AG eine Lösung gefunden“, freut sich der Landtagsabgeordnete Aloysius Mikwauschk, der sich für die notwendige Finanzierung stark gemacht hat. Die jeweils zwei Zugpaare werden an sieben Samstagen in den sächsischen Sommerferien unterwegs sein. Leider stehen für den ursprünglich ebenfalls geplanten Betrieb an Sonntagen seitens der DB Netz AG nicht genügend Mitarbeiter für die Besetzung der vier Stellwerke zur Verfügung. Nichtsdestotrotz sieht Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel den Start der Verbindung positiv: „Neben dem Tourismus und der Belebung des Lausitzer Seenlandes auf Sächsischer und Brandenburger Seite, schiebt sich auch die industrielle Entwicklung in der Region nach dem Kohle-Ausstieg immer mehr in den Vordergrund“, betonte Bürgermeister Harry Habel. „Vor diesem Hintergrund ist auch der Wunsch der Region zu sehen, langfristig wieder Personenverkehr auf der Strecke von Kamenz über Bernsdorf nach Senftenberg und Hoyerswerda zu betreiben.“ Eine Fortführung und Ausweitung auf die gesamten Ferienwochenenden im Sommer 2020 ist daher das Ziel aller Beteiligten.

Auf der Seenlandbahn gilt der VVO-Tarif: Fahrgäste ab Dresden bis Senftenberg benötigen ein Ticket für den VVO-Verbundraum, Fahrgäste ab Kamenz lösen eine Fahrt für die Tarifzonen 34 (Kamenz) und 33 (Bernsdorf). Die Tickets sind an allen Automaten sowie bei den Zugbegleitern erhältlich. 

Quelle: VVO

++++++++++

Datum 03.05.19

National Express startet am 6. Mai 2019 den Vorlaufbetrieb der Linie RE 5 (RRX)

Köln, 2. Mai 2019 - Die National Express Rail GmbH bereitet sich seit Monaten für die Aufnahme des Zugbetriebs der Linie RE 5 (RRX) am 9. Juni vor. Ein Großteil der Fahrzeuge des Typs Desiro HC, die im RRX-Design gestaltet sind, ist bereits ausgeliefert. Seit Mitte März hat das Unternehmen schon über 53.000 Kilometer im Rahmen der Test- und Schulungsfahrten zurückgelegt.

Für eine reibungslose Betriebsaufnahme im Juni 2019 haben sich National Express und DB Regio NRW in Abstimmung mit den drei SPNV-Aufgabenträgern Verkehrsverbund Rhein-Ruhr GmbH (VRR), Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) darauf verständigt, dass National Express bereits ab Montag, dem 6. Mai 2019, für DB Regio NRW einzelne Fahrten der Linie übernehmen wird.

Im Rahmen des Vorlaufbetriebs kann National Express somit Erfahrungen im Regelbetrieb sammeln und den Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern einen nahtlosen Betriebsübergang ermöglichen.

Da einige Bahnsteighöhen noch an die RRX-Fahrzeuge angepasst werden müssen, können auf diesen Einzelfahrten mit dem Desiro HC-Zügen in dem Zeitraum einige Bahnhöfe nicht angefahren werden. So entfällt auf der Fahrt von Wesel nach Koblenz aufgrund der noch zu niedrigeren Bahnsteighöhe der Halt in Voerde (Niederrhein), Oberhausen-Holten, Sinzig (Rhein) sowie Bad Breisig. Auf der Folgeleistung von Koblenz nach Wesel fallen die Halte in Bad Breisig und Oberhausen-Holten aus.

Reisende können auch die stündlich verkehrende RB 26 (www.mittelrheinbahn.de) als alternative Fahrmöglichkeiten zwischen Köln und Koblenz nutzen, die auch an den Bahnhöfen Sinzig (Rhein) und Bad Breisig hält. Außerdem können Fahrgäste für die Halte in Voerde (Niederrhein) und Oberhausen-Holten die RB 35 sowie den RE 19 (www.abellio.de) nutzen.

Bis zum Betriebsstart von National Express am 9. Juni bleibt DB Regio NRW für den RE 5 (Rhein-Express) jedoch der Vertragspartner der Aufgabenträger und erfüllt die verkehrsvertraglichen Verpflichtungen. Die Kundenbetreuung und Fahrgastinformation erfolgen bis dahin weiterhin durch Mitarbeiter von DB Regio NRW.

Die National Express Rail GmbH wird in den kommenden Jahren weiterwachsen. So werden im Dezember 2019 die Linie RE 6 (RRX) und im Dezember 2020 die Linie RE 4 des künftigen Rhein-Ruhr-Express (RRX) übernommen.

Quelle: National Express

++++++++++

Datum 02.05.19

FV-Dosto ist stabiler unterwegs

Die neuen Fernverkehrs-Doppelstockzüge verkehren dank diverser Verbesserungen stabiler als Ende 2018. Bei weiterhin positiver Entwicklung wird die SBB in den nächsten Wochen weitere Züge von Bombardier in den Betrieb aufnehmen. Es werden laufend weitere Massnahmen zur Erhöhung der Betriebsstabilität und des Fahrkomforts umgesetzt. Im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) hat die SBB die Neigung der Einstiegsrampen durch unabhängige Experten messen lassen.                 

Seit Dezember 2018 wurden rund 4500 Fahrten und über 700 000 Kilometer mit dem FV-Dosto zurückgelegt. Der Hersteller Bombardier hat zusammen mit Sublieferanten seither verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Betriebsstabilität umgesetzt. So wurden die Türsoftware auf den neusten Stand gebracht und Türwartungsarbeiten und Mängelbehebungen durchgeführt. Die Betriebsstabilität zeigt einen deutlich positiven Trend. In den letzten Tagen waren keine Zugsausfälle zu verzeichnen. Bombardier wird in den kommenden Monaten die Fahrzeugsoftware weiter optimieren.

Auch bei der Laufruhe konnten Fortschritte erzielt werden. An einem Testzug wurde das Radprofil geändert und die Software der Wankkompensationssteuerung angepasst. Unabhängige Messungen haben eine spürbare Verbesserung gezeigt. Bis zum Fahrplanwechsel Dezember 2019 ist die Umsetzung der ersten Massnahmen zur Verbesserung der Laufruhe an den restlichen Fahrzeugen vorgesehen.

SBB plant, weitere Fahrzeuge in den Einsatz zu nehmen

Die SBB sieht vor, schrittweise weitere Fahrzeuge auf der InterRegio-Strecke IR13/37 zwischen Chur, St. Gallen, Zürich und Basel einzusetzen. Voraussichtlich ab Dezember 2019 wird der FV-Dosto auf der InterCity-Strecke IC3 zwischen Basel–Zürich–Chur verkehren. Das Lokpersonal und die Kundenbegleiter aus dieser Region verfügen dann bereits über viel Betriebserfahrung und können dadurch zu einer hohen Betriebsstabilität mitbeitragen. Der Einsatz auf der IC1-Strecke zwischen St. Gallen und Genève Aéroport wird dann aufgenommen, wenn genügend betriebstaugliche Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Umsetzung der Auflage des Bundesverwaltungsgerichts

Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) hatte mit seinem Entscheid vom 20. November 2018 bestätigt, dass der neue Zug die massgebenden Normen und die Vorgaben des Behindertengleichstellungsrechts erfüllt. Gemäss BVGer muss die SBB den Nachweis erbringen, dass pro Fahrzeug ein Ein- und Ausstieg bei Wagen mit Rollstuhlabteil sowie in die Verpflegungszone beim Speisewagen eine Neigung von maximal 15 Prozent aufweist.

Im Auftrag des BAV hat die SBB die Neigung der Einstiegsrampen von drei Zügen (IC200, IR200, IR100) durch unabhängige Experten messen lassen. Die Neigungen der Einstiegsrampen lagen im Durchschnitt über alle drei Züge bei 14.8%. 69 von 76 Rampen waren korrekt. Bei sieben Rampen gab es kleine Überschreitungen, was gemäss Bombardier den Fertigungstoleranzen zuzuschreiben ist. Bei zwei markierten Rollstuhleingängen betrugen die Abweichungen 0,1 und 0,3%, was bei einer Rampenlänge von 785 mm eine Differenz von 0,8 mm bzw. 2,4 mm bedeutet. Alle Rampen der bereits produzierten Züge werden kontrolliert und wenn nötig angepasst. Zudem wird Bombardier bei der Produktion der weiteren Fahrzeuge sicherstellen, dass die Normen eingehalten werden. Die Messresultate liegen nun dem BAV vor.

Inclusion Handicap hat das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts am Bundesgericht angefochten. Das Gerichtsverfahren ist noch hängig. Der Weiterzug hat jedoch keinen Einfluss auf den Einsatz der neuen Züge.

Quelle: SBB

++++++++++

Datum 02.05.19

National Express, SPNV-Nord, NVR und VRR sorgen für mehr Kapazität auf dem RE 5 (RRX)

  • Keine Umsetzung des aufwändigen Stärken/Schwächen-Konzepts in Remagen

Köln, 30. April 2019 - Um die Betriebsstabilität auf der Linie RE 5 (RRX) zu erhöhen, haben sich die SPNV-Aufgabenträger Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR), Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) gemeinsam mit der National Express Rail GmbH entschieden, Änderungen am Betriebskonzept vorzunehmen.

Die SPNV-Aufgabenträger stimmten dem Vorschlag von National Express zu, eines der Betriebsreservefahrzeuge im täglichen Fahrbetrieb zu nutzen, um das zeitaufwändige An- und Entkuppeln im Bahnhof Remagen zu vermeiden und dabei deutlich mehr Sitzplätze für die Fahrgäste anzubieten. Somit wird das für den Streckenabschnitt Remagen – Koblenz vorgesehene Stärken/Schwächen-Konzept nicht umgesetzt. Der Mehraufwand für den Einsatz des zusätzlichen Fahrzeuges wird durch die SPNV-Aufgabenträger finanziert.

Vertraglich vorgesehen war ein Stärken/Schwächen-Konzept in Remagen, bei dem der sonst von Wesel bis Remagen in Doppeltraktion, also mit zwei Zugteilen (800 Sitzplätze), verkehrende RE 5 (RRX) ab Remagen mit nur einem Zugteil (400 Sitzplätze) bis Koblenz weiterfährt, dort wendet und in Remagen schließlich wieder an einen weiteren Zugteil angekoppelt wird. Auf Grundlage dieser ursprünglichen Planung wurde auch die für den Betrieb auf dem RE 5 (RRX) benötigte Anzahl an Fahrzeugen ermittelt. Aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Belastung der linken Rheinstrecke zwischen Köln und Koblenz, hätte dieses Verfahren jedoch die betrieblichen Abläufe auf der ohnehin schon für Verspätungen anfälligen Strecke erheblich gefährdet. Mit dem Reservefahrzeug können die Fahrten in Doppeltraktion zugunsten der Fahrplanstabilität nun auch auf der Strecke Remagen – Koblenz fortgesetzt werden.

National Express erhielt im Oktober 2015 im Rahmen eines europaweit durchgeführten Vergabeverfahrens den Zuschlag für drei der fünf Linien des „Rhein-Ruhr-Express“ (RRX). Dafür werden dem Unternehmen von den SPNV-Aufgabenträgern, die für die Planung, Organisation und Finanzierung des schienengebundenen Regionalverkehrs in der Region verantwortlich sind, für den Betrieb der drei RRX-Linien RE 5 (ab 09.06.2019), RE 6 (ab 15.12.2019) sowie RE 4 (ab 15.12.2020) insgesamt 51 RRX-Fahrzeuge des Typs Siemens Desiro HC zur Verfügung gestellt. Um die Betriebsreserve dauerhaft wieder auf das ursprüngliche Niveau anzuheben, ergänzt ab Dezember 2020 ein 52. Fahrzeug die National Express-Flotte.

Quelle: National Express Rail GmbH

++++++++++

Datum 02.05.19

Erster Brennstoffzellenbus in Hessen startet

  • Erprobung der Zukunftstechnik auf RMV-Linien X71 und 671
  • Busunternehmen Winzenhöler mit Hessens größter Brennstoffzellen-Busflotte
  • Anspruchsvolle Teststrecke

Zum ersten Mal in Hessen überhaupt setzen RMV und der Omnibusbetrieb Winzenhöler ab sofort einen Brennstoffzellenbus im regulären ÖPNV-Betrieb ein. „Unser Ziel ist es, mit innovativen Technologien unseren Umweltvorsprung weiter auszubauen“, so Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Ich danke unserem Partner Winzenhöler ausdrücklich für sein außerordentliches Engagement um die Brennstoffzellentechnologie und die damit verbundene Möglichkeit, diese spannende Technik in der Praxis gemeinsam zu erproben.“

Der Einsatz des Brennstoffzellenbusses erfolgt auf den RMV-Linien X71 (Darmstadt – Groß-Umstadt-Wiebelsbach) und 671 ( Darmstadt – Dieburg – Groß-Umstadt-Wiebelsbach – Babenhausen) durch die Betreiberin der Linien, die Firma Winzenhöler. „Mit dem Einsatz von Brennstoffzellenbussen im Werksverkehr in Frankfurt-Höchst haben wir bereits Erfahrungen mit der innovativen Technik“, erläutert Unternehmenschef Christian Winzenhöler. „Mit unseren acht Bussen haben wir Hessens größte Brennstoffzellenflotte und wollen unseren Beitrag leisten, die Technik auch im anspruchsvollen Regionalbusverkehr zu erproben und damit zur weiteren Verbreitung beizutragen.“

Anspruchsvolle Teststrecken

Die Strecke, auf denen der Brennstoffzellenbus unterwegs sein wird, zeichnet sich durch eine anspruchsvolle Topografie und einen autobahnähnlich ausgebauten Abschnitt auf der Bundesstraße 26 aus. Damit ist sie bestens geeignet, um herauszufinden, ob Brennstoffzellenbusse den Anforderungen genügen. Eingesetzt wird der Brennstoffzellenbus morgens und nachmittags, da sich momentan die einzige für Busse passende Wasserstofftankstelle in Frankfurt-Höchst befindet und entsprechend hier das Tanken erfolgt.

„Es ist eine tolle Sache, dass die Erprobung auf einer Strecke des Linienverkehrs stattfindet, der den Landkreis Darmstadt-Dieburg mit der Darmstädter Innenstadt bis zum Hauptbahnhof verbindet“, freut sich Christel Fleischmann, RMV-Aufsichtsratsmitglied und Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Auch Darmstadts Stadträtin Barbara Akdeniz hebt die Vorteile der neuen Technik hervor: „Gerade in den Innenstädten ist die lokale Emissionsfreiheit bei der Brennstoffzellen-Technologie ein riesiges Plus für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen.“

Winzenhöler mit Erfahrung in Brennstoffzellen-Technologie

Das Busunternehmen Winzenhöler setzt mit durchweg positiven Erfahrungen bereits seit Oktober 2017 Brennstoffzellenbusse auf dem Betriebsgelände des Industrieparks in Frankfurt-Höchst ein. Bei den Fahrzeugen mit einer Länge von 12 Metern handelt es sich um Mercedes-Benz Citaro Brennstoffzellenbusse. Vier der Busse aus einem Projekt der Hamburger HOCHBAHN hat das Busunternehmen Winzenhöler erst kürzlich gebraucht erworben.

Quelle: RMV

Zurück

Datenschutzerklärung
powered by Beepworld