Verkehrsnachrichten-Rubrik: Archiv Juli 2019

Datum 30.07.19

Dieselnetz: Gemeinsam für die Zukunft

  • Gespräche zwischen SMWA, GDL, Städtebahn-Betriebsrat und dem VVO

Nach der Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen und der daraus folgenden Kündigung des Verkehrsvertrages durch den Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) steht die zeitnahe Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs im Vordergrund. Heute fanden dazu Gespräche zwischen dem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL), dem Betriebsrat der Städtebahn Sachsen und dem VVO statt.

„Wir waren uns einig, dass die negativen Folgen für die Kunden der Städtebahn so gering wie möglich sein müssen und schnellstmöglich wieder Züge rollen“, betonte Staatssekretär Stefan Brangs. „Mir ist aber auch wichtig, dass die Beschäftigten der Städtebahn eine Perspektive erhalten, auch wenn immer noch nicht klar ist, ob und wie es in dem Unternehmen weitergeht. Wir haben daher auch darüber gesprochen, wie ein Betriebsübergang der Mitarbeiter auf einen neuen Betreiber erfolgen kann. Der Freistaat hat dem VVO Unterstützung angeboten, da die Wiedereinrichtung des Verkehrs gerade für den ländlichen Raum von hoher Bedeutung ist.“ Das VVO-Dieselnetz umfasst die Strecken zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz.

Vertreter des Betriebsrates und der GDL zeigten sich zufrieden über das erste Gespräch. „Nach den turbulenten letzten Tagen ist es nun wichtig, nach vorne zu schauen“, sagte Klaus-Peter Schölzke von der GDL. „Die Unsicherheit unter den Mitarbeitern ist groß und umso wichtiger ist es, nun die Gewissheit zu haben, dass Verbund und Freistaat ihrer sozialen Verpflichtung gerecht werden. Neben dem gesetzlich geregelten Betriebsübergang des Fahrpersonals fordern wir, dass in den Gesprächen mit anderen tarifgebundenen Unternehmen auch die Mitarbeiter in Verwaltung und Werkstatt eine Perspektive erhalten.“

„Ein schneller Neustart ist nur möglich, wenn eine andere Bahngesellschaft mit dem gut ausgebildeten Personal rechnen kann“, erklärte Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Schließlich sollen bald auf allen vier Strecken wieder wie gewohnt Züge fahren.“ Der VVO hat Kontakt mit geeigneten Eisenbahn-Unternehmen aufgenommen, damit nach einer Notvergabe der Zugverkehr auf den Strecken des Dieselnetzes schnellstmöglich wieder rollt. Derzeit fahren auf den vier Strecken Busse. Fahrgäste können sich über die Fahrpläne unter www.vvo-online.de  informieren. Die InfoHotline unter 0351 / 852 65 55 ist täglich bis 19 Uhr erreichbar.   

Quelle: VVO

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Datum 28.07.19

Dieselnetz: VVO kündigt Verkehrsvertrag

  • Suche nach neuem Betreiber und Notvergabe geplant

Gemäß den Bestimmungen des Verkehrsvertrages hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) nach 72 Stunden ohne Zugbetrieb sein Sonderkündigungsrecht wahrgenommen und den Vertrag mit der Städtebahn Sachsen gekündigt.

Seit den frühen Morgenstunden des 25. Juli 2019 stand der Betrieb auf den Strecken zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz still. Der VVO nimmt jetzt Kontakt mit geeigneten Eisenbahn-Unternehmen auf, damit nach einer Notvergabe schnellstmöglich der Zugverkehr auf den Strecken des Dieselnetzes wieder aufgenommen wird.

Derzeit fahren auf den vier Strecken des Dieselnetzes Busse. Fahrgäste können sich über die Fahrpläne unter www.vvo-online.de informieren. Die InfoHotline 0351 / 852 65 55 ist täglich bis 19 Uhr erreichbar.

Quelle: VVO

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Datum 28.07.19

Ersatzfahrplan für VVO-Dieselnetz ab 29. Juli 2019

  • Zusätzlicher Express-Bus zwischen Dresden und Kamenz

Nach der Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen (SBS) hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit den regionalen Busunternehmen einen umfangreichen Ersatzverkehr organisiert. Ab sofort sind die Fahrpläne für die Woche ab dem 29. Juli für die Strecken zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz auf der VVO-Internetseite verfügbar.

Auf der Strecke Dresden – Königsbrück fahren die Busse im Stundentakt zwischen Königsbrück und Dresden – Klotzsche. Dort haben die Fahrgäste Anschluss an die S-Bahn S 2 zum Hauptbahnhof.

Auf der Bahnlinie Kamenz – Dresden rollen die Busse stündlich zwischen der Lessingstadt und Radeberg. Dort besteht Anschluss von und nach Dresden. Als Ersatz für die Züge der Städtebahn halten die Express-Züge des trilex zusätzlich in Langebrück und Dresden-Industriegelände. Zudem wird montags bis freitags mehrmals täglich ein zusätzlicher Express-Bus eingesetzt, der ab Kamenz mit Halt in Bischheim-Gersdorf, Pulsnitz sowie Pulsnitz-Süd über die Autobahn direkt bis Dresden-Neustadt fährt.

Auf der RB 71 (Sebnitz – Pirna) fahren die Busse im Stundentakt. Sie haben in Pirna Anschluss an die S-Bahn S 2 von und nach Dresden. Der Fahrplan für die Müglitztalbahn (RB 72) sieht ebenfalls stündliche Angebote vor. Hier laufen die Planungen für den Fahrplan ab Dienstag noch, so dass vorerst nur Abfahrtszeiten für Montag verfügbar sind.

Fahrgäste können sich über Fahrtalternativen unter www.vvo-online.de informieren. Die Züge der Städtebahn Sachsen wurden aus der Auskunft entfernt. Zusätzlich informiert die VVO-InfoHotline unter 0351 / 852 65 55.

Quelle: VVO

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Datum 26.07.19

VVO bedauert Diskussion über Schuldzuweisungen

  • Verbund stellt Interessen der Fahrgäste und Mitarbeiter voran
  • Seit 2010 enge Zusammenarbeit mit der Städtebahn Sachsen
  • Förderung zahlreicher gemeinsamer Projekte

In Folge der Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen wird derzeit die Schuldfrage diskutiert. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) weist jegliche Anschuldigungen entschieden zurück und erwartet die Einhaltung des geschlossenen Verkehrsvertrages. Die Diskussion ist insbesondere deswegen bedauerlich, da damit die wichtigen Fragen der Fahrgäste und der Mitarbeiter aus dem Blick geraten. Die Priorität des VVO ist die Rückkehr zum stabilen und langfristigen Betrieb auf den betroffenen Strecken.

Kein Verständnis hat der Verbund für die Umleitung der Telefone der Städtebahn Sachsen auf die InfoHotline des VVO und den Austausch der Schlösser an den Büroräumen der Städtebahn, so dass die Mitarbeiter nicht zu ihren Arbeitsplätzen gelangen können. Dies führt dazu, dass weder für den VVO, noch weitere Geschäftspartner und Gläubiger der Städtebahn, die jetzt die VVO-InfoHotline erreichen, ein Ansprechpartner verfügbar ist.

Im Interesse der Fahrgäste hat der VVO die Städtebahn Sachsen seit 2010 bei zahlreichen Projekten unterstützt. Dazu zählen unter anderem die finanzielle Unterstützung bei der Sanierung der 15 Triebwagen und die Bestellung von 100.000 zusätzlichen Zugkilometern pro Jahr. Auch setzte sich der VVO gemeinsam mit dem Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, vor dem Hintergrund der zahlreiche Baumkollisionen, bei der DB Netz AG für einen intensiven Freischnitte entlang der Strecken ein. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren die Fahrgastzahlen auf den von der Städtebahn betriebenen Strecken gestiegen – aus Sicht des VVO ein Beleg für die konstruktive und gute Zusammenarbeit.

Daher steht für den Verbund nach der Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen eine schnelle Lösung im Interesse der Fahrgäste sowie der Mitarbeiter im Mittelpunkt. Der innerhalb kurzer Zeit aufgestellte Ersatzverkehr rollt derzeit planmäßig. Informationen zum Verkehrsangebot in der kommenden Woche folgen heute Nachmittag per Pressemitteilung und auf der Internetseite des VVO unter www.vvo-online.de

Quelle: VVO

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Datum 26.07.19

Ersatzfahrplan für VVO-Dieselnetz

  • Gemeinsamer Einsatz der Unternehmen und des Verbundes

Am gestrigen Morgen hat die Städtebahn Sachsen (SBS) ihren Betrieb eingestellt. Das Unternehmen befährt im Auftrag des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) die Eisenbahnstrecken zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz. Gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen hat der VVO in den vergangenen Stunden umfangreichen Ersatzverkehr organisiert. „Wir danken der Regiobus Bautzen, dem Regionalverkehr Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Müller-Bus-Reisen, Puttrich-Reisen, dem Busunternehmen Gendritzki, der Firma Reise Wünsche sowie allen Subunternehmen für die schnelle und unkomplizierte Hilfe“ betonte Lutz Auerbach, Leiter der Verkehrsabteilung im VVO.   

Auf der Strecke Dresden – Königsbrück fahren am morgigen Freitag sowie am Wochenende die Busse im Stundentakt zwischen Königsbrück und Dresden – Klotzsche. Dort haben die Fahrgäste Anschluss an die S-Bahn zum Hauptbahnhof.

Als Ersatz für die Bahnlinie Kamenz – Dresden rollen die Busse am Freitag und am Wochenende stündlich zwischen der Lessingstadt und Radeberg. Dort besteht Anschluss von und nach Dresden. Als Ersatz für die Züge der Städtebahn halten die Express-Züge des trilex zusätzlich in Langebrück und Dresden-Industriegelände.

Auf der RB 71 (Sebnitz – Pirna) fahren die Busse im Stundentakt, am Wochenende 27./28. Juli im Zwei-Stunden-Takt. Im Müglitztal (RB 72) bestehen ebenfalls stündliche Angebote, hier werden zum Teil die regulären Linienbusse mit eingebunden. Am Wochenende fahren die Ersatzbusse ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt.    

Die Fahrten der Seenlandbahn Dresden – Senftenberg und des Wander-Express‘ Dresden – Altenberg entfallen am kommenden Wochenende ersatzlos.

Fahrgäste können sich über Fahrtalternativen unter www.vvo-online.de informieren. Die Züge der Städtebahn Sachsen wurden aus der Auskunft entfernt. Zusätzlich informiert die VVO-InfoHotline unter 0351 / 852 65 55.

Quelle: VVO

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Datum 25.07.19

Zuverlässiger Betrieb im Dieselnetz hat höchste Priorität

  • VVO setzt sich nach Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen für Fahrgäste und Personal ein

Am heutigen Morgen hat die Städtebahn Sachsen (SBS) ihren Betrieb eingestellt. Das Unternehmen befährt im Auftrag des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) die Eisenbahnstrecken zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz. Der VVO hat kein Verständnis für die Betriebseinstellung und erwartet, dass die Städtebahn Sachsen den Verkehr wieder aufnimmt und die Verpflichtungen des Verkehrsvertrages erfüllt. Derzeit organisiert der VVO gemeinsam mit den regionalen Busunternehmen für die Fahrgäste mit Hochdruck ein Ersatzkonzept.

Für den VVO steht eine schnelle Lösung im Interesse der Fahrgäste sowie der Mitarbeiter im Mittelpunkt und arbeitetet daran, schnellstmöglich wieder ein zuverlässiges Angebot auf den von der Städtebahn betriebenen Linien anbieten und damit auch den betroffenen Mitarbeitern eine Perspektive aufzeigen zu können.

Quelle: VVO

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Datum 23.07.19

Änderungen im VVO-Tarif zum 1. August 2019

  • Start des AzubiTickets Sachsen und des SchülerFreizeitTickets
  • Einführung des Übergangstarifs Riesa – Oschatz (RiO)
  • Neue Regeln für VVO-Kundengarantien
  • Beitritt zur Schlichtungsstelle für den Öffentlichen Personenverkehr

Zum 1. August treten Änderungen im Tarif des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) in Kraft. „Obwohl die Preise stabil bleiben, haben wir uns entschlossen, alle notwendigen Änderungen zum gewohnten Datum umzusetzen“, erläutert Martin Haase, Tarifleiter im VVO. „Neue Tickets machen die Fahrt für junge Fahrgäste günstiger, ein neuer Übergangstarif macht Pendeln zwischen Riesa und Oschatz einfacher und der Beitritt aller Unternehmen im VVO zur Schlichtungsstelle für den Öffentlichen Personenverkehr bringt mehr Lösungsmöglichkeiten im Streitfall. Unterm Strich bleibt für viele Fahrgäste alles beim Alten.“

Ab 1. August können Schüler und Azubis die neuen, dank finanzieller Unterstützung des Freistaats eingeführten, Ticketangebote nutzen. Das AzubiTicket Sachsen ermöglicht Mobilität ab 48 Euro pro Monat, das SchülerFreizeitTicket bringt die jungen Fahrgäste für 10 Euro je Monat verbundweit zu ihren Freizeit-Zielen. Beide Tickets sind im Abo für mindestens 12 Monate erhältlich, personengebunden und gelten nur in Verbindung mit einer gültigen Kundenkarte. Informationen zu den neuen Angeboten haben die sächsischen Verkehrsverbünde unter www.deine-jugendtickets.de zusammengefasst.

Für Pendler zwischen Riesa und Oschatz führen der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) und der VVO zum 1. August den neuen Übergangstarif RiO ein. Fahrgäste können dann mit nur einem Ticket die Busse der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) in der Tarifzone Riesa, den Regionalexpress RE 50 zwischen Nünchritz, Glaubitz, Riesa und Oschatz, die Regionalbahn RB 45 zwischen Stauchitz und Zeithain sowie die Döllnitzbahn und die Busse in der MDV-Tarifzone 127 nutzen. Angeboten wird der Übergangstarif für Einzelfahrten, Wochen- und Monatskarten sowie Monatsabos bei den beteiligten Verkehrsunternehmen.

„Geht etwas schief, machen wir es wieder gut“ ist das Motto der VVO-Kundengarantien, die schrittweise auf den Bahnstrecken im VVO eingeführt werden. Die Unternehmen stehen unter anderem mit Entschädigungstickets für selbst verursachte Verspätungen gerade. „Leider haben wir in den vergangenen Monaten feststellen müssen, dass sich einige Mitbürger Entschädigungen erschleichen, da sie nicht im Zug gesessen haben oder ungültige Tickets vorgelegt haben“, erklärt Martin Haase. „Daher führen wir zum 1. August Obergrenzen ein und prüfen insbesondere digitale Tickets noch stärker als bisher.“ Zukünftig ist die Zahl der möglichen Entschädigungstickets auf zwei pro Tag und zehn pro Monat begrenzt. „Damit schränken wir den Missbrauch ein, aber die große Mehrzahl der ehrlichen Nutzer wird davon nicht betroffen sein“, so Martin Haase weiter. „Sonst zahlen eines Tages die ehrlichen Fahrgäste durch steigende Fahrpreise die Tickets für die Betrüger und das kann ja nicht unser Ziel sein.“

Ergänzend zu den Kundengarantien treten zum 1. August alle Verkehrsunternehmen im VVO der Schlichtungsstelle für den Öffentlichen Personenverkehr (söp) bei. Die söp ist von der Bundesregierung als Verbraucherschlichtungsstelle nach dem Verbraucher-streitbeilegungsgesetz anerkannt und bei der EU notifiziert. Bekommen Fahrgäste zukünftig bei Beschwerden keine beziehungsweise keine zufriedenstellende Antwort, können sie sich an die söp wenden und ihre Rechte geltend machen. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ist für die Fahrgäste das Schlichtungsverfahren kostenfrei. Es fallen weder Bearbeitungsgebühren oder Erfolgshonorare an, noch müssen Rechtsanwälte und Gerichte bemüht werden. „Wir sehen dies als wichtigen Schritt, um die hohe Kundenzufriedenheit im VVO zu sichern und zu erhalten“, betont Martin Haase.

Informationen zu Tarif und Fahrplan gibt es im Internet unter www.vvo-online.de, telefonisch an der InfoHotline 0351/ 852 65 55 und persönlich in der VVO-Mobilitätszentrale sowie bei allen 13 Verkehrsunternehmen im Verbund.

Quelle: VVO

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Datum 23.07.19

Ticketkauf per Handy leicht gemacht: Kooperation von RMV und Kölner Verkehrs-Betrieben

  • Fahrkarten für Köln ab sofort in RMV-App
  • umgekehrt RMV-Fahrkarten in App der Kölner Verkehrs-Betriebe
  • Startschuss für eine App für deutschlandweites Mobilitätsangebot

Hofheim, 22.07.2019 - Ab sofort können Fahrgäste mit der App des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) auch Fahrkarten der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) kaufen und umgekehrt mit der KVB-App RMV-Tickets. Möglich wird dies über eine gemeinsame digitale Schnittstelle. Die neue Option steht allen Nutzerinnen und Nutzern der RMV- bzw. KVB-App mit dem heute veröffentlichten Release direkt zur Verfügung.

"Nachdem bereits seit 2018 DB-Fernverkehrsfahrkarten über die RMV-App gekauft werden können, wollen wir mit IPSI schrittweise die gesamte Nahverkehrsbranche in unsere App einbinden", sagt RMV-Chef Prof. Knut Ringat. "Mit dem Projekt IPSI machen wir die gewohnten Apps wie die des RMV oder der KVB zu übergreifenden Mobilitäts-Apps." Stefanie Haaks, Vorsitzende des Vorstands der KVB hebt hervor: "Damit sind KVB und RMV Vorreiter in Deutschland. Kundinnen und Kunden wollen Tickets von A nach B, egal welches Verkehrsmittel, welcher Verbund und welcher Anbieter. Genau das bieten wir jetzt."

Vernetzungsprojekt IPSI: "Tickets. Grenzenlos."

Die Vernetzung von RMV und KVB ist Teil des bundesweiten Projektes IPSI, bei dem Verkehrsunternehmen und -verbünde in ganz Deutschland ihre Tarife gegenseitig als HandyTicket anbieten. Für Fahrgäste wird es damit künftig nicht mehr notwendig sein, die Apps mehrerer lokaler Mobilitätsanbieter zu installieren. IPSI macht damit Schluss und vernetzt die vertraute Mobile-App des Fahrgastes bundesweit mit anderen Handy-Ticket-Systemen. Die Ausweitung auf weitere Unternehmen bzw. Verkehrsverbünde ist in Planung.

Quelle: RMV

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Datum 23.07.19

So fährt die SBB durch die Hitzewelle

Der Sommer bringt der Schweiz diese Woche erneut Temperaturen über 30 Grad. Die anhaltende Hitze wird auch das Roll- und Schienenmaterial der SBB beanspruchen. Wie meistert die SBB die Herausforderungen der nächsten Tage? Hier liefern wir die Antworten zu den wichtigsten Fragen.

  • Vor welche Herausforderungen stellt eine anhaltende Hitzewelle die SBB?

Der Sommer fängt für uns schon im März mit den Vorbereitungsmassnahmen an. Die Infrastruktur wird kontrolliert und spezifische Einstellungen für hohe Temperaturen, beispielsweise an den Weichen, werden vorgenommen. Ist die Hitze dann da, geht es vor allem darum, die Temperatur in den Zügen für unsere Kunden angenehm zu halten und das Schienennetz auf Gleisverwerfungen zu kontrollieren.

  • Wie werden die Züge der SBB bei dieser Hitze runtergekühlt?

Wir haben 7200 eingebaute Klimageräte in über 4100 Fahrzeugen (Triebzüge, Reisezugwagen und Loks) und diese laufen bei dieser Hitze alle auf Hochtouren. Somit sind 94 Prozent unserer Personenzüge klimatisiert unterwegs. Klimatisiert heisst, dass wir die Züge zwischen fünf und sieben Grad unter der Aussenlufttemperatur mit den Klimageräten runterkühlen. Bis 2020 möchten wir 97 Prozent aller Züge im Fernverkehr mit Klimageräten versorgen. Das sind dann 8000 Klimageräte, die für angenehme Reisetemperaturen sorgen.

  • Kann die Temperatur in den Zügen vom Personal auf dem Zug reguliert werden?

Unser Lokpersonal und unsere Kundenbegleiter haben die Möglichkeit, die Temperatur um zusätzliche zwei Grad zu senken. Es wird alles Maschinen- und Menschenmögliche getan, um die Temperaturen auf einem angenehmen Niveau oder zumindest unter 30 Grad zu halten.

  • Wie reagieren die Schienen auf die Hitze?

Bei grosser Sommerhitze werden die Schienen bis zu 70 Grad heiss und Verformungen der Gleise, im Fachjargon Gleisverwerfungen, sind möglich. Genau das ist bei der letzten Hitzewelle Mitte Juni an einer neuralgischen Stelle in Bern passiert. Die Schienen sind endlos miteinander verschweisst und wollen sich in der Hitze ausdehnen. Diese Kräfte nehmen im Normalfall die Schwellen und der Schotter auf. Bei der vergangenen Hitzeperiode war das aber in einzelnen Fällen nicht mehr möglich und es kam zu einem seitlichen Ausknicken des Gleises – einer Gleisverwerfung.

  • Was muss im Fall einer Gleisverwerfung getan werden?

Als Sofortmassnahme reicht meist eine Reduktion der Geschwindigkeit auf dem betreffenden Abschnitt. Im Anschluss wird eine Korrektur der Gleislage durchgeführt. Zum Teil ist auch ein Schienenwechsel erforderlich. In unserem gesamten Netz werden aber durchschnittlich fünf bis fünfzehn solcher Gleisverwerfungen pro Jahr registriert und beseitigt.

Welche Massnahmen unternimmt die SBB, um die Gleisverwerfungen zu minimieren?

Das Risiko für Gleisverwerfungen kann durch Beton- anstelle von Holzschwellen gesenkt werden. Diese setzten wir vermehrt ein. Diese Betonschwellen können quer wirktende Kräfte besser aufnehmen: Sie federn den Druck besser ab, der durch das sich bei Hitze ausdehnende Metall der Schienen entsteht.

Welche Massnahmen prüft die SBB, um in Zukunft für die Hitze noch besser gewappnet zu sein?

  • «Weisse Schienen»

Wir analysieren die Möglichkeit der «weissen Schienen». Bei diesem Verfahren werden die Schienen seitlich mit weisser Farbe bemalt. Eine Studie der ETH Zürich hat ergeben, dass mit dem hellen Anstrich die Schienen bis zu sieben Grad kühler bleiben. Wir stehen in Kontakt mit anderen Bahnen, die bereits Erfahrungen damit gesammelt haben. Eine interne Expertengruppe setzt sich mit dem Thema auseinander und wird Ende Sommer ihre Empfehlungen dazu abgeben.

  • Erhöhung der Neutralisierungstemperatur

Die Neutralisierungstemperatur ist die Temperatur, auf die eine Schiene erhitzt wird, bevor sie im Gleisbett verschweisst wird. Hier prüfen wir, diese um fünf Grad zu erhöhen. So könnten die künftigen temperaturbedingten Kräfte über die Schienen, die Schwellen und den Schotter noch besser abgefedert werden.

Quelle: SBB

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Datum 22.07.19

Mehr Züge: DB erweitert Intercity-Flotte kurzfristig um 17 neuwertige Doppelstockzüge

Vorläufiger Designentwurf für KISS-Züge in der Intercity-Flotte der DB. (Foto: DB/Priegnitz, Bearbeitung: N+P Industrial Design)

  • DB unterzeichnet Kaufvertrag mit österreichischer Westbahn
  • Einsatz der Züge bereits ab Frühjahr 2020
  • Fahrgäste der neuen IC-Linie Dresden – Berlin – Oranienburg – Rostock werden Premierengäste

(Berlin, 22. Juli 2019) Die Deutsche Bahn (DB) beschleunigt den Ausbau ihres Angebots im Fernverkehr. Mit dem kurzfristigen Kauf von 17 hochwertigen Doppelstockzügen, die bisher bei der österreichischen Westbahn im Einsatz sind, verstärkt der Konzern seine Intercity-Flotte. Die Fahrzeuge sind größtenteils erst zwei Jahre alt und haben bei Kunden höchste Zufriedenheitswerte erreicht.

DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber erklärte anlässlich der Unterzeichnung des Kaufvertrags mit Westbahn-Geschäftsführer Dr. Erich Forster: „Wir wollen die Schiene in Deutschland stärken und die Fahrgastzahlen im Fernverkehr verdoppeln. Der kontinuierliche Flottenausbau ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Mit dem Kauf der Züge von der Westbahn erweitern wir das Platzangebot für unsere Kunden um fast 7.000 Sitzplätze – und dies bereits sehr kurzfristig. Die Züge sind in einem hervorragenden Zustand und bedeuten Komfort und Zuverlässigkeit für unsere Kunden“.

Die hochwertigen Züge des Schweizer Herstellers Stadler Rail sind bis zu 200 km/h schnell und bestehen aus vier bzw. sechs Wagen mit über 300 bzw. 500 Sitzplätzen. Auf zwei Etagen gibt es komfortable Sitzlandschaften und viel Bewegungsfreiheit. WLAN und Steckdosen an jedem Platz sind Teil der Ausstattung. Auch ein gastronomischer Service ist vorgesehen. Die vorhandenen Bereiche für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen, für Gepäck und Fahrräder werden entsprechend üblicher DB-Standards noch erweitert. Eine neue Außenlackierung macht den Zug zum unverkennbaren Mitglied der Intercity-Familie.

Die DB erhält die ersten Züge bereits im Dezember und wird sie als Intercity 2 auf der neuen Linie Dresden – Berlin – Oranienburg – Rostock einsetzen, sobald die erforderlichen Test- und Schulungsfahrten abgeschlossen sind.

Bereits ab Frühjahr 2020 sollen die Züge im Zwei-Stunden-Takt pro Tag und Richtung auf der neuen Linie verkehren. Damit löst die DB ihr Versprechen ein, die Flächenländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wieder besser an das Fernverkehrsnetz anzuschließen. Bis die Züge im Einsatz sind, startet die neue Linie zunächst mit Intercitys der ersten Generation.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 17.07.19

DB-Vorstand hisst Flagge für Vielfalt

  • DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz: „Vielfalt macht die Bahn stark“
  • Regenbogen-Flagge weht zwei Wochen lang am Berliner Hauptbahnhof
  • DB mit offiziellem Wagen bei vier CSD-Paraden

(Berlin, 16. Juli 2019) Aus Anlass der diesjährigen Pride Week haben DB-Chef Richard Lutz und DB-Personalvorstand Martin Seiler heute am Berliner Hauptbahnhof die Regenbogenflagge gehisst.

„Wir wollen damit zeigen: Die DB ist bunt - und wir sind überzeugt, dass diese Vielfalt uns hilft, die Bahn stark zu machen“, erklärte Lutz. Das Symbol der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Menschen wird zwei Wochen lang in Berlin und anderen Bahnhöfen wehen, zum Beispiel in Saarbrücken, Kiel, Rostock, Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt und Essen.

Mit der Aktion will das Unternehmen Haltung demonstrieren, nach innen wie nach außen. „Wir als Unternehmen leben genauso wie unsere Gesellschaft von einem guten, respektvollen Miteinander: Wertschätzung statt Diskriminierung, Toleranz und Integration statt Ausgrenzung, Pluralität statt Engstirnigkeit – dafür hat sich die LGBT-Bewegung in den letzten 50 Jahren eingesetzt – und dazu bekennt sich auch die Deutsche Bahn“, so Lutz.

Der Vorstandsvorsitzende der DB hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft von „railbow“, dem LGBT-Netzwerk der DB, übernommen. Unter dem Dach von „railbow“ setzen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Abbau von Vorurteilen, die Förderung gegenseitigen Respektes und ein positives Arbeitsklima ein.

Erstmals beteiligt sich die DB zusammen mit „railbow“ an vier CSD-Paraden mit einem offiziellen Wagen, nämlich in München, Frankfurt am Main, Berlin und Hamburg.

Die DB hat das Thema Vielfalt in ihrer neuen Dachstrategie „Starke Schiene“ verankert und das Diversity Management des Konzerns neu ausgerichtet. Im ersten Schritt geht es darum, den Fokus auf den Mehrwert von Vielfalt zu erhöhen. Im November wird der Konzern eine ganze Woche der Vielfalt widmen, mit der sich die Botschaft verbindet: „Diversity geht alle etwas an!“

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 17.07.19

Mehrwert für Fahrgäste: Gebündelte Infos von RTV und RMV im Internet

  • RTV-Website dockt an www.rmv.de an
  • Gleiches Layout und Seitennavigation
  • Gemeinsame Fahrgäste finden schnell und komfortabel Informationen

Online-Informationen im gemeinsamen Design: Nicht nur auf der Straße, sondern auch digital bilden die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eine starke Partnerschaft. Seit Sommer 2019 basiert die RTV-Website www.r-t-v.de technisch, im Design und bei der Menüführung auf der RMV-Website www.rmv.de

Fahrgäste finden Informationen schneller

„Unsere Website rmv.de ist für unsere Kundinnen und Kunden die erste Anlaufstelle im Internet – und das, egal, wo sie im RMV-Gebiet unterwegs sind. Deswegen freut es uns, dass die RTV ab sofort an unser Web-Angebot andockt. So können unsere Fahrgäste noch schneller in der bekannten und gelernten RMV-Optik auch lokale Informationen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis finden“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

„Mit dem gemeinsamen Webauftritt rücken wir auch digital zusammen und unterstreichen, dass wir einerseits als eine Familie im Verbund zusammengehören, dass es aber andererseits spezielle, regionale Besonderheiten gibt, die für unsere Kunden wichtig sind. Außerdem können wir schneller regionsübergreifende Artikel übernehmen und regionsübergreifende Nachrichten einpflegen und bieten so, gepaart mit unseren lokalen Informationen, einen stets aktuellen Nachrichtenmix für unsere Fahrgäste aus dem Rheingau-Taunus-Kreis“, erläutert RTV-Geschäftsführer Thomas Brunke.

RTV-Webseiten weiterhin mit Fokus auf lokalen Informationen

Während Technik und Menüführung der RTV-Webseiten künftig mit www.rmv.de identisch sind, werden die redaktionellen Inhalte weiterhin von der RTV bestimmt. So wird der Fokus weiterhin auf lokalen Hinweisen und Veranstaltungstipps liegen, es können aber auch RMV-weite Inhalte übernommen werden. Auf www.rmv.de gelangt man über die Rubrik „RMV vor Ort“ zur RTV-Startseite, der direkte Aufruf erfolgt weiterhin über www.r-t-v.de . Die RTV ist bereits der dritte lokale Partner, der an die RMV-Webseite andockt. Noch in diesem Jahr werden weitere Partner folgen.

„Die stetige Verbesserung unseres Services ist unser oberstes Ziel“, so Brunke und Ringat abschließend.

Quelle: RMV

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Datum 16.07.19

Mit Bus und Bahn ins neue Ausbildungsjahr

  • Wochen- und Monatskarten und das AzubiTicket sind preiswerte Alternativen

Mit dem Ende der Sommerferien am 19. August starten viele Schüler und Azubis in das neue Ausbildungsjahr. Erstklässler beginnen mit dem Ernst des Lebens, Azubis ihre Berufsausbildung und auch für Schulwechsler von der Grundschule auf die Oberschule oder das Gymnasium beginnt ein neuer Abschnitt. „Für viele junge Fahrgäste bedeutet das auch neue Wege mit Bussen und Bahnen“, sagt Martin Haase, Tarifleiter im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). „Obwohl das Ausbildungsjahr jetzt scheinbar noch weit weg ist, empfehle ich, sich jetzt in den Servicestellen der Unternehmen zu informieren.“

Nutzen die jungen Fahrgäste ermäßigte Wochen- oder Monatskarten oder das AzubiTicket Sachsen benötigen sie eine Kundenkarte. Die Karte ist kostenfrei beim VVO und den Verkehrsunternehmen erhältlich. Vollständig ausgefüllt, mit einem Passfoto und für Fahrgäste ab 15 Jahren mit Stempel der Schule oder eines Verkehrsunternehmens versehen, sind die Kundenkarten dann ein Jahr gültig.

Schüler fahren am besten mit ermäßigten Abo-Monatskarten, mit denen sich rund ein Viertel gegenüber den regulären Preisen sparen lässt. Zudem gibt es für viele einen Zuschuss vom Landkreis oder der Stadt. Für Azubis lohnt sich das durch den Freistaat unterstützte, AzubiTicket Sachsen: „Das besondere an dem Ticket ist, dass es jeder so zusammenstellen kann, wie sie oder er es benötigt“, betont Martin Haase: „Für einen Verkehrsverbund, wie zum Beispiel den VVO, kostet das Ticket im Abo 48 Euro pro Monat, man kann aber für jeweils fünf Euro noch weitere Verbünde hinzuwählen, so dass die Azubis für 68 Euro im Monat durch den gesamten Freistaat fahren können.“ Insbesondere für die Lehrlinge, deren Ausbildungsbetrieb in einem anderen Verbund liegt, bringt dies deutliche Einsparungen.

Alle Informationen zu einem Abonnement sowie die Kundenkarte sind in den Servicestellen aller Verkehrsunternehmen, per Telefon an der InfoHotline unter 0351 / 852 65 55 und persönlich in der VVO-Mobilitätszentrale erhältlich. Im Internet gibt es alle Informationen unter www.vvo-online.de und www.dein-azubiticket.de.

Quelle: VVO

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Datum 13.07.19

Molli-Lok auf Borkum im Einsatz

Dampflok im September zu Besuch auf der ostfriesischen Insel

Borkum / Kühlungsborn Echte Dampffans warten schon darauf, denn für sie ist es ein echtes Highlight: Der Besuch der Molli-Lok bei der Borkumer Kleinbahn auf Borkum. Nun steht auch der Fahrplan fest, so dass alle „Pufferknutscher“ und die, die es noch werden wollen, ihren Urlaub auf der Nordseeinsel planen können. Am Samstag, den 14. September fährt die Dampflokomotive erstmals um 10.10 Uhr ab Inselbahnhof im Regelzugverkehr zum Hafen. Urlaubsgäste und Liebhaber haben dann gleichermaßen die Möglichkeit eine Fahrt unter Dampf auf der schönen Strecke durch den Ort und entlang der „Greunen Stee“ und dem Wattenmeer zu genießen.

Bis zum Sonntag, den 22. September 2019 finden dann täglich Fahrten mit der Molli-Dampflok statt. Zwischen zwei und sechs Fahrten sind pro Tag vorgesehen. Für die Fans sind insbesondere die Parallelfahrten mit der Dampflok „Borkum“ ein echtes Erlebnis, so dass vermutlich zahlreiche Fotoapparate die Strecke säumen. Aber auch Führerstandmitfahrten oder die Fahrten mit dem Nostalgiezug der Borkumer Kleinbahn sowie mit dem historischen Triebwagen „Schweineschäuzchen“ sind ein absolutes Urlaubs-Highlight.

„Das ist ein spannendes Projekt für uns“, verrät Michael Mißlitz, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli GmbH aus Bad Doberan und weiter: „damit alles klappt, muss genauestens geplant werden.“ Und auch Kleinbahn-Geschäftsführer Theodor Robbers freut sich auf das Ereignis: „Das ist ein großartiges Event“, freut sich der Eisenbahner.

Fahrplan und Preise stehen auf www.borkumer-kleinbahn.de oder auf www.molli-bahn.de zur Verfügung. Die Reservierung der Fahrten kann über die Kleinbahn oder die Molli-Bahn vorgenommen werden.

Quelle: Borkumer-Kleinbahn

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Datum 12.07.19

Neues Konzept: Deutsche Bahn bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktiven Wohnraum

  • DB-Vorstand Seiler: Bahn unterstützt Beschäftigte bundesweit bei bezahlbarem und attraktivem Wohnen
  • Erster Vertrag über 74 Wohnungen in München
  • Zusätzliche Apartments für kurzfristiges Wohnen
  • Mietkostenzuschuss für Auszubildende
  • DB prüft auch Nutzung von eigenen Flächen

(München, 12. Juli 2019) Die Deutsche Bahn (DB) weitet Angebote aus, damit Beschäftigte bezahlbaren Wohnraum finden. DB-Personalvorstand Martin Seiler kündigte heute in München an, dass das Wohnraum-Konzept, das sowohl temporäre Wohnmöglichkeiten als auch langfristige Werkswohnungen umfasst, ausgebaut werden soll.

In München hat Seiler einen Vertrag mit dem Immobiliendienstleister GVG über 74 Wohnungen unterzeichnet. Im Dezember sollen die ersten Eisenbahnerinnen und Eisenbahner die Immobilie in Bogenhausen beziehen. Damit steigert die DB ihre Arbeitgeberattraktivität an einem Standort, an dem bezahlbarer Wohnraum Mangelware geworden ist.

Die DB greife damit ein Thema auf, das Arbeitnehmer und Arbeitgeber besonders in Ballungsräumen besonders beschäftige. Seiler betonte, dass die Bahn ihr Konzept Schritt für Schritt ausbaue. „Wir wollen gezielt dort Bedingungen verbessern, wo ein Mangel an verfügbaren oder bezahlbaren Angeboten herrscht“, erklärte Seiler. „Wir werden in den nächsten Jahren 100.000 neue Mitarbeitende einstellen. Das gelingt uns durch eine kluge und innovative Weiterentwicklung unserer Beschäftigungsbedingungen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren.“

Wenn die DB in München Fachkräfte einstellen wolle, dürfe das nicht daran scheitern, dass diese keine Wohnung finden. Deshalb ergänzt die DB jetzt bestehende Angebote wie Apartments und Mietkostenzuschuss für Nachwuchskräfte um Wohnungen für langfristiges Wohnen. Das Projekt in Bogenhausen ist ein Pilotprojekt, der bei Erfolg ausgeweitet werden soll.

Außerdem stellt die DB in München angehenden Lokführern sowie Quereinsteigern in besonders umworbenen Fachberufen für 12 Monate bzw. die Dauer der Ausbildung vergünstigte Apartments zur Verfügung. Hier gibt es für diese Zielgruppe aktuell rund 120 Apartments, bis Ende des Jahres sollen 70 weitere hinzukommen.

Alle Auszubildende und Dual Studierende, die bei der DB ihre Ausbildung starten, erhalten einen Mietkostenzuschuss in Höhe von bis zu 350 Euro, wenn Hin- und Rückfahrt zu ihrem bisherigen Wohnort länger als 150 Minuten dauern würden.

Das Wohnraum-Konzept der DB beinhaltet auch Kooperationen mit Wohnungsgesellschaften. Beschäftigte der DB haben in vielen Städten bevorzugten Zugang zu Wohnungen von Wohnungsbaugesellschaften und genossenschaften, die sie überwiegend kautionsfrei anmieten können. Dies betrifft mehrere Zehntausend Bestandswohnungen.

Gleichzeitig prüft die DB aktuell die Nutzung von DB-eigenen Flächen zur Bereitstellung von neuem Wohnraum. Dazu werden an verschiedenen Standorten Gespräche mit den Kommunen geführt.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 12.07.19

Haltausfälle und geänderte Abfahrtszeiten auf der Linie RE 5 (RRX) vom 13.07. bis 25./26.08.2019

Köln, 11. Juli 2019 – Aufgrund von Bauarbeiten auf der Linie RE 5 (RRX) können die Züge in Fahrtrichtung Koblenz Hbf vom 13.07.2019 bis zum 25.08.2019 nicht in Düsseldorf-Benrath halten. Reisende nutzen zwischen Düsseldorf Hbf und Düsseldorf-Benrath alternativ die Linien RE 1 (DB Regio), S6 (DB Regio) oder die Stadtbahnlinie U74 (Rheinbahn).

Entgegen der gestrigen Ankündigung des Haltausfalls in Oberhausen-Holten, informierte die DB Netz AG das Eisenbahnverkehrsunternehmen National Express am Freitagmorgen darüber, dass der Halt Oberhausen-Holten ab dem 13.07.2019 mit der Linie RE 5 (RRX) nun doch in beide Fahrtrichtungen bedient werden kann.

Zusätzlich halten alle Züge der Linie RE 5 (RRX) im oben genannten Zeitraum zusätzlich in Friedrichsfeld (Niederrhein).

Darüber hinaus kommt es aufgrund der Baumaßnahmen zu geänderten Fahrzeiten. Fahrgäste werden gebeten sich vor Fahrtantritt über die genauen Abfahrtszeiten in digitalen Informationssystemen, über die Aushänge an Bahnsteigen oder über die Aushänge in den Zügen zu informieren.

Über Zuginfo NRW erhalten Fahrgäste aktuelle Meldungen und Auskünfte zu Bauarbeiten auf der Linie RE 5 (RRX) und haben die Möglichkeit aktuelle Informationen per WhatsApp zu abonnieren. Weitere Informationen und kostenlose Anmeldung unter: https://www.zuginfo.nrw/

Quelle: National Express Rail GmbH

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Datum 10.07.19

Drucken, damit die Züge schneller aufs Gleis kommen

 

Foto links: Ersatzteil aus dem 3D-Drucker: Der Radsatzlagerdeckel, der die Lok unter anderem vor aufwirbelndem Schotter schützt. Foto rechts: Entsteht jetzt auch im 3D-Drucker: Mehr als 17 Kilogramm wiegt die Kastenkulisse, die für den sicheren Lauf des Wagens sorgt, etwa in engen Kurven. (Fotos: Deutsche Bahn AG)

  • Deutsche Bahn produziert erstmals auch schwere und betriebsrelevante Ersatzteile aus Metall im 3D-Drucker
  • Kürzere Wartezeiten bei der Fahrzeuginstandhaltung für eine starke Schiene

(Berlin, 10. Juli 2019) Funkensprühend verschweißt der dunkelblaue Lichtbogen im 3D-Drucker Schicht für Schicht die einzelnen Drähte aus Edelstahl, bis der Radsatzlagerdeckel für die Rangierlokomotive Form annimmt. Der schützt die Lok unter anderem vor aufwirbelnden Schottersteinen. Ohne diesen Radsatzlagerdeckel steht das Fahrzeug still. Keine Seltenheit, da das Ersatzteil auf herkömmlichem Weg bei Gießereien nur schwer zu beschaffen ist. Warte- und Lieferzeiten liegen bei diesen Spezialteilen häufig bei bis zu 24 Monaten.

Dank des innovativen Verfahrens des Berliner Unternehmens GEFERTEC kann die Deutsche Bahn nun erstmals schwere Metallteile drucken und die Lieferzeit drastisch verkürzen. Damit ein Ersatzteil auf Knopfdruck produziert werden kann, erstellt die DB aus vorhandenen Zeichnungen oder eingescannten Objekten Konstruktionsvorlagen für den 3D-Druck.

„Mit dem Durchbruch beim Metalldruck können wir jetzt schrittweise eine schnellere Versorgung mit Ersatzteilen sicherstellen und die Fahrzeuge gehen zügig wieder auf die Strecke“, sagt Prof. Dr. Sabina Jeschke, DB-Vorstand Digitalisierung und Technik. „Ziel ist es, bis 2021 rund 10.000 verschiedene Ersatzteile über den 3D-Druck abrufbar zu machen.“

Den Anfang im 3D-Druck machte Ende 2015 ein einfacher, hellgrauer Mantelhaken aus Plastik, wie er tausendfach in den ICE-Zügen angebracht ist. Heute kann die DB über das Metalldruckverfahren im 3D-Drucker sogar mehr als 17 Kilogramm schwere, betriebsrelevante Bauteile für ICE-Züge herstellen, etwa die sogenannte „Kastenkulisse“. Dieses Bauteil wird unter dem Wagenkasten montiert und sorgt für den sicheren Lauf des Wagens in engen Kurven oder beim Passieren von Weichen.

Um künftig noch schneller und in größeren Mengen Ersatzteile zu drucken, lässt die DB als erstes Mobilitätsunternehmen ihre Lieferanten im 3D-Druck zertifizieren. Prüfung und Zertifizierung übernimmt dabei der TÜV SÜD.

Der 3D-Druck spart aber nicht nur Zeit. Er spart auch wertvolle Rohstoffe ein. Ersatzteile werden nicht mehr in großen Mengen gelagert, sondern bei Bedarf hergestellt. Durch dieses Print-on-Demand-Verfahren wird nur das wirklich benötigte Rohmaterial verwendet. Produktionsabfälle werden minimiert, Lagerbestände reduziert und Transportwege entfallen. Damit leistet die additive Fertigung einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Die DB integriert 3D-Druck in diesem Jahr erstmals auch in die Berufsausbildung. Alle rund 200 Berufsanfänger, die im September 2019 ihre Ausbildung in einem der zwölf großen Instandhaltungswerke der DB beginnen, werden künftig Teile im 3D-Druckverfahren herstellen. Da die gewerblich-technische Ausbildung den 3D-Druck bisher noch nicht berücksichtigt, hat die DB dafür eigene Ausbildungsinhalte entwickelt.

Seit 2015 wurden bei der Deutschen Bahn bereits mehr als 7.000 Ersatzteile im 3D-Drucker gefertigt. Insgesamt können heute mehr als 120 verschiedene Teile hergestellt werden: Darunter befinden sich beispielsweise Lüfterräder, Kopfstützen für Regionalzüge, unterschiedliche Gehäuse wie ein Klemmenkasten, der sensible Kabel für den Zugantrieb schützt, oder auch kleine Teile mit großer Kundenwirkung, etwa Ersatzteile für Kaffeemaschinen.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 05.07.19

Zugverkehr zwischen Hamburg und Westerland beeinträchtigt

Am Montag, 1. Juli hat gegen 17 Uhr ein LKW mit seinem Ladekran die Eisenbahnbrücke über die B 5 bei Langenhorn sehr stark beschädigt. Seitdem steht nur noch das Gleis von Bredstedt nach Niebüll für beide Richtungen zur Verfügung. Hierdurch entsteht ein mehr als 20 Kilometer langer eingleisiger Abschnitt, durch den die Kapazität der Strecke deutlich eingeschränkt ist. Zwischen Husum und Niebüll kann nur noch eine Zugfahrt pro Richtung und Stunde durchgeführt werden.

Aus diesem Grund kommt es zu folgenden erheblichen Fahrplanänderungen im Nah- und Fernverkehr. Beim abgestimmten Ersatzkonzept, welches ab dem 5. Juli 2019 gültig ist, wurde großen Wert auf ein möglichst hohes Sitzplatzangebot gelegt.

Die Fahrzeiten der Nahverkehrszüge ab Westerland in Richtung Hamburg verlängern sich bis Husum um circa 30 Minuten. In Husum bleiben die Züge bis zur Abfahrtzeit des jeweiligen Folgezuges stehen, um dann im regulären Fahrplan bis Hamburg-Altona weiterzufahren. Die Gesamtfahrzeit auf der Relation von Westerland nach Hamburg-Altona verlängert sich dadurch um 60 Minuten. Die Verstärkerzüge fallen zwischen Husum und Niebüll aus.

Durch diese Maßnahme ist es möglich, den Reisenden einen verlässlichen Fahrplan anzubieten. In der Startphase kann es jedoch noch zu Einschränkungen kommen.

In der Gegenrichtung fahren die Züge im Ersatzkonzept überwiegend wie im normalen Fahrplan.

Die Deutsche Bahn setzt für einige der ausfallenden Verstärkerzüge zusätzlich Busse zwischen Niebüll und Husum ein.

Folgende Züge des Fernverkehrs verkehren:

IC 2310 (Frankfurt – Köln – Hamburg Hbf – Westerland) ab Hamburg Hbf um 13.17 Uhr.

IC 2311 (Westerland – Hamburg Hbf – Stuttgart) ab Westerland um 9.26 Uhr.

Diese Züge sind für Reisende des Nahverkehrs zwischen Hamburg-Altona und Westerland freigegeben. Die Kurswagen nach Dagebüll verkehren bei den oben genannten Zügen wie geplant.

Folgende Fernverkehrszüge enden in Husum:

IC 2314, IC 2315 sowie IC 2072 und IC 2073. Reisende nach Westerland benutzen ab Husum den nachfolgenden Regionalverkehr. Für Reisende nach Dagebüll besteht bei diesen Zügen ein Busshuttle ab Husum. Die Züge IC 2374 und IC 2375 entfallen ganz.

Die Sylt Shuttle Plus zwischen Niebüll und Westerland sind ebenfalls für Nahverkehrskunden freigegeben.

Nach jetzigem Stand werden die Reparaturarbeiten voraussichtlich mindestens vier Wochen dauern. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die entstehenden Unannehmlichkeiten. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt unter bahn.de/aktuell oder im DB Navigator zu informieren.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 02.07.19

Minister Thomas Webel unterzeichnet mit DB Regio Verkehrsvertrag für Netz Elster-Geiseltal

  • Zugverkehr Weißenfels – Zeitz und Merseburg – Querfurt gesichert bis 2024 und 2032

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel und Dr. Wolfgang Weinhold, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Südost, unterzeichneten heute im Kapitelhaus im Merseburger Dom den Verkehrsvertrag für das Eisenbahnnetz Elster-Geiseltal.

Zum Netz gehören die Regionalbahnlinien Merseburg – Querfurt (RB 78) und Weißenfels – Zeitz (RB 76). Der Vertrag tritt im Dezember 2019 in Kraft und gilt für die Strecke Merseburg – Querfurt bis Dezember 2032, für die Strecke Weißenfels – Zeitz bis Dezember 2024 – mit der Möglichkeit, danach den Vertrag für die Linie Weißenfels – Zeitz zu verlängern oder sie in ein anderes Netz zu übernehmen.

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel sagte: „Wir engagieren uns für ein attraktives Nahverkehrsangebot auch auf dem Lande und für den Erhalt kleiner Bahnstrecken. Mit dem Vertrag ist der Eisenbahnverkehr in der Region auf viele Jahre gesichert.“

Die Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalt NASA hatte die Leistungen im Auftrag des Landes europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt im Oktober 2018 die DB Regio AG, die bereits jetzt die Leistungen auf beiden Strecken erbringt. Ab Dezember 2019 wird das Angebot der Burgenlandbahn auf neuer vertraglicher Grundlage fortgeführt.

DB Regio setzt für die zukünftigen Verkehre auf Altbewährtes in Verbindung mit neuem Komfort und verbesserten Service. „Wir haben auf diesen Linien eine gute Vertaktung zu anderen Netzen und eine stabile Pünktlichkeit, das wollen wir beibehalten“, so Dr. Wolfgang Weinhold, Regionalleiter Regio Südost. „Neue Standards wollen wir mit der Ausstattung der Fahrzeuge und unserem Serviceangebot setzen.“ Zum Einsatz kommen modernisierte Dieseltriebwagen vom Typ VT 641. Die Fahrzeuge bieten 60 Sitzplätze und bis zu 9 Stellplätze für Fahrräder. Die Fahrzeuge sind ausgestattet mit WLAN und Steckdosen. Es gibt eine behindertengerechte Toilette sowie Informationsbildschirme. Jeder Zug ist mit Kundenbetreuerinnen / Kundenbetreuern besetzt, die auch Fahrscheine verkaufen und für Informationen zur Verfügung stehen.

Jährlich wird DB Regio auf beiden Linien insgesamt etwa 800.000 Zugkilometer fahren und etwa 300.000 Fahrgäste befördern. Der Vertrag hat über die komplette Laufzeit ein geschätztes Volumen von mehr als 120 Millionen Euro.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 02.07.19

Die Trassenauswahl am Brenner-Nordzulauf

  • Der Weg zu einer möglichst verträglichen Neubaustrecke bis ins Tiroler Inntal – Von über 100 auf fünf und schließlich auf eine Trasse

Vor vier Jahren starteten DB und ÖBB mit den Planungen für eine Neubaustrecke zwischen dem Tiroler Inntal bis vor die Tore Münchens und starteten begleitend dazu einen Dialog mit Bürgern und Kommunen. Schritt für Schritt ermittelten die Fachplaner Bereiche, die für eine Streckenführung in Frage kommen könnten. Im Januar 2019 begann die Bahn mit der Reduzierung der zahlreichen Grobtrassen-Ideen. Dabei galt es auch 110 Vorschläge von Bürgern zu alternativen Trassenverläufen zu prüfen. Die Beteiligung ist ein Erfolg: Von den nun ausgewählten fünf Grobtrassen enthalten vier Ideen von Bürgern aus der Region. Zum Beispiel haben die Bahnplaner den Vorschlag übernommen, eine Verknüpfungsstelle zwischen bestehender und neuer Strecke näher an die Autobahn zu legen – und weiter entfernt von Wohnbebauungen. Gleiches gilt für einen zusätzlichen Tunnelabschnitt östlich des Inns.

Das Zwischenergebnis: Bei Rosenheim noch zwei Grobtrassenvarianten – Hohe Tunnelanteile erkennbar

Auf der Karte wird deutlich, dass sich die fünf Varianten auf zwei grobe Streckenverläufe westlich und östlich von Rosenheim konzentrieren.

Die Varianten „Blau“ und „Violett“ verlaufen östlich von Rosenheim und knüpfen bei Niederaudorf an die bestehende Strecke im Inntal an. Im Norden verbinden sich beide Trassen entweder bei Großkarolinenfeld oder bei Aubenhausen. Im Süden unterscheiden sie sich durch die Tunnelanteile.

„Türkis“, „Gelb“ und „Oliv“ stellen Varianten westlich von Rosenheim dar. Dabei gibt es südlich und nördlich jeweils mehrere Möglichkeiten für Verknüpfungsstellen mit der bestehenden Strecke.

DB-Projektleiter Torsten Gruber: „Wir erwarten, dass viele Ängste und Sorgen weichen werden, weil wir in den kommenden Monaten die jetzt noch übrig gebliebenen Trassenverläufe viel konkreter planen und damit auch detaillierter mit der Region besprechen und bewerten können.“

Die Region: Rücksicht auf Mensch und Umwelt

Durch die Reduzierung auf fünf Einzelvarianten sind nun einige Ortschaften nicht mehr von den Trassenplanungen betroffen. In anderen Gemeindegebieten – besonders im südlichen Inntal – kommen ausschließlich Tunnelführungen vor.

In den kommenden eineinhalb Jahren werden die Bahnen die fünf Einzelvarianten vertieft planen. Hierbei wird beispielsweise die Höhenlage der Gleise ermittelt und der Trassenverlauf genauer festgelegt. Am Ende gilt es die Trasse auszuwählen, die am besten den unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird. Dabei kommen Bewertungskriterien zum Einsatz, die gemeinsam mit den Bürgern aus der Region entwickelt wurden. Im Fokus stehen die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt sowie Technik und Verkehr. Landwirtschaft, Flächenverbrauch sowie Trinkwasser und Tourismus sind wesentliche Aspekte, die für viele Menschen vor Ort von zentraler Bedeutung sind. Außerdem wird ein Raumordnungsverfahren eingeleitet.

Die Info-Tour startet – Ausstellungen in 16 Gemeinden

Die Vorstellung am Montag dient als Auftakt zu einer Reihe von Infoveranstaltungen, um den Bürgern die aktuellen Entwürfe für Grobtrassen, deren Entstehung und die weitere Arbeit ausführlich zu erläutern. Vom 4. Juli bis 5. August veranstalten DB und ÖBB 16 Informations-Ausstellungen von Kufstein bis Großkarolinenfeld. Die Einladungen mit den Terminen werden zeitnah via Postwurfsendung verschickt. Zu sehen gibt es die Grobrassenpläne auch im Infobüro in Rosenheim.

Auf der Projekt-Website werden alle Unterlagen und die Termine der Infomärkte veröffentlicht.

Die Einbindung der Öffentlichkeit erfolgt über einen strukturierten Dialog mit repräsentativen Vertretern aus der Region. Hierfür haben sich seit Herbst 2015 die Gemeindeforen des gemeinsamen Planungsraumes im Inntal südlich von Rosenheim bis nach Österreich sowie des erweiterten Planungsraums rund um Rosenheim konstituiert. Das Ziel des Beteiligungsverfahrens ist es, in einem transparenten Prozess die für alle Beteiligten beste Trassenvariante zu finden.

Der Bürgerdialog: Bisher mehr als mit 200 Veranstaltungen

25 Gemeinden von Großkarolinenfeld über Rosenheim und Kufstein bis nach Langkampfen in Tirol nehmen an diesem Dialog mit bisher über 200 Veranstaltungen teil. Mit einem Info-Büro, Fachvorträgen und einer Projektwebsite bieten die Bahnen weitere Möglichkeiten zur Information über die Planungsprozesse.

Der Auftrag: Ausbau der Brennerbahn

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beabsichtigt eine zweigleisige Neubaustrecke für den Brenner-Nordzulauf errichten zu lassen. Die DB Netz setzt dafür den Auftrag für die Vorplanungen um. Gesucht wird eine möglichst raumverträgliche Trassenführung für eine zweigleisige Neubaustrecke mit einer maximalen Streckengeschwindigkeit von 230 km/h und einer maximalen Steigung von 12,5 ‰. Sie soll dazu beitragen den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. Der Brenner-Nordzulauf ist Teil des Skandinavien-Mittelmeer Korridors. Herzstück dieses europäischen Kernnetzkorridors ist im alpenquerenden Abschnitt der Brenner Basistunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste.

Die Lösung: vier Gleise von München bis Verona

Die bestehende zweigleisige Strecke wird auf lange Sicht gesehen das Güterverkehrswachstum nicht mehr aufnehmen können. Verkehrsverlagerung, umweltfreundliche Verkehre und Klimaschutz sowie schnellere Fernverkehrsverbindungen von und nach Italien und mehr Kapazität für einen dichteren Nahverkehr in der Region sind weitere Vorteile. Torsten Gruber: „Der Ausbau der Brennerbahn bringt einen dreifachen Nutzen. Mehr Nahverkehr für die Menschen vor Ort, schnellere Fernverkehrszüge nach Italien und mehr Güter auf der Schiene statt auf der Straße.“

Die Neubaustrecke dient dem Fern- und Güterverkehr als Teil des international vereinbarten viergleisigen Ausbaus des Brenner-Korridors von München bis Verona. Im Inntal stellt sie die Verbindung zu der 2012 fertiggestellten viergleisigen österreichischen Strecke von Innsbruck bis zum Knoten Radfeld her. Nach Eröffnung des zweigleisigen Brenner Basistunnels bleibt die bestehende zweigleisige Strecke über den Brennerpass in Betrieb. Daher stehen auch im Querschnitt Brenner insgesamt vier Gleise zur Verfügung. Dieses viergleisige System setzt sich auch in Italien fort. Für den Südzulauf zwischen Franzensfeste, Bozen, Trento und Verona gibt es definierte Ausbauprojekte, sodass auf dem gesamten Korridor durchgängig vier Gleise zur Verfügung stehen sollen.

Für die EU ist der Brenner-Korridor eines der Top-Verkehrsprojekte zwischen Skandinavien und dem Mittelmeer.

Aufgrund der Erfahrungen aus anderen Projekten ist mit einer baulichen Umsetzung frühestens in den 2030er Jahren zu rechnen.

Quelle: Deutsche Bahn

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