Verkehrsnachrichten-Rubrik: Archiv Oktober 2021

Datum 29.10.21

Vergabe von 286 Triebzügen für Regionalverkehr: Beschwerde gegen Zuschlag an Stadler Rail

Das Unternehmen Alstom hat beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen die Vergabe von Triebzügen für den Regionalverkehr an Stadler Rail eingelegt. Ob und wie lange die Beschaffung der 286 Züge durch die Beschwerde verzögert wird, kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.          

Das Bundesverwaltungsgericht hat die SBB informiert, dass der unterlegene Anbieter Alstom Beschwerde gegen die Vergabe der 286 neuen Triebzüge für den Regionalverkehr eingelegt hat.

Die SBB hat während des gesamten Verfahrens grössten Wert auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben gelegt. Rollmaterialbestellungen fallen unter das öffentliche Beschaffungsrecht (BöB/VöB) und daran hat die SBB sich gehalten. Stadler Rail hat mit der Offerte die Ausschreibungskriterien am besten erfüllt und deshalb die Vergabe gewonnen.

Ob und wie lange die Beschaffung der 286 Triebzüge durch die Beschwerde verzögert wird, kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Der Lieferplan sieht den Einsatz der neuen einstöckigen Züge ab Ende 2025 bis 2034 vor. Die SBB beschafft die neuen Züge gemeinsam mit den Tochterunternehmen Thurbo und RegionAlps.

Quelle: SBB

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Datum 29.10.21

S-Bahn Berlin startet neue YouTube-Serie: „Die S-Bahnreinigerin“ als Superheldin

  • Fünfteilige Miniserie à la Marvel Super Heroes
  • Berliner Promis Rummelsnuff und Schauspielerin Roxana Safarabadi als Hauptdarsteller:innen
  • Comic-Heft zur Serie

Die S-Bahn Berlin hat eine neue Serie auf YouTube veröffentlicht. Titel: „Die S-Bahnreinigerin“.

Angelehnt an die Marvel Super Heroes stürzt sich Titelheldin Jana zusammen mit ihrem Kollegen Oskar Nacht für Nacht in wahre Putzschlachten, um die Spuren des Alltags in den S-Bahnzügen zu beseitigen. Und dann kommt auch noch der Chef und kündigt eine große Inspektion an. Innerhalb von zwölf Stunden müssen alle Wagen blitzblank sein. Ob Jana und Oskar den Kampf gegen den Schmutz am Ende gewinnen, warum aus Jana seit einer traumatisierenden S-Bahnfahrt in ihrer Kindheit immer wieder eine zweite Persönlichkeit herausbricht und ob Oskar sie schließlich um ein lang ersehntes Date bittet – das erzählt die fünfteilige Miniserie.

Augenzwinkernd wird darin unter dem Motto „Nehmt Rücksicht – wir sitzen alle im gleichen Zug“ - zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme und Sauberkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgerufen. Die Web-Serie entstand im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

Wie schon bei der mehrfach ausgezeichneten Web-Serie „Das Netz“ hat die S-Bahn wieder echte Berliner Promis für den Dreh engagiert: Schauspielerin Roxana Safarabadi („Lichtgeflüster“) spielt Jana, Popkultur-Ikone Summelsnuff ihren Alter Ego und Rapper Florian Renner aka Damion Davis mimt den Oskar.

Flankiert wird die Web-Serie durch die Veröffentlichung eines durch und durch analogen Comic-Heftes, gedruckt auf Papier. Darin wird ebenfalls die Geschichte von Jana und Oskar erzählt und in einer Auflage von 60.000 Exemplaren an drei Tagen (28.-30. Oktober) gratis auf dem S-Bahnring und der Stadtbahn verteilt. Darüber hinaus ist es ab sofort in den neun Kundenzentren und den Fahrkartenausgaben am Ostkreuz und Alexanderplatz erhältlich (nur solange der Vorrat reicht) und kann auf der S-Bahnhomepage als PDF heruntergeladen werden.

S-Bahnchef Peter Buchner: „Saubere Züge sind sehr wichtig für die Attraktivität der S-Bahn, deshalb reinigen wir die Wagen mehrmals täglich grob und jede Nacht gründlich. Wir befördern mit unserer Flotte, bestehend aus 660 Fahrzeugen, jeden Tag mehr als eine Million Fahrgäste durch Berlin und das Umland. Wenn jeder Rücksicht nimmt, wird die Fahrt für alle angenehmer. Dafür soll diese neue YouTube-Serie werben.“

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 18.10.21

Zwei Buslinienbündel im Main-Kinzig-Kreis vergeben: Neue Linie X95 macht Auto Konkurrenz

  • Neue Verkehrsverträge ab Dezember 2021 im Main-Kinzig-Kreis
  • Linienbündel MKK X-Bus Hanau und MKK Hanau Nord-Süd mit neuen Betreibern

Mit dem Start von zwei neuen Verkehrsverträgen im Main-Kinzig-Kreis und Hanau stärkt der RMV das Expressbus-Netz östlich von Frankfurt und holt zwei neue Betreiber an Bord: Bei den Linien X57, X64 und X93, X94 und X95 löst die Stroh Bus-Verkehrs GmbH die bisherige Betreiberin BRH Viabus GmbH ab. Auch auf den regionalen Linien 562, 563, 566 und n61 sowie den Schulverkehren 42S, 44S und 46S wurde BRH Viabus abgelöst: Hier hat DB Regio Bus Mitte GmbH den Zuschlag vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und dem Landkreis Aschaffenburg erhalten. Beide nehmen den Betrieb zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 auf, beide Verträge laufen acht Jahre.

„Mit der Neuvergabe bringen wir die lange geplante X-Bus-Linie X95 auf die Straße und verbessern damit massiv die Anbindung in den westlichen Main-Kinzig-Kreis. Ohne Umstieg können unsere Fahrgäste so von Büdingen, Erlensee und Bruchköbel bis nach Frankfurt-Enkheim fahren und haben dort direktem Anschluss an das U-Bahn-Netz. Vom Alten Rathaus in Bruchköbel bis nach Enkheim braucht die X95 gerade einmal 20 Minuten – das sind phänomenale 38 Minuten weniger als bislang. Damit ist die X95 auf dieser Strecke fast so schnell wie eine Fahrt mit dem eigenen Auto“, sagt RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai.

Auch auf anderen Streckenabschnitten profitieren die Fahrgäste mit der X95 von deutlich kürzeren Fahrzeiten: Wer zum Beispiel von Büdingen Bahnhof bis Rückingen – Limeskreisel fahren möchte, spart mit der X-Bus-Linie mindestens zwei Umstiege und mehr als eine halbe Stunde Zeit.

„Ich freue mich sehr über die gewonnene Ausschreibung“, sagt Friedel Stroh, Geschäftsführer der Stroh Bus-Verkehrs GmbH. „Insgesamt gewinnen wir fünf Expressbuslinien hinzu, die wir für den RMV betreiben dürfen. Bislang fahren wir die X97 von Offenbach nach Bad Vilbel und jetzt kommen weitere attraktive Verbindung in der Metropolregion FrankfurtRheinMain hinzu.“

„Auf den neuen Linien leisten wir unseren Beitrag für einen attraktiven ÖPNV, gerade auch im so wichtigen Schulverkehr“, erklärt Guido Verhoefen, Geschäftsführer der DB Regio Bus Mitte GmbH. „Gemeinsam mit dem RMV, von dem wir den Auftrag für die Busverkehre erhalten haben, wollen wir noch mehr Menschen für den klimafreundlichen Nahverkehr begeistern.“

Zu den neu vergebenen Expressbuslinien

Expressbuslinie X57

Die Linie X57 verbindet Frankfurt und die Stadt Hanau. Unter der Woche ist sie in den nachfragestarken Zeiten im Halbstundentakt unterwegs. Nahezu jede stündliche Fahrt bindet den Hanauer Hauptbahnhof an.

Expressbuslinie X64

Die Linie X64 stellt über den westlichen Innenstadtring eine Verbindung zwischen dem Hanauer Hauptbahnhof und Obertshausen her. Ihr bisheriges Fahrtenangebot ist insbesondere auf den Umstieg in die S-Bahnlinie S1 in Obertshausen und auf den Hanauer Hauptbahnhof ausgerichtet. Mit der Neuvergabe wird der Linienverlauf bis nach Heusenstamm verlängert. Dort gibt es zusätzliche Umstiegsmöglichkeiten zur S-Bahn.

Expressbuslinien X93 und X94

Die Linien wurden aus dem bisherigen Angebot der X93 entwickelt. Sie stellen die Busverbindung zwischen Erlensee bzw. Neuberg und Hanau her. Mit den beiden unterschiedlichen Linienwegen in Langendiebach (Erlensee) wird der bisherige Ringverkehr aufgegeben und Neuberg (insbesondere Rüdigheim) besser angebunden. Das zukünftige Angebot ist auf die Regionalbahnen sowie auf die S-Bahnlinien S8/S9 am Hanauer Hauptbahnhof ausgerichtet.

Expressbuslinie X95

Bei dieser Linie handelt es sich um eine neue Verbindung von Büdingen über das beliebte Freizeitziel Ronneburg, Erlensee und Bruchköbel nach Frankfurt-Enkheim mit Anschlüssen an die U-Bahn-Linien U4 und U7 und somit an die Frankfurter Innenstadt. Unter der Woche ist sie von 6 bis 9 Uhr sowie 12 bis 19 Uhr im Stundentakt unterwegs ist, am Wochenende fährt sie im Zweistundentakt.

Zu den neu vergebenen regionalen Linien

Linien 562 und 563

Die Linien 562 und 563 verkehren jeweils im Stundentakt zwischen Nidderau bzw. Altenstadt und Hanau, bieten aber auf Grund der identischen Linienwege zwischen Bruchköbel/Roßdorf und dem Freiheitsplatz in Hanau im Grunde sogar einen Halbstundentakt. Sie ergänzen das Schienenangebot der RB49 im Norden Hanaus zwischen Nidderau/Bruchköbel und Hanau.

Linie 566

Die Linie 566 wird gemeinsam von RMV und vom Landkreis Aschaffenburg bestellt. Sie stellt vor allen eine wichtige Verbindung zur Hanauer Innenstadt und zum Hanauer Hauptbahnhof her und verkehrt im Halbstundengrundtakt zwischen Großkrotzenburg und Hanau, in den Hauptverkehrszeiten montags bis freitags wird ein Viertelstundentakt angeboten. Mit den Verstärkerfahrten zum Viertelstundentakt wird auch Kahl und der Bahnhof in Kahl angebunden. Die Buslinie ergänzt das Schienenangebot der Linien RE54, RE55, RB56, RB58, RE59 zwischen Aschaffenburg/Kahl (Main) und Hanau.

Linie n61

Die Linie n61 ergänzt in Wochenendnächten und an speziellen Einzeltagen das Angebot auf der Achse Frankfurt - Hanau um einen Nachtverkehr.

Schulverkehre in Stadt und Umland Hanau mit den Linien 42S, 44S und 46S

Das Schulverkehrsangebot ist auf die hessischen Schultage beschränkt.

Linie 42S

Die Linie 42S bedient die weiterführenden Schulen in Hanau, in Bruchköbel und in Nidderau sowie die Grundschulen in Heldenbergen und Windecken. Darüber hinaus dient die Linie als wichtiger Zu- und Abbringer zu/von den Bahnhöfen in Nidderau und in Hanau (Nordbahnhof).

Linie 44S

Die Linie verkehrt zwischen Erlensee und Hanau für Schülerinnen und Schüler aus den Ortsteilen Langendiebach und Rückingen zu den weiterführenden Schulen in Hanau. Darüber hinaus wird die Georg-Büchner-Schule in Erlensee bedient.

Linie 46S

Die Linie ist eine wichtige Direktverbindung von Hanau-Steinheim und –Klein-Auheim zum Kreuzburggymnasium in Großkrotzenburg und aus Großkrotzenburg zur Lindenauschule in Hanau-Großauheim. Darüber hinaus werden die Paul-Gerhardt-Schule in Hanau-Wolfgang und die weiterführenden Schulen in der Hanauer Innenstadt von dieser Linie bedient. Die Linie verstärkt das Angebot auf der Linie 566 in den schulrelevanten Zeiten.

Moderne Fahrzeuge

Es kommen überwiegend fabrikneue, klimatisierte Niederflurbusse mindestens der Emissionsnorm EURO VI zum Einsatz. Alle auf den Expressbus-Linien eingesetzten Fahrzeuge sind mit kostenlosem WLAN ausgerüstet. Elektronische Anzeigen im Innenraum informieren die Fahrgäste über die nächsten Halte und Umsteigemöglichkeiten. Alle Fahrzeuge verfügen über eine Sondernutzungsfläche für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder sowie eine Absenkvorrichtung und eine Rampe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. An der Fahrerkabinentür befindet sich zum Schutz vor einer Ansteckung durch übertragbare Krankheiten eine Trennscheibe zum Fahrgastraum. Ein Abbiegeassistenzsystem warnt das Fahrpersonal, wenn beim Abbiegen Radfahrende gefährdet sind.

Hohe Standards für Fahrpersonal und Personalübergang

Die Busunternehmen werden entsprechend der RMV-Vorgaben das Fahrpersonal auf Grundlage des hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes entlohnen.  Außerdem werden aufgrund der Betreiberwechsel die Unternehmen den Beschäftigten des aktuellen Betreibers einen besitzstandswahrenden Übergang anbieten.

Quelle: RMV

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Datum 14.10.21

Vertrag für VVO-Dieselnetz in Kamenz unterzeichnet

  • In zwei Monaten startet DB Regio auf vier Strecken rund um Dresden

Ab 12. Dezember 2021 fährt die DB Regio AG nach gewonnener Ausschreibung auf den vier Strecken von Dresden nach Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal von Heidenau nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz. Heute war der erste umgebaute Triebwagen vom Typ Desiro (VT 642) in Kamenz: in ihm unterzeichneten der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und die DB Regio den Vertrag für den Verkehr in den kommenden zehn Jahren.

Das Dieselnetz im VVO wächst mit Beginn des neuen Verkehrsvertrages um knapp 0,3 Millionen Zugkilometer pro Jahr auf ein Volumen von gut 2 Millionen Kilometern. „Durch zusätzliche Mittel des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr kann der VVO eine Taktverdichtung auf der wichtigen Strecke nach Kamenz umsetzen“, erläutert Landrat Michael Harig, Verbandsvorsitzender des VVO. „Zukünftig fahren die Züge montags bis freitags zwischen 4.30 Uhr und 8.30 Uhr sowie zwischen 14.00 Uhr und 18.30 Uhr alle 30 Minuten statt bisher nur stündlich.“ Mit der Taktverdichtung sowie der umfangreich modernisierten Infrastruktur mit barrierefreien Bahnsteigen, Verknüpfungen mit den lokalen Buslinien und sechs P+R-Plätzen mit über 400 Stellplätzen erreicht die Strecke S-Bahn-Standard und wird daher zum Fahrplanwechsel in S-Bahn S 8 umbenannt. „Die Zahl der Pendler nach Kamenz ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, da viele neue Arbeitsplätze entstanden“, betont Roland Dantz, der Kamenzer Oberbürgermeister. „Bereits heute verzeichnen wir täglich über 600 Ein- und Aussteiger am Bahnhof – eine Zahl, die mit dem neuen dichteren Takt noch gesteigert werden kann.“

Für den Betrieb des Netzes stellt die DB Regio über 100 neue Mitarbeiter ein und setzt zukünftig 21 Fahrzeuge aus ihrem eigenen Bestand ein. „Wir sind stolz, dass unser Angebot für den Betrieb des VVO Dieselnetzes den Aufgabenträger überzeugt hat. Mit guter Qualität und Zuverlässigkeit leisten wir unseren Beitrag zur Mobilitätswende Großraum Dresden. Wir haben den Anspruch, mehr Pendler für den öffentlichen Verkehr zu gewinnen und mit touristischen Angeboten in die sächsische Schweiz und das Osterzgebirge weiter zu punkten.“ beschreibt Dr. Wolfgang Weinhold, Vorsitzender der Regionalleitung Südost der DB Regio die Zielsetzung der DB Regio AG in diesem Netz.

Rund 60 Triebfahrzeugführer und 50 Kundenbetreuer werden für den Betrieb des Dieselnetzes benötigt; entsprechend der durch den VVO festgelegten Anforderungen übernimmt die DB Regio zahlreche Mitarbeiter der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB), die das Netz derzeit nach einer Notvergabe betreibt. Für die Mitarbeiter, die zum Großteil von der insolventen Städtebahn Sachsen stammen, ist die Zukunft damit gesichert.

Die Dieseltriebwagen stammen aus dem Bestand der DB Regio AG. Sie werden nach und nach innerhalb der kommenden zwei Jahre komplett renoviert und mit WLAN, Steckdosen und Bildschirmen zur Fahrgastinformation ausgestattet. Der Einsatz des ersten renovierten Fahrzeugs ist ab Februar 2022 vorgesehen.

Quelle: VVO

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Datum 13.10.21

Weißeritztalbahn in den Herbstferien mit mehr Fahrten

  • Historische Lokomotive IV K 99 608 im Osterzgebirge im Einsatz

In der ersten Ferienwoche, vom 16. bis 24. Oktober, sind zwei Zuggarnituren unter Volldampf auf schmaler Spur der Weißeritztalbahn im Einsatz. Der Am Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) mit zusätzlichen Fahrten auf der Strecke zwischen Freital-Hainsberg, Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf beauftragt.

Die zusätzlichen Fahrten finden mit der 100-jährigen Lokomotive 99 608 vom Typ IV K statt. Sie ist mit dem Baujahr 1921 die älteste betriebsfähige Dampflokomotive im Bestand der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft und die letzte gebaute Lokomotive dieser Baureihe. Die Jubiläums-Lokomotive dampft in der ersten Ferienwoche täglich um 10.45 Uhr ab Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf und zurück und im Anschluss um 15.25 Uhr noch eine Runde bis nach Dippoldiswalde und zurück. Die regulären Züge starten um 9.25 Uhr und 13.25 Uhr ab Freital nach Kurort Kipsdorf. Eine Abendfahrt schnauft 17.05 ab Freital-Hainsberg und endet 17.50 Uhr in Dippoldiswalde.

Bereist am Freitag dem 15. Oktober findet eine Foto-Sonderfahrt mit der Jubiläumslok statt. Die SDG bitte für diesen Termin um eine telefonische Anmeldung unter 035207 89290.

Die Fahrpläne sind beim Verbund unter www.vvo-online.de/weisseritztalbahn und auf der Internetseite der Weißeritztalbahn unter www.weisseritztalbahn.com abrufbar. Die Fahrten mit der Jubiläumslokomotive sind als „DR“ gekennzeichnet, da sie zudem mit typischen Wagen aus der Reichsbahn-Zeit unterwegs ist.

Telefonische Informationen zu Fahrplan und Tarif gibt es bei der SDG unter 035207 89290 und beim VVO unter 0351 8526555.

Quelle: VVO

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Datum 12.10.21

Auslastung des P+R-Platzes Kamenz online einsehbar

  • Sensoren zeigen in Echtzeit die freien Plätze auf der Anlage an

Die Zahl der mit Parksensoren ausgestatteten Park+Ride-Plätze im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) wächst auf 17. Seit heute können die Fahrgäste auch für die P+R-Anlage in Kamenz online prüfen, ob noch Plätze frei sind. Der VVO hat rund 8.000 Euro in die Technik investiert.

„Ich freue mich über die Ausrüstung des P+R-Platzes in unserer Stadt durch den VVO“, begrüßt Roland Dantz, Kamenzer Oberbürgermeister, die Neuerung. „Dies ist ein weiterer Baustein unseres gemeinsamen Projektes, die Bahnstrecke Dresden – Kamenz durch moderne Infrastruktur weiterzuentwickeln.“ Insgesamt wurden 45 einzelne Stellplätze der Anlage mit einem vom Nürnberger Start-Up Smart-City-System entwickelten batteriebetriebenen Sensor ausgestattet: Die Daten werden in Echtzeit an den VVO übertragen und dort in der Karte auf der Internetseite www.vvo-online.de und in der Fahrplanauskunft angezeigt. „Damit sehen die Fahrgäste schon, wenn sie beispielsweise eine Zugverbindung ab dem Bahnhof in die Landeshauptstadt abrufen, ob es dort noch freie Plätze gibt“, erläutert Stefan Gerstenberg, Projektverantwortlicher im VVO. „Wenn der schon voll ist, könnten sie dann gleich eine alternative P+R-Anlage aufsuchen.“ Durch die Ausstattung jedes Stellplatzes mit einem Sensor kann ein freier Parkplatz zukünftig punktgenau angezeigt werden. Zudem erhält der VVO damit detaillierte Informationen über die durchschnittliche Parkdauer und Zeiten hoher Nachfrage, so dass er P+R-Anlagen zielgerichtet weiterentwickeln kann.

Alle Informationen zu den P+R-Anlagen im VVO gibt es im Internet unter https://www.vvo-online.de/Park-and-Ride, in den Apps „VVO mobil“ und „CityPilot – Einfach parken“ sowie an der InfoHotline unter 0351 8526555.

Quelle: VVO

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Datum 07.10.21

Schneller zwischen Metropolen, mehr Bahn in der Fläche: neuer DB-Fahrplan 2022

  • Weitere Berlin–München-Sprinter für Erfurt und Halle
  • veränderte ICE-Direktverbindungen für Bitterfeld und Lutherstadt Wittenberg
  • einzelne ICE zwischen Dresden und Berlin mit attraktiveren Verbindungen abends Verbesserungen auch ab Leipzig
  • Fahrkarten ab 13. Oktober erhältlich

(Berlin/Leipzig, 7. Oktober 2021) Fahrtzeiten zwischen Metropolen verkürzen sich. Mit dem Fahrplan 2022 baut die Deutsche Bahn (DB) ihr Angebot aus. Er gilt ab dem 12. Dezember 2021. Infos und Fahrkarten zum neuen Fahrplan gibt es ab dem 13. Oktober auf bahn.de, im DB Navigator, in DB Reisezenten und DB Agenturen sowie an DB Automaten.

DB-Fernverkehrschef Michael Peterson: „Unsere neuen superschnellen Sprinter machen das Reisen mit der Bahn noch attraktiver. Selten war Klimaschutz so einfach und angenehm. Durch kürzere Reisezeiten von Innenstadt zu Innenstadt setzt die DB ab Dezember neue Standards. Und nach dem erfolgreichen Start zwischen Warnemünde und Dresden legen wir jetzt auch im Westen mit einer neuen Fernverkehrslinie nach. Wir wollen noch mehr Bahn in der Fläche Deutschlands.“

Mehr Sprinter zwischen Berlin und München über Erfurt und Halle (Saale)

Abends fährt ein sechstes ICE-Zugpaar mit Zwischenhalt nur in Nürnberg, Erfurt und Halle. Zwischen Erfurt und München benötigen diese Züge nur 2 ¼ Stunden. Von dieser Beschleunigung profitieren beispielsweise Reisende um 21.47 Uhr ab Erfurt nach München bzw. Heimkehrer nach Erfurt und Halle mit Abfahrt gegen 20 Uhr in München.

Für Lutherstadt Wittenberg und Bitterfeld einzelne attraktivere ICE-Fahrten

Um 19.26 Uhr fährt weiterhin ein ICE ab Berlin über Bitterfeld nach Leipzig, Erfurt bis Nürnberg (mit Anschluss nach München). Dieser ICE kann nun auch in Lutherstadt Wittenberg halten, wodurch eine bisherige Angebotslücke geschlossen wird.

Frühmorgens gibt es Montag bis Sonnabend eine zusätzliche ICE-Fahrt aus München, Augsburg, Nürnberg und Bamberg nach Erfurt (8.24 Uhr), Halle (9.04 Uhr), Bitterfeld (9.24 Uhr), Berlin (10.25 Uhr) und Hamburg. Sonntags hält dieser ICE in Lutherstadt Wittenberg und Leipzig (statt in Halle und Bitterfeld).

Dresden–Berlin neu mit einzelnen ICE-Fahrten und zusätzlichen Abendverbindungen

Künftig bietet die DB montags bis sonnabends auch in der attraktiven Zeitlage um 19.16 Uhr ab Berlin eine schnelle Direktverbindung nach Dresden (21.07 Uhr) an. Zum Einsatz kommen komfortable ICE-Züge. Die Spätverbindung nach 21 Uhr ab Berlin nach Dresden ist dann – ebenfalls mit ICE – nur noch an den nachfragestarken Wochentagen Freitag und Sonntag in Planung. Die zweistündliche IC-Linie aus Rostock fährt weiterhin täglich um 20.26 Uhr ab Berlin nach Dresden (22.35 Uhr). Auch auf der Fahrt um 6.54 Uhr von Dresden nach Berlin und Hamburg kommt ein ICE statt des bisherigen IC zum Einsatz.

Auch ab Leipzig gibt es einzelne Angebotsverbesserungen

Die neue umsteigefreie Spätverbindung um 21.33 Uhr nach Frankfurt am Main ersetzt eine 40 Minuten frühere Verbindung mit knappem Umstieg in Erfurt. Nach Dresden fährt der erste IC ab Leipzig künftig in attraktiverer Zeitlage (rund 30 Minuten später) um 6.30 Uhr nach Dresden (7.35 Uhr).

Das einmal am Tag im Saaletal angebotene IC-Zugpaar von Leipzig via Jena, Kronach, Lichtenfels, Bamberg, Nürnberg, Stuttgart nach Karlsruhe wird zeitlich verschoben: Es fährt künftig morgens aus Leipzig nach Baden-Württemberg und abends retour.

Ganzjährig aus Leipzig, Halle (Saale), Köthen, Magdeburg und Stendal nach Rostock und zurück

Das touristische IC-Zugpaar Leipzig–Halle–Köthen–Magdeburg–Stendal–Ludwigslust–Schwerin–Rostock–Warnemünde morgens an die Küste, nachmittags retour, fährt neu ganzjährig täglich statt bislang im Hochsommer bzw. an den Wochenenden.

Freitags fährt ein IC aus Köln, Hannover, Braunschweig neu abends über Magdeburg (22.00 Uhr) hinaus noch bis Köthen, Halle (Saale) und Leipzig. Auch in der Gegenrichtung fährt neu freitagabends um 19.42 Uhr ab Leipzig ein IC bis Hannover.

Bauarbeiten zwischen Leipzig und Dresden wirken sich auf den Fahrplan aus

Baubedingt sind auch im Fahrplan 2022 vorübergehende Angebotsanpassungen zwischen Leipzig und Dresden erforderlich. So verlängern sich ganzjährig die Fahrzeiten meist um rund 10 Minuten, teilweise bis zu 40 Minuten. Ein mittags fahrendes IC-Zugpaar kann – wie auch im bisherigen Fahrplan – montags bis sonnabends nicht fahren.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 07.10.21

Mehr Angebot für mehr Fahrgäste: Mit Fahrplanwechsel am 12. Dezember neue ICE-Sprinter für Berlin und zusätzliche Züge an die Küste

  • Neue Sprinter zwischen Berlin und NRW und zwischen Berlin und München
  • Mehr Züge an die Ostsee
  • Halbstundentakt Berlin–Hamburg verbessert
  • Verbindung Berlin–Dresden attraktiver

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 baut die Deutsche Bahn (DB) ihr Fernverkehrsangebot im Nordosten weiter aus: Schnellere und häufigere Direktverbindungen sowie mehr ICE tragen zur angestrebten Verkehrswende und zu einem erfolgreichen Klimaschutz bei.

Neue superschnelle ICE-Sprinter Berlin–Köln–Bonn • Teilweise mit Halten in Berlin Zoo, Ostbahnhof und Ostkreuz

Dreimal täglich je Richtung geht es ohne Zwischenhalt mit dem ICE an den Rhein. Die Sprinter sind mit knapp vier Stunden Fahrzeit nach Köln rund 30 Minuten schneller als die stündlichen ICE.

Der Sprinter aus Berlin Hbf (ab 5:33 Uhr) sowie der Sprinter aus Bonn (ab 17:48 Uhr) halten dabei auch in Berlin Zoologischer Garten (5:40 Uhr bzw. 22:12 Uhr) und Ostbahnhof (5:21 Uhr bzw. 22:31 Uhr). Der Sprinter aus Bonn (ab 17:48 Uhr) hält außerdem auch am Ostkreuz (an 22:38 Uhr).

Mehr ICE-Sprinter Berlin–München

Neue Abendsprinter jeweils ab München Hbf (ab 19:56 Uhr) bzw. Berlin Hbf (ab 20:05 Uhr) verbinden die bayerische und die Bundeshauptstadt in unter vier Stunden mit Zwischenhalt nur in Nürnberg, Erfurt und Halle. Neu ist auch eine zusätzliche ICE-Fahrt frühmorgens aus München über Augsburg, Nürnberg, Bamberg, Erfurt, Halle und Bitterfeld mit Ankunft in Berlin Hbf um 10:25 Uhr.

Häufiger nach Warnemünde

Das Ostseebad ist künftig ganzjährig täglich mit einem Intercity umsteigefrei zum Beispiel aus Leipzig, Halle, Magdeburg, Stendal, Ludwigslust und Schwerin erreichbar; bislang gab es das nur im Sommer bzw. am Wochenende.

Ab Berlin bietet die DB von Anfang April bis Ende Oktober zusätzliche ICE/IC-Fahrten von/nach Rostock und Warnemünde an: Für einen zwölfstündigen Tagesaufenthalt an der Küste geht es um 5:35 Uhr ab Berlin Hbf nach Warnemünde (an 8:01 Uhr) bzw. von dort um 19:56 Uhr retour nach Berlin Hbf (an 22:24 Uhr), mit Zwischenhalt jeweils auch in Oranienburg, Neustrelitz und Waren/Müritz. Mittags fährt ein Intercity ohne Zwischenhalt von Berlin nach Rostock und Warnemünde, vormittags sogar ein ICE  um 10:14 Uhr ab Warnemünde via Rostock nach Berlin und weiter als Sprinter umsteigefrei über Halle und Erfurt bis Frankfurt an Main.

Neue Direktverbindungen zwischen Berlin, Greifswald, Stralsund und Rügen

Ein täglicher ICE wird neu umsteigefrei zum Beispiel aus Köln, Düsseldorf und Hannover angeboten – mit Ankunft im Ostseebad Binz um 19 Uhr. An Samstagen fährt ein ICE vom 2. April bis 29. Oktober 2022 um 7:46 Uhr von Berlin Hbf über Greifswald und Stralsund nach Binz (11:31 Uhr). Retour fährt der ICE vom 14. Mai bis 1. Oktober 2022 um 18:19 Uhr ab Binz nach Berlin Hbf (an 22:11 Uhr).

Neu umsteigefrei bis auf die Insel Rügen fährt auch ein ICE-Zugpaar auf der Strecke Binz–Stralsund–Hamburg–Hannover–Frankfurt–Karlsruhe: täglich um 8:26 Uhr vom Ostseebad Binz bzw. neu montags bis samstags nach Binz (Ankunft 17:21 Uhr).

Halbstundentakt Hamburg–Berlin verbessert

Zwischen Hamburg und Berlin bietet die DB künftig wieder 60 Fahrten pro Tag an. Dabei werden fast alle Fahrten auch weiter nach Erfurt/München bzw. Dresden geführt. Neu sind die Fahrtmöglichkeiten um 17:51 Uhr ab Hamburg Hbf nach Berlin Hbf (an 19:55 Uhr) sowie ab Berlin Hbf um 20:06 Uhr nach Hamburg.

Dresden–Berlin neu mit einzelnen ICE-Fahrten und zusätzlichen Abendverbindungen

Künftig bietet die DB montags bis samstags um 19:16 Uhr ab Berlin Hbf eine schnelle Direktverbindung nach Dresden (an 21:07 Uhr) an. Zum Einsatz kommen dabei komfortable ICE-Züge.  Die zweistündliche IC-Linie aus Rostock fährt weiterhin täglich um 20:26 Uhr ab Berlin Hbf nach Dresden (an 22:35 Uhr). Auch auf der bestehenden Fahrt um 6:54 Uhr von Dresden nach Berlin Hbf und von dort um 9:06 Uhr weiter via Wittenberge, Ludwigslust und Büchen nach Hamburg kommt ein ICE statt des bisherigen IC zum Einsatz.

Tagsüber umsteigefrei bis an die ukrainische Grenze

Das Eurocity-Zugpaar Berlin–Frankfurt (Oder)–Breslau–Krakau fährt künftig weiter von/nach Przemysl. Die Nachtverbindung mit Nightjet-Kurswagen weiter nach Wien erfolgt nur noch zwischen Berlin und Breslau, hat dafür aber neu auch 1. Klasse-Wagen.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 06.10.21

Mit Oberleitung & Akku-Zügen in die Zukunft

  • Umfassende Studie empfiehlt Ersatz von Dieselzügen durch Batterie-Züge

Im Auftrag des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) und mit Unterstützung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) wurden mögliche neue Antriebstechnologien für Bahnstrecken untersucht, auf denen derzeit Dieseltriebwagen zum Einsatz kommen. Wissenschaftlich wurden die Untersuchungen zum Einsatz von Wasserstoff- oder Akku-Zügen von der TU Dresden sowie der TU Berlin durchgeführt. Sie wurden finanziell vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) unterstützt. Heute wurde in Dresden das Ergebnis vorgestellt, das den Einsatz von Oberleitungs-/ Batterie-Hybrid-Zügen dort empfiehlt, wo langfristig keine Elektrifizierungsperspektive besteht. Dabei wurde die grundsätzliche Bedeutung der im Rahmen der Strukturstärkung geplanten Elektrifizierungen von Bahnstrecken unterstrichen: Sie sind eine Voraussetzung um in der Region künftig batteriebetriebene Züge einzusetzen. Auch für Strecken, die in den nächsten Jahren elektrifiziert werden sollen, bieten Akku-Züge die sinnvollste Zwischenlösung.

Kern der Untersuchungen zu alternativen Antrieben stellen die Verbindungen von Dresden nach Kamenz und Königsbrück, die Verbindung durch das Müglitztal von Heidenau nach Altenberg sowie die Regionalbahnstrecke von Pirna nach Neustadt und Sebnitz dar. Darüber hinaus wurden die von beiden Verbünden gemeinsam ausgeschriebenen Verbindungen von Dresden nach Zittau bzw. Görlitz, Teil des sogenannten Ostsachsen-Netzes, und die zukünftige Verbindung über Kamenz und Hosena nach Hoyerswerda bzw. Senftenberg untersucht.

Entscheidung zu Technologie für eine Umsetzung bis 2031 jetzt nötig

„Auf Basis der 70 Seiten starken Empfehlung wird die Verbandsversammlung des VVO im Dezember eine Systementscheidung für die Regionalstrecken rund um Dresden ab 2031 treffen, damit dann ausreichend Zeit zum Aufbau der Lade-Infrastruktur gegeben ist“, erläutert Landrat Michael Harig, Verbandsvorsitzender beider Zweckverbände. „Für das Ostsachsen-Netz ist die Voraussetzung, dass es einen verbindlichen Zeitplan zur mindestens abschnittweisen Elektrifizierung der Strecken nach Görlitz und Zittau gibt.“ Vor diesem Hintergrund setzen die beiden Verkehrsverbünde große Hoffnungen in die gemeinsame Absichtserklärung des Freistaates Sachsen und des Bundes vom 23. September, die unter anderem die Bahnstrecke Dresden – Görlitz in den Mittelpunkt von Infrastrukturprojekten stellt. Ines Fröhlich, Staatssekretärin im SMWA, legt dar: „Die Verantwortung für unsere Ziele, Mobilität für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu sichern, die Klimaziele 2030 zu erreichen und den ÖPNV attraktiver zu gestalten, stellt konsequenterweise die Frage nach einem umweltschonenden und innovativen Mobilitätsangebot. Dazu gehören neben nutzerfreundlichen Angeboten ebenso die Infrastruktur und das sogenannte „rollende Material“. Vor diesem Hintergrund hat das SMWA die Untersuchungen zum Einsatz innovativer Schienenfahrzeuge umfangreich unterstützt. Das nun vorliegende Entscheidungspapier ist eines von vielen Projekten des Freistaates Sachsen zur Modernisierung der Infrastruktur und Gestaltung einer veränderten Wirtschaftsstruktur in der Lausitz.“

Hintergrund für Entscheidung zugunsten Batterie-Technologie

„Wir haben sowohl die wichtigen Fragen rund um den Betrieb der Fahrzeuge als auch die Fragen zur Lade- beziehungsweise Tankinfrastruktur untersucht“, erklärt Benjamin Ebrecht von der TU Berlin. „Technologisch wäre sowohl der Einsatz von Wasserstoffzügen als auch der von Akku-Zügen möglich.“ Entscheidend für die wissenschaftliche Empfehlung, auf den untersuchten Strecken auf die Batterie-Technologie zu setzen, waren wirtschaftliche sowie ökologische Aspekte: „Die Untersuchungen haben gezeigt, dass perspektivisch der Einsatz von Elektrozügen auf den betrachteten Strecken am effizientesten ist und zudem das größte Potenzial zur CO2-Einsparung bietet“, erläutert Professor Arnd Stephan von der TU Dresden. „Auf dem Weg dorthin ist der Einsatz der Batterietechnologie, insbesondere für den Steuerzahler, am wirtschaftlichsten.“

Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchungen sowie eine Auflistung der nächsten Schritte zur Vorbereitung des Einsatzes innovativer Fahrzeuge im VVO-Dieselnetz und Ostsachsennetz sind in einem Entscheidungspapier zusammengefasst, welches unter http://v-v-o.de/Alternative-Antriebe einsehbar ist.

Quelle: VVO

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Datum 05.10.21

Stadler erhält Auftrag für 286 neue Triebzüge für den Regionalverkehr                                            

Die SBB beschafft gemeinsam mit den Tochterunternehmen Thurbo und RegionAlps 286 neue einstöckige Triebzüge für den Regionalverkehr. Den Zuschlag hat Stadler erhalten. Es ist das wirtschaftlich und qualitativ beste Angebot. SBB, RegionAlps und Thurbo haben im Mai 2020 ein zweistufiges Ausschreibeverfahren für die neuen einstöckigen Triebzüge gestartet. Im Rahmen der Präqualifikation wurden drei Antragsteller gesucht, die mit einem bewährten Fahrzeugkonzept ihre Erfahrung und spezifische Marktausrichtung nachweisen konnten. Alstom, Siemens und Stadler erfüllten dieses Auswahlkriterium am besten und wurden zur Erarbeitung einer Offerte eingeladen. Alle drei Anbieter haben Ende April 2021 eine Offerte eingereicht. Die Bewertung gemäss den Zuschlagskriterien hat ergeben, dass Stadler den Zuschlag erhält. Das Angebot von Stadler überzeugt insbesondere in den Bereichen der Wirtschaftlichkeit und der Qualität.

Die neuen Triebzüge bieten den Kundinnen und Kunden zahlreiche Verbesserungen. So verfügen die Züge gegenüber den heute eingesetzten Fahrzeugen über mehr Stauraum für Velos, Kinderwagen und grosse Gepäckstücke. Zudem bieten sie guten Mobilfunk- und Datenempfang für unterwegs und Steckdosen in allen Abteilen. Sie berücksichtigen die Vorgaben für Reisende mit Mobilitätseinschränkung und verfügen pro Zug über zwei Plätze für Rollstuhlfahrende und ein rollstuhlgängiges WC. Neu sind Rollstuhlplätze auch in der 1. Klasse verfügbar. Auch leisten die neuen Triebzüge durch eine bessere Motorisierung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pünktlichkeit. Der neue Zug soll für die Schweiz, Deutschland und Österreich zugelassen werden.

Ursprünglich hatten SBB, Thurbo und RegionAlps 194 Züge ausgeschrieben. Die Anzahl wurde auf 286 erhöht, nachdem die Bahnunternehmen das künftige Einsatzgebiet in Abstimmung mit Bund und Kantonen definitiv festgelegt hatten. Nur so ist es möglich, sämtliche Züge zu ersetzen, die aufgrund ihrer Lebensdauer ausrangiert werden müssen. Das Investitionsvolumen beträgt 2 Milliarden Franken.                                           

Die ersten Züge werden voraussichtlich ab Dezember 2025 eingesetzt und ersetzen bis voraussichtlich 2034 schrittweise folgendes Rollmaterial:                                                                               

• SBB: Ersetzt Domino, Flirt (erste Generation) und lokbespannte Pendelzüge. Bestellt werden 155 Züge, mit 174 Zügen als Option.

• Thurbo: Ersetzt Gelenktriebwagen (GTW). Bestellt werden 107 Züge, mit 40 Zügen als Option.

• RegionAlps: Ersetzt Domino und Nina. Bestellt werden 24 Züge, mit 10 Zügen als Option.                                       

Die Neubeschaffung ermöglicht allen drei Bahngesellschaften geplante Angebotsverbesserungen und vom Bund und Kantonen geplante Angebotserweiterungen.

Durch das gemeinsame Vorgehen und den Kauf einer einheitlichen Flotte können SBB, Thurbo und RegionAlps den Bahnbetrieb vereinfachen und zu einem wettbewerbsfähigen und attraktiven Öffentlicher Verkehr für die Bahnkundinnen und -kunden beitragen.

Quelle: SBB

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Datum 01.10.21

Expressbus X26: Zusatzfahrten zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und Hofheim

  • Mehr Fahrtalternativen für Fahrgäste in Richtung Main-Taunus und Frankfurt
  • Zusammen mit Linie 262 vier Verbindungen pro Stunde in den Stoßzeiten nach Hofheim

Aufgrund der gestiegenen Fahrgastnachfrage infolge der Salzbachtal-brückensperrung weitet der RMV das Angebot auf der Expressbuslinie X26 (Wiesbaden – Hofheim) aus. Die Zusatzbusse fahren ab Montag, 4. Oktober, von montags bis freitags zwischen dem Wiesbadener Hauptbahnhof und dem Hofheimer Bahnhof. Abfahrt in Wiesbaden Hauptbahnhof ist um 05:58 Uhr, 06:58 Uhr, 07:58 Uhr sowie nachmittags um 15:58 Uhr, 16:58 Uhr, 17:58 Uhr und 18:58 Uhr. Ab Hofheim ergänzen die Busse den Regelfahrplan um 06:27 Uhr, 07:27 Uhr, 08:27 Uhr, 16:27 Uhr, 17:27 Uhr, 18:27 Uhr und 19:27 Uhr. Die regulären Fahrten der X26 starten in Wiesbaden weiterhin bereits am Platz der Deutschen Einheit.

Die X26 bedient nach dem Hauptbahnhof in Wiesbaden noch die Haltestellen Statistisches Bundesamt, Berliner Straße und Siegfriedring. In Hofheim haben die Busse Anschluss an die S2, die in nur 20 Minuten Fahrzeit den Frankfurter Hauptbahnhof erreicht. Zusammen mit den Fahrten der Linie 262 werden in den Stoßzeiten so vier Fahrten pro Stunde und Richtung zwischen Wiesbaden und Hofheim angeboten.

„Nachdem wir bereits auf der Ländchesbahn zwischen Wiesbaden und Niedernhausen das Platzangebot ausgeweitet haben, schaffen wir mit den zusätzlichen Fahrten auf der Expressbuslinie X26 mehr Alternativen für alle Fahrgäste, die in Richtung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis unterwegs sind“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol sagt: „Die zusätzlichen Expressbusse ergänzen hervorragend unsere Maßnahmen, um die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Die Ausweitung auf der Linie X26 ist auch deshalb toll, da es dem RMV gelungen ist, trotz der coronabedingt besonders hohen Nachfrage nach Bussen ein Fahrzeug von außerhalb des RMV-Gebiets zu organisieren. Ich bin dem RMV sehr dankbar, dass er der Stadt Wiesbaden und ihren Pendlerinnen und Pendlern in ihrer Notsituation so flexibel und wirksam hilft.“

Zunächst ist der Einsatz der Zusatzfahrten bis zum Fahrplanwechsel im Dezember geplant. Danach soll die Situation neu bewertet werden. Die genauen Fahrtzeiten der Zusatzverbindungen sind auch in der RMV-Verbindungsauskunft hinterlegt.

Quelle: RMV

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Datum 01.10.21

13. Dresdner Dampfloktreffen auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks Dresden-Altstadt (Zwickauer Str. 86)

  • 8. bis 10. Oktober 2021, jeweils 10 bis 18 Uhr

Nachdem das 12. Dresdner Dampfloktreffen 2020 aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen musste, ist es endlich wieder so weit: Anlässlich des nunmehr 13. Dresdner Dampfloktreffens öffnen sich vom 8. bis 10. Oktober 2021 jeweils von 10 bis 18 Uhr die Tore und Türen im Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt. Die IG Bw Dresden Altstadt e.V., das Verkehrsmuseum Dresden und die Deutsche Bahn (DB) hoffen, an die Zeiten vor der Pandemie anknüpfen zu können. Mit mehr als 10.000 Besuchern war das Dampfloktreffen immer eine der größten Eisenbahnveranstaltungen Europas.

Für die Besucher wird ein umfangreiches Programm geboten, das sowohl Familien und interessierte Besucher als auch die glühenden Dampflok-Fans anspricht.

Zum Dampfloktreffen kommen Gastlokomotiven aus dem In- und Ausland nach Dresden. Darunter befindet sich auch die Schnellzugdampflokomotive 01 202 aus der Schweiz, die eine enge Verbindung zum Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt hat. Die fabrikneue Lok wurde 1937 in diesem Bahnbetriebswerk in Dienst gestellt und war die ersten Jahre ihres Lokomotivlebens dort beheimatet. Neben weiteren betriebsfähigen Dampflokomotiven aus Deutschland, wie z.B. der 35 1097 oder der 50 3610, sind auch wieder zwei Lokomotiven aus Tschechien eingeplant. Neben den Dampfloks werden auch unsere „Elli“, eine über 90 Jahre alte Elektrolokomotive, und historische Diesellokomotiven im Einsatz zu bewundern sein. Darüber hinaus ist eine Vielzahl nicht betriebsfähiger Lokomotiven und Waggons zu besichtigen, die in Dresden ihre dauerhafte Bleibe gefunden haben.

Im Eisenbahnmuseum lässt sich der historische Eisenbahnbetrieb beim Kohlenehmen, Wasserfassen und Ausschlacken verschiedener Dampflokomotiven live erleben. Beim Schaudrehen auf der Drehscheibe präsentieren sich Gastlokomotiven und nicht betriebsfähige einheimische Museumslokomotiven in ihrer ganzen Pracht. Kleine und große Lokführer in spe kommen bei Führerstandsmitfahrten auf ihre Kosten.

Auch das Depot des Verkehrsmuseums wird in diesem Jahr wieder Teil des Festgeländes sein. Dabei sind im Depot des Verkehrsmuseums nicht nur historische Eisenbahnfahrzeuge zu besichtigen, sondern auch historische Nahverkehrsfahrzeuge wie der Straßenbahntriebwagen „Großer Hecht“ und historische Busse sowie weitere historische Kraftfahrzeuge.

Die Eintrittskarte zum Dampfloktreffen berechtigt an den drei Festtagen auch zum einmaligen Besuch des Verkehrsmuseums am Neumarkt.

Auf dem Gelände wird erstmalig der Prototyp eines modernisierten Dieseltriebwagens „Desiro“ (VT 642) ausgestellt. Diese Fahrzeuge setzt DB Regio ab Februar 2022 schrittweise auf den vier Strecken von Dresden nach Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal von Heidenau nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz ein. Die Triebwagen werden komplett renoviert, mit WLAN, Steckdosen und Bildschirmen zur Fahrgastinformation ausgestattet.

Zum Dampfloktreffen verwandelt sich die Zwickauer Straße, die das Eisenbahnmuseum, die DB Regio-Werkstatt und das Depot des Verkehrsmuseums verbindet, zur Flaniermeile. Dort präsentieren sich verschiedene Aussteller und Händler u.a. mit zahlreichen Modellbahn- und eisenbahntypischen Sammlerartikeln. Auf dem Festgelände finden sich darüber hinaus auch wieder Kinderattraktionen und Stände für Essen und Trinken.

Am Sonnabend und am Sonntag wird es Führungen zur Halle der SVT Görlitz gGmbH geben, die sich auf der anderen Seite der Nossener Brücke befindet. In der Halle wird derzeit einer der letzten erhaltenen Schnelltriebwagen der Bauart Görlitz aufgearbeitet. Ziel ist es, den Triebzug wieder betriebsfähig herzurichten. Diese Fahrzeuge waren in den 1960iger und 70iger Jahre Inbegriff für hochwertigen Bahnverkehr und verkehrten unter anderem unter dem Namen „Vindobona“ von Berlin über Dresden und Prag nach Wien.

Vom Hauptbahnhof Dresden aus verkehren an allen drei Tagen des Dampfloktreffens Dampfsonderzüge. Die erste Fahrt findet am Freitag am Nachmittag/Abend statt. Dieser Zug wird sowohl die Tharandter als auch die Klotzscher Rampe erklimmen. Am Sonnabend und am Sonntag gibt es jeweils am Morgen/Vormittag und am Nachmittag/Abend eine Fahrt. Als weiterer Höhepunkt ist am Sonntagmorgen die beliebte Parallelfahrt mit einen Fotogüterzug auf der Tharandter Rampe zu nennen.

Zwischen dem Festgelände, dem Verkehrsmuseum und dem Hauptbahnhof werden unsere Freunde vom Verein „Historische Kraftfahrzeuge des Dresdner Nahverkehr e. V.“ zum Dampfloktreffen einen Pendelverkehr mit historischen Bussen einrichten. Für die Mitfahrt gilt ein gesonderter Fahrpreis.

Programm

-Sonderveranstaltungen, jeweils 19 Uhr (gesonderter Eintritt):

-8. Oktober: Abendfotoparade (Drehscheibe Eisenbahnmuseum)

-9. Oktober: Abendfotoparade (Drehscheibe Eisenbahnmuseum)

-9. Oktober: „Dampf & Dixie“ (Dixieland-Livemusik im Lokschuppen des Eisenbahnmuseums)

-Führerstandsmitfahrten auf dem Bahnhof Dresden-Altstadt jeweils 10 bis 18 Uhr (gesonderter Fahrpreis) - Abfahrt neben der Drehscheibe im Eisenbahnmuseum

Eintrittskarten:

18,00 €, ermäßigt 10,00 €, Kinder (unter 14 Jahren) haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Die Tickets berechtigen vom 8. bis 10. Oktober auch zum einmaligen Besuch des Verkehrsmuseums im Johanneum am Neumarkt.

Da pandemiebedingt lange nicht klar war, wie viele Personen zu den beliebten Abendfotoparaden zugelassen werden können, werden in diesem Jahr alle Karten erst an den Abendkassen verkauft.

Für das 13. Dresdner Dampfloktreffen gelten die Regeln der sächsischen Coronaschutzverordnung. Gemäß dem genehmigten Hygienekonzept sind der Zutritt zum Festgelände und zu den Sonderveranstaltungen sowie die Mitfahrten in den Sonderzügen nur unter Einhaltung der 3G-Regel möglich. Das heißt, am Einlass bzw. in den Zügen ist ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis erforderlich (ausgenommen Kinder unter 7 Jahren und Schülerinnen und Schüler, die einer Testpflicht nach der Schul- und Kita-Coronaverordnung unterliegen). Der Testnachweis muss von einem zugelassenen Testzentrum stammen und darf bei einem Schnelltest nicht älter als 24 Stunden bzw. bei einem PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein. Am Eingang Würzburger Straße wird ein mobiles Testzentrum zur Verfügung stehen. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen wir den Besuchern, bereits mit einem gültigen Test anzureisen. In den Gebäuden und bei den Führerstandsmitfahrten besteht Maskenflicht (medizinische Maske oder FFP2-Maske). Im Freigelände muss die Maske nur getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Maskenpflicht besteht wegen der nicht einzuhaltenden Mindestabstände für die Abendfotoparade, obwohl diese im Freien stattfindet.

Quelle: Deutsche Bahn

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Datum 01.10.21

RMV testet digitales SemesterTicket: 1.200 Mainzer Studierende fahren via App Bus und Bahn

  • Pilotversuch startet ab Oktober
  • Nutzung über die App der Universität
  • Wichtige Erkenntnisse für Digitalisierung des SemesterTickets als Ziel

Mit Start des Wintersemesters zum 1. Oktober 2021 können über tausend Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erstmals ihr SemesterTicket in digitaler Form nutzen. Das Ticket ist in die universitätseigene App der JGU integriert und berechtigt wie bisher zum verbundweiten Fahren im RMV und im RNN. Zunächst erhält ein ausgewählter Jahrgang von rund 1.200 Studierenden einen Zugang. Die Pilotfunktion hat der RMV in enger Zusammenarbeit mit der JGU entwickelt. Zunächst sollen die technischen Abläufe und die Zufriedenheit mit dem neuen Format getestet werden. Mit den Rückmeldungen der Testpersonen soll die Funktion weiterentwickelt werden und Grundlage dafür sein, langfristig auch anderen Hochschulen im RMV-Gebiet ein digitales SemesterTicket anbieten zu können.

RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat sagt: „Das RMV-SemesterTicket feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Seit 1996 ist es der Garant für die Mobilität der Studierenden im Rhein-Main-Gebiet. Heute gehen wir einen wichtigen Schritt weiter in Richtung Zukunft: Aus dem analogen Papierticket soll ein digitales Handyticket werden. Was hierfür technisch noch nötig ist und wie die Umstellung bei den Nutzerinnen und Nutzern ankommt, das untersuchen wir in den nächsten Monaten in diesem Pilotprojekt.“

Einzigartiges Pilotprojekt im Rhein-Main-Gebiet

„Bislang versendet die Universität das Semesterticket an die rund 30.000 Studierenden am Campus Mainz mit der Post – und das zweimal im Jahr. Das digitale Semesterticket bedeutet eine enorme Verschlankung der Verwaltungsabläufe und schont Ressourcen. Mit der Digitalisierung des RMV- und RNN-SemesterTickets gehen wir einen wichtigen Schritt in genau diese Richtung“, sagt Prof. Dr. Stephan Jolie, Vizepräsident für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Langfristig soll das Semesterticket für alle Studierenden der JGU digitalisiert werden.

„Das Mainzer Semesterticket gilt in den Verkehrsverbünden RMV und RNN, der Schwerpunkt der Nutzung liegt natürlich bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft“, erklärt Jochen Erlhof von der Mainzer Mobilität. „Deshalb haben wir den Wunsch der Uni an den RMV herangetragen, das Ticket auch in digitaler Form anzubieten. Als klar war, dass das technisch geht, haben wir natürlich auch den RNN mit ins Boot geholt, um auch das RNN-SemesterTicket mit einzubinden. Gerne unterstützen wir unsere Partner auf dem Weg vom Papier- zum Handyticket und sind gespannt auf die Ergebnisse des Pilotprojekts.“

„Seit 20 Jahren ist das Mainzer Semesterticket auch im gesamten RNN-Gebiet gültig“, so RNN-Geschäftsführerin Silke Meyer. „Der RNN geht diesen Schritt der Digitalisierung gerne mit und freut sich, dass die Mainzer Uni damit auch im RNN die Vorreiterrolle im Bereich der Hochschulen übernimmt.“

„Grundsätzlich befürworten wir die Digitalisierung des Semestertickets“, sagen Frieda Wolf und Wito Harmuth, Referent*innen im Arbeitsbereich für Verkehr des AStA der JGU. „Hierbei war es uns aber auch wichtig, dass Studierende ohne Smartphone oder mit anderen Hindernissen auf Nachfrage auch weiterhin ihr Papierticket erhalten können.“ Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) einer Hochschule verhandelt Preise und Konditionen des Semestertickets mit den Verkehrsverbünden.

Details zum Test und nächste Schritte

Aufgrund ihrer Größe, des breiten Spektrums an Studienfächern und der sehr diversen Studierendenschaft bietet die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ideale Voraussetzungen, um repräsentativ zu ermitteln, wie ein digitales Semesterticket im RMV umgesetzt und eingeführt werden kann. Weitere Grundvoraussetzung war, dass die Universität über eine eigene App verfügt. Diese wurde vom Rechenzentrum der JGU entwickelt und ermöglicht eine unkomplizierte und sichere Integration des RMV-SemesterTickets. Bislang werden über die JGU-App der Ausweis für die Ausleihe in der Universitätsbibliothek, die Kontakterfassung in der Corona-Pandemie und der Stundenplan für Studierende als personalisierte Dienste angeboten.

Für den Piloten haben RMV und JGU einen Masterstudiengang mit ca. 1.200 Studierenden ausgewählt, da die Fächer dieser Testgruppe alle an der JGU angebotenen Lehramtsfächer von Biologie über Geschichte, Sozialkunde, Kunst und Musik bis hin zur Sportwissenschaft umfassen. Die Testgruppe bildet damit einen repräsentativen Querschnitt der Studierendenschaft. Zudem nutzt sie seit vergangenem Semester bereits testweise den digitalen Studierendenausweis in der JGU-App.

Quelle: RMV

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