Bw Bebra

1869 / 1870 wurde das Empfangsgebäude errichtet.

1890 wurden die insgesamt vier Lokschuppen gebaut, die später mit weiteren Bahneinrichtungen das Bahnbetriebswerk bildeten. Baulich interessant ist der 1875 erbaute Ringlokschuppen 2, der über eine Extender – Drehscheibe befahren wurde. Südlich des Bw – Geländes befindet sich heute noch ein imposanter Backstein – Wasserturm.

  

                               Ringlokschuppen 2 mit extender Drehscheibe                                                                          Extender Drehscheibe

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Wasser von der Fulda mittels Dampfmaschinen auf den Stolzer Berg in den auch heute noch vorhandenen Rasenbehälter mit 1.200 m3 ( cbm ) Fassungsvermögen gepumpt. Die stärkste Pumpe erreichte eine Leistung von 180 m3 ( cbm ) pro Stunde. Um das Leistungsvermögen der Wasserkräne zu erhöhen, wurde 1910 der Wasserturm erbaut. Der Rasenbehälter wurde als Reservebehälter für den Fall genutzt, dass es zu einer Unterbrechung zwischen Pumpstation und dem 1.500 Meter entfernten Wasserturm am Stolzer Berg kam.

Das Verwaltungsgebäude

Neben 15 Wasserkränen im Bahnhof Bebra waren drei dampfbetriebene Feuerlöschhydranten, zwei oberirdische sowie ein unterirdischer Feuerlöschteich, die Toiletten-Anlagen des Bahnhofes, eine Waschküche und die Heiz- und Gasanstalt an den Wasserturm angeschlossen. So wurden z. B. vom 1. Oktober 1956 bis 30 September 1957 insgesamt zirka 1.797.690 m3 ( cbm ) Wasser verbraucht. Das entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von zirka 4.900 m3 ( cbm ) am Tag. Für die Wasserentnahme aus der Fulda musste die Eisenbahn nach einem Erlass aus dem Jahre 1939 Gebühren entrichten. Der Wasserzins betrug beispielsweise im Jahre 1959 0,08 DM ( entspricht € 0,04 ) pro m3 ( cbm ).  1952 übernahmen Elektropumpen die Arbeit, welche das Wasser aus der Fulda zum Turm beförderten. Nachdem die Lokomotiven auf Dieselkraftstoff und Elektrizität umgestellt wurden, verlor der Wasserturm an Bedeutung und wurde 1984 stillgelegt.

Besandungsgebäude

1963 verloren die in Bebra stationierten Dampflokomotiven ihre Schnellzugeinsätze, weil erstmals am 9. März 1963 Bebra von Fulda her mit E-Loks erreicht wurde. Drei Monate später am 26. Mai 1963, wurden im großen Maße die Bebra passierenden Züge elektrisch bespannt. Zu diesem Zeitpunkt wurde der elektrische Betrieb nach Hannover ausgedehnt. Gleichzeitig wurde die Lücke zwischen Gemünden und Elm geschlossen, so dass bis Würzburg ( - Passau ) elektrisch gefahren werden konnte. Die Dampfloks der Baureihe 01  und 44 wichen den E-Loks der Baureihen E 40, E 41 und E 50. Anders als zu Dampfzeiten waren keine Schnellzugloks mehr stationiert.

Die Anfangsausstattung: E 40 421, E 422, E 41 308, E 41 314 – 316 weitere E-Loks wurde mit der Aufnahme des elektrischen Betriebes nach Hannover entsprechend erweitert. So kamen als Neuzugänge E 40 156 – 158, E 40 170 – 176, E 40 367 – 369, E 41 240 – 242, E 41 309 und E 50 074 – 092 hinzu.

Ab September 1964 wurde die Strecke Kassel – Eichenberg elektrisch befahren. Da das Bw Kassel keine eigenen E-Loks erhielt war Bebra für die Zugförderung auf dieser Strecke zuständig. Dadurch stieg der E-Lokbestand zum Jahresende leicht an.

Bestand:

E 40 156-158, E 40 170-177, E 40 279, E 40 367-369, E 40 421-422, E 40 543, E 40 546

E 41 240-242. E 41 250-252, E 41 291-293, E 41 308-309, E 41 312-313

E 50 075-104

1965 erhielt das Bw Bebra von den Bw´s Hagen-Eckesey, Hannover und Seelze 14 Loks der Unterbaureihe E 39 im Tausch gegen die gleiche Zahl der Baureihe E 40 ohne elektrische Bremse. Der Grund war auf den steigungsreichen Strecken der hessischen Mittelgebirge konnte die elektrische Bremse besser genutzt werden.

Am 24. September 1966 erfolgte die Aufnahme des elektrischen Betriebes zwischen Bebra und Kassel.

Am 20. März 1967 erschloss sich mit der Aufnahme des elektrischen Betriebes zwischen Kassel und Gießen den Bebraer E-Loks neue Einsatzgebiete. Aus diesem Grund wurde der Bestand um weitere zehn E 40 uns sieben E 41 erhöht. Auch stiegen die Laufleistungen wegen der zunehmenden Zahl an Langläufen an. So fuhren zum Beispiel im Sommer 1968 acht 139 durchschnittlich 803 km/Tag und acht 150 legten durchschnittlich 715 km/Tag zurück.

Im Dezember 1970 wurde die Strecke Hamm/Unna – Altenbecken – Kassel auf elektrischen Betrieb umgestellt. Da Bebra maßgeblich an der Zugbeförderung beteiligt wurde, stieg der Lokbedarf ein weiteres Mal an, so dass vorübergehend über 100 E-Loks in Bebra beheimatet waren.

1975 trat eine deutliche Bestandsveränderung ein. Da die Loks der BR 139 mit einer elektrischen Bremse ausgestattet waren, wurden sie auf der elektrifizierten Schwarzwaldbahn benötigt. Bebra gab die entsprechenden Loks an das Bw Offenburg ab. Als Ersatz kamen vom Bw Nürnberg Rbf sieben Loks der BR 150 und vom Bw Kornwestheim drei Loks der BR 150.

1977 erfuhr der Eisenbahnknotenpunkt Bebra, dass die Neubaustrecke nicht über Bebra geführt wird, was zur Folge hatte, dass Bebra in die Bedeutungslosigkeit rutschte dies traf aber nur auf den Personenverkehr zu.

1988/89 zum Winterfahrplan wurden die Güterzug – E-Loks der Baureihe 150 nach Nürnberg umbeheimatet. Ferner ist Bebra Einsatz – Bw für zahlreiche Fahrzeugtypen, so für die Baureihen 110, 151, 211, 216, 290, 360 und 798/998.

Im Herbst 1989 passierte Unerwartetes: Eine Invasion von DDR – Bürgern kam in völlig überfüllten Zügen von Gerstungen ( Ostdeutscher Grenzbahnhof ) nach Bebra. Daher mussten alle Personenwagenbestände reaktiviert werden. Reges Treiben herrschte nach vielen Jahren wieder in Bebra.

1992 erfolgte die Abgabe aller noch in Bebra beheimateten E-Loks an das Bw Frankfurt (M) 1.

1995 wurde die Drehscheibe 1 auf Automatikbetrieb umgestellt. Es finden jährlich Untersuchen statt. Alle vier Jahre findet eine große Inspektion statt, wo alles ausgebaut und aufgearbeitet wird.

Das Bedienpult der Drehscheibe 1

Zum Jahresfahrplan 1995/96 wurde die am 30. Oktober 1989 wegen Baufälligkeit stillgelegte „Berliner Kurve“ elektrifiziert wiedereröffnet.

 

Bebra:

a.) Bundesland Hessen

b.) Bahnverwaltungen

- Kurfürst – Friedrich – Wilhelm Eisenbahn, Bebra – Hanauer Eisenbahn

- ab 1878 Preußische Staatsbahn

- ab 1920 Deutsche Reichsbahn

- von 1949 an Deutsche Bundesbahn

- ab 1994 Deutsche Bahn AG

 

c.) Strecken

- Bebra – Cuxhagen – Kassel ( Eröffnung 1848 )

- Bebra – Gerstungen ( 1849 )

- Bebra – Hersfeld – Frankfurt ( 1866 )

- Bebra – Eschwege ( 1875 )

 

d.) Kursbuchtabellen

- 605

- 610

- 613

Drehscheibe 1

Ringlokschuppen 1 mit Drehscheibe 1

Stichtagbezogene Übersicht über die in Bebra stationierten Lokomotiven

Stationierung DB – Fahrzeuge ( Stand 31. Dezember 1973 )

BR 139

139 315-316, 139 552-563

BR 140

140 295, 140 297, 140 433, 140 443-446, 140 526-527, 140 546, 140 602-607, 140 621-627, 140 629, 140 665, 140 667

BR 141

141 240-242, 141 250-252, 141 254, 141 259-260, 141 276-278, 141 291-293, 141 308-309, 141 312-313, 141 407, 141 411, 141 413-416, 141 421-426

BR 150

150 071-106

Stationierung DB – Fahrzeuge ( Stand 31. Dezember 1983 )

BR 140

140 295, 140 297, 140 546, 140 602-607, 140 621-623, 140 625-627, 140 629, 140 665,     140 667

BR 141

141 069-070, 141 073, 141 174, 141 240-242, 141 244, 141 247, 141 250-252, 141 259-260, 141 276-278, 141 280-282, 141 291, 141 293, 141 308, 141 311-313, 141 414, 141 416,       141 425-426

BR 150

150 063-106

Stationierung DB – Fahrzeuge ( Stand 30. Juni 1991 )

140 295-7, 140 297-3, 140 546-3, 140 602-4, 140 603-2, 140 604-0, 140 605-7, 140 606-5, 140 607-3, 140 621-4, 140 622-2, 140 623-0, 140 625-5, 140 626-3, 140 627-1, 140 629-7, 140 665-1, 140 667-7

BR 141

141 073-7, 141 174-3, 141 178-4, 141 240-2, 141 241-0, 141 242-8, 141 244-4, 141 247-7, 141 250-1, 141 251-9, 141 252-7, 141 259-2, 141 260-0, 141 276-6, 141 277-4, 141 278-2, 141 280-8, 141 281-6, 141 291-5, 141 293-1, 141 308-7, 141 311-1, 141 312-9, 141 313-7, 141 314-5, 141 315-2, 141 316-0, 141 317-8

Stationierung DB – Fahrzeuge ( Stand 01. Juli 2008 )

BR 294

294 577-2, 294 578-0, 294 579-8, 294 582-2, 294 620-0, 294 623-4, 294 628-3, 294 642-4, 294 644-0, 294 713-3, 294 755-4, 294 819-8, 294 873-5

 

 

 

 

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