Expedition Zukunft

Scienc Express

 

Der multimedial ausgebaute Zug bringt auf über 300 Metern Forschung und Technologie zum Anfassen und Staunen.

Die Ausstellung verteilt sich auf zwölf aufwändig gestaltete Eisenbahnwagen: Der erste Wagen stimmt die Besucher auf die großen Fragen der Zukunft ein. Die folgenden drei Wagen ( Wagen 02-04 ) widmen sich Entwicklungen mit Schlüsselcharakter im Bereich der Grundlagenforschung. In Wagen 05 geht es um unseren Umgang mit Wissen und Informationen im Zeitalter der globalen Digitalisierung. In den folgenden fünf Wagen ( Wagen 06-10 ) wird dargestellt, wie sich Medizin und Ernährung, unser Leben und unsere Umwelt in den nächsten Jahrzehnten verändern werden. Wagen 11 lädt zum Nachdenken darüber ein, welche Chancen Wissenschaft und Forschung eröffnen, aber auch, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit dieses Potenzial möglichst allen Menschen zugute kommt. Und in Wagen 12 ist Eigeninitiative gefragt: Ein Mitmachlabor bietet Gelegenheit, selbst in die Rolle der Forscherin / Forschers zu schlüpfen.

Wagen 01: expedition zukunft

Kalter Krieg, Waldsterben, Ölkrise – In den letzten 60 Jahren musste sich Deutschland vielen Herausforderungen stellen. Doch welche Aufgaben warten zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf uns und auf die gesamte Menschheit?

Wagen 02: woher + wohin

Unser Planet ist nur ein Staubkorn in einem sich ständig ausdehnenden Kosmos, der Milliarden von Galaxien und unzählige fremde Sonnen enthält. Doch wie entstanden das Universum und der Mensch? Und gibt es noch andere Erden?

 

Bild rechts: 96 Prozent des Universums liegen im Dunkeln.

Wagen 03: bio + nano

In der Welt des Nanokosmos, dort wo man in Millionstel  Millimeter misst, verwischen die Grenzen zwischen Biowissenschaften und Nanotechnologie: ein Trend, der nicht nur hochpräzise Fertigungsverfahren hervorbringt, sondern auch faszinierende Einblicke in die Sprache unsere Gene ermöglicht.

     

Bild rechts: Ein wichtiges Werkzeug der Nanoforscher der „Rasterkraft-Mikroskop“

Wagen 04: info + kogno

Unser Gehirn ist zu unglaublichen Leistungen fähig. Doch wie es genau funktioniert, ist noch nicht vollständig geklärt. Steckt in unseren Köpfen nur ein besonders intelligenter Computer? Sind unsere Gedanken wirklich frei? Und werden Maschinen irgendwann denken wie wir?

 

Bild rechts: Gesichtertasten

Wagen 05: vernetzt + global

Die Welt rückt immer stärker zusammen, vernetzt zu gigantischen Gemeinschaften, die über Kontinente hinweg zusammen forschen und arbeiten. Das Internet ist dabei vermutlich nur der Anfang. Doch werden wir überhaupt eine vollständig vernetzte Welt bewältigen können?

      

Bild rechts: Interaktive Weltkugel

Wagen 06: intelligent + virtuell

Intelligente Materialien sind schon längst keine Zukunftsmusik mehr. Erschaffen im Labor, warten viele neuartige Stoffe bereits auf ihren Einsatz. Doch wie wird eine Idee überhaupt zum Produkt? Und wie wird die Fabrik der Zukunft aussehen?

 

Bild rechts: Mit einem Forderband gelangen die fertigen Bälle zur Qualitätskontrolle, wo die Anlage selbständig prüft, ob die einzelnen Pads in der richtigen Farbe und Anordnung zusammen genäht wurden.

Wagen 07: wirksam + individuell

Viele Krankheiten sind heute heilbar, doch einige breiten sich noch immer ungehindert aus. Wird die Medizin der Zukunft ein wirksames Mittel gegen sie finden? Und welche Lebensqualität ermöglichen Prothesen und Implantate?

 

Bild rechts: An dieser Stelle sieht man am lebensgroßen Modell eines Menschen, über welche Implantate – wie künstliche Herzen oder Herzschrittmacher – die Medizin mittlerweile verfügt.

Wagen 08: gesund + produktiv

Die Weltbevölkerung wächst unaufhörlich, in jeder Sekunde um drei neue Erdenbewohner. Doch wie ernährt man die neun Milliarden Menschen des Jahres 2050? Die Lösung könnte nicht nur in neuartigen Anbaumethoden liegen, sondern auch in Gestalten ganz neuer Lebensmittel.

 

Bild rechts: Die Weltbevölkerungsuhr, die den fortlaufenden Zuwachs an Erdenbürgern, den Wasserverbrauch und weitere globale Kenngrößen anzeigt

Wagen 09: nachhaltig + effizient

Jahrhunderte des ungebremsten Rohstoffverbrauches neigen sich dem Ende. Doch was kommt nach Kohle und Öl? Auf der Suche nach neuen Energiequellen stellt sich die Frage, wie wir in Zukunft unseren Bedarf decken können, ohne das Antlitz der Erde zu zerstören.

 

Bild rechts: Solarzellenexponate zeigen, wie man die Energie der Sonne direkt nutzen kann.

Wagen 10: flexibel + digital

Der Mensch ist mobil wie nie. Eine immer dichtere Infrastruktur spannt sich um unseren Planeten. Diese verlangt nach ganz neuen Verkehrs- und Fahrzeugkonzepten und verändert auch das was wir „Zuhause“ nennen.

 

Bild rechts: Der Zugverkehr wird weltweit stark zunehmen. Hochgeschwindigkeitszüge von Siemens sind mit einer Reisegeschwindigkeit bis zu 350 km/h bestens geeignet, um das Flugzeug auf Mittelstrecken zu ersetzen.

Wagen 11: natürlich, künstlich

Die Zukunft des Menschen ist noch nicht geschrieben. Und doch lassen sich schon heute Trends und Entwicklungen erkennen, die die nächsten zwanzig Jahre bestimmen könnten. Welche neuen Herausforderungen erwarten uns? Und wie werden sie das Bild, das wir von uns selbst haben, verändert?

Wagen 12: entdecken + staunen

Wir selbst sind unseres eigenen Glückes Schmied: Im letzten Wagen ist daher Eigeninitiative gefragt. Ein Mitmachlabor bietet Gelegenheit, Naturwissenschaft und Technik hautnah zu erfahren und stellt Innovative Technologien für wichtige Lebensbereiche in den Mittelpunkt. Hier erleben Schülerinnen und Schüler, wie kreatives Experimentieren zu innovativen Produkten und Problemlösungen führt.

 

Interessiert auf die Fpedition-zukunft.org/">www.expedition-zukunft.org

 

Der Zug in Zahlen

Für die Ausstellung „Expedition Zukunft“ wurden zwei Lokomotiven und 12 ehemalige Gepäckwagen der Deutschen Bahn in ein neues Design gekleidet und so in eine mobile Wissenschaftsausstellung umgewandelt, die auf ihrer sieben monatigen Reise bis November alle 16 Bundesländer besuchen wird.

Konzipiert und umgesetzt wird die „Expedition Zukunft“ von einem Projektteam der Max-Planck-Gesellschaft in München und der Ausstellungsagentur ArchiMeDes in Berlin. Die Ausstellung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ( BMBF ). Die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, die Leibnitz-Gemeinschaft sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft, zahlreiche Universitäten sowie die Zugpartner Bayer, Siemens und Volkwagen und weitere Wagen- und Themenpartner unterstützen die Ausstellung und sind Leihgeber von Exponaten.

 

Anzahl der Waggons

12

Maße ( je Waggon )

26,4 m lang, 2,82 m breit und 4,05 m hoch

Ausstellungsfläche

ca. 750 Quadratmeter

Länge des Zuges

333 Meter ( inkl. Lok )

Spurbreite

1,435 Meter

Gesamtgewicht

480 Tonnen

Stromversorgung

1.000 V 16 2/3 Hertz

Stromverbrauch aller 12 Wagen

70 Kilowatt

Leistung Lokomotiven

3.620 Kilowatt = ca. 4.900 PS

Gewicht Lokomotiven

86 Tonnen

Höchstgeschwindigkeit Lokomotiven

140 km/h

Maße Lokomotiven

16,49 m lang, 4,4 m breit und 4,385 m hoch

Route

62 Stationen in 216 Tagen

Zugbegleiter ( Personal )

15

Unbauzeit Ausstellungswagen

 5 Monate

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