Hessencourrier Kassel
Der Hessencourrier ist die erste hessische Museumseisenbahn aus dem Jahr 1972. Die Dampfzüge fahren hauptsächlich auf der 'Naumburger Bahn', die sich über 33,4 km durch das Bergland von Kassel nach Naumburg windet. Die Streckenführung ist besonders deswegen interessant, weil auf verhältnismäßig kurzen Abschnitten beträchtliche Höhenunterschiede zu bewältigen sind. Außerdem werden Dampfzug-Sonderfahrten auf den Gleisen der DB AG durchgeführt. Neben Dampflokomotiven der Baureihen 50, 52 und 81 befinden sich auch 3 Rangier- und eine Streckendiesellok in der Fahrzeugsammlung.

V 15 gesehen am 30.04.09 in Kassel. Die Lokomotive V 15 wurde 1958 bei MAK in Kiel für die Köln-Bonner Eisenbahn gebaut. Hier war sie als V 15 gemeinsam mit 7 Maschinen gleicher Bauart im Einsatz. Im Jahr 1984 gelangte sie über einen Lokhändler nach Norddeutschland. Bei der Hümmlinger Kreisbahn und der Meppen - Haselünner Eisenbahn stand sie fortan als Lok 4 im Dienst. Beide Bahnen fusionierten später zur Emsländischen Eisenbahn EEB. Das Eisenbahnunternehmen Mittelweserbahn kaufte sie 1998 als ihre erste Lokomotive. Im Bauzugdienst kam die jetzt als MWB V651 bezeichnete Lok bundesweit zum Einsatz. Im Jahr 2001 konnte der HESSENCOURRIER die Lok von der MWB kaufen und nach einer Motorinstandsetzung und Neulackierung als V 15 in die Fahrzeugsammlung übernehmen. 
Der 650 PS starke Sechszylindermotor mit Abgasturbolader hat einen Hubraum von 75 Litern. Er treibt über ein Flüssigkeitsgetriebe und Blindwelle die Kuppelstangen alle vier Achsen an. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt im Streckengang 71 km/h und im Rangiergang 43 km

 

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