Nachrichten-Rubrik: Lokindustrie

 

Datum 19.01.22

Siemens Mobility liefert 50 Zweikraftloks an DB Cargo und die DB Bahnbau Gruppe

  •     Letzte Meile ohne Lokwechsel mit Lokomotiven vom Typ Vectron Dual Mode
  •     Nachhaltiges Konzept dank Kombination aus Elektro- und Diesellok
  •     Produktion im Siemens Mobility-Werk in München-Allach

Die DB Cargo AG und die DB Bahnbaugruppe GmbH haben bei Siemens Mobility in Summe 50 Lokomotiven bestellt. Geliefert werden Zweikraftloks vom Typ Vectron Dual Mode mit spezifischen Anpassungen für das von DB Cargo und der DB Bahnbau Gruppe geplante Einsatzspektrum. Die Fahrzeuge können sowohl mit Diesel als auch elektrisch betrieben werden. Mit dieser Bestellung zieht die DB eine Option aus einem im September 2020 abgeschlossenen Rahmenvertrag. Die Flotte der DB Cargo wächst damit auf 146 Loks vom Typ Vectron Dual Mode, die DB Bahnbau Gruppe erhält erstmals vier Lokomotiven dieses Typs. Die Auslieferung der Loks startet ab 2026, die Produktion erfolgt im Siemens Mobility-Werk in München-Allach.

„Mit dem Vectron Dual Mode unterstützen wir die DB beim klimafreundlichen Umbau ihrer Flotte. Auf elektrifizierten Streckenabschnitten ist der Vectron Dual Mode rein elektrisch unterwegs, auf oberleitungsfreien Streckenabschnitten kann ohne Lokwechsel in den konventionellen Antrieb umgeschaltet werden. Das reduziert die CO2-Emissionen, senkt den Wartungsaufwand und hilft der DB nachhaltigere Lieferketten zu realisieren“, sagt Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility.

Auch wenn die Hauptbahnstrecken in Deutschland bereits elektrifiziert sind, ist die sogenannte letzte Meile meist nur mit einem Verbrennungsmotor befahrbar. Der Vectron Dual Mode bietet hier einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Ersatz für herkömmliche Dieselfahrzeuge.

Siemens Mobility hat den Vectron Dual Mode bereits 195-mal an 18 Kunden verkauft. Die Lok basiert auf bewährten Vectron-Komponenten. Sie ist für das 15 kV AC Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgerüstet.

Quelle: Siemens Mobility

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Datum 17.01.22

Stadler liefert bis zu 504 Tram-Trains an deutsch-österreichisches Projektkonsortium

Stadler hat den Zuschlag für den grössten Auftrag in der Unternehmensgeschichte mit einem Gesamtvolumen von bis zu vier Milliarden Euro erhalten: Sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich hatten im Rahmen des «VDV-Tram-Train» gemeinsam bis zu 504 Fahrzeuge international ausgeschrieben. Der Rahmenvertrag umfasst neben der Fahrzeugherstellung auch einen auf bis zu 32 Jahre angelegten Instandhaltungsvertrag. Bestandteil des Rahmenvertrags ist eine feste Bestellmenge von 246 Fahrzeugen vom Typ CITYLINK mit einem Volumen von rund 1.7 Milliarden Euro. Zudem besteht die Möglichkeit bis zu 258 weitere Fahrzeuge zu bestellen.

Mit dem Zuschlag beginnt eine langjährige Partnerschaft zwischen dem Projektkonsortium, bestehend aus den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), der Saarbahn Netz, Schiene Oberösterreich, dem Land Salzburg und dem Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb und Stadler. In den kommenden zehn Jahren wird Stadler 246 Fahrzeuge vom Typ CITYLINK für die sechs Betreiber produzieren. Die ersten vier Fahrzeuge werden 2024 an die Saarbahn geliefert.

«Wir sind stolz darauf, mit unserem bewährten Fahrzeugkonzept diese internationale Ausschreibung gewonnen zu haben. Für die Konstruktion eines Tram-Train-Fahrzeugs braucht es Erfahrung und diese besondere Ausschreibung erfordert zudem die Fähigkeit, individuelle Lösungen und Standard zu verbinden. In beiden Bereichen ist Stadler seit jeher zu Hause und ein Vorreiter der Branche. Wir freuen uns darauf, mit dem CITYLINK unseren sechs Kunden eine Mobiliätslösung zu liefern, die Stadt und Umland umstiegsfrei vernetzt und damit die Art zu reisen auf nachhaltige und komfortable Art weiterentwickelt», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a.i. von Stadler.

CITYLINK – Der beste Standard für individuelle Lösungen

Alle Fahrzeuge werden in dreiteiliger Ausführung geliefert. Je nach Lieferort und Kunde variiert die Länge der Fahrzeuge, die Anzahl der Türen, Einstiegs- und Kupplungshöhe sowie die Konfiguration der CITYLINK-Ausführungen. Allen Fahrzeugen gemein ist die Ausstattung mit einer Klimaanlage für Fahrgast- und Fahrerraum sowie die flexibel gestaltbaren geräumigen Mehrzweckbereiche mit zwei Rollstuhlfahrerplätzen. Je nach Einsatzort werden die Tram-Trains individuell ausgestattet. Beispielsweise werden die Fahrzeuge für die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft  mit einer Toilette sowie einer Vorbereitung für Fahrradhalterungen versehen während sich die Schiene Oberösterreich unter anderem für Gepäckablagen als zusätzliches Ausstattungselement entschieden hat.

Der CITYLINK von Stadler ist eine clevere Strassenbahn, die bei entsprechender Konfiguration auch als Überlandbahn eingesetzt werden kann. Mit dem VDV-Rahmenvertrag hat Stadler den CITYLINK bis heute über 650 Mal in 6 Ländern verkauft.

Ein Projekt – sechs Kunden

Ein Fahrzeugtyp für sechs Betreiber ist nicht alltäglich. «Wir haben im Projektteam in etlichen Stunden Arbeit ein gemeinsames Lastenheft entwickelt. Dabei haben wir einen Standard definiert, zu welchem bis zu fünf weitere Varianten die betreiberspezifischen Anforderungen wie zum Beispiel Einstiegshöhe, Lackierung und Einsatzort erfüllen», erklärt Gesamtprojektleiter Thorsten Erlenkötter von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe.

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe leiten das Gesamtprojektleitung und koordinieren nach der Ausschreibungsphase nun auch die Abwicklung. «Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Stadler einen zuverlässigen und erfahrenen Hersteller für dieses aussergewöhnliche Projekt gewinnen konnten. Ein Beschaffungskonzept, wie wir es hier umgesetzt haben, ist bislang weltweit einzigartig. Die sechs Betreiber eint der Glaube an das Konzept der Tram-Trains, mit denen wir nach Karlsruher Vorbild Grossstädte mit der jeweiligen Region vernetzen und die Menschen schnell und umsteigefrei direkt ins Zentrum bringen», sagt der technische Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe Christian Höglmeier.

Quelle: Stadler Rail Group

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Datum 08.01.22

Alstom liefert neue Doppelstockzüge für Teilnetz „Main-Weser“ an DB Regio

  • Auftrag über 17 moderne Coradia Stream High Capacity Züge
  • Fahrzeuge punkten mit mehr Sitzplätzen, höherem Komfort und Barrierefreiheit

Alstom liefert 17 moderne elektrische Doppelstocktriebzüge des Modells Coradia Stream High Capacity an die DB Regio AG. Die Flotte besteht aus 13 vierteiligen sowie vier fünfteiligen Fahrzeugen. Die Züge werden zum Fahrplanwechsel am 15.12.2024 im Teilnetz „Main-Weser“ auf der RMV-Linie 30 Frankfurt (Main) Hbf – Gießen – Kassel Hbf in Betrieb gehen. Neben zusätzlicher Transportkapazität in den Stoßzeiten bieten sie mehr Reisekomfort und kostenfreies WLAN.

„Es freut uns sehr, dass die DB Regio unsere modernen Coradia Stream High Capacity Züge auf der Linie RE 30 zwischen Frankfurt und Kassel einsetzen wird. Die Fahrgäste erhalten damit bestmöglichen Reisekomfort und ein herausragendes Platzangebot“, sagt Müslüm Yakisan, Präsident der Alstom-Region DACH. „Die Entscheidung der DB Regio ist ein erneuter Beleg dafür, dass wir für die Bedarfe unserer Kunden nach mehr Kapazität über genau das richtige Produkt verfügen.“

„Wir sind sehr stolz und glücklich, dass sich der RMV im Vergabeverfahren „Main-Weser“ für DB Regio entschieden hat. Mit den neuen, modernen Doppelstockfahrzeugen setzen wir gemeinsam ein starkes Signal – für den Klimaschutz und eine Stärkung der Schiene“, so Maik Dreser, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte.

Die neuen Züge bieten den Fahrgästen im Vergleich zu den aktuell eingesetzten Fahrzeugen bis zu 15 Prozent mehr Platz. Der vierteilige Triebzug besteht aus zwei Doppelstock-Steuerwagen und zwei einstöckigen Mittelwagen mit insgesamt 420 Sitzplätzen. Der fünfteilige Triebzug verfügt über noch einen weiteren Doppelstock-Mittelwagen und insgesamt 540 Sitzplätze. In Doppeltraktion bietet eine Zugkombination aus vier- und fünfteiligen Fahrzeugen bis zu 960 Sitzplätze und damit mehr als alle bisher auf dieser Strecke eingesetzten Regionalzüge.

Der Coradia Stream High Capacity ist modular aufgebaut und ermöglicht Kunden die individuelle Konfiguration ihres Zuges, etwa mit einem variablen Sitzplatzangebot, erweiterbaren Fahrradabteilen oder großzügigen Mehrzweckbereichen. Für einen hohen Fahrgastkomfort sorgen Vierersitzgruppen mit großen wandmontierten Tischen in der ersten Klasse und kleinen wandmontierten Tischen in der zweiten Klasse sowie Steckdosen an allen Sitzplätzen.

Dank der einheitlichen Einstiegshöhe von 600 Millimetern an allen Türen ist an den meisten Bahnhöfen ein barrierefreier Zustieg möglich. Im Vergleich zu anderen Doppelstockfahrzeugen mit Rampen im Einstiegsbereich bieten insbesondere die Mittelwagen des Coradia Stream High Capacity einen sehr bequemen und rampenfreien Zugang für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. 30 Fahrradstellplätze pro Zug machen die neuen Fahrzeuge auch für den Freizeitverkehr attraktiv.

Alstom wird die Züge für das Netz Main-Weser in Salzgitter produzieren. Das Projektbüro mit Projekt- und Vertragsmanagement, Validierung und Inbetriebnahme, Dokumentation, Schulung und Wartung wird in Deutschland sein.

Quelle: Alstom

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Datum 05.01.22

Siemens Mobility erhält Großauftrag für Lokomotiven von Railpool

  • Rahmenvertrag für 100 Lokomotiven vom Typ Vectron für maximale Flexibilität
  • Erstabruf von 70 Loks
  • Vectron von Siemens Mobility verbindet Europa: Grenzüberschreitender Verkehr ohne Lokwechsel

Railpool, einer der führenden Schienenfahrzeug-Vermieter Europas und Siemens Mobility haben zum Jahreswechsel einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 100 Lokomotiven geschlossen. Mit der Unterzeichnung des Vertrags wurden bereits 70 Vectron-Lokomotiven abgerufen. Die diversen Varianten sind für den Betrieb auf verschiedenen Korridoren (Nord-Süd, sowie Ost-West) vorgesehen und können in insgesamt bis zu 18 Ländern eingesetzt werden. Railpool hatte im letzten Jahr bereits 20 Vectron MS bei Siemens Mobility bestellt.

„Dieser Großauftrag steht für unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Railpool und die hervorragende Qualität unserer Lokomotiven. Mit dem Vectron MS entscheidet sich Railpool nicht nur für ein sehr leistungsstarkes und zuverlässiges Fahrzeug, sondern ermöglicht mit der Mehrsystemausführung auch den grenzüberschreitenden Schienenverkehr ohne Lokwechsel. Damit ergibt sich für unseren Kunden maximale Flexibilität im Einsatz der Fahrzeuge und in der Möglichkeit auf wechselnde Marktbedingungen zu reagieren“, sagt Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock von Siemens Mobility.

„Für unsere Kunden ist es von immer größerer Bedeutung, die Lokomotiven flexibel gemäß ihren Bedarfen in unterschiedlichen Europäischen Relationen einsetzen zu können. Mit dem Zukauf weiterer Vectron-Lokomotiven und deren universeller Einsatzbarkeit reagieren wir auf diese Marktbedarfe und setzen außerdem ein positives und grünes Signal in einem wachsenden Eisenbahnsektor“, sagt Torsten Lehnert, CEO der Railpool GmbH.

Die Lokomotiven für Railpool verfügen über eine Leistung von 6,4 Megawatt und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Sie sind zudem mit den erforderlichen nationalen Zugsicherungssystemen sowie mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet.

Siemens Mobility hat den Vectron bereits 1270-mal an insgesamt 61 Kunden verkauft. Die Lokomotiven haben bereits mehr als 500 Millionen Flottenkilometer zurückgelegt und Zulassungen in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn erhalten.

Quelle: Siemens Mobility GmbH

 

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