Nachrichten-Rubrik: Lokindustrie

 

Datum 08.10.19

Siemens Mobility und Partner starten Forschungsprojekt „Autonome Straßenbahn im Depot“

  • Förderung durch das BMVI
  • Gemeinsame Forschung an einem vollautomatisierten Straßenbahndepot mit autonom fahrender Tram
  • Konsortium unter Führung von Siemens Mobility

München, 08. Oktober 2019 - Siemens Mobility, die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM), die Codewerk GmbH und Mapillary planen die gemeinsame Forschung an einem vollautomatisierten Straßenbahndepot. Das Projekt trägt den Namen AStriD („Autonome Straßenbahn im Depot“) und wird nun vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) gefördert.

„AStriD ist der nächste große Meilenstein auf dem Weg zur autonom fahrenden Straßenbahn. Mit der Automatisierung von zeitintensiven Rangierprozessen im Betriebshof wollen wir unsere Kunden in Zukunft noch besser dabei unterstützen, eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen sowie Verfügbarkeit zu garantieren“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Die Umsetzung des Forschungs- und Entwicklungsprojekts erfolgt auf dem Betriebshof des Verkehrsbetriebs Potsdam. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Betriebshofes auf Basis einer autonom fahrenden Tram. Die technische Machbarkeit wird mit autonomen Servicefahrten, beispielsweise durch eine Waschanlage zu einem Abstellgleis demonstriert. Mittelfristig soll die Depotautomatisierung als eine erste Stufe des autonomen Fahrens kommerziell nutzbar gemacht werden. Bei der Entwicklung soll von Anfang an berücksichtigt werden, welche rechtlichen Rahmenbedingungen für die Genehmigung und den Betrieb einer autonom fahrenden Straßenbahn zu beachten sind und in welchen ökonomischen Rahmen ein operativer Betrieb abzubilden wäre. Das Projekt AStriD startet im Oktober 2019, die Projektdauer beträgt drei Jahre.

Die Partner haben das Projekt in verschiedene Arbeitspakete unterteilt. Die Siemens Mobility GmbH realisiert die autonom fahrende Tram im Depot, die über den Data-Hub vom Partner Codewerk in die Daten- und Systemlandschaft eingebunden ist und sich auf Basis einer digitalen Karte von Mapillary lokalisiert.

Die ViP stellt das Fahrzeug und die Depot-Infrastruktur zur Verfügung, sie ermöglicht den Zugang zu den benötigten Daten, Systemen und Anlagen und bewertet die Ergebnisse aus Sicht eines Depotbetreibers. „Wir freuen uns, dass Potsdam erneut ausgewählt wurde. Die praktische Demonstration, welche Schritte zeitnah umgesetzt werden könnten, wird für uns und für die ganze Branche hilfreich sein. Es geht insbesondere um die Überprüfung, ob und wie zeitintensive Rangierprozesse auf einem Betriebshof automatisiert werden können. Dies ist für unseren derzeitigen Betriebshof und für einen möglichen weiteren Betriebsstützpunkt im Potsdamer Norden eine interessante Option“, sagt Monty Balisch, Geschäftsführer der ViP.

Das Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT bringt die Expertise zur Spezifikation und Digitalisierung der Betriebshöfe, der Automatisierung von Prozessen und der Identifikation der dafür benötigen Daten ein. „Automatisierte Systeme werden sich gerade in der Mobilität aus der Nische heraus entwickeln. Ich sehe in einem weitgehend abgeschlossenen Betriebshof ein ideales Anwendungsfeld“, sagt Professor Eric Sax von KIT. „Wir freuen uns darauf, unsere aktuellen Forschungsergebnisse in AStriD einzubringen und auf einem Straßenbahndepot umzusetzen.“

Das IKEM analysiert und bewertet die rechtlichen und ökonomischen Fragestellungen im Rahmen des Projekts. „Dass der Fahrer im System als Bezugspunkt von Verhaltensanforderungen, Verantwortung und Haftung fehlt, stellt das Recht und konkret die Genehmigung des Betriebs vor große Herausforderungen. Für Szenarien der kommerziellen Nutzung reicht es dagegen auf Seiten der Kosten- und Einsatzplanung nicht, davon auszugehen, dass lediglich der Fahrer als Kostenposition auf dem Betriebshof fortfällt. Andere Aufgabenträger im System werden an Bedeutung gewinnen und auch die neue Technologie muss als Faktor im Betrieb und auf der Kostenseite berücksichtigt werden. Es handelt sich also um ein ganz neues Betreibermodell für den Betriebshof, das vorgezeichnet und soweit möglich mit Kostenschätzungen hinterlegt werden soll. Das IKEM wird die sich hier stellenden Fragen im Projekt im Austausch mit den Projektpartnern und relevanten externen Akteuren beantworten“, sagt Matthias Hartwig, Teamleiter Mobilität, IKEM.

Codewerk ist auf industrielle Systeme spezialisiert und entwickelt unter anderem Software für die Datenkommunikation auf Schienenfahrzeugen. Codewerk realisiert im Projekt die Cloud- und Edge-Komponenten zur datentechnischen Integration aller Systeme. „Das automatische Fahren hat das Potential, den Schienenverkehr als Verkehrsmittel attraktiver zu machen. Mit AStriD wollen wir bei Codewerk in eine klimafreundliche Technologie investieren und unsere Wettbewerbsposition stärken“, sagt Christian Grund, Geschäftsführer von Codewerk.

Mapillary stellt eine cloudbasierte Online-Plattform zur gemeinschaftlichen Sammlung und öffentlichen Bereitstellung von Straßenbildern und -informationen bereit. Diese Daten werden mit Künstlicher Intelligenz analysiert und zu digitalem Kartenmaterial verarbeitet. „Das Spektrum der Mobilität ändert sich und in den kommenden Jahren werden sowohl autonom fahrende Autos als auch Straßenbahnen am Verkehr teilnehmen, wodurch völlig neue Anforderungen an digitale Karten entstehen. Karten werden nicht mehr nur für Menschen benötigt, um an ihr Ziel zu gelangen, sondern in digitaler Form ebenso für verschiedene Fahrzeuge, die ihre Routen autonom absolvieren werden. Hier kommt Mapillarys Expertise in der Auswertung von Bildern aus dem öffentlichen Raum ins Spiel. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Bildanalyse ermöglichen wir es der Straßenbahn, ihre Umgebung eigenständig zu erkennen und zu verstehen“, sagt Peter Kontschieder, Wissenschaftlicher Leiter von Mapillary.

Quelle: Siemens Mobility

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Datum 01.10.19

Stadler und FNM vorhanden FLIRT Mock-up für Lombardei

Mailand, 1. Oktober 2019 - Zusammen mit FNM ist Stadler heute das Mock-up des neuen Diesel-Elektro-FLIRTS für die Lombardei zu präsentieren. Im November 2018 unterzeichneten die beiden Unternehmen einen Rahmenvertrag für bis zu 50 mehr Einheiten. Zur gleichen Zeit wurde eine erste Bestellung von 30 Fahrzeugen platziert. Zehn Monate nach der Unterzeichnung des Vertrages, Stadler und FNM hat heute das Mock-up auf der EXPO Ferroviaria 2019 in Mailand. Die Besucher der Messe in der Lage, einen ersten Blick auf das Demonstrationsmodell zu nehmen.

Zusammen mit dem italienischen Transportunternehmen TNM, Stadler präsentiert heute das Mock-up des neuen Diesel-Elektro-FLIRT auf der internationalen Bahnindustrie Messe EXPO Ferroviaria 2019 in Mailand. Das Mock-up ist ein Walk-in-Demonstrationsmodell in Originalgröße. Dadurch erhalten die Besucher der Messe die Möglichkeit, die lebensgroßen Zugmodell zum ersten Mal zu untersuchen. Stadler und FNM unterzeichneten den Rahmenvertrag für 50 mehrere Einheiten im November letzten Jahres. Zur gleichen Zeit, ein erster Abruf Auftrag wurde von Ferrovienord ausgelöst für 30 FLIRT, die für den Regionalbahnbetrieb in der Lombardei bestimmt ist. Nach dem Vertrag, Lieferung der ersten Fahrzeuge ist für Ende 2021 geplant Diese Versorgung auf beruhen, was durch das Beschaffungsprogramm von neuen Zügen, genehmigt und finanziert mit 1,6 Milliarden Euro von der Region Lombardei ist festgelegt.

Nachhaltigkeit im Fokus

Die neuen Züge wurden mit einem speziellen Fokus auf Umweltverträglichkeit entwickelt. Der Zug wird von einem Netzteil gespeist vier neueste Generation, emissionsarme Dieselmotoren (Stufe V mit SCR-Katalysator) und zwei Sätze von Batterien enthält. Dank der Batterien und Diesel-Elektro-Traktion, die neue Bahn können Stationen in vorstädtischen Gebieten mit reduzierten Emissionen ein. Neben Emissionen, Lärm auch in den Stationen reduziert werden.

Der Kraftstoffverbrauch wird erwartet, dass 30 Prozent niedriger sein als bei der aktuellen Flotte, die zu einer geschätzten Einsparung von drei Millionen Euro pro Jahr entspricht. CO2-Emissionen auch um 12 400 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Dies stellt das Äquivalent von 8600 Autos auf den Straßen. Darüber hinaus gewährleistet die Position der Motoren in der Mitte des Zuges hohen Komfort für die Passagiere, wie Lärm und Vibrationen sind nicht auf die Autos übertragen.

Weitere Details zu den Zügen

Die Drei-Wagen-Züge sind 66,8 Meter lang und bieten Platz für 328 Passagiere, mit Sitzplätzen für 168 von ihnen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 Kilometer pro Stunde. Neben einer Toilette, LED-Beleuchtung und Wi-Fi sind die Fahrzeuge mit 220-Volt-Steckdosen, USB-Anschlüsse und ein Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Eine Warnleuchte System informiert die Passagiere, wenn Türen öffnen und schließen. Zugänglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität von Gleitstufen erleichtert, die für den Abstand zwischen den Türen und der Plattform kompensieren. Es gibt auch Plätze für Fahrräder und Gepäck in den Zügen.

Maurizio Oberti, Director Sales & Marketing für Region Italien bei Stadler betonte: «Wir sind stolz, dass zu sein FNM in der kontinuierlichen Entwicklung und Modernisierung der Flotte mit innovativen Fahrzeugen unterstützen. Die Präsentation des Mock-up unterstreicht unsere produktive, angenehme Zusammenarbeit mit FNM. Wir freuen uns, dass zukünftige Passagiere jetzt den Zug zum ersten Mal als Vorführmodell entdecken können. »

«Wir werden die Aktion weiterhin die Flotte von Zügen zu erneuern - sagte der Vorsitzende des FNM Andrea Gibelli - ermöglicht durch die Finanzierung und die entsprechende Kennzeichnung der Region Lombardei. Das Ziel bleibt, dass von dem besten Service für die mehr als 800.000 Menschen zu gewährleisten, die den regionalen Zugverkehr täglich nutzen. »

Quelle: Stadler Rail Group

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Datum 01.10.19

Stadler gewinnt Ausschreibung über elf Strassenbahnen für die Stadtwerke Augsburg

Berlin, 1. Oktober 2019 - Die Stadtwerke Augsburg haben Stadler den Zuschlag für die Lieferung von elf Strassenbahnen des Typs TRAMLINK erteilt. Weiterer Bestandteil des Vertrags ist mit der Wartung der Fahrzeuge über einen Zeitraum von 16 Jahren der erste Instandhaltungsauftrag im Bereich Strassenbahnen für Stadler in Deutschland. Das Auftragsvolumen liegt insgesamt bei 57 Millionen Euro. Es besteht die Option für die Lieferung weiterer 16 Strassenbahnen.

Die Stadtwerke Augsburg bestellen elf Strassenbahnen des Typs Tramlink bei Stadler. Die siebenteiligen Multigelenk-Einrichtungsfahrzeuge sollen gemäss Vertrag ab 2022 auf den Linien des zweitgrößten Strassenbahnsystems Bayerns zum Einsatz kommen. Die vollständig niederflurig begehbaren  und barrierefreien Fahrzeuge sind 42 Meter lang und bieten 231 Fahrgästen Platz, 86 davon auf Sitzplätzen.

Neben der Lieferung der Fahrzeuge obliegt Stadler die Verantwortung für die Instandhaltung der Strassenbahnen über einen Zeitraum von 16 Jahren – erstmalig für Stadler im ÖPNV-Bereich in Deutschland. Dabei kooperiert das Unternehmen mit den Stadtwerken Augsburg, deren Mitarbeiter die Wartungsarbeiten in den hauseigenen Werkstätten im Auftrag von Stadler durchführen werden. Die Beschaffung der neuen Strassenbahnen ist ein wesentlicher Beitrag zur Modernisierung und dem geplanten Ausbau des Augsburger Strassenbahnnetzes. So spielt die Bestellung der neuen Strassenbahnen eine große Rolle für den Ausbau der Linie 3 sowie für eine merkliche Verbesserung des Fahrgastkomforts.

«Wir sind uns sicher, dass der TRAMLINK das optimale Fahrzeug für unsere Bedürfnisse ist und haben mit der Firma Stadler einen erfahrenen und bewährten Partner gewonnen», sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, Dr. Walter Casazza. «Stadler hat in der europaweiten Ausschreibung dasjenige Angebot abgegeben, das unseren zuvor formulierten Leistungskriterien an Technik, Ausstattung und Wirtschaftlichkeit am besten entsprochen hat.»

«Wir freuen uns sehr, mit dem Auftrag der Stadtwerke Augsburg Strassenbahnen in die bayerische Metropolregion liefern zu können. Damit ist der TRAMLINK ab 2022 erstmalig im Freistaat Bayern im Einsatz», sagt Christoph Klaes, Vertriebsleiter LRV und Metro der Stadler-Gruppe.

Quelle: Stadler Rail Group

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