Nachrichten-Rubrik: Lokindustrie

 

Datum 13.02.19

Stadler investiert bis zu 70 Millionen Euro in den Standort Berlin

Berlin, 12. Februar 2019 - Stadler erweitert seinen Standort in Berlin. Das neue Betriebskonzept umfasst nicht nur den Bau einer neuen Produktionshalle, sondern schafft auch neuen und optimierten Raum für Logistik und Inbetriebsetzung. Mit dem Ausbau rüstet sich der Schienenfahrzeughersteller noch besser für die Abwicklung von Großprojekten. Die Investition ist zudem ein klares Bekenntnis zum zweitgrößten Standort der Stadler-Unternehmensgruppe.

Stadler erweitert seinen Standort in Berlin Pankow mit einer neuen Produktionshalle, welche optimal auf die Bedürfnisse des Schienenfahrzeugherstellers ausgerichtet ist. Dies teilte das Unternehmen anlässlich eines Besuchs des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller im Rahmen des Formats „Senat vor Ort“ mit. Abhängig vom künftigen Auftragseingang sieht das Bauvorhaben die Erschließung zusätzlicher Flächen in mehreren Etappen vor. Geplant sind unter anderem eine neue Produktionshalle sowie in weiteren Schritten ein Logistikzentrum und die Schaffung zusätzlicher Büroflächen sowie einer modernen Kantine für die Mitarbeitenden. „Wir freuen uns sehr, mit dem Neubauvorhaben nachhaltig in die Sicherstellung zukünftiger Großprojekte sowie in die Sicherung des Standorts Berlin investieren zu können. Ziel der Investition ist die Optimierung der Produktionsbedingungen und Modernisierung der Infrastruktur an unserem Standort in Berlin“, sagt Jure Mikolčić, neuer CEO der Stadler Pankow GmbH.

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Eigentümer von Stadler, stellte das Bauvorhaben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und den Senator*innen Ramona Pop, Regine Günther und Dr. Klaus Lederer sowie dem Bezirksbürgermeister von Pankow, Sören Benn, bei einem Besuch des Unternehmens im Rahmen einer Tour durch den Bezirk persönlich vor. „Die Investition ist ein klares Bekenntnis zu unserem Standort in Berlin. Das Werk in Pankow hat sich hervorragend entwickelt und ist zum zweitgrößten Standort unserer Unternehmens-Gruppe gewachsen. Es freut uns besonders, dass wir mit der IK und der neuen S-Bahn Berlin Fahrzeuge aus Berlin für Berlin entwickeln und bauen dürfen“, sagt Peter Spuhler.

Die Planungs- und Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Der Verwaltungsrat hat dem Bauvorhaben an seiner letzten Sitzung bereits grünes Licht gegeben, sodass der Bauantrag erfolgen kann. Die Detailausarbeitung erfolgt nun durch die Geschäftsführung in Berlin.

Mit seinen 1300 Mitarbeitern ist Stadler einer der größten industriellen Arbeitgeber in Berlin. Der Standort ist innerhalb der Stadler-Unternehmensgruppe das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Straßen- und Stadtbahnen sowie von Metro-Fahrzeugen. In Berlin-Pankow werden alle Produkte des Produktportfolios für den deutschen Markt sowie Straßen- und Stadtbahnen für den Export entwickelt, gefertigt und montiert. Die Stadler Pankow GmbH wurde im Jahr 2000 als Joint Venture mit Adtranz gegründet – das Werk mit seinen damals 197 Mitarbeitern wurde damit vor der Schließung gerettet. Im Juni 2001 hat Stadler die Stadler Pankow GmbH zu 100 Prozent übernommen.

Der Standort ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich mit dem Auftragseingang gewachsen. Auch die Mitarbeiterzahl ist kontinuierlich gestiegen – von 197 Mitarbeitenden im Jahr 2000 auf 1300 Mitarbeitende im Jahr 2018. Seit 2015 ist die in Berlin-Pankow konstruierte und hergestellte Baureihe IK im Berliner U-Bahn-Netz unterwegs. Aktuell werden die 27 IK18 Fahrzeuge produziert. Das 27. Fahrzeug wird bis Mai 2019 pünktlich an die BVG geliefert. Die Serienfertigung der Ende 2018 bestellten IK20 wird noch bis 2021 in Pankow erfolgen. Gleichzeitig entstehen hier die zehn Fahrzeuge der Vorserie für die S-Bahn Berlin, die ab 2021 im Personenverkehr der Hauptstadt eingesetzt werden. Die Fertigung der Serienfahrzeuge des im Konsortium mit Siemens entwickelten Fahrzeugs schließt sich unmittelbar an und wird 2023 abgeschlossen sein. Darüber hinaus entstehen in Berlin Züge für den gesamten deutschen Markt sowie für den Export nach Skandinavien, Großbritannien oder Kanada. Neben der Entwicklung und dem Bau von Fahrzeugen ist der Standort seit vielen Jahren Ausgangspunkt richtungsweisender Innovationen. So war Stadler Pankow nicht nur maßgeblich am Einstieg in das Straßen- und Stadtbahnen-Segment beteiligt, sondern hier wurde mit dem FLIRT Akku zudem das erste batteriebetriebene Regionalfahrzeug des Unternehmens entwickelt und konstruiert.

Quelle: Stadler

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Datum 06.02.19

Siemens und Alstom bedauern Entscheidung der EU-Kommission, den Zusammenschluss ihrer Mobilitätssparten zu untersagen

München, 06. Februar 2019 - Die Europäische Kommission hat heute ihre Entscheidung bekannt gegeben, die geplante Fusion der Mobilitätssparten von Siemens und Alstom zu untersagen. Aufgrund dieses Beschlusses wird der Zusammenschluss nicht vollzogen.

Siemens und Alstom bedauern, dass das von ihnen angebotene Zusagenpaket, einschließlich der jüngsten Nachbesserungen, von der EU-Kommission als unzureichend angesehen wurde. Das Zusagenpaket war weitreichend und hat alle von der Kommission geäußerten Bedenken in Bezug auf Signaltechnik und Hochgeschwindigkeitszüge (über 250 km/h) berücksichtigt. Darüber hinaus zeigten eine Reihe renommierter und etablierter europäischer Akteure großes Interesse an dem Zusagenpaket und bestätigten somit seine Durchführbarkeit.

Siemens und Alstom sind davon überzeugt, dass die Transaktion einen erheblichen Mehrwert für den globalen Mobilitätssektor, die europäische Bahnindustrie, Kunden, Reisende und Pendler geschaffen hätte, ohne den europäischen Wettbewerb zu beeinträchtigen. Zudem hätte sie einen europäischen Marktteilnehmer geschaffen, der dem zunehmenden Wettbewerb durch Konkurrenz von außereuropäischen Unternehmen gewachsen gewesen wäre.

Siemens nimmt sich nun die Zeit, um alle Optionen für die Zukunft von Siemens Mobility zu prüfen und die beste Option für seine Kunden, Mitarbeiter sowie Aktionäre zu wählen. Währenddessen wird Siemens Mobility das vertikal integrierte Portfolio weiterentwickeln und ausbauen, von Schienenfahrzeugen über die Automatisierung und Elektrifizierung von Schienenfahrzeugen über schlüsselfertige Systeme bis hin zu intelligenten Verkehrssystemen sowie zugehörigen Dienstleistungen. Mit seiner Digitalisierungsexpertise unterstützt Siemens Mobility Mobilitätsanbieter weltweit dabei, Infrastruktur intelligent zu machen, nachhaltigen Wert über den gesamten Lebenszyklus zu schaffen sowie Fahrgasterfahrung zu verbessern und Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Quelle: Siemens

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Datum 06.02.19

Siemens Mobility baut 14 weitere Niederflur-Stadtbahnzüge für Houston

  •     Siemens Mobility liefert Stadtbahnen vom Typ S70
  •     Houstons S70-Niederflurflotte wächst auf 51 Züge

München, 05. Februar 2019 - Siemens Mobility hat von der Metropolitan Transit Authority of Harris County (METRO) in Houston, USA, einen Auftrag über 14 Stadtbahnen vom Typ S70 erhalten. Es ist bereits der dritte Auftrag der METRO für Siemens Mobility, mit dem sich die Anzahl der Züge in Houston auf 51 erhöhen wird. Die weiterentwickelten Niederflur-Stadtbahnen erweitern die Fahrzeugflotte, mit der pro Monat fast zwei Millionen Fahrten auf drei Stadtbahnlinien abgewickelt werden.

"Houston ist eine der größten Städte der USA und wir freuen uns, Houstons METRO bereits seit 2004 beim Ausbau eines umweltfreundlichen und effizienten Nahverkehrs zu unterstützen", sagt Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility. Für wachsende Metropolen wie Houston ist es wichtig, die Verfügbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs und den Fahrgastkomfort kontinuierlich zu verbessern. Mit unseren Stadtbahnzügen tragen wir dazu bei."

Die neuen S70-Züge haben ein weiterentwickeltes, modernes Design und bieten den Fahrgästen einen Niederflurzugang an allen vier Doppeltüren und dem Fahrer bessere Sichtverhältnisse. Komfort und Sicherheit werden so noch weiter verbessert.

Houstons METRO war der erste Kunde in den USA, der sich für die Niederflur-Stadtbahnzüge S70 entschied. Die ersten Züge wurden im Januar 2004 auf einer 19,3 Kilometer langen Strecke in Betrieb genommen, um beim 18. Super Bowl mehr als 64.000 Fans pünktlich zum Football-Stadion zu bringen. Seitdem bestellten elf Städte in den USA über 600 S70-Züge bei Siemens.

Die Stadtbahnfahrzeuge werden Buy-America-konform sein und von den mehr als 1.300 Mitarbeitern in der solarbetriebenen Produktionsstätte von Siemens Mobility in Sacramento, USA gebaut. In den USA liefert Siemens Mobility Schienenfahrzeuge, Lokomotiven, Komponenten und Systeme an über 30 Verkehrsunternehmen in Städten wie Atlanta, Boston, Charlotte, Denver, Houston, Minneapolis, New York, Philadelphia, Portland, Sacramento, Salt Lake City, San Diego, Seattle, St. Louis und Washington D.C.

Quelle: Siemens

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