Nachrichten-Rubrik: Lokindustrie

 

Datum 19.01.23

Stadler liefert FLIRT für den deutsch-polnischen Verkehr

Stadler liefert acht FLIRT-Fahrzeuge für den Einsatz auf den Linien des Rheingau-Express an VIAS. Die Fahrzeuge werden langfristig von Alpha Trains an die VIAS RAIL GmbH (VIAS), eine Tochter der RATH Gruppe, vermietet. Zusätzlich besteht die Option für einen weiteren Zug. Die elektrischen Triebzüge werden ab 2025 auf den Linien der RE 19 und der RB 10 entlang des Rheins zwischen Koblenz, Neuwied und Frankfurt verkehren.

Stadler hat den Zuschlag über die Lieferung von acht vierteiligen FLIRT mit extralangen Wagenkästen für den Einsatz auf der neuen Regionalexpress-Linie RE 19 zwischen Koblenz und Frankfurt sowie der Linie RB 10 von Neuwied nach Frankfurt erhalten. Der Zuschlagserteilung war die Vergabe des Netzes an VIAS durch den Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) vorausgegangen. Mit der Bestellung erhöht sich die Zahl der FLIRT-Fahrzeuge in der VIAS-Flotte auf 27 Züge.

Die Triebzüge vom Typ FLIRT bieten Platz für bis zu 512 Fahrgäste, davon 230 auf Sitzplätzen. Drei geräumige Mehrzweckbereiche ermöglichen den Transport von bis zu 12 Fahrrädern, Kinderwagen oder Rollstühlen pro Zug. Die Züge verfügen über sechs Einstiegsbereiche und sorgen damit für einen schnellen Fahrgastwechsel. Der Servicemittelwagen mit den Stellplätzen für die Rollstühle hat einen optimierten Einstiegsbereich für Bahnsteige auf 550 mm. Höhe. Die Fahrzeuge sind zudem mit einem Hublift ausgestattet, so dass der barriefreiere Ein- und Ausstieg unabhängig von der jeweiligen Bahnsteighöhe sichergestellt wird. Energieeffiziente Klimaanlagen, Steckdosen in allen Passagierbereichen sowie kostenfreies Fahrgast-WLAN sorgen für eine angenehme Reise.

„Mit den modernen Triebwagen der Reihe FLIRT3 XL ermöglichen wir unseren Fahrgästen im Rheingau-Express eine attraktive und komfortable Reisemöglichkeit. Die Fahrzeuge ergänzen unsere bestehende Flotte exzellent. Wir freuen uns, die bereits langjährige Zusammenarbeit mit Stadler Deutschland damit fortsetzen zu können. Ebenso sind wir erfreut darüber, mit Alpha Trains einen neuen kompetenten Partner gewonnen zu haben.“, sagt Franz Reh, Geschäftsführer der VIAS Rail GmbH.

„Wir freuen uns auf die langfristige Partnerschaft mit unserem neuen Kunden, der VIAS Rail GmbH (VIAS). Die Zusammenarbeit bis zur Vertragsunterschrift lief ausgesprochen professionell und engagiert und hat gezeigt, dass unsere Unternehmen „auf einer Wellenlänge sind“. Das sind beste Voraussetzungen, um gemeinsam dieses zeitlich herausfordernde Projekt - zwischen rechtskräftiger Vergabe des Verkehrsvertrages und Unterzeichnung des Leasingvertrages lag nur ein Monat - termingerecht und erfolgreich umsetzen zu können.“, sagt Thomas Schmidt, Geschäftsführer der Alpha Trains Europa GmbH.

Die hochmodernen Fahrzeuge werden mit mit der neuesten Version des Zugbeeinflussungs-Systems «Guardia» ausgerüstet. Die ETCS-Lösung aus dem Hause Stadler ist bislang bei Zügen in verschiedenen euopäischen Staaten im Einsatz, darunter u.a. in der Schweiz, Polen, Ungarn und Slowenien.

«Wir sind stolz, mit der Bestellung für den Rheingau-Express erneut Fahrzeuge der bewährtenFLIRT- Reihe an VIAS zu liefern. Die Ausrüstung der Züge mit dem hochmordernen Zugesicherungssystem Guardia trägt dazu bei, Taktzeiten und Verbindungen maßgeblich zu verbessern.», sagt Jure Mikolčić, CEO der Stadler Division Deutschland.

Quelle: Stadler Deutschland

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Datum 17.01.23

Siemens Mobility gewinnt 3 Milliarden Euro-Projekt in Indien – größter Lok-Auftrag in der Unternehmensgeschichte

  • Das Projekt umfasst die Lieferung von 1.200 Elektrolokomotiven sowie die Wartung und Instandhaltung über 35 Jahre
  • Größter Lokomotivenauftrag in der Geschichte von Siemens Mobility und größter jemals erteilter Einzelauftrag für Siemens Indien
  • Siemens Mobility stärkt seine Position in wichtigem Wachstumsmarkt: Mit seinem fast vollständig elektrifizierten Schienennetz gehört Indien zu den führenden Bahnnationen

Siemens Mobility hat von der staatlichen indischen Eisenbahngesellschaft Indian Railways einen Auftrag zur Lieferung von 1.200 Lokomotiven mit einer Leistung von 9.000 PS erhalten. Bei dem Auftrag handelt es sich um den größten Lokomotivenauftrag in der Geschichte von Siemens Mobility sowie den größten jemals erteilen Einzelauftrag an Siemens Indien. Siemens Mobility wird die Lokomotiven bauen, in Betrieb nehmen und testen. Der Vertrag beinhaltet die Lieferung der Lokomotiven über einen Zeitraum von elf Jahren sowie die Wartung und Instandhaltung über einen Zeitraum von 35 Jahren. Die Montage erfolgt im Werk von Indian Railways in Dahod im indischen Bundesstaat Gujarat. Die Wartung wird in den vier Depots von Indian Railways in Vishakhapatnam, Raipur, Kharagpur und Pune durchgeführt. Die Montage und Wartung der Lokomotiven werden gemeinsam mit Beschäftigten von Indian Railways durchgeführt. Der Vertrag hat einen Gesamtwert von rund 3 Mrd. Euro, ohne Steuern und Preisänderungen.

„Siemens unterstützt die nachhaltige Transformation des Verkehrssektors in Indien. Denn das Land will die Frachtkapazitäten der Schiene fast verdoppeln“, sagte Siemens CEO Roland Busch. „Ich freue mich sehr über diesen Großauftrag, der dazu beitragen wird, die ambitionierten Ziele des Landes zu erreichen, das größte elektrifizierte Schienennetz der Welt zu errichten. Unsere Loks werden rund 800 Millionen Tonnen CO2-Emissionen über ihren Lebenszyklus einsparen.“

„Wir freuen uns sehr auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit Indian Railways. Mit diesem Auftrag erhält unser Kunde eine der leistungsfähigsten Elektrolokomotiven auf dem Markt. Unsere Lokomotiven tragen dazu bei, den Güterverkehr in einem der weltweit größten Bahnnetze zu stärken, da sie im Laufe ihres Lebenszyklus zwischen 500.000 und 800.000 Lkw ersetzen. Mit diesem historischen Auftrag bekräftigt die indische Eisenbahngesellschaft ihre Absicht, den Schienenverkehr in Indien zu 100 Prozent zu elektrifizieren. Unsere Partnerschaft wird die Position von Siemens Mobility in Indien weiter stärken und den wachsenden Eisenbahnmarkt im Land unterstützen", sagte Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.

Die hochmodernen Lokomotiven werden für den Gütertransport von Indian Railways eingesetzt und können Ladungen von bis zu 4.500 Tonnen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde befördern. Mit einer Leistung von 9.000 PS werden sie zu den leistungsfähigsten Güterzuglokomotiven der Welt gehören. Ihre modernen Antriebssysteme werden vor Ort im Werk von Siemens Mobility in Indien gefertigt. Für höchste Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Lokomotiven im Einsatz, wird Siemens Mobility seine Railigent-Plattform nutzen.

Indien verfügt über eines der größten Schienenverkehrs- und Logistiknetze der Welt, das täglich von bis zu 24 Millionen Passagieren und über 22.000 Zügen genutzt wird. Die indische Regierung plant zudem, den Anteil der Eisenbahn am Güterverkehr von derzeit etwa 27 Prozent auf 40-45 Prozent zu erhöhen. Indien ist eines der wenigen Länder weltweit, dessen Schienennetz fast vollständig elektrifiziert ist. Als einer der am schnellsten wachsenden Bahnmärkte der Welt hat Indien klare Nachhaltigkeits- und Technologieziele. Die indische Eisenbahn und die indische Regierung haben sich klar dazu verpflichtet, in hochmoderne Produkte zu investieren, um bis 2030 die Netto-CO2-Emissionen auf null zu senken. Das 9.000-PS-Lokomotiven-Projekt ist ein Beleg dafür. Als Technologieführer kann Siemens Mobility erstklassige Lösungen liefern, um die Transformation des Bahnsektors in Indien zu unterstützen.

Die engen geschäftlichen Beziehungen zwischen Siemens und Indien gehen auf den Bau der indoeuropäischen Telegrafenleitung von London nach Kalkutta durch Werner von Siemens und seine Brüder im Jahr 1867 zurück. Siemens unterstützt Indian Railways bereits seit vielen Jahrzehnten erfolgreich mit den neusten Technologien und seinem umfassenden Portfolio an intelligenten und effizienten Lösungen für den Personen- und Gütertransport, einschließlich Bahninfrastruktur und Schienenfahrzeugen.

Quelle: Siemens Mobility GmbH

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Datum 16.01.23

Stadler rüstet Fahrzeuge der Deutschen Bahn mit Signaltechnik aus

Stadler und die DB Netz AG haben einen Vertrag über die Nachrüstung von bis zu 80 Instandhaltungs- sowie Gleisarbeitsfahrzeugen mit dem Stadler-ETCS-Zugssicherungssystem GUARDIA (European Train Control System) unterzeichnet. Mit der Nachrüstung kommt GUARDIA erstmalig bei der Deutschen Bahn in großem Umfang im Instandhaltungsbereich zum Einsatz.

Stadler hat sich in einer europaweiten Ausschreibung zur Nachrüstung von bis zu 80 Sonderfahrzeugen der DB Netz AG mit der eigen entwickelten Zugsicherungslösung GUARDIA (ETCS Baseline 3.6.0) durchgesetzt. Die nachträgliche Ausrüstung wird im ersten Schritt bei acht Instandhaltungs- sowie Gleisarbeitsfahrzeugen der Baureihen 711.1 und 741.X erfolgen, welche ab 2024 auf den Netzen der DB Netz AG in Deutschland und der Schweiz in den Einsatz gehen werden. Der Auftrag umfasst eine Option auf bis zu 72 weitere Fahrzeuge.

Die Nachrüstung ist bereits der zweite Einsatz von GUARDIA bei Fahrzeugen der Deutschen Bahn: Das während der Innotrans 2022 ausgestellte DB Advanced Train Lab der Baureihe BR 605, wurde im Rahmen eines Pilotprojekts zusammen mit zwei Lokomotiven vom Typ BR 185.2 ebenfalls mit GUARDIA ausgerüstet.

Mit der Nachrüstung der Instandhaltungs- sowie Gleisarbeitsfahrzeuge wird der zuverlässige und sichere Arbeitseinsatz der Fahrzeuge maßgeblich erhöht, da bei ETCS Baseline 3.6.0 im Verglich zu älteren ETCS-Versionen zusätzliche Funktionen für den Betrieb zur Verfügung stehen. Diese sorgen für eine Reduktion des Zeitaufwands und ermöglichen einen effizienteren Einsatz der Fahrzeuge.

Das ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA ist in mehreren europäischen Ländern zugelassen und im Einsatz, darunter seit 2021 in den neuen FLIRT-Zügen der BLS AG in der Schweiz, sowie in Deutschland, Polen, Ungarn, Slowenien und in den Niederlanden. Die neuste Version Baseline 3.6.0 ist in Deutschland sowie in den Niederlanden bereits zugelassen.

Marc Trippel, Leiter der Division Signalling von Stadler: «Wir sind stolz, diesen richtungsweisenden Auftrag der Deutschen Bahn ausführen zu dürfen. Die Entscheidung zeugt von dem im Pilotprojekt gewonnen Vertrauen in die ETCS-Lösung GUARDIA von Stadler. Mit der Nachrüstung der infrastrukturrelevanten Instandhaltungs- sowie Gleisarbeitsfahrzeuge leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Digitalen Schiene Deutschland. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn.»

Quelle: Stadler Rail Group

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