Nachrichten-Rubrik: Lokindustrie

 

Datum 26.01.21

Alstom stattet 13 Güterlokomotiven von DB Cargo mit neuestem ETCS-Standard aus

EG3100 Copyright DB Cargo

  • Züge zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden fahren reibungslos, sicher und zuverlässig

Berlin, 26. Januar 2021 – Alstom wird für die DB Cargo insgesamt 13 Güterlokomotiven mit dem neuesten ETCS-Signaltechnikstandard (ETCS Baseline 3 Release 2) für den transeuropäischen Güterverkehr zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden ausstatten.

„Wir freuen uns, mit der Umrüstung der Lokomotiven einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung im transeuropäischen Güterverkehr zu leisten“, sagt Frederic Rybicki, Managing Director Alstom Digital Mobility Germany & Austria. „Im Rahmen der Mobilitätswende spielt der Schienengüterverkehr eine entscheidende Rolle - hier kommen unsere digitalen Lösungen perfekt zum Einsatz.“

„Durch die Ausrüstung unserer leistungsfähigen Loks der Baureihe EG 3100 mit ETCS-Geräten werden wir auch zukünftig klimafreundliche, grenzüberschreitende Transportleistungen für unsere Kunden anbieten können“, so Ralf Günter Kloß, Vorstand Produktion bei DB Cargo.

Die elektrischen Güterlokomotiven der EG3100 Baureihe erhalten Alstoms Atlas ETCS Baseline 3 Release 2-Lösung. Diese entspricht den neuesten europäischen Standards für Bahninteroperabilität und ermöglicht es Zügen, auch auf Strecken über Ländergrenzen hinweg absolut flüssig, sicher und zuverlässig zu fahren. Im Zuge des Auftrags werden die bestehenden deutschen und dänischen Systeme für die Kommunikation mit dem ETCS-System umgerüstet. Zusätzlich wird das schwedische System als Software in die neue ETCS-Hardware integriert. Erste Zulassungsfahrten mit einem nachgerüsteten Prototyp sind für Ende 2022 vorgesehen. Darauf folgen die schrittweise Nachrüstung und Zulassung der restlichen Güterlokomotiven.

ETCS ist das effizienteste Zugbeeinflussungssystem der Welt und bringt erhebliche Vorteile in Bezug auf Einsparungen bei den Instandhaltungskosten, Sicherheit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Verkehrskapazität. Alstom ist das weltweit erste Unternehmen, das vollständig für die neuesten fahrzeug- und streckenseitigen ETCS-Standards zertifiziert wurde. Die neueste Softwareentwicklung gewährleistet die Interoperabilität mit Baseline 3 Maintenance Release 2 für das gesamte Bahnsystem.

Quelle Alstom

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Datum 25.01.21

Weltweit erster Wasserstoffzug Coradia iLint ausgezeichnet

  • European Railway Award 2021 geht an LNVG für Pionierarbeit mit Alstom

25. Januar 2021 – Das innovative Wasserstoffzug-Projekt Coradia iLint von Alstom, im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), wurde mit dem diesjährigen European Railway Award ausgezeichnet. Carmen Schwabl, Geschäftsführerin bei der LNVG, nahm den Preis bei der Online-Preisverleihung entgegen. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern hat die LNVG die Initiative gestartet, Wasserstoff als Kraftstoff im Schienenpersonennahverkehr zu testen.

Alstoms Coradia iLint wurde von der Jury aus CEOs der Bahnindustrie, EU-Entscheidungsträgern, früheren Gewinnern und ausgewählten Journalisten für den Preis vorgeschlagen. Die Jury lobte in ihrer Begründung die herausragende Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern LNVG, Alstom, dem Land Niedersachsen, den Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) und dem Gase- und Engineering-Unternehmen Linde. Alstom hat im Rahmen des Projekts zusammen mit seinen Partnern bewiesen, dass Wasserstoffantrieb eine zuverlässige und emissionsfreie Alternative zu Dieselbetriebenen Regionalzügen auf nicht-elektrifizierten Strecken ist.

„Es ist ja nicht ganz selbstverständlich, dass ein Unternehmen der öffentlichen Hand eine technologische Entwicklung dieser Tragweite auslöst und begleitet. Mit unseren Partnern in der Testphase ist eine echte Weltpremiere im Fahrgastbetrieb in Niedersachsen gelungen,“ Carmen Schwabl, Geschäftsführerin der LNVG. Unser Ziel war eine echte Alternative zum Diesel zu bieten, marktreif zu machen und in einem ersten Netz im täglichen Fahrgastbetrieb einzusetzen.“

Von September 2018 bis Ende Februar 2020 legten zwei Coradia iLint Züge erfolgreich mehr als 180.000 Kilometer im regulären Fahrgastbetrieb zurück. Derzeit läuft die Serienproduktion dieser bahnbrechenden Innovation für den Schienenverkehr. Ab 2022 werden die ersten wasserstoffbetriebenen Serienzüge in Deutschland eingesetzt.

"Wir freuen uns sehr, dass unser Kunde LNVG für das innovative Wasserstoffzug-Projekt ausgezeichnet wurde. Unser gemeinsames Projekt Coradia iLint zeugt von einem klaren Bekenntnis zu grüner Mobilität in Verbindung mit modernster Technologie. Heute können wir sehr stolz auf unseren innovativen Coradia iLint sein, den ersten und einzigen existierenden Wasserstoffzug der Welt," sagte Gian Luca Erbacci, Senior Vice President Europe bei Alstom.

Quelle: Alstom

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Datum 22.01.21

22-Millionen-Euro-Auftrag: Modernisierung von KISS-Doppelstockzügen der DB-Intercity-Flotte

KISS der Deutschen Bahn

Berlin, 22. Januar 2021 - Stadler rüstet im Auftrag der Deutschen Bahn 17 KISS-Doppelstockfahrzeuge um. Zu dem Upgrade zählen neben erweiterten digitalen Services, Anpassungen im Innenraum und des Zugsicherungssystems auf ETCS Baseline 3 auch der Erhalt der Genehmigung für den Verkehr der Fahrzeuge in die Schweiz. Acht der Züge werden zudem auch außen für den Einsatz als Intercity angepasst. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 22 Millionen Euro.

Seit April 2020 sind neun vierteilige KISS-Doppelstockzüge von Stadler im Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) im Einsatz. Weitere acht Züge kommen ab Ende 2021 hinzu. Diese ursprünglich für die österreichische Westbahn gebauten Fahrzeuge werden entsprechend der Anforderungen der Deutschen Bahn nun durch Stadler umfassend überarbeitet. Nach den Anpassungen fahren die Züge innen und außen im DB-Fernverkehrsdesign und warten mit viel Komfort für Fahrgäste und Personal auf.

Bereits heute verfügen die Fahrzeuge an jedem Sitzplatz über Steckdosen. Die Fahrgastinformation und das WLAN werden verbessert. Reservierungsanzeigen wird es künftig an allen statt wie bisher nur an ausgewählten Plätzen geben. Auch betriebsseitig erfahren die Fahrzeuge technologische Updates. So werden alle 17 Züge auf das Zugsicherungssystem ETCS Baseline 3 angepasst. Die Erweiterung der Genehmigung der Fahrzeuge für den Einsatz im Personenverkehr in der Schweiz und als Mehrfachtraktion in Deutschland ist Teil des Modernisierungsprogramms.

«Wir freuen uns, im Auftrag der Deutschen Bahn einen so spannenden Auftrag übernehmen zu können. Die umfassende Anpassung relativ neuer Fahrzeuge ist keine alltägliche Aufgabe, dafür eine, die uns umso mehr Freude bereitet», erklärt Volker Keller, Geschäftsführer von Stadler Rail Service Deutschland.

Der Umbau der Fahrzeuge sowie die Erwirkung der verschiedenen Erweiterungen der Fahrzeuggenehmigungen erfolgt durch Stadler. Ab Ende 2022 sollen die ersten Züge im rundum neuen Look auf die Schiene gehen.

Quelle: Stadler Deutschland

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Datum 19.01.21

Siemens Mobility erhält Serviceauftrag für ICE 4

  •     Größter Serviceauftrag für Siemens Mobility von der Deutschen Bahn
  •     IS 600-Revision für 40 ICE 4-Züge

Die Deutsche Bahn (DB) hat Siemens Mobility mit Revisionen für 40 Züge der Baureihe 412 (ICE 4) beauftragt. Es handelt sich dabei um den größten je von der Deutschen Bahn an Siemens Mobility vergebenen Serviceauftrag. Der Vertrag beinhaltet auch eine Option für 50 weitere Zugrevisionen der Baureihe 412. Die so genannten IS 600-Revisionen sind bei neuen Hochgeschwindigkeitszügen der Deutschen Bahn ab einer Fahrleistung von 1,65 Millionen Laufkilometern erforderlich. Die Arbeiten werden ab Mitte 2021 im Servicebereich „Expert House“ des Siemens Mobility-Prüf- und Validationcenter in Wegberg-Wildenrath durchgeführt.

„Der ICE 4 ist das Rückgrat des DB-Fernverkehrs. Als Service-Partner werden wir einen entscheidenden Beitrag leisten, um die Verfügbarkeit und den Betrieb der ICE4-Flotte zu gewährleisten und eine nachhaltige Performance über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen“, sagt Johannes Emmelheinz, CEO Customer Service bei Siemens Mobility.

Im Rahmen der IS 600-Revision wird Siemens Mobility die zentralen Systeme und Komponenten der ICE 4-Züge überprüfen und Instandhaltungstätigkeiten planmäßig ausführen. Dazu zählen unter anderem Türen, Scheibenwaschanlagen, Kupplungen, Lauf- und Triebdrehgestelle sowie Stromabnehmer, Zugbeeinflussungssysteme und Bremsen. Im Innenraum werden etwa Brandmeldeanlagen, die Fahrgastinformationssysteme, die Geräte des Bordbistros und die Sanitäranlagen überprüft und gewartet. Darüber hinaus werden bei allen Zügen die Radsätze getauscht.

Seit Mai 2011 hat die Deutsche Bahn insgesamt 137 ICE 4-Züge bei Siemens Mobility bestellt. Alle drei Wochen verstärkt derzeit ein neuer ICE 4 die Fernverkehrsflotte der DB. Bis Dezember hatte Siemens Mobility 65 der bestellten ICE 4 an die Deutsche Bahn geliefert. Die ersten Züge sind seit 2016 im Fahrgasteinsatz.

Quelle: Siemens Mobility GmbH

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Datum 15.01.21

Siemens Mobility unterzeichnet wegweisende Absichtserklärung zum Aufbau des ersten Hochgeschwindigkeitsnetzes in Ägypten

  •     Die Vereinbarung umfasst den Bau eines rund 1000 Kilometer langen Bahnnetzes – das Projekt für die ersten 460 Kilometer ist rund drei Milliarden US-Dollar wert
  •     Schlüsselfertige Entwicklung, Beschaffung und Bauprojekt inklusive 15 Jahre Wartungsservices
  •     Siemens Mobility soll Hochgeschwindigkeits- und Regionalzüge, Lokomotiven, Bahninfrastruktur, Systemintegration und weitere Services liefern

Die nationale Behörde für Tunnel, eine Regierungsbehörde im Kompetenzbereich des ägyptischen Verkehrsministeriums, und Siemens Mobility haben eine Absichtserklärung (MoU) zur Konzeption, Installation und Inbetriebnahme des landesweit ersten Hochgeschwindigkeitssystems für den Schienenverkehr unterzeichnet – gemeinsam mit den lokalen Unternehmen Orascom Construction S.A.E. und The Arab Contractors (Osman Ahmed Osman & Co.). Zusätzlich wird Siemens Mobility Wartungsservices bereitstellen. Die Vereinbarung umfasst den Bau eines rund 1000 Kilometer langen Bahnnetzes, wobei das erste Projekt eine 460 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke ist, mit einem Auftragswert von rund drei Milliarden US-Dollar.

Unterzeichnet wurde die Absichtserklärung von Essam Waly, Präsident der ägyptischen Nationalen Behörde für Tunnel, und Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, bei einem Treffen heute in Kairo. Bei der Unterzeichnung waren der Premierminister Mostafa Madbouly, der ägyptische Verkehrsminister Kamel Al Wazir sowie Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und Roland Busch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, anwesend.

"Wir fühlen uns geehrt und sind stolz, unsere vertrauensvolle Partnerschaft mit Ägypten weiter auszubauen. Mit dem Bau eines hocheffizienten Bahnsystems für das Land werden wir die ägyptische Bevölkerung mit einem erschwinglichen, sauberen und zuverlässigen Verkehrsangebot unterstützen", sagt Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. "Nach dem sehr erfolgreichen Energy-Mega-Projekt wollen wir diesen visionären Geist nun auch gemeinsam mit unseren Partnern im Mobilitätssektor beweisen."

„Wir freuen uns, dass uns das Verkehrsministerium mit der Durchführung dieses wichtigen Projekts betrauen möchte. Mit unseren führenden digitalen Lösungen und umfassenden, schlüsselfertigen Services wollen wir moderne, integrierte Hochgeschwindigkeitssysteme für den Schienenverkehr bereitstellen, die dem Land einen Technologieschub geben und lokale Arbeitsplätze schaffen werden. Das neue Bahnsystem wird den Fahrgastkomfort erheblich verbessern, indem es Reisezeiten für Millionen Menschen in Ägypten verkürzt“, sagt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.

Das System wird auf 460 Kilometern die am Mittelmeer gelegenen Städte von El-Alamein mit Ain Sokhna am Roten Meer verbinden und dabei auch durch die neue Verwaltungshauptstadt führen. Die Strecke wird zudem für den Güterverkehr betriebsfähig sein, was das Wirtschaftswachstum der Region weiter fördern wird.

Siemens Mobility ist weltweit führend im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge und gehört seit den 1960er Jahren zu den führenden Unternehmen auf dem ägyptischen Mobilitätsmarkt. Das Unternehmen verfügt außerdem über umfangreiche Erfahrungen bei der Realisierung von Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekten in Nahost und Afrika.

Als weltweit führender Anbieter schlüsselfertiger Schienenprojekte mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz, Projekte pünktlich zu liefern, integriert Siemens Mobility verschiedene Elemente seines Portfolios und liefert komplette Schienensysteme verlässlich und aus einer einzigen Quelle. Bisher hat das Unternehmen weltweit circa 50 schlüsselfertige Projekte erfolgreich abgeschlossen – viele davon wurden schon vorzeitig ausgeliefert. Zu den aktuellen Projekten gehören die Erweiterung der Blue Line Metro in Bangkok, die letztes Jahr fertiggestellt wurde, sowie das Kopenhagen Light Rail Projekt.

Quelle: Siemens Mobility

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Datum 15.01.21

Stadler und Rail Operations (UK) Limited unterzeichnen Vertrag für die neuen Class 93 tri-mode Lokomotiven

Stadler und Rail Operations (UK) Limited haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von dreißig Trimodus-Lokomotiven der Class 93 unterzeichnet, die die Anforderungen der Dekarbonisierung des Schienenverkehrs in Großbritannien unterstützen werden. Ein erstes Los von 10 Lokomotiven soll Anfang 2023 ausgeliefert werden.

Stadler und das britische Unternehmen Rail Operations (UK) Limited haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von dreißig Trimode-Lokomotiven der Baureihe 93 unterzeichnet. Die fortschrittlichen Lokomotiven werden die CO2-Emissionen sowohl für den Schienengüterverkehr als auch für den potenziellen Personenverkehr deutlich reduzieren. Damit unterstreicht Stadler seine Umweltfreundlichkeit und demonstriert sein Engagement für die Dekarbonisierung. Die Auslieferungen werden voraussichtlich Anfang 2023 beginnen.

Die Class 93 ist eine Bo'Bo'-Mischverkehrslokomotive, die auf Stadlers Class 68- und Class 88-Lokomotiven basiert, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich in Großbritannien im Einsatz sind. Sie ist in der Lage, höhere Geschwindigkeiten als die bisherigen zu erreichen; d.h. 110 mph statt 100mph.

Die erste Tri-Mode-Lokomotive von Stadler verfügt über drei verschiedene Stromquellen. Im elektrischen Betrieb kann sie mit einer Leistung von 4.000 kW an 25-kV-Wechselstrom-Oberleitungen betrieben werden. Darüber hinaus verfügt die Lokomotive über einen CATERPILLAR C32-Motor und Lithium-Titanat-Oxid (LTO)-Traktionsbatteriepakete, die den Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken ermöglichen. Der Dieselmotor hat eine Nennleistung von 900 kW und erfüllt die Emissionsanforderungen der EU 97/68 Stufe V. Die beiden LTO-Batteriepakete liefern 400 kW zusätzliche Leistung, um den Motor zu ergänzen, wenn die Lokomotive im Diesel/Batterie-Hybridbetrieb fährt, sowie für den kohlenstofffreien Rangierbetrieb auf der letzten Meile.

Karl Watts, Chief Executive Officer, Rail Operations (UK) Limited, kommentierte den Auftrag wie folgt. "Die Bahnindustrie hat ihre Rolle bei der Reduzierung der Kohlenstoffemissionen und der Verbesserung der innerstädtischen Luftqualität sehr gut verstanden. Die Flotte der Baureihe 93 mit ihren zahlreichen umweltfreundlichen Merkmalen wird es uns ermöglichen, die Bahnindustrie bei der Erreichung ihrer Dekarbonisierungsziele zu unterstützen. Mit ihrer beeindruckenden, hochmodernen Ausstattung ermöglichen es uns die Class 93 außerdem, neue Märkte zu erschließen und viele Aspekte des britischen Zugbetriebs zu modernisieren".

Iñigo Parra, CEO Stadler Valencia, fügte hinzu: "Die innovative und kosteneffiziente Lösung wird umweltfreundliche Schienenverkehrsdienste bereitstellen, die nationale Dekarbonisierungsstrategien unterstützen und die Verlagerung auf die Schiene fördern.

Quelle: Stadler Rail

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Datum 14.01.21

Stadler liefert Rettungszüge an die ÖBB

Bussnang, 14. Januar 2021 - Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bestellen bei Stadler bis zu 20 neue Lösch- und Rettungstriebzüge. Die beiden Unternehmen haben diesbezüglich eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Die ÖBB haben daraus bereits die ersten fünf Züge abgerufen.

Stadler und die ÖBB Infrastruktur AG haben Ende Dezember 2020 eine Rahmenvereinbarung über die Entwicklung, Herstellung, Lieferung, eisenbahnrechtliche Zulassung und Inbetriebsetzung von bis 20 neuen Lösch- und Rettungszügen unterzeichnet. Der gesamte Auftragswert beträgt bis zu 240 Millionen Euro. In einem ersten Abruf bestellt die ÖBB Infrastruktur AG zunächst 5 Züge im Wert von rund 60 Millionen Euro.

Die neuen Züge sind als dreiteilige Fahrzeuge aufgebaut und rund 66,5 Meter lang. Sie bestehen jeweils aus einem Triebwagen, einem motorisierten Niederflursteuerwagen und einem Wasserwagen, der bis zu 45 000 Liter Wasser befördern kann. Der Wasserwagen wird begehbar sein und zudem bis zu 56 Sitzplätze bieten. Insgesamt stehen pro Zug 300 Sitz- und Stehplätze zur Verfügung, beispielsweise für zu rettende Personen. Die Züge werden bis zu 160 Kilometer pro Stunde schnell und trimodal angetrieben sein, d.h. elektrisch, dieselelektrisch und per Batterie. Die ersten Fahrzeuge sollen bis spätestens Mitte 2024 in den Einsatz kommen. Die Fahrzeuge sind sowohl für Interventionen in den drei neuen Basistunneln Koralm, Semmering und Brenner als auch als Ersatz der ersten Generation von Lösch- und Rettungszügen der ÖBB vorgesehen und können auf dem gesamten Streckennetz der ÖBB verkehren.

Dr. Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter von Stadler, sagt: «Wir freuen uns sehr über diesen Auftrag und die Zusammenarbeit mit den ÖBB. Unsere langjährige Erfahrung mit Tailor-Made-Fahrzeugen in Verbindung mit verschiedensten Antriebskonzepten wird uns dabei helfen, diese technisch anspruchsvollen Züge herzustellen. Diese Erfahrungswerte sind ein Alleinstellungsmerkmal von Stadler.»

Quelle: Stadler Rail

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Datum 11.01.21

Neues Jahr, neuer Name: Aus Stadler Pankow wird Stadler Deutschland

Visualisierung Neubau Stadler Standort Berlin

Berlin, 11. Januar 2021 - Stadler startet in Deutschland mit neuem Firmennamen in das Jahr 2021. Das in Berlin ansässige Unternehmen ändert seinen Handelsnamen in Stadler Deutschland GmbH.

«Mit der Umbenennung tragen wir der Entwicklung unsers Unternehmens Rechnung, indem wir unseren Fokus auf den deutschen Markt auch im Namen führen. Stadler-Fahrzeuge fahren aktuell in 15 deutschen Bundesländern zwischen der Nordsee und den Alpen. Ab 2022 werden unsere Züge dann überall in Deutschland im Einsatz sein.», erklärt Stadler Deutschland CEO Jure Mikolčić die Entscheidung. Bei dem Schritt handelt es sich allein um eine Umfirmierung, also um die Änderung des Handelsnamens der Firma. Die Rechts- und Gesellschaftsform wird beibehalten. Stadler ist seit mehr als 20 Jahren in Deutschland ansässig. Die Stadler Pankow GmbH wurde im Jahr 2000 als Joint Venture der Stadlerrail AG und der Adtranz GmbH gegründet und im Folgejahr mit rund 200 Mitarbeitenden zu 100 Prozent durch Stadler übernommen. Seitdem ist die Gesellschaft kontinuierlich gewachsen. Gemeinsam mit ihren operativen Tochtergesellschaften Stadler Rail Service Deutschland GmbH, der Stadler Chemnitz GmbH und Stadler Mannheim GmbH beschäftigt Stadler Deutschland aktuell rund 1700 Mitarbeitende in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen.

Stadler baut aus

Stadler wächst weiter. Auf rund 24 000 Quadratmetern entstehen am Standort Berlin bis Sommer 2021 eine neue Produktions- und Inbetriebsetzungshalle sowie hochmoderne Büro- und Sozialraumflächen. Stadler investiert bis zu 70 Millionen Euro in den Ausbau des Berliner Standorts. In Abhängigkeit vom künftigen Auftragseingang soll in weiteren Schritten unter anderem ein Logistikzentrum hinzukommen.

Während die Bauarbeiten zur Erweiterung des Betriebsgeländes im Berliner Norden planmäßig voranschreiten, expandiert das Unternehmen zusätzlich in Brandenburg sowie Schleswig-Holstein. Dort werden weitere Flächen für Service- und Inbetriebsetzungstätigkeiten entstehen.

Über Stadler

Stadler baut seit über 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten sowie über 40 Servicestandorten arbeiten gegen 12 000 Mitarbeitende. Das Unternehmen ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung für zukunftsfähige Mobilität bewusst und steht daher für innovative, nachhaltige und langlebige Qualitätsprodukte. Die Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs umfasst Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.

Quelle Stadler Deutschland

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Datum 08.01.21

Weiterer Auftrag im Tessin: Stadler baut neue Tailor-Made-Züge für die Centovallibahn

Die Ferrovie Autolinee regionali Ticinesi SA (FART) und Stadler haben den Vertrag über die Lieferung von acht neuen elektrischenTriebzügen unterzeichnet. Die Tailor-Made-Züge ersetzen ab 2023 das alte Rollmaterial der renommierten Centovallibahn im Tessin. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 94 Millionen Schweizer Franken. Stadler gewinnt damit einen weiteren Kunden im Tessin.

Die Ferrovie Autolinee regionali Ticinesi SA (FART) und Stadler haben Ende Dezember 2020 gemeinsam den Vertrag über die Herstellung und Lieferung von acht neuen Triebzügen unterzeichnet. Die neuen Tailor-Made-Züge ersetzen voraussichtlich ab 2023 das alte Rollmaterial der renommierten Centovallibahn im Tessin – rechzeitig zu deren 100-Jahr-Jubiläum. Für Stadler ist es bereits der dritte Auftrag aus dem Tessin in den letzten zwei Jahren: Bereits heute kommt der Bestseller FLIRT für den grenzüberschreitenden Regionalverkehr TILO zum Einsatz. Ab Sommer 2021 verkehren zudem die ersten TRAMLINK der Ferrovie Luganesi SA (FLP) in Lugano.

Mit der neuen, modernen und leistungsfähigeren Flotte entspricht FART den Bedürfnissen des öffentlichen Verkehrs und der auf lange Sicht wachsenden Tourismusbranche in der Region. Auch erfüllen die Triebzüge vollumfänglich das Behindertengleichstellungsgesetz. Das Volumen des Auftrags beläuft sich auf rund 94 Millionen Schweizer Franken. Bund und Kanton Tessin finanzieren die Folgekosten der Investition.

Erstmals baut Stadler neue massgeschneiderte Schmalspurtriebzüge für den regionalen und grenzüberschreitenden Bahnverkehr im Tessin. Das neue Rollmaterial besteht aus vier vierteiligen Schmalspurtriebzügen für den Verkehr von Locarno nach Domodossola (Italien). Vier weitere dreiteilige Züge sind für den Regionalverkehr im Centovalli vorgesehen.

«Wir sind stolz, die neuen Züge für die Centovallibahn bauen zu dürfen. Die Entwicklung und Produktion von Tailor-Made-Fahrzeugen ist und bleibt ein Kerngeschäft von Stadler», sagt André Kurmann, Vertriebsprojektleiter Tailor Made bei Stadler. «Die neuen Züge gewährleisten einen hohen Reisekomfort für die Fahrgäste. Ein besonderes Augenmerk haben wir auf das Design, die  Auswahl des Materials und die Sicherheit der Fahrgäste und des Fahrpersonals gelegt. Diese Aspekte sind für uns als führender Zugbauer zentral, hier kommt unsere langjährige Erfahrung zum Tragen.»

«In den letzten Monaten haben wir eng mit Stadler zusammengearbeitet, um alle vertraglichen Details zu definieren, die für die Abwicklung eines solchen Auftrags notwendig sind», unterstreicht Paolo Caroni, Vorsitzender des Verwaltungsrats von FART. «Die Herausforderung für uns bestand darin, schon heute alle Möglichkeiten für die Entwicklung und Modernisierung der Züge zu nutzen, die Ende 2023 in Betrieb genommen werden und noch Jahrzehnte danach verkehren werden. Es ist eine grosse Chance, die Vision und Weitsicht erfordert.»

Mehr über die Fahrzeuge

Die regionalen Triebzüge sind rund 49 Meter lang, die internationalen Triebzüge rund 63 Meter. Sie bestehen aus Aluminium-Wagenkasten und bieten 264 (dreiteilig) und 343 (vierteilig) Passagieren Platz, davon 106 (dreiteilig) und 141 (vierteilig) auf Sitzplätzen. Stadler hat ein besonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit der Fahrzeuge gelegt, um allen Fahrgästen, auch solchen mit eingeschränkter Mobilität, ungehinderten Zugang zu den Bahnsteigen zu ermöglichen. Weiter verfügen die Züge über reservierte Bereiche für Rollstühle sowie für Fahrräder und Kinderwagen. Die Triebzüge verfügen zudem über ein WLAN-Netz, über welches die Fahrgäste sowohl auf die Inhalte von FART als auch auf Multimedia-Inhalte zugreifen können. Ein innovatives Fahrgastinformationssystem rundet das Reiseerlebnis in den neuen Zügen für de Centovallinabahn ab.

Quelle: Stadler Rail

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